Siegeszug für Pro-Trump Kandidaten bei Vorwahlen in USA

Debakel_ Liz Cheney scheitert mit 37% Rückstand hinter Trump-Kandidatin

Pro-Trump Kandidaten dominieren die republikanischen Vorwahlen in den USA, die Establishment-Konservativen und Trump-Gegner werden abgestraft. Abgeordnete Liz Cheney aus Wyoming, die gegen Trump beim Ausschuss zum »Sturm aufs Kapitol« kampagniert, verlor mit 37% Rückstand hinter Trump-Kandidatin Harriet Hageman.

Die republikanischen Vorwahlen am Dienstag gerieten zum sensationellen Siegeszug für MAGA-Kandidaten in den USA. Liz Cheney, Tochter des Irakkriegsbefürworters Dick Cheney, verlor mit 28,9% zu 66,3% für Harriet Hagemann, obwohl alle Medien und das politischen Establishment in Washington intensiv für Cheney geworben hatten.

Es ist das vorläufige Aus für Liz Cheneys politische Karriere, die mit ihrer Kampagne gegen Donald Trump beim bisher ergebnislosen Ausschuss zum 6. Januar viele Konservative verprellt hatte. Wähler im konservativen Prärie- und Rocky-Mountain-Staat warfen Cheney vor, nur zum Schein in Wyoming zu residieren, da es eine sichere Wahl als Republikaner (70% Trump 2020) garantiere.

In 6,5 Jahren als Abgeordenete hat Cheney es auf ungeklärte Weise geschafft, bei einem Gehalt von 174.000 $ ein Vermögen von 36 Mio. $ anzuhäufen.

Donald Trump nannte Cheneys historischer Niederlage eine »Volksabstimmung« und »komplette Ablehnung« des Untersuchungssausschusses zum 6. Januar, der jetzt ein für alle Mal beendet werden sollte.

Trump habe damit die Polit-Dynastien von Washington beendet, sagte Tim Blair vom Daily Telegraph zu Rowan Dean auf Sky News. »Innerhalb von sechs Jahren hat Trump die politischen Dynastien der Clintons, der Bushs und der Cheneys beendet«, so Blair.

Bei den republikanischen Senatsvorwahlen in Alaska gewannen neben der Amtsinhaberin Lisa Murkowski (44,2%) auch die Trump-nahe Herausfordererin Kelly Tschibaka (39,8%) die Vorausscheidung. Nach dem neuen Wahlrecht in Alaska werden beide am 8. November auf dem Wahlzettel stehen. Die Trump-nahe ex-Gouverneurin Sarah Palin gewann die Vorausscheidung für das Abgeordnetenhaus.

Bei den Vorwahlen dominieren die Trump-nahen Kandidaten, die sich für eine Aufklärung der Ungereimtheiten in Zusammenhang mit der Wahl am 3.11.2020 einsetzen und eine patriotische »America First« Politik unterstützen. In Arizona besiegte am 4.8. die Parteirebellin Kari Lake die Kandidatin des Ex-Vizepräsidenten Mike Pence, Karrin Taylor Robson, trotz plötzlich auftauchender Stimmzettel und mehrerer Tage rätselhafter Verzögerung bei der Auszählung.

Von den 10 abtrünnigen Republikanern, die wie Cheney und Murkowski im Januar 2021 ein zweites aussichtsloses Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten Donald Trump unterstützt hatten, haben damit im Abgeordnetenhaus 8 ihre Mandate verloren oder sind gar nicht erst angetreten.

 

 

Sven von Storch

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