"Sie gehen von Haus zu Haus und suchen Frauen und Mädchen"

Die Taliban machen Jagd auf Christen

Neben dem Iran hat Afghanistan die am schnellsten wachsende christliche Gemeinde der Welt - vielleicht auch, weil immer mehr Menschen sich vom militanten Islam abwenden und Trost bei Jesus Christus finden. Mit dem Sieg der Taliban befinden sich tausende afghanische Christen in Lebensgefahr.

Laut der Untergrundmissionare der Frontier Alliance International (FAI) gehen die Taliban nun von Haus zu Haus und suchen Christen. Die Abkehr vom Islam (Irtidād) wird in Afghanistan mit dem Tod bestraft.

Auch in Deutschland müssen afghanische Christen um ihr Leben fürchten, wie zum Beispiel die afghanische Mutter Farimah Seadie, die 2017 vor den Augen ihrer Kinder auf einem Lidl-Parkplatz in Prien, Oberbayern von einem »Flüchtling« abgestochen wurde.

Laut FAI verfügen die Taliban über eine Todesliste von Christen. Die Grenzen des Landes sind zu, viele Christen verstecken sich oder fliehen in die Berge. Die Taliban gehen laut FAI von Haus zu Haus und suchen »ungläubige« Frauen und Mädchen, die sie laut ihrem Glauben zu Sex-Sklaven machen dürfen. Familien mit Mädchen über 12 müssen ein »X« an ihre Tür machen, damit die Taliban sie mitnehmen können, so FAI. Wenn sie das Haus nicht markieren und erwischt werden, wird die gesamte Familie hingerichtet.

Wenn die Taliban eine verheiratete Frau 25 Jahre oder älter finden, töten Sie den Ehemann, nehmen sich die Frau und verkaufen Sie dann als Sex-Sklavin. Väter und Ehemänner geben ihren Frauen und Töchter Waffen, damit diese sich umbringen können, falls sie in die Hände der Taliban fallen, so FAI.

»Unsere Leute sind auf der Flucht, von Haus zu Haus und Stadt zu Stadt, um nicht von den Taliban erwischt zu werden«, so ein Untergrundpastor zu FAI. »Leider werden Sie oft von anderen Afghanen verraten, die sich damit bei den Taliban beliebt machen wollen. Die Lage ist für unsere Leute sehr ernst. Frauen werden von den Taliban als Beute genommen und vergewaltigt. Die Straßen Kabuls sind menschenleer. Keine Frauen sind öffentlich zu sehen. Die Afghanen tragen keine westliche Kleidung mehr. Die Anführer der Untergrundkirche sind an der Grenze aufgehalten und bedroht worden, aber zum Glück wurde noch keiner verletzt oder getötet.«

IS-Mörder verbünden sich nun auch mit den Taliban, um zu helfen, die Ungläubigen zu fangen, foltern und töten, so der anonyme Pastor. »Sie haben Namen von Konvertiten und suchen aggressiv nach ihnen. Unsere Christen haben keine Angst, für ihren Glauben zu sterben, aber wollen, dass ihre Kinder überleben und in Freiheit leben können. Unser Wille ist stark, unser Mut nimmt dramatisch zu, wir haben die Ressourcen, aber das Böse und das Chaos haben auf diesen Moment nur gewartet.«

Der konservative US-Moderator Glenn Beck hat mit seinem Nazarene Fund für Christen in Afghanistan 30 Millionen Dollar gesammelt um 20 Flugzeuge zu chartern, darunter Boeing 737er und 757er, und 5000 Menschen in den letzten zwei Wochen evakuiert.

Während am 31.8. die Evakuierungsflüge eingestellt werden, werden Christen am Flughafen abgewiesen, selbst wenn sie auf den offiziellen Ausreiselisten des US-Außenministeriums stehen, beklagt die Catholic News Agency. »Gott segne diese Flüchtlinge und ihre neuen Gastländer, und helfe, ihr Heimatland zu heilen« so Beck auf Instagram. »Diese Menschen sind gute und treue Diener Gottes. Ich schäme mich angesichts ihres Mutes als Christen.«

Während Angela Merkel bei ihrer Regierungserklärung vergangene Woche 600 Millionen Euro an Hilfsgelder der Bundesregierung für Afghanen versprach, kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Aufstockung der EU-Hilfen für Afghanistan von 50 Mio. Euro auf 200 Mio. Euro an. 

»Sämtliche Hilfsgelder müssen ausschließlich den Opfern der Taliban und nicht den Tätern zur Verfügung gestellt werden«, so Joachim Kuhs, Mitglied im EU-Haushaltsausschuss und Sprecher der 'Christen in der AfD'. »Dazu zählen an erster Stelle verfolgte Frauen und Mädchen, sowie Christen und weitere Andersgläubige, die durch mutige Organisationen wie FAI, Open Doors, Nazarene Fund, Kirche in Not und andere unterstützt werden. Wenn die EU und Bundesregierung es zulassen, dass unsere Steuergelder an die Unterdrücker, an Terrororganisationen wie IS und Taliban gehen, müssen Sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden.«

 

 

 

Sven von Storch

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