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Was stört muß sterben II

21. Januar 2011, 10:24 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte:

Wie oft werde ich noch unter diesen Titel schreiben müssen ? Diesmal möchte ich zwei Fälle erwähnen.
Der erste betrifft Oleg Bebenin in Weißrußland wie die Deutsche Welle berichtete : „ Der Betreiber der oppositionellen Internetseite charter97.org Oleg Bebenin, war am Freitag den 03. September 2010 in seinem Wochenendhaus nahe der weißrussischen Hauptstadt Minsk tot gefunden worden.
Wie die staatliche Nachrichtagentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Polizei meldete, wurde der Regimekritiker erhängt aufgefunden. Die Ermittlergehen nach Angaben eines Sprechers in erster Linie dem Selbstmord nach. Es seien keine Merkmale eines gewaltsames Todes festgestellt worden hieß es.
Freunde Bebenins bezweifelten die Version der Staatsanwaltschaft. Natalia Radina, die mit Bebenin an der Internetseite arbeitete, sagte, der 36-Jährige sei „voller Pläne“ gewesen und habe sich mit ihr für nächsten Montag verabredet. An seinem Todestag sei Bebenin „bester Laune“ gewesen.
Zweifel an der Selbstmord-Vermutung der Behörden hegt auch der Chef der Bürgerinitiative Europäisches Weißrußland, Andreij Sannikow. Er glaube nicht an Suizid, sagte der Oppositionelle. „Kein Abschied wurde gefunden, und die letzten sms-Nachrichten, die er an Freunde verschreckte, zeigen, dass er am Donnerstagabend einen Kinobesuch plante“.

Bebenin war verheiratet und Vater von zwei Söhnen.

Lukaschenko wird von Kritikern auch als „Europas letzter Diktator“ bezeichnet. Fernsehsender und die meisten Printmedien werden vom Staat kontrolliert, viele unabhängige wurden geschlossen. Der 56-jährige Staatschef hat angekündigt, bald den Termin für die nächste Präsidentenwahl bekanntzugeben. Diese soll bis spätestens Frühjahr 2011 stattfinden. Lukaschenko ist seit 1994 an der Macht. Im Jahr 2006 wurde er nach offiziellen Angaben mit 83 Prozent der Stimmen.

Internationale Beobachter, die schon die vergangenen Abstimmungen stets als undemokratisch kritisierten, beklagen auch jetzt wieder unfaire Bedingungen für die Opposition.“

Minsk-Moskau rückt natürlich nach Berlin-Potsdam wo leider wie die Presse am letzten Sonntag berichtete: „Das Berliner LKA ermittelt wegen eines möglichen Giftanschlags auf das russischen Dissidenten-Ehepaar Viktor Kalaschnikow und Marina Kalaschnikowa. Bei einer Untersuchung in der Charité wurden im des Mannes 53,7Mikrogramm Quecksilber pro Liter, bei der Frau sogar 56 Mikrogramm gemessen. Normal sind laut Welt Gesundheitsorganisation 2 bis 2,5 Mikrogramm. Eine natürliche Aufnahme solch einer Menge ist beinah unmöglich. Daher der Anschlagsverdacht gegen die Journalisten…“

Damit hier nie so eine Art Staat entsteht, unterstütze ich die freie Welt.

Und vergiss es nicht „Kehrt um“ befiehlt uns der Evangelist Matthäus.

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2 Kommentare auf "Was stört muß sterben II"

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