Am 8.7. wurde der beliebte ex-Premier Shinzo Abe bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Nara von einem Attentäter erschossen (Freie Welt berichtete). Die Welle von Trauer und Sympathie, die Japan ergriff, verhalf nun scheinbar Abes Liberaldemokratischen Partei und ihren kleineren Koalitionspartner Komeito zum Sieg bei den Oberhauswahlen.
Die LDP/Komeito Koalition gewann 87 von 125 Sitzen, die zur Wahl standen. Die Regierungskoalition erhält damit 143 von 248 Sitzen im Oberhaus des Parlamentes - eine Zweidrittelmehrheit, mit der die LDP die japanische Verfassung ändern kann.
Abe hatte sich dafür eingesetzt, die pazifistische Klausel der japanischen Verfassung zu ändern, damit Japan z.B. bei einer chinesischen Invasion Taiwan zu Hilfe kommen kann.
Der »populistische Nationalist« (Zeit) Abe hatte sich gegen Corona-Lockdowns und Impfpflicht sowie die globalistische Agenda des Great Reset gewehrt. Durch den triumphalen Sieg der LDP an der Wahlurne scheint sein Erbe nun gesichert.
»Ich habe die Verantwortung, die Ideen Shinzo Abes weiterzuführen«, so Premierminister Fumio Kishida nach dem Wahlsieg.


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