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19.05.2013
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Missbrauchsbeauftragter kritisiert Cohn-Bendit   "Bagatellisierung statt Aufarbeitung"
 

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat Daniel Cohn-Bendits bisherige Äußerungen in der Pädophilie-Debatte scharf kritisiert. "Gemessen an dem, was wir heute über Missbrauch wissen, klingt es nach Bagatellisierung", erklärt Rörig dem Focus. Cohn-Bendit habe der "der damaligen Pädophilen-Szene viel Futter und Rechtfertigungsgründe" geliefert. (Fotos: Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs; kleinkariert/flickr.com)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 10:36
Sarko-Kopie François Hollande   Rezepteklau beim Amtsvorgänger
 

Alles anders machen, wollte Frankreichs neuer Präsident Hollande. Doch nun kopiert der Sozialist nach und nach die Politikrezepte seines Vorgängers Sarkozy. Die Liste der Sarko-Kopien ist lang. Aus François Hollande wird so eins, zwei, drei Monsieur "Sarkollande". (Fotos: UMP Photos/flickr.com; Benjamin Boccas/flickr.com)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 09:52
Bundestag will Kleinparteien bei Europawahl behindern   Plan der Mehrheitsparteien wahrscheinlich grundgesetzwidrig
 

Zur Europawahl 2014 wollen die Parteien des Bundestags eine Dreiprozenthürde einführen, und damit kleinere Parteien behindern. Damit geht das Parlament auf Konfrontationskurs mit dem Bundesverfasungsgericht, dass 2011 die Fünfprozentklausel für grundgesetzwidrig erklärt hat. (Fotos: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)  / pixelio.de)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 08:41
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  zur Person und Archiv   Dr. Christian Weilmeier 18.05.2013 12:45
Raus aus der Perfektionismus-Falle

Raus aus der Perfektionismus-Falle! Perfektionismus ist der Erfolgs-Killer schlechthin, gerade für die Fleißigen und Ehrgeizigen. Im Video erkläre ich, warum das so ist und wie man das gute Streben nach Perfektion trennt vom Übel des Perfektionismus.

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  zur Person und Archiv   Thomas Paulwitz 16.05.2013 15:57
Ein Dutzend? Nie gehört!

Neulich beim Metzger schaute mich die junge Verkäuferin verdutzt an, als ich ein Dutzend Fränkische Bratwürste wollte.

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 16.05.2013 12:11
Demographiegipfel muss mehr als Symbolpolitik sein

“Deutschland hat den demographischen Wandel verschlafen. Verschlafen wir jetzt auch das Thema Zuwanderung?”, fragt der Personalexperte Michael Zondler anlässlich des Demographiegipfels der Bundesregierung.

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  zur Person und Archiv   Dr. Christian Weilmeier 16.05.2013 11:12
Ein Hoch auf die Disziplin

Die Disziplin ist der Weg, wie man seine Ziele erreicht. Durch Disziplin wird man erfolgreich. Disziplin gilt als eng und veraltet. Das ist falsch. Alle erfolgreichen Menschen hatten Disziplin. Jeder Weg ist begrenzt. Man geht einen Weg und keinen anderen.

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Unsere Blogger

 
  zur Person und Archiv   Stefan Fuchs 14.05.2013 10:07
Sitzt die Porno-Generation in den Redaktionen? Die Jugend ist besser als ihr Ruf

Mit prophetischem Scharfblick analysierte Riesman darin, wie sich in Konsumgesellschaften ein neuer Charaktertypus durchsetzt: An die Stelle der „Innenlenkung" durch das eigene Gewissen tritt immer mehr die „Außenlenkung" durch die Meinung der Anderen (1).

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  zur Person und Archiv   Jürgen Liminski 12.05.2013 15:57
Geisterfahrer unterwegs

Das tut er jetzt besonders gern. Denn die Anpassung an gesellschaftliche Verhältnisse, die er von seiner Partei fordert, um Volkspartei zu bleiben, ist im Fall des Ehegattensplittings für gleichgeschlechtliche Paare besonders billig. Es gibt gerade mal 27.

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  zur Person und Archiv   Eckhard Kuhla 10.05.2013 12:11
AUFRUF

Diese Lobbygruppe vermittelt fälschlicher weise den Eindruck, dass sie für “die” Frauen spricht, in realiter arbeitet sie nur für den eigenen Machterhalt und Gewinn. Dafür hat sich die Frauenquote als ein probates Mittel erwiesen.

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  zur Person und Archiv   Dr. Christian Weilmeier 08.05.2013 11:15
Der Krieg ist der Vater aller Dinge

Als promovierter Philosoph werde ich immer öfter aufgefordert philosophische Fragen allgemeinverständlich zu erläutern.

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  zur Person und Archiv   Gertrud Martin 30.04.2013 12:42
Unfähige Eltern?

Da fließen Abermillionen an Subventionen, damit die Eltern ihre Kinder ab einem Jahr in fremde Hände geben, um ihre Arbeitskraft der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen.

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  zur Person und Archiv   Richard Schütze 29.04.2013 10:46
Total verkackt

„Das war ja heute der größte Scheiß‘, den es gibt“, schrieb eine verzweifelte Ann-Christin im Netz und wütend sekundierte Schüler Marvin: „Wir haben alle richtig fett verkackt!“ Im Internet brach...

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 26.04.2013 18:45
Aus dem Innenleben der NPD

Der antifaschistische „Kampf gegen Rechts“ ist zum bloßen Ritual erstarrt. Die Auseinandersetzung mit der NPD durch Gesellschaft, Politik und Medien wirkt oft hilflos. Die Funktionäre der Partei werden als Krakeeler und Dummköpfe dargestellt.

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  zur Person und Archiv   Klaus Kelle 18.04.2013 19:59
Warum bedeutet vielen ihre Freiheit so wenig?

Oder über die Energiewende und die damit zusammenhängenden hohen Stromkosten. Über ein anderes wichtiges Thema spricht man seltsamerweise in unserem Land kaum. Und das ist die Freiheit.In Schweden gibt es einen Witz über uns Deutsche.

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  zur Person und Archiv   Marlies Wildberg 17.04.2013 10:25
Anstrengung muss sich lohnen

Der Feststellung, dass in den heutigen Schulen vieles nicht optimal läuft, stimme ich 100% zu. Auch die Tatsache, dass Schüler Zeit zum Lernen brauchen, dass Lernen möglichst vernetzt und intrinsisch motiviert erfolgen sollte, dass Sch&u...

