Trump: »Unser Justizsystem ist korrupt!«

Clinton-Anwalt Michael Sussmann freigesprochen

Clinton-Anwalt Michael Sussmann ist Dienstag freigesprochen worden, das FBI angelogen zu haben, als er 2016 angebliche Beweise russischer Verbindungen der Trump-Kampagne als »Privatmann« vortrug. Der ehem. Präsident Donald Trump reagierte ungläubig und wütend.

 Am 19.9.2016 überreichte Perkins-Coie-Anwalt Michael Sussmann dem FBI-Juristen James Baker USB-Sticks und Berichte, nach denen Donald Trump angeblich mittels eines »geheimen Servers« im Trump Tower über die russische Alfa Bank mit dem Kreml kommuniziere. Sussmann verschwieg dabei seine Rolle als Anwalt für die Clinton-Kampagne, und schrieb Baker in einer Text-Nachricht, dass er als »Privatmann« handele.

FBI-Experten schlossen innerhalb von einem Tag, dass an den Vorwürfen nichts dran war. »Wer auch immer diesen Bericht verfasst hat, muss geistesgestört sein«, so FBI-Agent Scott Hellman vor Gericht. Die CIA kam Anfang 2017 zu dem Schluss, dass die Vorwürfe »technisch nicht plausibel« seien.

Trotzdem nutzten Hillary Clinton und ihr Wahlkampfberater Jake Sullivan - heute Nationaler Sicherheitsberater - die fingierten Vorwürfe, um kurz vor der Wahl Donald Trump der Verschwörung mit Wladimir Putin zu bezichtigen (Freie Welt berichtete).

Auch deutsche Medien griffen die an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen der Clinton-Kampagne mit Grafiken wie oben abgebildet dankbar auf: »FBI schaut bei Trumps Russland Verbindungen weg« überahm Der Westen der SPD-nahen Funke Mediengruppe die Clinton-Pressemitteilung wortgleich. »Russland unterstützt Trump seit Jahren - wird er sogar erpresst?« schwadonierte der Stern und fabulierte über »Beziehungen zwischen der russischen Regierung und Trumps Wahlkampfteam«. »Wie sich der Kreml in den amerikanischen Wahlkampf einmischt« raunte die FAZ, und die Welt behauptete faktenbefreit, Trump sei »Putins nützlicher Idiot«.

Das Geschworenengericht in Washington, D.C. hat Sussmann nun entgegen aller Beweise freigesprochen. »Ich glaube er hätte nicht angeklagt werden sollen,« so die Jurysprecherin in einem Statement. »Es gibt größere Themen, die die Nation beschäftigen, als das FBI angelogen zu haben.«

Der ehemalige Trump-Sicherheitsberater General Michael Flynn verlor seinen Posten und musste sich in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft der Lüge schuldig bekennen, weil er angeblich das FBI zu einem Telefonat mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak belogen hatte. Flynn wurde erst 2019 rehabilitiert.

»Unser Justizsystem ist korrupt!«, schrieb Trump wütend auf seiner Plattform Truth Social. »Unsere Richter sind hoch-parteiisch, kompromittiert oder haben einfach Angst,« so Trump. »Unsere Grenzen sind auf, unsere Wahlen sind getürkt, Inflation ist außer Kontrolle, Benzin- und Lebensmittelpreise gehen durch die Decke, unsere Militärführer sind ‚woke‘, unser Land geht den Bach runter und Michael Sussmann ist unschuldig. Wie geht’s euch sonst? Schönen Tag noch!«

»Wie konnte Sussmann freigesprochen werden? Das System ist getürkt!« schrieb der ehemalige Trump-Wahlkampfchef Jason Miller auf GETTR. »Sie haben alles gestanden! Was braucht man denn noch für eine Verurteilung?«

Sven von Storch

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