Anhörung zum »Sturm aufs Kapitol« wird zur Farce

Überraschungszeugin verheddert sich in Widersprüche

Weil die Einschaltquoten für den US-Untersuchungsausschuss zum »Sturm aufs Kapitol« am 6. Januar 2021 zur Hauptsendezeit abstürzen und die sensationellen Enthüllungen ausbleiben, zitieren die Demokraten offenbar eine pathologische Lügnerin vor den Kongress.

Cassidy Hutchinson (26, Foto) war eine Mitarbeiterin des Trump-Stabschefs Mark Meadows. Als »Überraschungszeugin« aus dem Hut gezaubert, behauptete sie am Dienstag auf Hörensagen, Präsident Trump habe seiner Leibgarde ins Lenkrad gegriffen, damit sie ihn nach seiner Rede am 6. Januar zum Kapitol fahren. Trump sei außer sich gewesen und habe versucht, den Fahrer zu würgen, der ihn aber trotzdem ins Weiße Haus gefahren habe. Sie habe dies vom stellvertretenden Ausbildungsleiter des Secret Service Tony Ornato erfahren, so Hutchinson.

»Dies sollte das Ende von Donald Trump sein«, prophezeihte John Cassidy im ehemaligen Qualitätsblatt The New Yorker. Huntchinsons Aussage sei »schockierend«, so die New York Times. Trump-Mitarbeiter seien »sprachlos« angesichts der Behauptungen, so CNN. Deutsche Anti-Trump-Medien wie Spiegel und Tagesschau übernahmen die Story ungeprüft.

Der Secret Service bestreitet jedoch die offensichtlich absurden Vorwürfe, der damals 74-jährige Präsident sei in der Lage gewesen, seine Elite-Leibgarde zu überwältigen. Laut NBC News seien der Einsatzleiter Bobby Engel und der Fahrer bereit, unter Eid auszusagen, dass dies so nie stattgefunden habe. Ornato bestritt die Vorwürfe laut CNN-Reporterin Gabby Orr ebenfalls.

Hutchinson behauptete auch, Trump sei an dem Tag im gepanzerten Cadillac »The Beast« gefahren. Am dem Tag fuhr er aber in einem Chevrolet Suburban SUV, wie das Video der Kommission selber zeigt. Die Passagierkabine ist im »Beast« außerdem von der Fahrerkabine abgetrennt. Es ist also für Passagiere gar nicht möglich, dem Fahrer ins Lenkrad zu greifen. »Dass Hutchinson das nicht weiß, zeigt wie wenig sie weiß«, so Nick Arama auf Red State.

Hutchinson behauptete, viele Demonstranten am 6. Januar seien bewaffnet gewesen. Trump habe sich darüber beschwert, dass das Publikum bei seiner Rede zu klein war, und dass die Bewaffneten vom Kapitol ferngehalten wurden.

Trump bestritt die sensationellen Vorwürfe. Die Zuschauermenge sei »massiv« gewesen, auch habe er nie gefordert, Bewaffnete durchzulassen. »Wer würde so etwas tun?« so Trump.

Deutsche Medien wie Tagesschau, N-TV und FAZ behaupteten damals ebenfalls ohne Beweise, die Trump-Anhänger seien »bewaffnet« gewesen. Tatsächlich wurden an dem Tag keine Demonstranten mit einer echten Waffe gesehen oder verhaftet. Die einzigen Todesopfer an dem Tag waren Trump-Anhänger: Ashli Babbitt (von Polizisten erschossen), Rosanne Boyland (von Polizisten erschlagen), Benjamin Phillips und Kevin Greeson (Herzinfarkte nach Blendgranaten-Beschuss), wie im Dokumentarfilm »Die Wahrheit über den 6. Januar« geschildert.

Trump habe in Weißen Haus außerdem Wutanfälle gehabt und »Teller geworfen«, als er erfahren habe, dass sein Justizminister nicht wegen Wahlbetrug ermittele, behauptete Hutchinson. Sie habe persönlich einem Kellner geholfen, im Weißen Haus »Ketchup von der Wand zu wischen«. Trump nannte die Geschichte »falsch«. »Warum sollte sie das aufwischen sollen, ich kannte sie doch kaum?«

Trump nannte Hutchinson »eine Lügnerin und Märchenerzählerin«, die sich nach seiner Amtszeit um einen Job bei ihm in Mar-a-Lago, Florida beworben habe, aber er habe sie persönlich abgelehnt, da sie »ein übler Zeitgenosse« sei.

Sven von Storch

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