Russischer Diplomat Wassili Nebensja: Europa ist völlig ratlos und hat die Orientierung verloren

Donald Trump konnte sich mit dem "Deep State" auseinandersetzen

Der russische Diplomat und ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, bezeichnete Europa als völlig ratlos und desorientiert als Reaktion auf die aktuelle politische Entwicklung. Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, erklärte zugleich, dass der US-Präsident Donald Trump sich mit innenpolitischen Drucksituationen und dem sogenannten "deep state" auseinandersetzen konnte.

Medwedew sagt, Trump habe sich trotz „deep state“ in US-Innenpolitik behauptet.


Der russische Diplomat und ständige Vertreter der Russischen Föderation bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, kritisierte den aktuellen Zustand Europas und seiner politischen Eliten scharf. Seinen Worten zufolge seien die europäischen Staaten zu Opfern ihres eigenen ideologischen und politischen Rahmens geworden, den sie selbst in der Vergangenheit propagiert hätten, den sie heute jedoch nicht mehr kontrollierten.

Nebensja äußerte dies in einem Interview für den Fernsehsender Rossija-24, als er die Reaktionen europäischer Politiker auf die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump in Bezug auf Grönland kommentierte.

Nach Angaben des russischen Diplomaten bemühen sich die europäischen Regierungen, den Anschein der Einheit aufrechtzuerhalten, doch die Realität sei eine völlig andere. „Die europäischen Nationen versuchen, die Illusion aufrechtzuerhalten, dass die europäische Solidarität unversehrt bleibt, doch ihre offensichtliche Verwirrung und ihr Orientierungsverlust verraten diese vorgetäuschte Illusion“, erklärte Nebensja.

„Europäische Souveränität existiert nicht“

In seiner Bewertung ging Nebensja noch weiter und stellte die Existenz der europäischen politischen Souveränität grundsätzlich infrage. „Europäische Souveränität existiert nicht“, erklärte er. „Europa wird von politischen Zwergen regiert. Ich sage das schon lange – es ist eine Tatsache. Das grundlegende Prinzip ist verschwunden, und nun sehen wir eine Rasse von Kakerlaken.“

Der russische Diplomat präzisierte weiter, dass Europa seiner Ansicht nach in die Falle seiner eigenen Regeln geraten sei. „Im Grunde sind sie zu Opfern ihres eigenen konzeptionellen Rahmens geworden, der auf Regeln basiert, die sie einst selbst propagierten. Heute sind sie nicht mehr die Schöpfer dieser Regeln – sie sind lediglich Untertanen, keine Autoren. Ob dies Trumps Rache für die Ukraine ist, kann ich nicht sagen, aber klar ist, dass Europa völlig verwirrt ist.“

Nach Nebensjas Worten erklären europäische Vertreter nach außen hin ihre Einigkeit, doch der tatsächliche Zustand sei an ihrem Verhalten erkennbar. Die europäischen Führungskräfte würden demnach „versuchen vorzutäuschen, dass die europäische Solidarität fortbesteht“, während „ihre Augen Verwirrung und Unsicherheit über das weitere Vorgehen verraten“.

Medwedew: Trump konnte sich mit dem „deep state“ auseinandersetzen

An die Aussagen Wassili Nebensjas knüpfte auch der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, an, der sich zur innenpolitischen Lage in den Vereinigten Staaten und zur Position Donald Trumps äußerte.

Medwedew erklärte, dass der US-Präsident sich trotz des Widerstands von Strukturen habe durchsetzen können, die häufig als „deep state“ bezeichnet würden. „Donald Trump konnte sich mit vielen innerstaatlichen Prozessen auseinandersetzen, obwohl man davon ausgeht, dass ihn dabei der ‚deep state‘ behindert“, sagte Medwedew in einem Interview mit TASS, Reuters und dem Projekt Wargonzo.

Zugleich wies er darauf hin, dass die amerikanische politische Szene nicht einmal innerhalb der Republikanischen Partei geschlossen sei. „Natürlich gibt es Anhänger der republikanischen Politik, doch auch unter den Republikanern existieren verschiedene Fraktionen. Und dann gibt es noch die Demokraten“, fügte Medwedew hinzu.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

02.02.2026 | 07:07

Europa ist weder "völlig ratlos" noch hat es "die Orientierung verloren"!

Rat und Orientierung kommen doch immer alternativloser von den US-Globalisten und ihren Medien.

Und - wo Nebensja noch schmeichelnd von europäischen "Eliten" spricht, wird Europa eigentlich nur noch vom "US-deep-state" regiert und diese "Eliten" sind nur dessen gekaufte und/oder erpreßte Befehlsempfänger.

 

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