Tausende Demonstranten protestieren auf Kuba:

Raul Castro nach Venezuela geflohen_

Der ehemalige kubanische Diktator Raul Castro ist nach landesweiten Massenprotesten am Sonntag nach Venezuela geflohen, so ein oppositioneller Journalist Die linken deutschen Medien schweigen dazu.

Tausende Kubaner demonstrierten am Sonntag in Havana und anderen Städten, wie Videos im Netz zeigten. Sie riefen »Nieder mit der Dikatatur« und forderten »Freiheit«, Zugang zu Corona-Behandlung und ein Ende des Regimes von Miguel Diaz Canel, dem Nachfolger Fidel und Raul Castros (Freie Welt berichtete).

Der ehemalige Diktator und Bruder von Fidel Castro, Raul, soll nach dem Journalisten Rafael Bueno nach Venezuela geflohen sein, und am Sonntag um 11:37 gelandet sein. Die Meldung ist allerdings noch nirgends bestätigt. Laut Twitter soll das Foto »manipuliert« sein. Raul Castro übergab den Parteivorsitz am 19.4.2021 an seinen Nachfolger Miguel Díaz-Canel.

Während die deutschen Medien das kommunistische Regime mit Kritik verschonen, sagten das Cuban Observatory for Human Rights am 1.7. vor dem UNO-Menschenrechtsausschuss aus, dass das Regime in den Jahren 2015-2021 30.786 willkürliche Verhaftungen vollzogen habe. Etwa die Hälfte davon betraf Frauen, vor allem die Menschenrechtsgruppe Damen in Weiß, dessen einziges Verbrechen darin besteht, in Weiß gekleidet zur Sonntagsmesse zu gehen und Bilder ihrer inhaftierten Verwandten zu tragen.

Linke Medien loben auch gerne das »vorbildliche« Gesundheitssystem des kommunistischen Inselstaates, das Ärzte in alle Welt entsende. Kritiker wie Cuban Prisoners Defenders bemängeln, dass diese Ärzte wie Sklaven behandelt werden und minimal oder gar nicht bezahlt werden.

Vorbildlich soll laut linken Medien auch das kubanische Programm zur Impfstoffentwicklung sein, dass das Regime mit den verbündeten Schurkenstaaten Venezuela und Iran vorabgetrieben hat, an dessen Bevölkerung es ohne Zulassung getestet wird. Die Demonstranten am Wochenende forderten u.a. Zugang zu wirkungsvollem Impfschutz gegen Corona – ein Zeichen, dass es um das kubanische Impfprogramm doch nicht so gut steht.

Auf Kuba soll außerdem die Gas- und Stromversorgung leiden. Das Regime gibt wie immer den USA die Schuld am eigenen Versagen, obwohl die Biden-Regierung ein Ende der Trump-Sanktionen gegen das Regime angekündigt hat.

Die EU hat dem kubanischen Regime und Einrichtungen laut EU-Finanztransparenzportal seit 2016 56,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Am 3.9.2019 traf sich die ehemalige EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini – selbst ehemalige Kommunistin – mit Kubas Außenminister Bruno Rodríguez und sagte der Diktatur eine Verdreifachung der EU-Steuergelder von 50 auf 140 Millionen Euro im Jahr zu, wie das Neue Deutschland berichtete. Die zwei Jahre seit Inkrafttreten des Partnerschaftsabkommens EU-Kuba hätten erlaubt »die Beziehungen zu intensivieren und zahlreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen«, so Mogherini. Die EU sei heute der größte Investor und der wichtigste Handelspartner Kubas.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.