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 15.04.2013 11:43
Zuwanderer schaffen Wohlstand

“In Deutschland wird das Thema Zuwanderung viel zu oft nur als Wurmfortsatz der Sozial- und Innenpolitik betrachtet. Dabei gibt es bei uns zahlreiche Unternehmer mit ausländischen Wurzeln, die sich nicht vom Staat betreuen lassen, sondern se...

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  zur Person und Archiv   Gertrud Martin 30.03.2013 11:18
Der kleine Unterschied

Erst jetzt allmählich hebt sich dieser Nebel wieder und siehe da: Jungen und Mädchen sind von Natur aus verschieden und brauchen für ihre Entwicklung (sogar in den Kitas!) das männliche und frauliche Vorbild.

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  zur Person und Archiv   Jürgen Dudek 27.03.2013 21:13
Nichts weniger amerikanisch als das ....

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der konkrete Fall deutscher Asylanten: 2010 hatten Uwe und Hannelore Romeike die süddeutsche Heimat erfolgreich gegen das Recht eingetauscht, das Wohl ihrer sechs Kinder selber bestimmen zu können – in Amerika.

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<p>Der Gastgeber Professor Gerd Habermann f&uuml;hrte den Referenten als einen streitbaren Geist ein, von dem er sich harte Worte &raquo;wider den Anthropomorphismus&laquo; erhoffe. Die Darstellung<em>der M&auml;rkte</em>&nbsp;als handelnde Akteure wird von konsequenten Liberalen immer wieder kritisiert. Die Kritik am Begriff sollte Sascha Tamm im Verlauf des Abends auf den Punkt bringen.</p> <p>Es handele sich bei der Darstellung, dass M&auml;rkte gewisse Sachverhalte&nbsp;<em>regeln</em>&nbsp;um eine &raquo;falsche und gef&auml;hrliche&laquo; Sprachregelung, erkl&auml;rte Tamm. Die gut gemeinte Vereinfachung sei inhaltlich und formal &raquo;ein Eigentor&laquo;.</p> <h2>Status Quo</h2> <p>Liberale stehen &uuml;blicherweise vor dem Problem, dass (auch FDP-)Politiker erkl&auml;ren, Energiepreise, Mieten oder Zinsen d&uuml;rften&nbsp;<em>nicht dem Markt &uuml;berlassen</em>&nbsp;werden. Immer h&auml;ufiger ist die Rede davon das Politiker&nbsp;<em>den Markt beschr&auml;nken oder b&auml;ndigen</em>&nbsp;wollen.</p> <p>Liberale und Marktwirtschaftler erwidern darauf, im Gegenteil solle&nbsp;<em>der Markt</em>&nbsp;entscheiden. Dabei f&uuml;hren sie ins Feld, dass es sich beim Markt um ein Informations- und Probleml&ouml;sungssystem zur effizenten G&uuml;terverteilung handele. Damit lassen sich Liberale aber auf einen Streit&nbsp;<em>Markt gegen Staat</em>&nbsp;ein, den Tamm eine &raquo;argumentative Falle&laquo; nennt.</p> <p>Wer den Staat und den Markt als Gegensatzpaar akzeptiert, &raquo;schadet dem Ansehen der Freiheit&laquo;, so Tamm. Staat und Markt seien aber keine Konkurrenten weil sie Entit&auml;ten mit vollkommen unterschiedlichen Eigenschaften seien. Diese Einsicht habe weitgehende Konsequenzen f&uuml;r die Argumentation.</p> <h2>Raum und Rahmen</h2> <p>Wenn Liberale davon sprechen, dass&nbsp;<em>M&auml;rkte entscheiden</em>, dann sei eigentlich gemeint: Individuen interagieren in einem Raum unter gemeinsamen Rahmenbedingungen. M&auml;rkte seien demnach nicht Entscheidungen f&auml;llende Akteure, sondern &raquo;R&auml;ume, in denen eigenverantwortlich handelnde Menschen handeln, schenken, Vertr&auml;ge schlie&szlig;en&laquo;.</p> <p>Selbst die Vorstellung vom Staat als Akteur sei noch ein stark vereinfachendes Bild. Der Staat sei aber als Ergebnis gleichartig zielgerichteter Gruppeninteressen und -handlungen immer noch als konkret handelnder Akteur denkbar, w&auml;hrend ein Markt nur abstrakt zu denken sei. Ein Markt sei nicht das Gesamtergebnis der Handlungen die auf ihm stattfinden, sondern vielmehr ein Konstrukt, um die Gesamtheit dieser Handlungen denken zu k&ouml;nnen.</p> <p>Einem Markt fehle das bezeichnende Elemente des Staates, der Zwang, da per liberaler Definition auf einem Markt ohne Zwang agiert werden muss. Im Staat verschafften sich organisierte Parteien Zugang zu Zwangsmitteln, w&auml;hrend am Markt dauerhafter Erfolg nur durch gewonnenes Vertrauen bei anderen Marktakteuren entstehe.</p> <h4>Das ist nicht mein Kapitalismus</h4> <p>Wohlgemerkt: Diese Sichtweise setzt voraus, dass jeder Zwang der zwischen Akteuren an einem Marktplatz ausge&uuml;bt wird, dazu f&uuml;hrt, dass das Handeln automatisch nicht mehr als marktwirtschaftlich zu verstehen w&auml;re.</p> <h2>Anreiz, kein Zwang</h2> <p>&raquo;In erster Ann&auml;herung ist der Staat ein Akteur mit Zwangsmacht, der zielgerichtet handelt&laquo;, so Tamm. Der h&auml;ufig beschworene&nbsp;<em>Marktzwang</em>&nbsp;sei dagegen nur ein Begriff f&uuml;r &raquo;starke Anreize&laquo;, denen Marktteilnehmer immer ausweichen k&ouml;nnten, wenn sie den Aufwand daf&uuml;r in Kauf nehmen. Der Zwang des Staates sei dagegen unausweichlich.