Elon Musk zu Disney-Chef und Werbeboykotte

Dann kann er mich mal am…

Bei einem Gespräch der New York Times hat Twitter-Chef Elon Musk mit drastischen Worten klargemacht, dass er sich der Boykottkampagne gegen die Meinungsfreiheit nicht beugen wird.

Moderator Andrew Ross Sorkin hatte am Mittwoch auf dem Dealbook Summit der New York Times den Disney-Chef Bob Iger interviewt, der seinen Werbeboykott der Plattform Twitter/X verteidigte: »Ich habe großen Respekt vor Elon und dem, was er erreicht hat«, so Iger. »Wir wissen, dass Elon in vielerlei Hinsicht überlebensgroß ist und dass sein Name eng mit den Unternehmen verbunden ist, die er gegründet hat oder besitzt. Dadurch, dass er seine Position öffentlich vertrat, spürten wir, dass diese Verbindung für uns nicht unbedingt positiv war. «

 Am Nachmittag befragte Sorkin dann Elon Musk auf der selben Bühne dazu:

»Dann werben Sie eben nicht, « so Musk. »Sie wollen mich mit Ihrer Werbung erpressen? Mich mit Ihrem Geld erpressen? Dann können Sie mich am A… lecken. (Orig.: Go fuck yourself) Hab ich mich klar ausgedrückt? Go fuck yourself. Hey, Bob, wenn du im Publikum sitzt: Das ist meine Meinung. Dann schalte halt keine Werbung. «

Sichtlich frappiert fragte Sorkin Musk, wie er sich das Geschäftsmodell von Twitter/X vorstelle, wenn er nicht von Werbekunden abhängig sein will. »Sie versuchen X zu killen,« so Musk. »Und wir werden das detailliert dokumentieren. Dann werden wir ja sehen, wie die Bürger der Welt das finden.«

Die US-Medienlobbyisten Media Matters hatten Werbekunden angerufen und zum Twitter-Boykott gedrängt, da ihre Werbung angeblich neben »Nazi-Posts« auf Twitter/X lief. Musk behauptete, Media Matters hätte die Screenshots fingiert und reichte Klage ein. Mehrere große Werbekunden zogen ihre Anzeigen auf Twitter/X zurück, darunter Apple, Disney, Warner, Paramount, NBC Universal, Sony, IBM und Comcast.

Bob Iger war von 2000 bis zu seiner Rente 2020 CEO von Disney und kehrte Ende 2022 auf den Chefposten zurück, nachdem Disney nach einer Reihe von Skandalen im Zusammenhang mit Pädophilie, LGBTQ- und Black Lives Matter-Propaganda einen massiven Umsatzeinbruch erlebt hatte.

Journalist Andrew Ross Sorkin gründete 2001 bei der New York Times den Wirtschaftskurznachrichtendienst Dealbook. 2013 forderte er die Verhaftung von NSA-Whistleblower Edward Snowden und seines Journalistenkollegen Glenn Greenwald und musste sich später bei Greenwald dafür entschuldigen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.