Madrid startet Legalisierungswelle für 500.000 Illegale

Spaniens Legalisierungswelle untergräbt Europas Asylpolitik – und die Sozialdemokraten klatschen Beifall

Was sich derzeit in Spanien abspielt, ist nichts weniger als ein migrationspolitischer Dammbruch. Die linke Regierung von Pedro Sánchez will rund 500.000 illegal eingewanderten Personen einen legalen Aufenthaltstitel verleihen. Ein Schritt von historischer Tragweite – und ein fatales Signal an ganz Europa.

Madrid startet Legalisierungswelle: 500.000 Illegale sollen Aufenthalt erhalten – Kritik an EU-Sozialdemokraten


Während viele Mitgliedstaaten der Europäischen Union seit Jahren versuchen, die illegale Migration einzudämmen, Pull-Faktoren zu reduzieren und das Asylsystem zu stabilisieren, geht Madrid den entgegengesetzten Weg. Wer es illegal ins Land geschafft hat, erhält nun im Nachhinein faktisch eine Belohnung. Das ist kein Akt europäischer Solidarität – das ist politischer Alleingang mit absehbaren Folgen für den gesamten Schengenraum.

Ein Signal mit Sogwirkung

Von der Maßnahme profitieren Migranten, die seit mindestens 5 Monaten in Spanien leben und vor dem 31. Dezember 2025 internationalen Schutz beantragt haben. Auch ihre bereits im Land lebenden Kinder sollen einbezogen werden. Offiziell wird dieser Schritt mit Arbeitskräftemangel und einer alternden Bevölkerung begründet. Doch wer glaubt ernsthaft, dass eine nachträgliche Legalisierung hunderttausender illegaler Einreisen keine Signalwirkung entfaltet?

Die Botschaft lautet: Wer es schafft, europäischen Boden zu betreten und lange genug auszuharren, wird am Ende bleiben dürfen. Das ist ein massiver Pull-Faktor – und ein Schlag ins Gesicht jener Staaten, die ihre Außengrenzen schützen und auf eine restriktivere Linie drängen.

Schengen wird zur Durchgangstür

Mit einem Aufenthaltstitel in Spanien steht den Betroffenen der gesamte Schengenraum offen. Freizügigkeit bedeutet in der Praxis: Weiterreise nach Deutschland, Österreich oder andere wirtschaftlich starke Staaten ist jederzeit möglich. Länder, die ohnehin seit Jahren unter hohem Migrationsdruck stehen, müssen mit zusätzlichen Belastungen rechnen – ohne in diese Entscheidung eingebunden gewesen zu sein.

Kritik aus Österreich bringt es auf den Punkt: Eine solche Legalisierungswelle sei „dezidiert uneuropäisch“. Solidarität innerhalb der EU könne nur funktionieren, wenn gemeinsame Regeln eingehalten werden. Wer nationale Entscheidungen trifft, die faktisch Auswirkungen auf alle Partnerländer haben, untergräbt genau diese Solidarität.

Sozialdemokraten verteidigen den Kurs

Besonders irritierend ist die Rolle der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Statt die langfristigen Folgen für die Stabilität des europäischen Asylsystems kritisch zu hinterfragen, verteidigt man den spanischen Kurs, wie Kronen Zeitung berichtet. Damit stellen sich Sozialdemokraten offen gegen die Bemühungen der Europäischen Kommission und einer Mehrheit der Mitgliedstaaten, eine gemeinsame, restriktivere Asyl- und Migrationspolitik durchzusetzen.

Die Europäische Union ringt seit Jahren um ein funktionierendes Migrationsmanagement. Außengrenzschutz, Rückführungen, klare Regeln – all das wird immer wieder beschworen. Doch wenn ein Mitgliedstaat mit 500.000 Legalisierungen vorprescht, wird dieses fragile Gleichgewicht massiv erschüttert.

Spanien als migrationspolitische Ausnahme

Innerhalb der EU nimmt Spanien längst eine Sonderrolle ein. Während viele Staaten eine Verschärfung der Migrationspolitik befürworten, setzt Madrid auf Ausweitung und Legalisierung. Dabei gehört Spanien – neben Italien und Griechenland – zu den wichtigsten Ankunftsländern für irreguläre Migration nach Europa. Statt ein Zeichen der Begrenzung zu setzen, sendet die Regierung ein Signal der Öffnung.

Die entscheidende Frage lautet: Wie soll eine gemeinsame europäische Asylpolitik funktionieren, wenn nationale Regierungen im Alleingang Entscheidungen treffen, die faktisch ganz Europa betreffen?

Wenn Regeln relativiert werden, verliert Europa seine Steuerungsfähigkeit. Wenn illegale Migration im Nachhinein legalisiert wird, wird das Recht zur Verhandlungsmasse. Und wenn politische Ideologie über gemeinsame Verantwortung gestellt wird, droht das europäische Migrationssystem weiter zu erodieren.

Der spanische Schritt ist mehr als eine innenpolitische Maßnahme. Er ist ein Test für die Glaubwürdigkeit der europäischen Migrationspolitik – und ein Weckruf für jene Staaten, die auf verbindliche Regeln und echte Solidarität setzen.

Sven von Storch

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Kommentare

"Glaubwürdigkeit der europäischen Migrationspolitik"? Hat es die jemals gegeben?

Die gleiche Frage könnte man stellen bezüglich der Glaubwürdigkeit der EU-Klimapolitik, oder der EU-Energiepolitik, oder der EU-Sanktionspolitik, oder der EU-Ukrainepolitik ...

"Glaubwürdig" wäre eine EU-Politik zum Wohl der Mitgliedsländer anstatt zur Unterstützung der Weltmachtbestrebungen der US-Globalisten!

Aber es gibt ja selten etwas Schlechtes, was nicht auch sein Gutes hat! Und so dürfen wir hoffen, daß der "Fehltritt" Spaniens dazu beiträgt, die aggressive Entmachtung der EU-Mitgliedsländer durch die von den Globalisten dominierte EU auszubremsen.

Raus aus der EU und zwar schnellstens! Gerne alte EWG, vielleicht noch EG, aber nichts weiter.

Elmar Oberdörffer

13.02.2026 | 14:58

Wenn unsere Regierung unsere Interessen vertreten würde, dann müßte sie jetzt fordern, daß Spanien diese selbstmörderische Migrationspolitik aufgibt und zu EU-Standards zurückkehrt. Falls Spanien nicht dazu bereit ist, müßte sie den Ausschluss Spaniens aus der EU fordern. Falls dieser Forderung nicht stattgegeben wird, müßte sie den Austritt Deutschlands aus der EU erklären. Wenn unsere Regierung das nicht tut, dann befördert sie mit dem Untergang Europas auch den Untergang Deutschlands. 

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