Demonstranten im Iran rufen »Tod dem Diktator«

Mahsa Amini ist tot, weil sie kein Kopftuch trug

Im Iran ist die junge Mahsa Amini gestorben, nachdem sie von der Sittenpolizei wegen fehlendem Kopftuch verhaftet wurde. Bei ihrem Begräbnis eröffnete die Polizei das Feuer auf Demonstranten, die »Tod dem Diktator« skandierten und Kopftücher auszogen.

Die 22-jährige Iranerin Mahsa Amini wurde am 13.9. auf dem Weg nach Teheran von der Sittenpolizei verhaftet, weil ihr Kopfhaar nicht ausreichend bedeckt war. Amini kam unter unklaren Umständen im Koma ins Krankenhaus. Auf BildeRn aus dem Krankenhaus scheint sie Verletzungen am Kopf aufzuweisen. Am 16.9. ist sie gestorben. Laut Regime habe sie auf der Polizeiwache einen Herzanfall erlitten.

Bei ihrer Beerdigung am 17.9. in ihrer Heimatstadt Saqez in der Region Kurdistan riefen Demonstranten »Tod dem Diktator«, mutige Frauen entfernten ihre Kopftücher. Die Polizei eröffnete das Feuer, das Kurdistan Human Rights Network sprach von 15 Verletzten. In Teheran und Sananda wurde auch demonstriert.

Im Iran zu demonstrieren ist lebensgefährlich. Nov. 15.-17., 2019, tötete das Regime etwa 1500 Demonstranten und verhaftete viele Tausende.

Aminis Mutter sagte gegenüber Radio Farda, ihre Tochter sei wohlauf gewesen, als sie von den Polizisten in einen Transporter gebracht wurde. Zeugen berichteten, Amini sei im Transporter von der Sittenpolizei geschlagen wollen.

Die USA, Deutschland, UK und Frankreich verhandeln gerade in Wien über eine Wiederaufnahme des Atomwaffendeals mit dem Iran, der nach Schätzungen von Richard Goldberg vom Foundation for Defense of Democracies dem Iran 1 Billion $ einbringen würden (Freie Welt berichtete).

Bereits 2016 ließen die USA und Deutschland sich auf einen Deal mit dem Mullah-Regime in Teheran ein. Die Obama-Regierung schickte 100 Milliarden Dollar in den Iran, darunter 400 Million $ in Bar auf Paletten an Bord einer C-130 Herkules, die am 16.1.2017 in Teheran landete, wie CNN berichtete. Seitdem brennt der Nahe Osten, und das Ayatollah-Regime führt Stellvertreterkriege vom Libanon und Gaza über Jemen und Irak bis Afghanistan.

Im August plante der Iran laut Geheimdienstquellen Anschläge auf die Ex-Trump-Mitarbeiter Mike Pompeo und John Bolton, sowie die iranische Oppositionelle Masih Alinejad. Am 12.8. wurde der Schriftsteller Salman Rushdie von einem jungen Libanesen auf offener Bühne niedergestochen, die Tat wurde von den Staatsmedien im Iran gefeiert.

Deutschland ist laut Jerusalem Post »ein Wildwestmarkt« für die Versuche des Mullah-Regimes, die Atomsanktionen zu umgehen. Die berüchtigte Hamburger »Imam Ali-Moschee« und deren Trägerverein, das »Islamische Zentrum Hamburg«, ist als »Teil des iranischen Staatsapparats« zu sehen, so der  Verfassungsschutz.

Die Hisbollah unterhält in Deutschland ein Netzwerk von etwa 1050 Agenten. In Süddeutschland wurden im Frühling 2020 mehrere hundert Kilo Ammoniumnitrat in einem Lagerhaus gefunden, wie die Jerusalem Post berichtete.

 

 

 

Sven von Storch

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