Der Protest wurde von Farmers Defense Force und Zusammen für Niederlande organisiert. Ursprünglich sollten 5000 Traktoren in der Hauptstadt Den Haag als Zeichen der Solidarität zusammenkommen. Vier Tage vor dem Protest beschränkte der Bürgermeister von Den Haag, Jan Van Zanen, die Zahl auf zwei Traktoren und drohte, das Militär gegen sein eigenes Volk einzusetzen.
Trotzdem war der Protest am Samstag eine friedliche, fröhliche und familienfreundliche Angelegenheit. Die niederländischen und deutschen Medien ignorierten die Demo vollkommen. Die Wahl am Mittwoch werden Sie nicht ignorieren können.
In ihrer Rede sagte die niederländische Aktivistin Eva Vlaardingerbroek:
»Unser Land ist aus dem Widerstand gegen die spanische Tyrannei entstanden. Jetzt, fast fünf Jahrhunderte später, kämpfen wir erneut gegen die Tyrannei, gegen eine korrupte und ungerechte Regierung, die Dissidenten ausschließt und unsere Bauern von ihrem Land vertreibt. Damals kam dieses Unrecht aus Madrid. Jetzt kommt es von hier, von (der niederländischen Hauptstadt) Den Haag. Und das ist die schlimmste Art Unrecht. Unsere Regierung hat einen Angriff auf unser eigenes Volk begonnen, auf eine der fleißigsten, erfolgreichsten und inspirierendsten Gruppen, die Bauern und Bürger der Niederlande!
Seit Jahrhunderten liefern unsere Landwirte Lebensmittel für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Und im Gegensatz zu dem, was die Lügner in der Hauptstadt behaupten, tun sie dies auf nachhaltige und verantwortungsvolle Weise, mit großem Respekt vor Gottes Schöpfung. Aber das ist natürlich nicht das, worüber sich unsere Regierung Sorgen macht. Unsere Regierung kümmert sich nicht um die Natur, um die Menschen oder die Bauern. Unsere Regierung hat eine Lüge erfunden, um die Bauern von ihrem Land zu vertreiben. Alles, was ihr Bauern besitzt, alles, wofür ihr euer Leben lang so hart gearbeitet habt, denken sie, können sie euch einfach wegnehmen. Wollt ihr wissen, wie ich sie nenne? Für mich sind sie ganz gewöhnliche Diebe! Und wir verhandeln nicht mit Dieben! Wir verhandeln nicht mit Menschen, die unsere Bauern missbrauchen und zur Verzweiflung treiben, die einen Krieg gegen unsere Bauern führen.
Leider ist es nicht nur unsere Regierung, sondern auch die sogenannte Opposition, die behauptet, für die Bauern zu kämpfen, aber heute nicht hier ist, um ihnen beizustehen. Sie sollten sich schämen. Denn wenn jetzt nicht die Zeit ist, sich zu wehren, wann dann?
Die Zerstörung unserer Nation und unserer Demokratie muss aufhören. Sie, die holländischen Bauern, sind die einzigen, die genug Mut und Manneskraft haben, um einen echten Kampf gegen diese schreckliche Regierung zu führen. Sie sind unsere letzte Hoffnung, die letzte Hoffnung für unser schönes Land. Und das ist genau der Grund, warum sie euch weg haben wollen. Aber wir werden uns wehren. Und sie werden uns bekämpfen. Sie werden vor nichts zurückschrecken. Und natürlich werden ihre Handlanger in den Mainstream-Medien alles tun, um unsere Bauern und uns alle zu dämonisieren. Aber wir wissen es besser. Deshalb stehen wir fest hinter unseren Landwirten. Weil wir wissen, sobald sie mit den Bauern fertig sind, sind wir die nächsten. Und deshalb werden wir das nicht zulassen. Wir sagen nein zum Globalismus, nein zum Ausverkauf unseres Landes, und wir sagen nein zu dieser Regierung. Es leben die niederländischen Bauern!«
Der niederländische Oppositionsführer Geert Wilders wiederholte seine berühmte Wahlkampfprovokation „Wollt ihr mehr Marokkaner oder weniger?“ mit der Frage „Wollt ihr mehr von (Premierminister Mark) Rutte und (Finanzministerin Sigrid) Kaag oder weniger?“ und löste schallendes Gelächter von der Menge aus.
Im Gespräch mit Callum Smiles von Rebel News sagte Wilders: »Das eigentliche Ziel ist es, unsere Bauern für eine linke Stickstoff-Agenda abzuschaffen, um Platz für mehr nicht-westliche Einwanderer zu schaffen und Häuser für sie zu bauen.«
»Ohne unsere Bauern, ohne unsere Fischer gäbe es die Niederlande nicht«, sagte Wilders. »Sie sind, wer wir sind. Sie sind in unseren Genen. Sie sind in unserer Geschichte. Holland ist auf den Bauern und Fischern aufgebaut, und es gibt große Sympathie für sie. Jetzt bekommen wir eine linksliberale Koalition, unterstützt von der extremen Linken, die sagt, dass ihr unsere Identität, unsere Kultur, unsere Bauern egal sind. Sie finden dieses Stickstoffproblem wichtiger. Stickstoff ist kein wirkliches Problem. Es ist ein erfundenes Problem. Es ist völlig unfair gegenüber diesen Familien und Landwirten, die seit Generationen Landwirte sind … Es ist geht hier also nicht nur um Solidarität mit den Landwirte und Fischer. Denn die Niederländer spüren, dass es hier gegen das Wesen unserer Identität geht. Den Parteien, die unsere Identität hassen, die Patriotismus und den Nationalstaat verachten, ist das egal. Aber das sind für niederländische Verhältnisse sehr viele Leute heute. Die Menschen haben es satt, und ich hoffe, dass sie am Mittwoch dafür sorgen werden, dass die Regierung zurücktreten muss und wir Neuwahlen bekommen.«
Der Vorsitzende des Forums für Demokratie, Thierry Baudet, zeigte eine Tüte Mehlwürmer und sagte: »Das ist, was wir in Zukunft essen sollen.« Baudet schüttete die getrockneten Mehlwürmer aus und rief: »Auf keinen Fall!«
»Auf keinen Fall werden wir akzeptieren, dass uns unsere Lebensmittelproduktion, unsere Bauern und unsere Art zu Leben in den Niederlanden mit unserer wunderschönen Landschaft weggenommen werden. Auf keinen Fall! Ich stehe hier, nicht nur mit den Bauern, sondern auch mit den Krankenschwestern, die ihren Job verloren haben, weil sie sich nicht Zwangsimpfen lassen wollten. Mit den Lehrern, die unseren Kindern Transgender-Propaganda aufzwingen sollen, mit den Jugendlichen, die wegen der zunehmenden Masseneinwanderung keine Wohnung mehr finden. Mit den Familien, die wegen dieser idiotischen Klimawende ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen können. Mit den alten Menschen, deren Renten durch den Euro gefährdet sind. Ganz Niederlande steht hier. Und ganz Niederlande erhebt sich, weil sie gesehen haben, dass alles, was die Medien uns erzählen, auf Lügen basiert. Die Stickstoffbeschränkungen sind eine Lüge … Es ist völliger Unsinn, dass CO2 gefährlich für die Natur ist, und es war völliger Unsinn, dass Covid auch eine schreckliche Gefahr war. Wir werden belogen!«
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