</p> <p>Eine weitere wichtige Unterscheidung sei, dass M&auml;rkte als Handlungsrahmen keine Entscheidungen f&auml;llen k&ouml;nnen. Wer&nbsp;<em>M&auml;rkte b&auml;ndigen</em>&nbsp;wolle, schreibe diesen aber Eigenschaften zu, die ihnen fehlen. Politische Eingriffe f&uuml;hrten wegen dieses Missverst&auml;ndnisses st&auml;ndig zu unbeabsichtigten Konsequenzen. Staaten k&ouml;nnten dagegen als handelnde Akteure begriffen werden, wenn die Ergebnisse des politischen Prozess umgesetzt werden.</p> <p>Tamm dazu: &raquo;Staaten k&ouml;nnen Handeln erzwingen, ohne f&uuml;r die Folgen zu haften.&laquo; Ohne Kenntnis &uuml;ber die Einzelbed&uuml;rfnisse, die am Markt entstehen, sich ver&auml;ndern, gestillt werden und auch ungestillt bleiben, w&uuml;rden von Staats wegen willk&uuml;rlich Aggregate gebildet, die man dann zu beeinflussen suche. Wie bei einem Mechanismus glaubten politische Wirtschafts- und Sozial-Ingenieure, sie m&uuml;ssten&nbsp;<em>nur die richtigen Ma&szlig;nahmen ergreifen</em>, dann k&ouml;nnten sie die politisch gewollten Ergebnisse erzielen. Die Anpassungsreaktionen der Akteure am Markt, eigentlich Nachweise f&uuml;r funktionierende Marktmechanismen, w&uuml;rden als<em>Marktversagen</em>&nbsp;gedeutet. Die negativen Folgen fielen aber nicht auf die verursachenden politischen Akteure zur&uuml;ck.</p> <p>Wenn politische Eingriffe unterblieben, w&uuml;rden sich erstrebenswerte Ergebnisse einstellen. Diese Ordnung sei menschenfreundlicher, weil die m&ouml;glichst idealen Verh&auml;ltnisse nur im freien Austausch, der gewaltlosen Konkurrenz, der freiwilligen Kooperation und der behutsamen Vertrauensbildung entdeckt w&uuml;rden. Sascha Tamm zusammenfassend: &raquo;Menschen auf M&auml;rkten schaffen stabile Ordnungen.&laquo;</p> <p>Der eigentlicher Gegensatz sei also nicht&nbsp;<em>Markt oder Staat</em>, sondern &raquo;politischer Zwang oder Einzelentscheidungen&laquo;. Es sei die Gegen&uuml;bersetzung von Markt und Staat als Alternativen zueinander, die die Illusion von der Steuerbarkeit der M&auml;rkte erzeuge.</p> <h2>Wider wirre Wirtschafts-Wortwahl</h2> <blockquote cite="http://daniel.fallenste.in/der-markt-entscheidet-nichts/Sascha%20Tamm"> <p>Das Denken in Kategorien wie Markt, BSP, Volkswirtschaft ist eine Verwirrung, die zu Freiheitsfeindlichkeit f&uuml;hrt.</p> </blockquote> <p>Im Anschluss wandte Sascha Tamm sich gegen ein Denken, das mechanistische Denkmuster auf die Menschen am Markt anwendet. Ein Markt sei keine&nbsp;<em>Maschine, die man nur richtig steuern muss</em>.</p> <p>Aggregate k&ouml;nnten notwendigerweise nur an der Oberfl&auml;che komplexester Sachverhalte sch&uuml;rfen. M&auml;rkte als R&auml;ume f&uuml;r selbstst&auml;ndige Entscheidungen seien durch &ouml;konometrische Kennzahlen v&ouml;llig ungen&uuml;gend beschrieben. Deshalb sei die unbestrittene Effizienz der Ressourcenallokation in freien M&auml;rkten nicht das beste Argument f&uuml;r diese. Ein viel gewichtigeres Argument sei, dass in die Prozesse auf freien M&auml;rkten bei jeder Interaktion die moralischen Werte und Wertungen des Individuums einflie&szlig;en. Eine Qualit&auml;t, die durch jeden verzerrenden Eingriff weiter verloren gehe. So seien M&auml;rkte die einzigen R&auml;ume der Selbstverantwortung f&uuml;r Individuen und jeder politische Markteingriff eine Entm&uuml;ndigung und Verhinderung moralischen Handelns.</p> <h2>Freier Markt = Freie Gesellschaft</h2> <blockquote cite="http://daniel.fallenste.in/der-markt-entscheidet-nichts/Sascha%20Tamm"> <p>Eine freie Gesellschaft unterscheidet sich nicht von einem freien Markt.</p> </blockquote> <p>Damit spitzte Sascha Tamm seine Staatskritik auf die These zu, gesellschaftliche Entscheidungen f&auml;nden nur auf M&auml;rkten statt. Im Gegensatz zum Staat &uuml;ber den Interessengruppen Zwang aus&uuml;bten, g&auml;be es an M&auml;rkten horizontale Kooperation unter formal Gleichen. Das schlagende Argument f&uuml;r freie M&auml;rkte sei gerade die Unkenntnis dar&uuml;ber, welche Innovation, welche Vertrauensbildung die freie Interaktion mit sich bringe. &Ouml;konomische Erw&auml;gungen wie das Wirken des Preismechanismus seien von allen Aspekten des freien Marktes wohl die unwichtigsten.</p> <blockquote cite="http://daniel.fallenste.in/der-markt-entscheidet-nichts/Sascha%20Tamm"> <p>M&auml;rkte haben keinen Anspruch und kein Ziel. Sie k&ouml;nnen also nichts entscheiden und deshalb nicht versagen.</p> </blockquote> <hr /> <p>Mehr Informationen zu den Hayek-Clubs finden sich auf&nbsp;<a href="http://www.hayek.de/">hayek.de</a>.</p>

