Droht ein Energiekollaps?

Deutschland und die EU versagen erneut, die Gaspreise schießen in die Höhe

Die Europäische Union – und insbesondere Deutschland – steht vor einem weiteren Beweis ihres eigenen politischen Versagens. Der Preis für Erdgas in Europa steigt rasant und erreicht die höchsten Werte seit fast einem halben Jahr.

Deutschland ohne Gas, ohne Strategie, ohne Reserven


Ursache sind nicht „unvorhersehbare Umstände“, wie es Brüsseler und Berliner Politiker gern behaupten, sondern die Folgen einer langfristig falschen Energiepolitik, ideologischer Experimente und geopolitischer Naivität. Darauf weist auch das deutsche Portal n-tv hin.

Innerhalb nur einer Woche ist der Gaspreis um etwa 20 Prozent gestiegen. Der Referenzkontrakt TTF an der Börse in Amsterdam wird zu mehr als 34 Euro pro Megawattstunde gehandelt – dem höchsten Preis seit dem vergangenen Sommer. Diese Entwicklung ist die stärkste seit dem Herbst 2023 und zeigt deutlich, wie fragil der angeblich „stabilisierte“ europäische Energiemarkt ist.

Deutschland ohne Gas, ohne Strategie, ohne Reserven

Völlig alarmierend ist der Zustand der Gasspeicher. Die europäischen Reserven sind derzeit nur zu etwa 52 Prozent gefüllt, während der saisonale Durchschnitt bei rund 67 Prozent liegt. Das bedeutet nur eines: Europa – und vor allem Deutschland – geht mit gefährlich niedrigen Energiereserven in den restlichen Winter.

Gerade Deutschland, das sich unter der Führung der Ampelregierung durch die Abschaltung der Kernkraftwerke und die Beendigung langfristiger Gaslieferverträge selbst stabiler Energiequellen beraubt hat, gehört heute zu den verwundbarsten Ländern. Jede Kältewelle, jede geopolitische Erschütterung und jeder Nachfrageschub auf den Weltmärkten treibt die Preise sofort nach oben – und die Rechnung zahlen Bürger und Industrie.

Winter, Geopolitik und Chaos in Brüssel

Die für das Monatsende erwarteten Frosttemperaturen könnten laut Marktbeobachtern die Phase intensiver Gasentnahmen aus den Speichern deutlich verlängern. Mit anderen Worten: Hält der Winter an, gerät Europa in eine noch tiefere Energiefalle.

Die Lage wird zusätzlich durch die Spannungen rund um den Iran verschärft. Die Vereinigten Staaten drohen mit neuen Sanktionszöllen in Höhe von 25 Prozent gegen Länder, die mit Teheran Handel treiben. Der Iran ist dabei ein wichtiger Gaslieferant für die Türkei. Sollten diese Lieferungen ausfallen, würde die Türkei unmittelbar zu einem Konkurrenten Europas auf dem globalen Gasmarkt. Das Ergebnis ist absehbar: weitere Preissteigerungen.

Hinzu kommt eine starke Nachfrage aus China, dem größten Abnehmer von Flüssigerdgas weltweit. Die Europäische Union, die ihre eigene energiepolitische Selbstständigkeit zerstört hat, ist heute nicht mehr in der Lage, dieser Konkurrenz standzuhalten.

Ideologische Energiepolitik hat ihren Preis

Was wir derzeit erleben, ist keine „wetterbedingte Krise“. Es ist die direkte Folge der ideologischen Energiepolitik der EU, des Green Deal und der Fixierung der regierenden deutschen Parteien auf klimapolitischen Moralismus. Die Brüsseler Eliten haben sichere und bezahlbare Energie im Namen abstrakter Ziele geopfert – und ernten nun die Konsequenzen.

Höhere Gaspreise werden sich zwangsläufig in steigenden Kosten für Strom, Heizung und industrielle Produktion niederschlagen. Für deutsche Haushalte bedeutet das weiter steigende Rechnungen. Für die Industrie einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Für den Staat weitere Verschuldung und Subventionen, die das strukturelle Problem lediglich überdecken.

Eine Warnung, die Berlin ignoriert

Wie n-tv warnt, ist die aktuelle Entwicklung ein ernstzunehmendes Alarmsignal. Statt Selbstkritik setzen Deutschland und die EU jedoch ihre bisherige Politik fort: mehr Regulierung, mehr Ideologie, mehr Abhängigkeit von globalen Märkten.

Europa begibt sich damit freiwillig auf den Weg dauerhafter energiepolitischer Unsicherheit. Und Deutschland, einst der industrielle Motor des Kontinents, wird zum Sinnbild dafür, wie politische Verblendung selbst die stärkste Volkswirtschaft zersetzen kann.

Sven von Storch

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Comments

So ist das halt, wenn man sich zwingen läßt, von russischem Erdgas "unabhängig" zu werden, und noch dazu auf Atomenergie und Kohlekraftwerke zu verzichten.

Die Abschaffung Deutschlands ist in vollem Gange, aber die Schuldigen werden weiter mehrheitlich gewählt. Und die - immer noch - Minderheit muß es mit büßen und wird darüber hinaus noch schikaniert ...

Ekkehardt Fritz Beyer

19.01.2026 | 10:59

„Deutschland und die EU versagen erneut, die Gaspreise schießen in die Höhe“ ...

In Solidarität der Bundesregierung mit der Deutschland so freundschaftlich(?) https://www.faz.net/aktuell/politik/ukraine/bgh-sieht-kiew-hinter-pipeline-sprengung-110820910.html verbundenen Führung der Ukraine, welche einst unter dem Biden Sep gegen das deutsche Volk mit göttlichem(?) Segen bis heute anhaltend ganz besonders innig gestaltet wurde???

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