In Sri Lanka habe sich die gescheiterte sozialistische Regierung den »Environmental, Social and Governance«-Standards (ESG) verschrieben, die nun zum wirtschaftlichen Kollaps geführt hätten, so Shellenberger, Autor von »Apokalypse Niemals«. Im April 2021 habe der Präsident Gotabaya Rajapaksa auf Sri Lanka chemische Düngemittel verboten.
»80-90% der 2 Millionen Bauern auf Sri Lanka verließen sich auf chemische Düngemittel, und alle erlitten signifikante Einbrüche.« Die Reisernte sei um 20% eingebrochen. Sri Lanka habe daraufhin für 450 Millionen $ Reis importieren müssen, sagte Shellenberger Rita Panahi von Sky News Australien.
»Diese Vorstellung, dass chemische Düngemittel irgendwie schlecht sind, ist Teil einer sehr finsteren ‚Grünen‘ Agenda, die es seit beinahe 50 Jahren gibt und die aus einer Lebensmittel-feindlichen, Menschen-feindlichen Form des Umweltschutzes stammt.«
Shellenberger, der in den 1980ern und 90ern als junger Mensch zum Umweltaktivisten geworden war und viele Länder der Dritten Welt bereist hat, stehe für einen menschenfreundlichen, Wasser-, Energie und Lebensmittel-bejahenden Umweltschutz, sagte er.
Die Krise in Sri Lanka gehe auf »westliche Intellektuelle in den USA und Europa« zurück, die Menschen in der Dritten Welt in Armut hielten, so Shellenberger.
Chemische Düngemittel seien »der Grund, warum wir 8 Milliarden Menschen ernähren können«, sagt Shellenberg. »Ohne Kunstdünger würden wir noch in vorindustrieller Armut leben, so wie viele Teile von Subsahara-Afrika und Südasien.«
In Sri Lanka sei die Regierung wegen ihres Kunstdünger-Verbots gestürzt, in den Niederlanden würden die Bauern ebenfalls die Regierung ins Wanken bringen. »Ich glaube die Menschen haben die Schnauze voll von diesen aufoktroyierten Regeln. Niemand weiß mehr über Landwirtschaft als die Bauern, und trotzdem wollen diese Bürokraten ihnen sagen, wie sie zu düngen haben.«
Die Bauern in den Niederlanden und Europa hätten von sich aus bereits die verwendete Menge an Kunstdünger stark reduziert, aus praktischen Erfahrungen, so Shellenberger. »Bauern wollen doch nicht mehr düngen als nötig ist, warum auch? Das kostet nur Geld. Wir sehen hier also eine sehr schöne Rebellion, ich hoffe das geht so weiter.
Die »Eliten«, also das World Economic Forum, das UNO-Umweltprogramm, Blackrock und weitere Investmentfirmen, wollten »zu einem vorindustriellen Zeitalter zurückkehren, als sich alle auf Bio-Landwirtschaft und erneuerbare Energien verließen.«
Windräder und Solarkollektoren seinen heute vielleicht weiter entwickelt, ihre Energiequellen nannte Shellenberger jedoch »vorindustriell«. »Damit können wir eine industrielle Gesellschaft nicht betreiben, das klingt völlig einleuchtend, wenn man es ausspricht.«
Die »Eliten« verfolgten ein »Dogma, das bestimmen will, wie die Menschen Lebensmittel und Energie erzeugen.« Diese Agenda sei »sehr zerstörerisch und im Kern menschenfeindlich. Das Gute daran ist, das es so durchgeknallt ist, dass wir immer mehr solche Rebellionen sehen werde, denn die Eliten können nicht an der Macht bleiben, wenn das Volk sich erhebt, von Sri Lanka bis zu den Niederlanden.«
Michael Shellenberger ist Umweltaktivist und Autor von »Apokalypse Niemals - Warum uns der Klima-Alarmismus krank macht«.


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