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Redaktion (og), 18.04.2013 09:54
 

 

<p><span>Hier finden Sie die</span>&nbsp;<a href="nachricht-12353/good-teaching-demands-on-passion.html">englische Originalversion des Interviews</a><span>.</span></p> <p>FreieWelt.net: <strong>F&uuml;r Ihre Untersuchung haben Sie rund 800 Metastudien ausgewertet, insgesamt 50.000 Einzelstudien mit 250 Mio. Sch&uuml;lern. Was also macht einen erfolgreichen Unterricht aus?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich w&uuml;nschte es g&auml;be ein einfaches Rezept und meine Untersuchung der Daten war darauf ausgerichtet, es so einfach wie m&ouml;glich zu machen&hellip;</p> <p>Dazu geh&ouml;rt etwa, dass eine Gruppe von Lehrern von einer Person geleitet wird, die ein Klima des Vertrauens erzeugt, damit die Lehrer debattieren, kritisieren und Unterrichtsreihen planen k&ouml;nnen, die a) herausfordernd sind, b) auf dem Vorwissen der Sch&uuml;ler aufbauen, c) die Balance zwischen allgemeiner und tiefgr&uuml;ndiger Stoffbehandlung halten und am wichtigsten, d) dass sich alle einig sind, wie der Erfolg sich am Ende darstellen wird und die Erfolgskriterien klar benennen k&ouml;nnen, BEVOR sie mit dem Unterrichten beginnen.</p> <p>Die Aussicht auf Erfolg erh&ouml;ht sich, wenn der Lehrk&ouml;rper sehr fr&uuml;hzeitig die Zielsetzung des Unterrichtes kommuniziert und sich st&auml;ndig um Feedback in Bezug auf den Fortschritt der einzelnen Sch&uuml;ler bem&uuml;ht sowie die Lehrmethoden im Lichte dieser R&uuml;ckmeldungen anpasst. Die Aussicht auf Erfolg erh&ouml;ht sich, wenn Sch&uuml;ler, die mit den Herausforderungen des Lernens k&auml;mpfen, das Lernen selbst beigebracht bekommen (sich zu konzentrieren, mit Bewusstsein zu arbeiten, Fehler und Fehlschl&auml;ge zu tolerieren, gemeinsam an Probleml&ouml;sungen zu arbeiten und verschiedene Lernstrategien auszuprobieren) und mit regelm&auml;&szlig;igem Feedback &uuml;ber die n&auml;chsten Schritte versorgt werden.</p> <p>Angemessene Herausforderungen, Kl&auml;rung des Erfolgsbegriffes und Lehrer, die sich und ihren Unterricht immer weiter entwickeln &ndash; das sind Schl&uuml;sselkategorien f&uuml;r Unterrichtserfolg. Lehrer m&uuml;ssen darin unterst&uuml;tzt werden, ihren eigenen Einfluss auf den Lernerfolg in einem vertrauensvollen Umfeld st&auml;ndig zu &uuml;berpr&uuml;fen und die Anforderungen der Lehrpl&auml;ne gemeinsam festzulegen. Lehrer m&uuml;ssen eine Leidenschaft daf&uuml;r entwickeln, alle Sch&uuml;ler zum Erfolg zu f&uuml;hren.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Was ist Ihre Vorstellung von einem &bdquo;guten Lehrer&ldquo;?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Hervorragendes Unterrichten l&auml;sst sich - nach all meinen Schriften, meinen Beobachtungen in Schulen und meiner Besch&auml;ftigung mit Bildung allgemein - auf zwei Hauptnenner bringen - der eine davon ist Leidenschaft. Dabei meine ich eine bestimmte Form von Leidenschaft - die Leidenschaft, wirksamen Einfluss auf den Lernerfolg zu haben. Ich rede nicht &uuml;ber eine blo&szlig;e &bdquo;Liebe zum Lehren&ldquo;, sondern &uuml;ber eine Leidenschaft f&uuml;r wertvolles und bewertbares Unterrichten, eine Leidenschaft daf&uuml;r, seine Zeit und Energie dem Unterrichten zu widmen und dies zu einem zentralen Aspekt der eigenen Identit&auml;t und des eigenen Lebens zu machen.</p> <p>Kinder gehen nicht immer nur zur Schule, um nachzudenken. Unser Kopf ist gar nicht f&uuml;rs Denken eingerichtet, wie wir in unserem neuen Buch argumentieren (Hattie &amp; Yates, 2013). Denken und Lernen erfordern bewusstes Handeln, bewusste Praxis und bewusste Aufmerksamkeit dem gegen&uuml;ber, was wir nicht wissen. Man muss Energie und Anstrengung aufbringen und dazu noch die M&ouml;glichkeit akzeptieren, daneben zu liegen, vor den anderen blo&szlig;gestellt zu werden, weil man es nicht kann! Manchmal erfordert es nachhaltige Bem&uuml;hungen, bedroht das Selbstvertrauen, bringt ein hohes Ma&szlig; von Unsicherheit mit sich. Es gibt keine Garantie f&uuml;r Erfolg. Und daher ist es riskant, weil wir es vielleicht nicht schaffen. Es k&ouml;nnte sehr peinlich sein, vor den Augen der Gleichaltrigen zu versagen. Es kostet viel, weil die gleiche M&uuml;he in dem Moment nicht in andere, angenehmere Aktivit&auml;ten gesteckt werden kann, die nichts mit Nachdenken zu tun haben. Es ist einfacher, sich nicht mit dem Lernen zu besch&auml;ftigen, als es zu riskieren, trotz all der notwendigen Anstrengungen zu versagen. Das ist keine Faulheit. Wir Menschen (besonders die Kinder) verf&uuml;gen eben nur &uuml;ber begrenzte Ressourcen, mit denen zu haushalten umsichtig, sogar weise ist. Lehrer mit einer ebenm&auml;&szlig;igen (nicht obsessiven) Leidenschaft zum Unterrichten wissen das. Daher r&uuml;hrt auch ihr demonstratives Veranschaulichen der Freude, die man daraus ziehen kann, wenn man ihre Leidenschaft f&uuml;r das Lernen von Englisch, Mathematik, Physik und Sport teilt.