Bei der 9-stündigen Razzia am Montag abend, bei der auch Melania Trumps Kleiderschrank durchsucht wurde, händigten die FBI-Agenten den anwesenden Trump-Anwälten Christina Bobb und Lindsey Halligan gar keine Kopie des Durchsuchungsbeschlusses aus. Den Anwältinnen wurde nur auf drei Meter Entfernung eine teils versiegelte Kopie gezeigt.
Die Anwälte durften bei der Hausdurchsuchung nicht anwesend sein, und mussten vor der Tür warten. Das FBI forderte das Personal auf, die Überwachungskameras auszuschalten, die die Kameras aber auf Intervention der Anwälte wieder anschalteten. So konnte Donald Trump und seine Familie von New York aus der Durchsuchung zuschauen. Laut Sohn Eric Trump verbrachten die Agenten Stunden in Trumps Büro und verhielten sich »unangemessen«.
Anwältin Lindsey Halligan sagte Sean Hannity (Foto), Trump habe alle Dokumente ausgehändigt, die die Bundesregierung beantragt hatte. »Präsident Trump und sein Team haben sehr genau alle Dokumente angeschaut, die in Mar-A-Lago waren. Wenn die Bundesregierung irgendetwas benötigt hätte, hätten sie einfach fragen müssen.«
Am Donnerstag bestätigte der US-Generalstaatsanwalt (Justizminister) Merrick Garland, »persönlich die Entscheidung bewilligt zu haben, einen Durchsuchungsbeschluss zu erwirken.«
Das Weiße Haus behauptet, nichts von der Razzia gewusst zu haben. Joe Biden habe aus der Presse davon erfahren, behauptete Sprecherin Karine Jean-Pierre.
Trump forderte - zusammen mit vielen Medien - eine Veröffentlichung des Durchsuchungsbeschlusses: »Nicht nur stelle ich mich nicht gegen die Veröffentlichung aller Dokumente in Zusammenhang mit dieser unamerikanischen, ungerechtfertigten und unnötigen Razzia und Eindringen in mein Heim in Palm Beach, Florida, Mar-A-Lago, ich gehe sogar einen Schritt weiter und ermuntere die sofortige Freigabe aller Unterlagen, obwohl sie von linksradikalen Demokraten und etwaigen künftigen politischen Gegnern geschrieben wurden, die ein starkes Interesse haben, mich zu attackieren, wie sie bereits in den vergangenen 6 Jahren gemacht haben«, so Trump auf Truth Social.
Der angebliche Grund für die Razzia waren Dokumente, die Trump aus seiner Amtszeit mitgenommen haben soll, und die das Nationalarchiv beantragt hatte. Trump kooperierte jedoch seit Januar mit dem Nationalarchiv. Einem Gerichtsbeschluss vom Juni soll er ohne Probleme nachgekommen sein, wie John Solomon auf Just the News berichtet. Das Justizministerium wird jetzt begründen müssen, warum eine Hausdurchsuchung durch bewaffnete Bundesagenten nötig gewesen sein soll.
Am Mittwoch wurde Trump in New York von der linken New Yorker Staatsanwältin Letitia James zu seinen Geschäften befragt und verweigerte die Aussage auf Anraten seiner Anwälte 440 Mal. Das FBI hat seinen Nationalen Sicherheitsberater Gen. Mike Flynn bereits 2017 vorsätzlich in eine sog. »Meineidsfalle« verstrickt, wie der damalige FBI-Chef James Comey zugab. Trump wird in New York bisher keines Verbrechens beschuldigt.
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