Ähnlich wie in München verband die Demo »Rage Against the War Machine« linke wie rechte Kriegsgegner, darunter der Republikaner Ron Paul, die Ex-Demokratin Tulsi Gabbard, den linken Demokraten Dennis Kuchinich und Pink Floyd Sänger Roger Waters.
»Wusstet ihr, dass wir diesen Krieg heute am Verhandlungstisch lösen könnten?«, fragte Komiker Jimmy Dore. »Aber unsere Politiker wollen der Waffenlobby weiterhin 100 Mrd. $ in den Rachen schmeißen.« Die USA seien so korrupt, sagte Dore, »dass unsere Friedensnobelpreisträger wie Barack Obama Kriegsverbrecher sind.«
Die ehemalige Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Tulsi Gabbard sagte, sie habe 2020 für die Präsidentschaft kandidiert, weil es »keinen anderen Kandidaten gab, der bereit war, über … die Gefahren dieses neuen Kalten Krieges und atomaren Wettrüstens zu reden.«
»Zwei Jahre später ist das, wovor ich damals gewarnt habe, Realität geworden. Dieser Stellvertreterkrieg, den wir gerade gegen Russland führen, könnte sich jeden Augenblick in einen direkten Konflikt zwischen den USA, der NATO und Russland verwandeln«, So Gabbard. »Jeder mit einem bisschen gesundem Menschenverstand weiß, dass ein Kalter Krieg jederzeit zu einem heißen Krieg eine Atommacht werden kann.«
»Das Wahnsinnige an dem Ganzen: Wir haben sprechende Köpfe im Fernsehen, Politiker, und mächtige Leute in USA und auf der ganzen Welt, die uns mit ernster Mine erklären, dass wir kämpfen und siegen werden, als ob ein solcher Krieg jemals gewonnen werden könnte. Man kann ihn nicht gewinnen«, so Gabbard.
Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der US- Grünen Jill Stein forderte eine Kürzung des Rüstungshaushalts und der 100 Milliarden Dollar, die die Biden-regierung für den Krieg in der Ukraine ausgibt: »Diese mörderischen Militärausgaben verbrauchen Ressourcen, die hier zu Hause dringend benötigt werden: In den USA terben jedes Jahr 70.000 Menschen wegen mangelnder Krankenversicherung; eine halbe Million Obdachlose leben auf der Straße; 33 Millionen Studenten und 100 Millionen Patienten sind in der Schuldenfalle; 22 Millionen Kinder sind verarmt.«
Der ehemalige Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidat der Demokraten Dennis Kucinich erinnerte an den explosiven Enthüllungsbericht des Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh: »Mit der Sprengung der Nord Stream-Pipeline hat diese Regierung kriminelle, verfassungswidrige Mittel eingesetzt, um Energieinfrastruktur zu zerstören, die von Millionen von Menschen in Europa im Winter benötigt wird. Und dann profitieren sie von ihren illegalen Aktionen, indem sie Flüssiggas nach Europa verkaufen – und zwar vier- bis sechsmal so teuer“, so Kucinich.
»Das größte Talent der US-Regierung besteht darin, Fake News und Desinformation zu konstruieren, um die Medien zu unterwandern und als Instrument zu missbrauchen, um Angst und Hass unter unserem Volk zu schüren, parteipolitische Spaltung im Inland und uralte Ressentiments im Ausland zu schüren. Sie verwenden dazu Lügen, Betrug, Operationen unter falscher Flagge und Provokationen, die das Wesen der Demokratie entweihen.«
Der langjährige US-Kongressabgeordnete und ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul sagte, man müsse der Regierung den Geldhahn zudrehen: »Wenn Sie nicht länger Geld drucken können, können sie nicht länger die Menschen in die Armut treiben, indem Sie unser Geld zu Lasten der Mittelschicht und der Armen entwerten. Das sind diejenigen, die am Ende die Zeche zahlen. Ohne Gelddruckerei gibt es keinen Krieg mehr.«
»Warum wollen Menschen Krieg?« fragte Paul. »Wenn du Krieg willst, lass die 18- bis 24-Jährigen darüber abstimmen. Das sind die, die da drunter leiden werden.«


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