</p> <p>Diejenigen Lehrer, die diese Leidenschaft nicht haben, sehen die Quelle der Probleme vor allem in den Sch&uuml;lern. Sie sehen, dass manche klug sind und manche k&auml;mpfen m&uuml;ssen, dass manche es k&ouml;nnen und andere nicht. Sie sehen, dass einige sich bem&uuml;hen und sagen, der Rest tut das nicht. Sie erkl&auml;ren einige f&uuml;r &bdquo;leicht zu unterrichten&ldquo; und andere f&uuml;r &bdquo;weniger leicht zu unterrichten&ldquo;. Leidenschaftliche Lehrer dagegen wollen, dass ihre Sch&uuml;ler &uuml;ber das Erf&uuml;llen von Leistungsanforderungen hinaus und zur Beherrschung und Investition &uuml;bergehen. Es reicht nicht, eine Arbeit rechtzeitig, ordentlich und mit der richtigen Wordanzahl abzugeben - sondern der Sch&uuml;ler soll den Lernerfolg, der durch die Investition in diese Aktivit&auml;t anf&auml;llt, auch tats&auml;chlich genie&szlig;en. Nicht nur &bdquo;mini-max&ldquo; (minimaler Einsatz f&uuml;r ein maximales Ergebnis), sondern &bdquo;maxi-max&ldquo; (maximaler Einsatz f&uuml;r das Lernen f&uuml;r einen maximalen Ertrag). Leidenschaftliche Lehrer wollen, dass Sch&uuml;ler hinter die Oberfl&auml;che gehen: Von der Kenntnis vieler Fakten und Ideen zum vors&auml;tzlichen Willen, diese Ideen miteinander in Beziehung zu setzen und zu erweitern.</p> <p>Der zweite Hauptnenner, auf den man hervorragendes Unterrichten bringen kann, ist hoher Einfluss. Ich habe bei meiner Arbeit an &bdquo;Visible Learning&ldquo; entdeckt, dass der Unterschied zwischen hervorragenden und nicht so gro&szlig;artigen Lehrern mehr als nur Leidenschaft ist. Die Antwort liegt nicht darin, wer der Lehrer ist &ndash; auch nicht notwendigerweise darin, was er genau tut. Es h&auml;ngt vielmehr damit zusammen, welche Menge an Einfluss er auf die Sch&uuml;ler hat. Das hervorstechendste Ergebnis der Synthese von (derzeit) &uuml;ber 1000 Meta-Analysen (ca. 55.000 Einzelstudien, die ca. 250 Mio. Sch&uuml;ler umfassen) ist, dass fast &bdquo;alles funktioniert&ldquo;. Das erkl&auml;rt nun, warum wir jeden Lehrer die T&uuml;re schlie&szlig;en und dann tun lassen, was er f&uuml;r das beste h&auml;lt &ndash; solange es Beweise gibt, dass es das Lernen verbessert. Das erkl&auml;rt auch, warum die allermeisten politischen Ma&szlig;nahmen offenbar das Lernen f&ouml;rdern &ndash; weil beinahe alles das Lernen f&ouml;rdern kann. Aber wenn wir einmal von den durchschnittlichen Effekten absehen, ergibt sich eine ganz andere Geschichte. Ich bin fasziniert von den Merkmalen derjenigen Lehrer und Lehrarten, die zu &uuml;berdurchschnittlichen Ergebnissen f&uuml;hren &ndash; und das sind die Botschaften in Visible Learning (2008) und Visible Teaching (2011). Ich m&ouml;chte folgende normative These &uuml;ber hervorragende Lehrer aufstellen: Sie haben nicht nur einen gewaltigen und best&auml;ndigen Einfluss, sondern sie k&ouml;nnen daf&uuml;r auch qualitative Beweise anf&uuml;hren.</p> <p>Ich habe mich in meiner Karriere auf das Studium von Erfolg konzentriert, und dieser ist in Schulen allgegenw&auml;rtig. Meine Sch&auml;tzung gem&auml;&szlig; meiner VL - Arbeit ist, dass um die 40 % der Lehrer stark einflussnehmende, leidenschaftliche Lehrer sind. Sie sind &uuml;berall &ndash; wir m&uuml;ssen sie nur wertsch&auml;tzen, verl&auml;sslich identifizieren, und dann alle anderen so f&ouml;rdern, dass sie zu dieser Gruppe von Lehrern aufschlie&szlig;en.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Hei&szlig;t das, reformp&auml;dagogische Ans&auml;tze wie offener Unterricht oder selbstgestaltetes Lernen, Ans&auml;tze also, bei denen sich der Lehrer weitestgehend zur&uuml;ckh&auml;lt, bringen den Sch&uuml;lern unterm Strich gar nichts?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Eines der allgemeinen Ergebnisse ist, dass Ver&auml;nderungen der &auml;u&szlig;eren Strukturen des Lernens normalerweise wenig Auswirkung darauf haben, wie Sch&uuml;ler lernen &ndash; weil die meisten Lehrer nichts an ihrem Lehrstil &auml;ndern, wenn sie Strukturen &auml;ndern (Zum Beispiel Umzug in &bdquo;offene&ldquo; Klassen, Nutzen von Technologien, Verringern der Klassengr&ouml;&szlig;e) &ndash; und wenn sie die Art wie sie unterrichten nicht ver&auml;ndern, ist es offensichtlich, warum es nur wenig Wirkung zeigt.</p> <p>Ver&auml;nderte Strukturen K&Ouml;NNTEN einen Unterschied machen, aber den gibt es selten. In den meisten F&auml;llen gibt es nur unglaublich viele verpasste M&ouml;glichkeiten. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit f&uuml;r die Natur des Unterrichtens &ndash; wenn es einen systematisch hohen Einfluss hat, m&uuml;ssen wir es m&ouml;gen, wertsch&auml;tzen und mehr davon haben &ndash; wenn es einen geringen Einfluss hat, muss es sich einfach &auml;ndern.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Und welche Faktoren schaden dem Lernerfolg der Sch&uuml;ler?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Langeweile, fehlendes Interesse am Fortschritt, Grobheit und zu viel Reden. Das meiste beruht auf einem Modell des defizit&auml;ren Sch&uuml;lers. Das hei&szlig;t, man unterstellt, dass sie nicht lernen k&ouml;nnen, unerzogen und schlecht sind usw.