Orbáns Worte beschreiben keine isolierten Konflikte, sondern markieren den Versuch, den Zerfall eines gemeinsamen Deutungsrahmens zu benennen, innerhalb dessen sich Europa über Jahrzehnte selbst ve
Beiträge des Autor: Jan Frank
Jan Frank
Von Beruf Elektrotechniker, stolzer Vater zweier Kinder und gelegentlicher Autor für die regionale Presse. Politisch bewege ich mich eher im bürgerlich-konservativen Spektrum – auch wenn man zugeben muss, dass dieser Kurs in der praktischen Ausführung durch CDU/CSU in den letzten Jahren eher an eine Wiederholungsschleife erinnert als an frische Ideen.
In Zeiten, in denen die Europäische Union Jahr für Jahr Tausende neuer Verordnungen produziert, beschleicht mich bisweilen das Gefühl, man werde bald auch für einen tiefen Atemzug eine Genehmigung beantragen müssen. Gerade mit Blick auf meine geliebten Kinder Anna und Peter sowie meine bemerkenswert geduldige Ehefrau verspüre ich den Wunsch, auf jene Themen und Herausforderungen hinzuweisen, mit denen sich Europa – und Deutschland im Besonderen – früher oder später ernsthaft auseinandersetzen muss.
Da politische Diskussionen in unserer Familie grundsätzlich ausgewogen sind (jeder hat recht 😉), habe ich mich bewusst gegen endlose Debatten entschieden – insbesondere mit Eltern und Großeltern – und setze stattdessen auf eine bewährte Form der Selbsttherapie: Papier und Bleistift, Tastatur und Telefon. Schreiben ordnet Gedanken, dämpft Emotionen und ersetzt manches Gespräch, das ohnehin im Kreis verlaufen würde.
Über Kommentare, Anmerkungen und auch begründeten Widerspruch freue ich mich: Zweimal pro Woche stärke ich meinen Körper – und täglich meinen Geist. Kommt zu mir ;-))
Die internationale Politik befindet sich längst nicht mehr im Zustand eines regelbasierten Systems, sondern in einer Phase pragmatischer Machtverwaltung.
Venezuela ist kein Land, das plötzlich wegen des Leidens seiner Bevölkerung die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen hätte. Solches Leid gibt es in Dutzenden Staaten.

