Tucker Carlson interviewt Viktor Orbán:

Oppositionelle haben in Ungarn weniger Angst als in USA

Während die deutschen Medien, angeführt von der Deutschen Welle aus dem Kanzleramt, eine massive Propaganda-Kampagne gegen die ungarische Regierung von Viktor Orbán fahren, feuert Budapest zurück und lädt den Top-US-Moderator Tucker Carlson von Fox News nach Budapest ein.

Am Donnerstag interviewte Carlson den ungarischen Premierminister Viktor Orbán und stellte ihn als den einzigen gewählten Führer der Welt vor, der sich »öffentlich als Konservativer westlicher Prägung identifiziert«.

»Als Viktor Orbán den Neoliberalismus ablehnte, hat er persönlich die Führer in Washington beleidigt und verärgert «, sagte Carlson. »Noch vor wenigen Jahren wären seine Ansichten moderat und konventionell erschienen. Er hält Familien für wichtiger als Banken. Er glaubt, dass Länder Grenzen brauchen. Orban wurde dafür verteufelt, dass er diese Dinge laut sagt. Linke NGOs haben ihn als Faschist, als Zerstörer der Demokratie dargestellt.«

Carlson stellte fest, dass Präsident Joe Biden Orbán als einen »totalitären Diktator« bezeichnet hatte: »Das offizielle Washington verachtet Orbán so gründlich, dass viele, einschließlich Neokonservativer in und um das Außenministerium, sogar offene Antisemiten unterstützen, die im nächsten April bei den Wahlen in Ungarn  gegen ihn antreten.«

(Freie Welt berichtete bereits im Mai über das anti-Orbán-Bündnis zwischen EU, Bundesregierung und der neofaschistischen Jobbik-Partei.)

Carlson geißelte die Mediendarstellung Ungarns als »faschistische Diktatur«: »Selbst wenn man weiß, dass die Mainstream-Medien lügen, ist es immer wieder verblüffend, das Ausmaß ihrer Lügen zu sehen. Nichts bereitet einer darauf vor. Wir haben oft gelesen, wie repressiv Ungarn ist?  Freedom House, eine NGO in Washington, die fast ausschließlich von US-Steuergeldern finanziert wird, beschreibt Ungarn als 'weniger frei als Südafrika', mit weniger bürgerlichen Freiheiten. Das ist nicht nur falsch - es ist irrsinnig.«

Carlson stellte die repressiven Atmosphäre, die aktuell in USA herrscht, der freien und lockere Atmosphäre in Budapest gegenüber, wo 2019 einen Grüner zum Bürgermeister gewählt wurde:

»Wenn Sie in den USA leben, ist es bitter, den Kontrast zwischen, sagen wir, Budapest und New York City zu sehen. Nehmen wir an, Sie leben in einer großen amerikanischen Stadt gelebt und wollen, Joe Bidens Politik laut und öffentlich angreifen, in Bezug auf Einwanderung, Corona oder Transgender-Sportler. Wenn Sie so das zu lange machen, würden Sie wahrscheinlich von Joe Bidens Freunden im Silicon Valley mundtot gemacht. Und wenn Sie trotzdem weitermachen, brauchen Sie möglicherweise bewaffnete Leibwächter. Das ist in den USA nicht unüblich geworden.«

»In Ungarn gibt es sowas nicht. Oppositionelle hier haben keine Angst, wegen ihrer Meinung angegriffen zu werden. Der Premierminister übrigens auch nicht. Orban fährt regelmäßig allein Auto, ohne Leibwächter. Wer ist also freier? Wer verliert eher seinen Job, wenn man mit der Orthodoxie der herrschenden Klasse nicht einverstanden ist? Für einen Amerikaner ist es schmerzhaft  zuzugeben, aber die Antwort liegt leider auf der Hand.«

Sehen Sie hier das Interview von Tucker Carlson mit Viktor Orbán.

Sven von Storch

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