Das Deutsche Biosicherheitsprogramm des Auswärtigen Amtes „wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, dem Robert Koch-Institut (RKI), dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMB) umgesetzt“, so die GIZ auf ihrer Webseite.
Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMB) in Milbertshofen bei München führt aktuell Projekte in Georgien, Kasachstan, der Ukraine, Tunesien sowie in Ländern der Sahel-Region durch, so das IMB auf ihrer Webseite.
Am Di. 10.5. warf Generalleutnant Igor Kirillow des Russischen Verteidigungsministeriums der deutschen Bundesregierung vor, „auf dem Gebiet der Ukraine militärische Bioforschung“ zu betreiben. „Die deutsche Bundesregierung unterhält seit 2013 unabhängig von Washington ihr eigenes Biosicherheitsprogramm“, so Kirillow.
Moskau verfüge über Dokumente, nach denen die Bioforscher der Bundeswehr zwischen 2016 und 2019 über 3500 Blutproben aus 25 Regionen der Ukraine zu Forschungszwecken beschafft hätten.
Laut IMB ist der ukrainische Partner der Bundeswehr das Institut für Experimentelle und Klinische Veterinärmedizin (IECVM) im aktuell umkämpften Charkiw. Das russische Verteidigungsministerium wirft dem Charkiw-Institut u.a. vor, mit dem Pentagon an Vogelgrippe-Viren geforscht zu haben, die von Vögeln auch jenseits der russischen Grenze verbreitet werden können.
Die russischen Vorwürfe seien völlig "aus der Luft gegriffen", sagte der Leiter des Münchener Bundeswehr-Instituts Professor Roman Wölfel am 3.5. zur Deutschen Welle. Wölfel kenne das Labor in Charkiw, wo man sich mit Krankheiten von Nutztieren wie Kühen oder Schweinen beschäftige. Die Teilnahme der Bundeswehr erklärte Wölfel laut DW mit „besonderen Techniken, die eine schnelle Reaktion auf Ausbrüche von Krankheiten ermöglichen.“
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