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>In Deutschland wird derzeit dar&uuml;ber diskutiert, ob das Sitzenbleiben abgeschafft werden soll, weil es teuer ist und wenig bringt. Was hat Ihre Untersuchung diesbez&uuml;glich ergeben?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Das Sitzenbleiben (ein Jahr wiederholen) ist einer der systematischeren negativen Einfl&uuml;sse, der uns bekannt ist. Wenn es Studien &uuml;ber positive Auswirkungen des Sitzenbleibens gibt, dann sind diese noch nicht ver&ouml;ffentlicht worden.</p> <p>Beinahe alle Studien zeigen negative Auswirkungen &ndash; ferner gibt es eine massive soziale Schieflage. In den USA zeigt sich z.B., dass 80% der Sitzenbleiber einen afro-afrikanischen oder hispanischen Hintergrund haben. Ich habe daf&uuml;r keinen Beweis, aber ich w&auml;re nicht &uuml;berrascht, wenn man in Deutschland zwei Sch&uuml;ler mit gleichem Leistungsniveau nehmen w&uuml;rde und der aus der sozio-&ouml;konomisch niedriger stehenden Familie mit einer sehr viel gr&ouml;&szlig;eren Wahrscheinlichkeit sitzenbleiben w&uuml;rde.</p> <p>Ich bin davon fasziniert, warum wir weitermachen mit dem Sitzenbleiben, und es sind die Lehrer, die das &uuml;blicherweise mit der Annahme tun, dass sie die Sch&uuml;ler &bdquo;reparieren&ldquo; k&ouml;nnten, wenn sie einfach MEHR M&ouml;glichkeiten daf&uuml;r h&auml;tten. Dabei hatten sie sie ein Jahr lang und haben versagt. Au&szlig;erdem braucht der Sch&uuml;ler nicht MEHR von der gleichen Art von Lehrplan, Klassenklima, Tests, interaktiven Aktionen mit anderen Sch&uuml;lern. Was sie von diesem Lehrer am meisten brauchen, ist etwas ANDERES &ndash; es erweist sich, dass soziale F&ouml;rderung oft die einzige Option ist &hellip;</p> <p>Auf der anderen Seite stellt die Akzeleration (beschleunigte, vorzeitige Heraufstufung, z. B. ein Jahr &uuml;berspringen) einen m&auml;chtigen Einflussfaktor f&uuml;r Lernerfolg dar. Levin und andere haben gezeigt, dass Akzeleration sowohl bei schw&auml;cheren als auch bei begabten Kindern positiv wirkt. Ich bin fasziniert von kognitiver Beschleunigung und von der Frage, wie wir diese in den Klassenzimmern verankern k&ouml;nnen (und es gibt viele Arten zu beschleunigen, wenn man eine Klasse &uuml;berspringt).</p> <p>Es w&auml;re eine sehr positive Sache, das Sitzenbleiben zu beenden.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Bei den von Ihnen ausgewerteten Studien handelt es sich &uuml;berwiegend um englischsprachige Studien, die angels&auml;chsische Bildungssysteme untersucht haben. Inwiefern glauben Sie, dass Ihre Ergebnisse auf Deutschland &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich habe behauptet, dass meine Geschichte f&uuml;r viele westliche L&auml;nder passt &ndash; besonders dort, wo die Hauptquelle f&uuml;r Leistungsunterschiede innerhalb und nicht zwischen Schulen besteht.</p> <p>Ich wei&szlig;, dass Deutschland ein st&auml;rker selektives Schulsystem hat, also sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen und nicht innerhalb einer Schule vielleicht gr&ouml;&szlig;er in Deutschland. Es ist also etwas Vorsicht notwendig.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Welche Schlussfolgerungen sollte die Bildungspolitik aus Ihren Ergebnissen ziehen?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich schreibe gerade etwas dar&uuml;ber, obwohl ich Forscher bin, kein politischer Entscheidungstr&auml;ger. Die Botschaft ist meiner Meinung nach, dass es einen unglaublichen Erfolg unter den Lehrern Ihres Landes gibt, und dass es eine der Aufgaben der Politik ist, das zu erkennen und eine Koalition des Erfolgs zu schmieden. Politik beginnt zu oft mit Denken in den Kategorien von Defiziten (siehe oben). Aber das stellt die Wirklichkeit so vieler toller Lehrer in unserem System in Abrede.</p> <p>Die Idee lautet deshalb, den vorhandenen Erfolg zu steigern. Manche Lehrer leugnen, dass es Spitzenleistungen gibt und andere streben immer weiter danach. Mein Argument ist, Ressourcen f&uuml;r Lehrer und Schulleiter zur Verf&uuml;gung zu stellen, damit diese regelm&auml;&szlig;ig pr&uuml;fen k&ouml;nnen, wie gro&szlig; ihr Erfolg ist (sehen Sie z. B., <a href="http://e-asttle.tki.org.nz/">das e-asTTIe-Paket</a>, das wir in Neuseeland entwickelt haben http://e-asttle.tki.org.nz/) und den Schulen Autonomie zu geben, um kontinuierlich sowohl das Leistungsniveau als auch den Lernfortschritt zu steigern (jedes Kind verdient wenigstens ein Jahr Fortschritt f&uuml;r ein Jahr Input, egal, wo es angefangen hat) und die Schulen zu einladenden Orten f&uuml;r die Sch&uuml;ler zu machen. Wenn nicht, dann haben sie kein Recht auf Autonomie.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Das Interview f&uuml;hrte Christoph Kramer</p> <p>Die &Uuml;bersetzung aus dem Englischen besorgten Marcel Sudan und Christiane Kunze</p>

