Strategien der islamischen Unterwanderung: Doppelgesichtigkeit
von Irfan Peci
Um die islamistische Unterwanderung zu verstehen, muss man sich der Doppelgesichtigkeit und -strategie bewusst werden, die von Islamisten gezielt eingesetzt wird. Dass dies bisher nicht der Fall ist, ist eine der größten Schwächen der deutschen Gesellschaft, denn so ist sie nicht in der Lage, hinter die Fassade zu blicken.
Ich erinnere mich an mehrere Erlebnisse von Doppelgesichtigkeit, als ich noch ein praktizierender Muslim war. Schon damals gab es mir zu denken, wenn ich mitbekam, wie leicht sich Repräsentanten der Moschee verstellen konnten. Beispielsweise beobachtete ich, dass der Imam am Tag der offenen Moschee den nicht muslimischen Besuchern gegenüber ganz anders auftrat als sonst. Das, was er sonst über Christen, Juden und Nichtmuslime predigte, passte so gar nicht zu den Aussagen, die er den Besuchern gegenüber tätigte.
Eines Tages fragte mich der Imam der Moschee, die ich damals besuchte, ob ich ihn zu einer interreligiösen Dialogveranstaltung begleiten wolle. Ich stimmte zu und war gespannt, wie das Gespräch ablaufen würde. Doch zu meinem Erstaunen verlief es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Denn in der Moschee wurde uns eine Art Herrenmenschen-Mentalität beigebracht. Wir Muslime waren die Auserwählten, Allah hat jeden Einzelnen von uns persönlich auserwählt, als Muslim ein ihm ergebener Diener zu sein. Als Freunde Allahs werden wir mit dem Paradies belohnt, während die Nichtmuslime die Feinde Allahs sind und in der Hölle schmoren werden. Dieses Bild und Rollenverhältnis kam immer wieder durch und war ein zentraler Bestandteil von all dem, was ich gerade in meiner Anfangszeit als Muslim regelrecht aufsog und selbstverständlich mein Weltbild und mein Verhalten meinen Mitmenschen im Alltag gegenüber veränderte.
Doch in dieser Dialogveranstaltung trat der Imam irgendwie anders auf als sonst. Er ließ nichts von dem Überlegenheitsgefühl durchblicken, sondern plötzlich hieß es, wir wären alle gleich und unsere Religionen hätten denselben Gott – also das übliche »Multikulti-Gerede«, welches mir als radikalem Muslim überhaupt nicht gefiel. Denn wenn wir alle gleich waren, wozu war ich dann Muslim? Wozu betete ich 5-mal am Tag und hielt mich an die unzähligen Gebote und Verbote? Eines der bekanntesten Gebote ist das Alkoholverbot, welches sich nicht nur auf das Trinken von Alkohol beschränkt, sondern auch dessen Kauf und Verkauf miteinbezieht, ja man darf nicht einmal an einem Tisch sitzen, an dem Alkohol getrunken wird. Doch was sah ich da? Ein Vertreter irgendeiner christlichen Organisation öffnete gleich zu Beginn des Gesprächs sein Bier und trank es genüsslich. Mir kam es vor, als würde er das islamische Alkoholverbot genau kennen und testen, wie ernst wir es damit meinten. Doch zu meiner Verwunderung ignorierte der Imam dies einfach und ließ sich nichts anmerken.
Doch auch das, was der Imam in dieser Dialogveranstaltung verlauten ließ, unterschied sich sehr von dem, was er in der Moschee predigte. Ich war enttäuscht, denn ich glaubte damals an die Überlegenheit der islamischen Religion und nahm es als ein Zeichen von Schwäche wahr, diese Überlegenheit nicht offen zur Schau zu stellen. Stattdessen wohnte ich einem regelrechten Schlingerkurs bei, indem man Halbwahrheiten bediente und seinem Gegenüber zu seiner Beruhigung das erzählte, was er hören wollte. Solche getarnten Islamisten haben einen ausgesprochen starken Instinkt für das, was ihre Gesprächspartner hören wollen, beobachten ihr Publikum sehr genau und sind fähig, noch mitten in einem Satz den Sinn des Gesagten zu ändern, falls ihnen einmal zu viel Wahrheit herausgerutscht ist. Der naive Westler ist bereit, die Lüge zu glauben, und schluckt gerne die Beruhigungspille, die ihm der mit allen Wassern gewaschene Islamist bereitwillig reicht.
Während des Gesprächs, dessen Zeuge ich wurde, kam es dann zu einem besonders entlarvenden Moment. Zu diesem Zeitpunkt war ich in die Kunst der Doppelzüngigkeit und Verstellung noch nicht eingeweiht und sah nicht ein, wieso ich irgendetwas von meiner überlegenen islamischen Ideologie leugnen sollte. Als der Bier trinkende Christ mich plötzlich fragte, wie es mit meinem Freundeskreis aussehe, ob ich nur mit Muslimen oder auch mit Deutschen befreundet sei, antwortete ich wahrheitsgemäß, dass mein Freundeskreis ausschließlich aus Muslimen bestünde, ohne jedoch die theologische Erklärung dafür zu liefern, dass die Freundschaft mit Ungläubigen streng verboten ist. Denn in mehreren Koranversen und unzähligen Hadithen wird vor einem freundschaftlichen Verhältnis mit aus islamischer Sicht »Ungläubigen« ausdrücklich gewarnt. So heißt es in Sure 5:51: »Ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.«22 Und Mohammed soll auch gesagt haben: »Wer einem Volk nachahmt, gehört zu ihnen.« (Sunan Abi Dawud, 4031)
Doch plötzlich unterbrach mich der Imam, der sichtlich nervös und peinlich berührt war, und erklärte, dies sei falsch und zeige ihm, dass die Jugendlichen in der Moschee besser aufgeklärt werden müssten. Dass mein eigener Imam mir so in den Rücken fiel, war mir sehr unangenehm, schließlich hatte ich dieses »Lieben und Hassen für Allah« ja von ihm gelernt. Als wir in der Moschee zurück waren, wurde wieder Klartext gesprochen. Man lästerte über den Alkohol trinkenden Ungläubigen und beschwerte sich, wie er es nur wagen konnte, vor uns zu trinken, obwohl er doch von dem Alkoholverbot wissen sollte.
Dies war meine erste persönliche Erfahrung in Sachen Taqiyya.
Eroberung: Wie der politische Islam Deutschland unterwandert von Collin McMahon und Irfan Peci ist im Kopp Verlag erschienen.


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