Nach Angaben as-Sisis arbeitet Kairo gemeinsam mit Washington an der Beendigung des Krieges im Gazastreifen, unterstützt die Ausrufung der zweiten Phase der Waffenruhe und setzt sich für die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm ein, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah El-Sisi warnte, dass sich die Krise rund um den Iran gefährlich zuspitzt und weitreichende Folgen für den gesamten Nahen Osten haben könnte. Seinen Worten zufolge unternimmt Ägypten intensive, jedoch überwiegend stille diplomatische Bemühungen mit dem Ziel, eine Eskalation der Spannungen zu verhindern und den Weg für einen Dialog zwischen den wichtigsten Akteuren zu ebnen.
Der Präsident betonte, dass ein möglicher bewaffneter Konflikt im Zusammenhang mit der Iran-Krise sehr schwerwiegende regionale Konsequenzen nach sich ziehen könnte – nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die wirtschaftlichen Auswirkungen würden nach seinen Angaben die gesamte Region treffen.
Ägypten als Vermittler des Dialogs zwischen den USA und dem Iran
Abdel Fattah El-Sisi bestätigte, dass Ägypten langfristig daran arbeitet, die Vereinigten Staaten und den Iran an den Verhandlungstisch in Bezug auf das iranische Atomprogramm zurückzubringen. Dies erklärte er während eines Telefonats mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian, mit dem er die aktuelle Entwicklung in der Frage des iranischen Atomprogramms erörterte.
Das Gespräch fand zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen zwischen Washington und Teheran statt, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut mit einem Angriff auf den Iran gedroht hatte, falls Teheran nicht zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen bereit sei. Der Iran reagierte auf diese Drohungen mit der Warnung, im Falle eines Angriffs Vergeltung zu üben.
Der ägyptische Präsident bekräftigte in diesem Zusammenhang erneut, dass sein Land die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unterstützt, mit dem Ziel, eine umfassende und friedliche Lösung zu erreichen, die sowohl die regionale als auch die internationale Stabilität stärken würde.
Starke Beziehungen Ägyptens zu den Vereinigten Staaten
El-Sisi erinnerte zugleich daran, dass er diesen Standpunkt auch während persönlicher Gespräche mit US-Präsident Donald Trump am Rande des jüngsten Weltwirtschaftsforums in Davos deutlich zum Ausdruck gebracht habe. Nach Ansicht des ägyptischen Präsidenten ist der Dialog zwischen Washington und Kairo ein zentraler Stabilitätsfaktor für die Region.
Ägypten erwarte, so El-Sisi, dass alle beteiligten Parteien dem Dialog Vorrang vor Konfrontation einräumen und die Bereitschaft zeigen, politische Lösungen anstelle militärischer Maßnahmen zu suchen.
Der Präsident bekräftigte erneut, dass Ägypten alle Initiativen zur Deeskalation der Spannungen unterstützt und militärische Lösungen als Weg zur Bewältigung der aktuellen Krisen ablehnt. Diplomatische Verhandlungen betrachtet er als die einzige lebensfähige und wirksame Möglichkeit, eine weitere Destabilisierung des Nahen Ostens zu verhindern.
Gaza: Schlüsselrolle Donald Trumps als Friedensstifter
El-Sisi widmete dem Krieg im Gazastreifen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. Seinen Worten zufolge könne dieser Konflikt nur durch die persönliche Intervention des US-Präsidenten Donald Trump, den er als Friedensstifter bezeichnete, sowie durch den von Trump vorgelegten Friedensplan beendet werden.
Als äußerst wichtig bezeichnete er zudem die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten offiziell den Beginn der zweiten Phase der Waffenstillstandsvereinbarung im Gazastreifen erklärt haben, nachdem die sterblichen Überreste der letzten israelischen Geiseln übergeben worden waren.
Der ägyptische Präsident erklärte, dass nach einem schwierigen zweijährigen Zeitraum nun sowohl die Notwendigkeit als auch eine reale Chance bestehe, den Gazastreifen wiederaufzubauen und die humanitären Hilfslieferungen für die lokale Bevölkerung deutlich zu erhöhen, wie egypttoday.com berichtet.
Iran würdigt die Rolle Ägyptens
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian brachte während des Telefonats seine Anerkennung für die konstruktive Rolle Ägyptens bei den Bemühungen zum Ausdruck, eine Eskalation von Konflikten zu verhindern und die regionale Sicherheit und Stabilität zu schützen.
Gleichzeitig bekräftigte er das Interesse Teherans, die politischen Konsultationen und die Koordination mit Kairo zu vertiefen – gerade im Interesse der Stabilität der gesamten Region.


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