Joe Biden hatte heute vor einem Jahr den Bundesstaat Virginia mit 10 Punkten Vorsprung vor Donald Trump gewonnen. Dass die Demokraten nach nur 10 Monaten im Weißen Haus in einem sicher geglaubten Bundesstaat derart abstürzen konnten ist ein Fanal für die Kongresswahlen 2022.
Wütende Eltern hatten im von der Nähe zu Washington, DC demokratisch geprägten Südstaat Virginia gegen die sogenannte „Kritische Rassentheorie“ und radikalen Genderismus in Klassenzimmern protestiert. Im Mai wurde an einer Schule in Loudon County eine 9-Klässlerin auf einem „gender-nicht-binären“ Schulklo von einem Jungen in einem Rock anal und oral vergewaltigt, was die Schulbehörde zuerst abstritt.
Als der Vater des Opfers Scott Smith am 22. Juni sich lautstark bei einem Elternabend beschwerte, wurde der wütende Vater verhaftet, nicht etwa der Vergewaltiger. Der Nationale Schulratsverband NASB schrieb einen Brief an Justizminister Merrick Garland, der Eltern als „potenzielle heimische Terroristen“ bezeichnete und deren Überwachung forderte. Der republikanische Senator Tom Cotton forderte vor dem Senatsausschuss deswegen Garlands Rücktritt.
Dazu kam, dass Kandidat Terry McAuliffe leugnete, dass an Schulen in Virginia die sogenannte „kritische Rassentheorie“ gelehrt werde, in der alle Weiße als Unterdrücker und alle Schwarze als Opfer dargestellt werden. Bei einem letzten Wahlkampfauftritt vergangenes Wochenende leugnete der Ex-Präsident Barack Obama ebenfalls, dass die „kritische Rassentheorie“ gelehrt werde und beschuldigte die Republikaner „falsche Kulturkriege“ zu führen.
Chris Rufo vom Manhattan Institute dokumentierte, wie McAuliffe sogar der Erste war, die sogenannte „kritische Rassentheorie“ in Schulen in Virginia anzuordnen. Bei einer Diskussion mit Youngkin verstieg sich McAuliffe zu der skandalösen Aussage, es "gehe die Eltern nichts an" was ihren Kindern an staatlichen Schulen gelehrt werde. Dieser Satz dürfte ihn jetzt seine politische Zukunft gekostet haben.
In einem letzten Akt der Verzweiflung verkleideten sich demokratische Aktivisten als „Weiße Nationalisten“ mit Fackeln und weißen Hemden, in einer Nachinszenierung des rechtsextremen „Unite the Right“ Protestes 2017 in Charlottesville, Virginia gegen den Abriss einer Statue des Südstaatengenerals Robert E. Lee. Als herauskam, dass die angeblichen Youngkin-Unterstützer in Wahrheit demokratische Aktivisten waren, taten die Verantwortlichen so, als sei dies als Protest gegen den angeblich rassistischen Youngkin geplant gewesen.
Beim Wähler kam das alles nicht gut an. Im Abgeordnetenhaus von Virginia verloren die Demokraten 6 Sitze, wo die Republikaner nun die Mehrheit stellen. Im traditionell demokratischen New Jersey ist das Rennen um den Gouverneursposten aktuell noch unentschieden.
Da Joe Biden im Senat nur über die maximal dünne Mehrheit von einer Stimme verfügt, gehen Beobachter davon aus, dass Biden es ab nun sehr schwer haben wird, Gesetze im Kongress durchzubringen.
Die demokratischen Senatoren Kyrsten Sinema und Joe Manchin, die in den konservativen Bundesstaaten Arizona und West Virginia zur Wiederwahl stehen, haben bereits angekündigt, Bidens sogenanntes „Infrastrukturpaket“ i.H.v. 1,5 Billionen Dollar für Rassenquoten, Umverteilung und „Klima“ in der jetzigen Form angesichts galoppierender Inflation nicht mittragen zu wollen.
Ein Jahr nach der umstrittenen Wahl vom 3. Nov. 2020 ist Joe Bidens Präsidentschaft vermutlich schon wieder vorbei. Biden ist in den Umfragen aktuell der unbeliebteste Präsident aller Zeiten.


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