Kriegsgewinnler und -verlierer

Kriegsgewinnler und -verlierer

Während des ersten Weltkrieges hat sich das US-amerikanische
Bruttosozialprodukt in gigantischem Umfang vervielfacht.
Grund: Rüstungsexporte an England und Frankreich auf Pump.
Als 1916 die Frage nach dem Kriegsausgang immer noch völlig offen war,
bekamen die profitierenden Kreise (Banken und Industrie) in den USA
Bedenken, daß im Falle eines Sieges der Mittelmächte, ihre Schuldner
(Frankreich und England) zahlungsunfähig werden könnten. Deshalb
schwenkte Präsident Wilson, der bis dahin die USA aus dem europäischen
Krieg heraushalten wollte, 1916 um und fand Gründe für einen
Kriegseintritt der seinen militärisch erschöpften Schuldnern den Sieg
sichern würde.
Weil die USA am 1. Weltkrieg Unsummen verdient hatten, konnten sie bei
den Versailler Verhandlungen auch großzügig auf Reparationen verzichten.


Im zweiten Weltkrieg lief es ähnlich, nur war die Basis der
Rüstungslieferungen, hauptsächlich an Großbritannien und die
Sowjetunion, der Lend and Lease Act.
Dieser wurde nun im Krieg gegen die Ukraine erneuert. Und wer
Rüstungsgüter least muß auch seine Leasingraten bezahlen.
Dazu ein Artikel aus der Berliner Zeitung, schon einige Tage alt, aber
sehr aufschlußreich dazu ist, wer in diesem Krieg wieder einmal auf der
Gewinnerseite steht und wer nicht.

https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/ukraine-braucht-dringend-geld-li.271538

 

Sven von Storch

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