Paukenschlag in Großbritannien: In der neusten Umfrage von YouGov liegt Nigel Farage mit seiner »Reform Party« bei 19%, einen Prozentpunkt vor der 190-Jahre alten Conservative Party bei 18%. Damit droht Farage die rechte Wählerschaft zu spalten und Labour-Kandidat Keir Starmer (37%) den Weg in die No. 10 Downing Street zu ebnen.
In Großbritannien gilt das Mehrheitswahlrecht, also geht jeder Wahlkreis an den Erstplatzierten. Daher liegt die Herausforderung für Farage darin, die Tories dort zu schlagen, wo Labour schwach ist – in den Bastionen der Tories also. Damit wäre 2024 das erste Mal seit 1834, dass die Tories bei einer Nationalwahl einem ernsthaften Gegner von Rechts gegenüberstehen.
Farage war 2004 mit der UK Independence Party (UKIP) dank Verhältniswahlrecht mit 12 Sitzen ins EU-Parlament eingezogen und hatte 2016 die Volksabstimmung über den Brexit forciert.
Nachdem Premierministerin Theresa May den Brexit hinauszögerte, gründete Farage 2019 die »Brexit Party« und wurde aus dem Stand die größte Fraktion im EU-Parlament. Er erzwang damit Mays Rücktritt und die Wahl von Boris Johnson als Premier.
Um den Brexit nicht zu gefährden, zog er bei den Nationalwahlen im Dezember 2019 alle Kandidaten zurück, die den Tories gefährlich werden konnten.
Diesmal sieht es jedoch anders aus.
Wenn der Erfolgskurs von »Reform UK« anhält, könnte der farblose Premierminister Rishi Sunak am 4.7. nach nur eineinhalb Jahren im Amt abgewählt werden. Sunak ist Schwiegersohn des indischen Infosys-Milliardärs Narayana Murthy und Mitglied des World Economic Forum. Er war der fünfte Premier der Tories seit dem Brexit-Referendum 2016 - nach David Cameron, Theresa May, Boris Johnson und Liz Truss.
Truss hatte 2022 versprochen, eine konservative Politik im Sinne der britischen Wähler zu machen, den Spitzensteuersatz von 45% abzuschaffen und aus UK ein Freihandelsparadies vor den Toren Europas zu machen.
Zwischen 6.9. und 25.10 2022 war sie nach nur 50 Tagen im Amt durch eine undurchsichtige Medienkabale um die Soros-finanzierte Anti-Brexit-Kampagne Best for Britain und »Faktenchecker« wie FullFact aus dem Amt gekegelt worden.
FullFact wird wie »Correctiv« u.a. von den Open Society Foundations, Google, Paypal-Gründer Pierre Omidyar und dem International Fact-Checking Network mit dem CIA-nahen National Endowment for Democracy finanziert.
Ihr Nachfolger Sunak, der auch Teil dieser Putsch-Kampagne war, kippte die meisten ihrer konservativen Reformvorhaben und ließ die Grenzen sperrangelweit offen für hunderte Bootsflüchtlinge am Tag.
Die ehemalige Innenministerin Suella Braverman, inoffizielle Anführerin der rechten Tory-Fraktion, sprach sich für eine Aufnahme von Farage durch die Konservativen aus. Außenminister David Cameron schloß dies aber kategorisch aus und warf Farage vor, die Tories »zerstören« zu wollen.
Farage wiederum ermutigte Braverman, »Reform UK« beizutreten.
»Ich werde 2029 Premierminister werden«, sagte Farage.


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