In einem Brief an Joachim Herrmann sagte Außeninister Szijjártó, die ungarische Nationalmannschaft sei durch die Aktion vor dem Anpfiff des Spiels einer »beispiellosen Beleidigung« ausgesetzt gewesen. Es sei schwer zu glauben, dass die bayerischen Gastgeber nichts davon gewusst hätten, da sie sich der »Bemühungen, künstliche politische Spannungen zu erzeugen« vor dem Spiel durchaus bewusst waren, so Szijjártó.
Der 18-jährige Finn-Luca aus Frechen bei Köln hatte ausgerechnet während der ungarischen Nationalhymne vor den Gästen eine Regenbogen-Fahne geschwenkt, um damit für »Toleranz« zu demonstrieren. »Toleranz« für andere Werte und Nationen gehört scheinbar nicht dazu. Den Täter erwarte »eine hohe Geldstrafte«, so T-Online: »Wie hoch sie genau ausfallen wird, ist aber noch unklar. Im Internet wurden bereits Spenden für den jungen Mann gesammelt.«
Der ungarische Premier Viktor Orbán erhielt 2001 den Franz Josef Strauß-Preis der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung aufgrund seines Beitrags zum Ende des Kommunismus in Europa. 1989 hatte Orbán als junger Mann bei einer Rede am Heldenplatz in Budapest die sowjetische Rote Armee aufgefordert, Ungarn zu verlassen, was ein Jahr später wundersamer Weise geschah. Orbán trug damit wesentlich zum Fall des Eisernen Vorhangs in Europa bei.
Die CSU hat sich scheinbar seit 2001 sehr verändert.


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