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Redaktion (rk), 12.04.2013 13:29
 

 

<p>Die Initiative Familienschutz sprach mit Ann-Kathrin F. (<em>Name von der Redaktion ge&auml;ndert</em>), Facherzieherin f&uuml;r Kleinkind-P&auml;dagogik in einer s&uuml;ddeutschen Gro&szlig;stadt, &uuml;ber ihren Alltag in einer deutschen Kinderkrippe, die Bed&uuml;rfnisse kleiner Kinder und ihre W&uuml;nsche an die Politik.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie sind Erzieherin in einer Kinderkrippe. Vor einiger Zeit haben Sie sich an die Initiative Familienschutz gewandt und die Krippendebatte, insbesondere die Falschinformationen gegen&uuml;ber den Eltern kritisiert. Was l&auml;uft Ihrer Meinung nach verkehrt in der Diskussion?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Falschinformationen sind f&uuml;r mich:</p> <p>1. dass Kinder, die in eine Krippe gehen, sp&auml;ter besser in der Schule sind. Konzentrationsst&ouml;rungen, pers&ouml;nliche Unsicherheit, Aggressionen, oder Mitl&auml;ufertum sind nur einige Folgen von mangelnder Zuwendung im Kleinkindalter.</p> <p>2. dass die Kinder optimal betreut werden. Welche Mutter von F&uuml;nflingen hat gen&uuml;gend Zeit, Belastbarkeit, Zuwendung, gute Ideen, um jedem Kind nach seinen individuellen Bed&uuml;rfnissen gerecht zu werden? Im Schnitt teilen sich 5 Kinder eine Erzieherin. Die wenigsten Erzieherinnen haben bereits eine Zusatzqualifikation f&uuml;r Kleinkind-P&auml;dagogik.</p> <p>3. dass Migrantenkinder schneller Deutsch lernen und besser integriert werden. Die Muttersprache wird in den ersten 2 Jahren am besten von der Mutter gelernt, wie der Name schon sagt. Au&szlig;erdem betreuen viele Migrantenfamilien ihre Kinder nach traditionellem Erziehungsmodell, d.h.</p> <p>a: Die Mutter bleibt zuhause und versorgt die Familie.</p> <p>b: Solche Familien lassen ihre Kinder daheim, weil sie nicht wollen, dass sie von fremden Wertvorstellungen gepr&auml;gt werden.</p> <p>4. dass alle M&uuml;tter arbeiten wollen. Ich habe noch in keiner Anmeldung gelesen, dass eine Mama arbeiten will, weil ihr das mehr Erf&uuml;llung bringt als das Zusammensein mit ihrem Kind</p> <p>5. dass der Staat, unsere Wirtschaft auf die Arbeit der M&uuml;tter angewiesen ist. Wie viel Bruttosozialprodukt muss eine Mutter erwirtschaften, und entsprechend Abgaben zahlen, um dem Staat eine monatliche Subvention von mindestens 1000 &euro; wert zu sein?</p> <p>6. dass ausgebildete Fachkr&auml;fte Kleinkinder besser versorgen als M&uuml;tter. Aufgrund des Fachkr&auml;ftemangels, der auch schon bei Gesetzesbeschluss absehbar war, werden Krankenschwestern, Lehrerinnen, Hausfrauen, Sch&uuml;ler und Studenten besch&auml;ftigt. Nach dem Motto: Spielen und Wickeln kann jeder. Fast jede Frau, Mann kann kochen. Hat er/sie dadurch die Qualifikation, als Chefkoch in einem Gourmetrestaurant zu arbeiten, zu erkennen, welche Ern&auml;hrung f&uuml;r welchen Gast richtig ist, und entsprechende Men&uuml;- und Ern&auml;hrungspl&auml;ne zu erstellen? Was sind uns unsere Kinder wert?</p> <p>7. dass Kinder in der Krippe mehr lernen als Zuhause. Lernpsychologen sagen, dass die Effizienz des Lernens stark von der Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem abh&auml;ngt, sowie auch von einer positiven Lernatmosph&auml;re. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unseren Entscheidungstr&auml;gern nicht bewusst ist, von welchem Alter sie sprechen: n&auml;mlich von Wochen bis 36 Monaten.</p> <p>8. Wenn Politiker und Arbeitgeber &uuml;ber Krippenausbau reden, geht es nicht um die Bed&uuml;rfnisse des Kindes, sondern darum, Mutter/Vater von der Erziehungsarbeit freizustellen, um verl&auml;ssliche Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung zu haben. Das Wort Betreuung klingt dabei sehr verf&auml;nglich. Denn in Wirklichkeit wird dann die Erziehungsarbeit der Eltern nicht mehr erg&auml;nzt, sondern zunehmend ersetzt, zumindest wenn die Eltern vollbesch&auml;ftigt sind.</p> <p>&nbsp;</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Sichere Bindung ist die Voraussetzung f&uuml;r Bildung</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie schreiben &bdquo;Jedes Kind hat ein Recht auf individuelle Bindung, Beziehung und Bildung. &bdquo;Ja, wir sind ausgebildet und motiviert. Aber unter diesen Bedingungen k&ouml;nnen wir das nicht leisten&ldquo;. Was genau meinen Sie damit?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Bildung bedeutet explorieren, neue Wege gehen. Die nachhaltigste Bildung entsteht aus eigenen Erfahrungen. Einfach gesagt: Die kindliche Neugierde lehrt den kleinen Menschen die Gesetze des Lebens und Handelns.</p> <p>Dazu braucht das Kind einen sicheren Ausgangspunkt, eine sichere Bindung. Wer auf wackeligem Boden steht, wird keine Leiter hinaufsteigen, sondern wird alles tun, um festen Boden unter die F&uuml;&szlig;e zu bekommen, d.h. ein Kind, das keinen sicheren Halt hat, kann sich gar nicht f&uuml;r neue Lerninhalte &ouml;ffnen, denn es investiert seine ganze Kraft, Sicherheit zu bekommen. Erst dann wird es sich nach neuen Zielen ausstrecken.</p> <p>Eine sichere Bindung kann nur durch die wachsende Beziehung zu einer festen Bezugsperson entstehen. Das erfordert viel Zeit, Fachkompetenz und Feinf&uuml;hligkeit, um die Herzenssprache des Kleinstkindes zu verstehen, und ihm auf dieser Ebene zu begegnen. Nicht alle Betreuungskr&auml;fte haben das n&ouml;tige Feingef&uuml;hl, zu ersp&uuml;ren, welche Bed&uuml;rfnisse das Kleinkind &uuml;ber K&ouml;rpersprache, Mimik und Gestik mitteilt. Diese konstante Interaktion mit dieser festen Bezugsperson ist unerl&auml;sslich f&uuml;r die Selbstidentifikation des Kleinstkindes. Je j&uuml;nger ein&nbsp; Kind ist, desto zuverl&auml;ssiger muss die Bezugsperson sein, die seine Schritte begleitet und weitere Bildungsangebote anregt. Eine Erzieherin hat bei dem bestehenden Personalschl&uuml;ssel weder die Zeit, noch gen&uuml;gend H&auml;nde f&uuml;r diese st&auml;ndige Zuwendung. Null bis zweij&auml;hrige Kinder leben im &bdquo;Hier&ldquo; und &bdquo;Jetzt&ldquo;, nicht im &bdquo;Sp&auml;ter&ldquo; oder &bdquo;Warte&ldquo;, oder &bdquo;Vielleicht&ldquo;. Sie sind auf sofortiges Feedback auf ihr Tun angewiesen, weil jedes weitere Handeln entscheidend von der direkten Reaktion der Bezugsperson abh&auml;ngt.</p> <p>Dieser Aspekt beeinflusst die Motivation, die sp&auml;tere Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft, und somit die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft.</p> <p>Das jedoch kann in Krippen etc. nicht gew&auml;hrleistet werden.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>In immer mehr Kinderkrippen k&ouml;nnen Kinder ab der 8. Lebenswoche bis 3 Jahren von 6:00 bis 20:30 Uhr oder noch l&auml;nger betreut werden. Wird dieses Angebot, insbesondere die Betreuung bereits weniger Wochen alter Babys, &uuml;ber einen so langen Zeitraum von den Eltern genutzt? Wie gro&szlig; ist insgesamt die Nachfrage?