»Es wird nur Frieden geben, wenn jemand dafür sorgt«

Orbán bei Putin auf Überraschungsbesuch

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán befindet sich in Moskau, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, nach seinem Besuch beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Orbán ist derzeit Vorsitzender des EU-Rats, betonte aber, dass er allein als ungarischer Ministerpräsident in Moskau sei.

»Es wird nur Frieden geben, wenn jemand dafür sorgt«, sagte Orbán auf Kossuth Radio, und fügte hinzu, dass der Frieden in der Ukraine nicht automatisch kommen werde, sondern bewusste Anstrengungen erfordere.

»Man kann nicht aus einem gemütlichen Sessel in Brüssel Frieden schaffen. Auch wenn die rotierende EU-Präsidentschaft keine Vollmacht hat, im Namen der EU zu verhandeln, können wir nicht nur sitzen und auf das Wunder eines automatisch endenden Krieges warten. Wir werden als wichtiges Instrument dienen, um die ersten Schritte in Richtung Frieden zu machen. Dies ist der Kern unserer Friedensmission«, sagte Orbán.

In einem Interview mit Kossuth Radio sagte Orbán, dass »Ungarn keine Vollmacht hat, auch nicht als EU-Ratsvorsitz, im Namen der Europäischen Union zu verhandeln. Wir können die Situation anaylsieren und feststellen, wie weit jede Seite gehen kann, und sobald wir das getan haben, können die europäischen Regierungschefs gemeinsam Entscheidungen treffen«.

Russland macht weiterhin bedeutende Fortschritte im Krieg in der Ukraine und rückt auf allen Fronten vor. Das russische Verteidigungsministerium behauptete, die Ukraine habe am Mittwoch bis zu 2.225 Verluste und am Dienstag bis zu 1.800 Verluste erlitten habe.

Zwischen 29. Juni und 5. Juli 2024 hätten die Streitkräfte der Ukraine bis zu 13.525 Mann verloren, behauptet das russische Verteidigungsministerium.

Im April behauptete der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu, die Ukraine habe seit Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 fast eine halbe Million Soldaten verloren.

Laut Kyiv Independent behaupte der ukrainische Generalstab, Russland habe seit Invasionsbeginn mehr als 540.000 Soldaten in der Ukraine verloren.

Sven von Storch

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