Biden zu Sex-Skandal: »Cuomo sollte zurücktreten«

Der plötzliche Sturz des Andrew Cuomo

Dem New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo, dem ehemaligen Corona-Helden der US-Demokraten, wird »sexuelle Belästigung« vorgeworfen. Joe Biden forderte ihn zum Rücktritt auf. Beobachter vermuten politische Ränkespiele.

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo war der Held der US-Demokraten: Während sein Bundesstaat die höchsten Corona-Todeszahlen der USA aufwies und der Gouverneur ältere Corona-Kranke wieder in Altersheime stecken lies, feierten ihn die Medien als heldenhaften Gegenpart zu Donald Trump, der angeblich alles falsch machte in der Pandemie.

Cuomo hatte während der Pandemie Zeit, für 4 Millionen Dollar ein Buch über seine glanzvolle Führungsleistung zu schreiben. Das Bürgermeisteramt veröffentlichte ein kinderbuchartiges Poster, um die katastrophalen Leistungen der Stadt in der Pandemie zu verherrlichen. Cuomo bekam sogar den Emmy (einen Fernsehpreis!) »für seine Corona-Briefings, die vor allem eines waren: ehrlich«, so der Spiegel. Dass Cuomo sowohl die Todeszahlen wie den Altersheimskandal vertuscht hatte, interessierte die Investigativprofis beim Relotius-Blatt scheinbar nicht.

Nun ist die Bombe aber geplatzt: Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat einen Bericht veröffentlicht, nach dem Cuomo jahrelang mindestens 11 Frauen sexuell belästigt habe. Danach habe Cuomo Mitarbeiterinnen und andere Staatsbedienstete, u.a. eine Staatspolizistin, die zu seinem Schutz diente, sexuell belästigt. Die Arbeitsatmosphäre im Gouverneursbüro sei »voll Angst und Einschüchterung« gewesen, so der Bericht, und »normalisierte die häufigen Flirtversuche und geschlechtsbezogenen Kommentare« des Gouverneurs.

Das Pikante daran: Das Verhalten, das Cuomo vorgeworfen wird, ist nicht unähnlich dem, das Joe Biden über Jahre bei Frauen und auch Kindern aufwies, ohne dafür von den Medien belangt worden zu sein. So habe Cuomo Frauen »ungewollt auf die Backe geküsst« oder »anzügliche Bemerkungen« gemacht. Cuomo verteidigte sein körperliches Verhalten als Teil der italienischen Kultur.

Eine Vergewaltigung oder andere Straftat wird Cuomo nicht vorgeworfen. Damit werden dem New Yorker Starpolitiker eher die weit nach links verschobenen Standards für sexuelles Fehlverhalten in USA zum Verhängnis, als eine tatsächliche kriminelle Handlung. Feministinnen machen in USA schon das Vorhandensein einer »männlich geprägten Arbeitskultur« zum Skandal.

Die Demokraten und linken Medien, die kein Problem mit tausenden Toten in New Yorker Altersheimen hatten, lassen Cuomo nun fallen. Präsident Joe Biden forderte ihn zum Rücktritt auf. Cuomo weigert sich bislang, zurückrückzutreten, die New Yorker Demokraten drohen mit einem Amtsenthebungsverfahren.

Manche Beobachter vermuten dahinter also eher ein Ränkespiel der linken Demokraten aus New York City. Die Generalstaatsanwältin Letitia James ist die selbe, die gegen Donald Trump und Steve Bannon aufgrund nicht näher genannter Finanzvergehen ermittelte. Ihr Wahlkampf zur Generalstaatsanwältin wurde maßgeblich von George Soros finanziert.

Der linksradikale New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio, der 2021 nach zwei Amtszeiten nicht mehr als Bürgermeister antreten darf, bringt sich nun für das Gouverneursamt in Stellung, nachdem er dank »Black Lives Matter« und »Defund the Police« die Mordrate in New York in nur einem Jahr um 45% gesteigert hat. Die Anzahl der Schießereien verdoppelte sich.

Generalstaatsanwältin Letitia James werden auch Ambitionen auf das Gouverneursamt nachgesagt.

Sven von Storch

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