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Sehr gro&szlig;, insbesondere in Ballungsgebieten. Die Wartelisten sind oft&nbsp; mit 200% &uuml;berbelegt. Schon w&auml;hrend der Schwangerschaft&nbsp; werden Babys auf die Warteliste gesetzt. Wenn eine Mutter voll arbeitet, den Arbeitsweg und evtl. Pause einberechnet, dann ist ihr Kind etwa 10 Stunden in der Einrichtung.</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Staat hebelt besonderen Schutz der Familie immer mehr auf</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>F&uuml;r die Leiterin des Arbeitskreises &ldquo;Au&szlig;erfamili&auml;re Betreuung in der fr&uuml;hen Kindheit&rdquo; in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung, Ann Kathrin Scheerer, ist der massive Ausbau der Krippen weniger das Ergebnis gestiegener Nachfrage der Eltern, sondern habe vor allem arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Gr&uuml;nde. Wie sehen Sie das? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> F&uuml;r Eltern aus den neuen Bundesl&auml;ndern ist Krippenerziehung oft selbstverst&auml;ndlich, weil sie es auch so erlebt haben.</p> <p>Unverheiratete M&uuml;tter, (auch manche verheiratete) wollen &ouml;fters arbeiten, um nicht von ihrem Partner abh&auml;ngig zu sein. Dazu kommt die Angst vor Versorgungsengp&auml;ssen oder Altersarmut, weil der Staat den besonderen Schutz der Familie immer mehr aufhebelt.</p> <p>Manchen M&uuml;ttern wird der Verlust des Arbeitsplatzes mehr oder weniger direkt angedeutet. Sie haben Angst vor Mobbing oder Geringsch&auml;tzung als Heimchen am Herd.</p> <p>Die vorenthaltenen Sozialversicherungsanwartschaften seitens der Politik ermutigen M&uuml;tter auch nicht gerade, die kreativste nachhaltigste Aufgabe ihres Lebens wahrzunehmen, w&auml;hrend getrennt lebende V&auml;ter Freizeitpapas nach Belieben sein d&uuml;rfen.</p> <p>Eine vage Vermutung: Wenn der Staat unter Bildung zunehmend zweckgebundenes Funktionieren hervorhebt und f&ouml;rdert, werden damit auch wesentliche Bestandteile des Menschseins verloren gehen, z.B. Emotionalintelligenz, Individualit&auml;t, besondere Kompetenzen, Kreativit&auml;t, Lebenssinn und Lebenswert.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Bindungsexperten wie beispielsweise Dr. Rainer B&ouml;hm warnen immer wieder vor zu fr&uuml;her Fremdbetreuung. Insbesondere kleine Kinder seien einem enormen Stress ausgesetzt, das h&auml;tten Untersuchungen anhand des Stresshormons Cortisol belegt. Welchen Eindruck haben Sie von den Kindern in Ihrer Einrichtung? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Der kindliche Stress &auml;u&szlig;ert sich in verschiedenen Formen.</p> <p>- Manche Kinder weichen nicht von der Seite der Erzieherin und werden kaum eigenaktiv, halten sich buchst&auml;blich an Spielzeug oder Ritualen fest, reagieren vorschnell mit Panik, oder heftigem Widerstand. W&auml;hrend der Eingew&ouml;hnungszeit (ca. 8 Wochen) ist das normal, doch danach ist das ein klares Zeichen von mangelnder innerer Sicherheit.</p> <p>- Die Betreuungszeiten sind oft l&auml;nger als die Dienstzeit der Bezugserzieherin, d.h. das Kind hat viele wechselnde Ansprechpartner, kommt in eine andere Gruppe zu anderen Kindern und Erziehern, oder hat gar keine Gruppe. Schon sehr fr&uuml;h wird es in ein System gepresst, (Tagesablauf, Verhaltensmuster, Erwartungen, Wertvorstellungen usw.) das f&uuml;r manche Kinder eher hemmend als f&ouml;rderlich ist.</p> <p>- Weiteren Stress verursacht das Zusammenleben auf engem Raum. Es gibt zu wenige R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten, um ungest&ouml;rt &uuml;ber einer selbst gew&auml;hlten Aufgabe zu verweilen und daraus zu lernen. Unruhig und verloren laufen sie umher, ohne ein Erfolgserlebnis zu haben. Kinder d&uuml;rfen nichts kosten Die Schlafmatratzen sind oft so eng nebeneinander, dass man nicht dazwischen sitzen kann, um ein Kind zu tr&ouml;sten.</p> <p>- Auch die Garderobenpl&auml;tze sind auf 20 cm pro Kind genormt. Wie breit ist denn ein Windelpopo? Die Kinder f&uuml;hlen sich bedr&auml;ngt und reagieren mit R&uuml;ckzug oder Aggression. Kleinkinder sehen noch nicht die Bed&uuml;rfnisse der anderen, nehmen also das Spielzeug, was sie gerade interessiert, und verstehen nicht, warum der andere jetzt weint oder schl&auml;gt. Es kommt zum Konflikt, und wenn mit den Konfliktpartnern kein L&ouml;sungsweg erarbeitet wird, werden sie auch kein konstruktives Sozialverhalten erlernen</p> <p>- Durch das enge Zusammenleben werden Krankheiten sehr leicht &uuml;bertragen. Es ist altersgem&auml;&szlig;, dass Krabbelkinder alles in den Mund nehmen, bzw. sich gegenseitig ins Gesicht oder Mund fassen.</p> <p>- Nicht zuletzt sp&uuml;ren Kleinkinder die Stimmung und Anspannung ihrer Eltern, wenn sie unter Zeitdruck ihr Kind aus dem Schlaf holen, um p&uuml;nktlich am Arbeitsplatz zu sein. Es kommt vor, dass Kinder halbkrank oder mit Fieberz&auml;pfchen in die Einrichtung gebracht werden, weil Mutter oder Vater nicht schon wieder von der Arbeit fehlen k&ouml;nnen. Auch wir stehen dann im Konflikt zwischen den Bed&uuml;rfnissen des kranken Kindes, den Verpflichtungen der Eltern und unserer Verantwortung gegen&uuml;ber allen Kindern. Besonders hart ist es, wenn (meist) die Mutter in der Probezeit ist und Angst hat, ihren Job wegen des Kindes zu verlieren. Das ist leider Alltag.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Ab welchem Alter halten Sie die Betreuung des Kindes au&szlig;erhalb der Familie f&uuml;r sinnvoll und angemessen? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Ich denke, dass die meisten Kinder sich schon sehr fr&uuml;h an einige, wenige, feste, dauerhafte Bezugspersonen gew&ouml;hnen k&ouml;nnen, wenn diese f&uuml;r die Eltern vertrauensw&uuml;rdig und verl&auml;sslich sind. F&uuml;r ein Baby sollte das h&ouml;chstens nur stundenweise und immer die gleiche Person sein. Wenn Kinder anfangen zu laufen, f&uuml;hlen sie sich in Krabbelgruppen wohl, wo die Mama in Reichweite ist. Das Kind kann sich selbstbestimmt l&ouml;sen, um erste eigene Erfahrungen mit Gleichaltrigen zu sammeln. Mit zwei Jahren k&ouml;nnen viele Kinder nach einer individuellen Eingew&ouml;hnungszeit mehrmals pro Woche f&uuml;r 2-3 Stunden in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Menschen gute Erfahrungen machen und ihren Horizont erweitern. Das ist aber keine Bedingung f&uuml;r eine gute Entwicklung.</p> <p>&nbsp;</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wollen Eltern wirklich anderen &uuml;berlassen, was f&uuml;r ihre Kinder f&uuml;r wichtig und wertvoll sein soll?</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>M&uuml;tter, die ihre Kinder nicht bereits fr&uuml;hzeitig in einer Krippe betreuen lassen, w&uuml;rden ihren Kindern Bildung vorenthalten, so ein immer wiederkehrendes Argument f&uuml;r die fr&uuml;he au&szlig;erh&auml;usliche Betreuung. Was meinen Sie dazu? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Wie ein Baum in Kreisen von innen nach au&szlig;en w&auml;chst, gro&szlig; und stark wird, so entdeckt und entwickelt ein Mensch seinen Lebensraum und Aktionsradius vom unmittelbaren Umfeld Familie hinaus in weitere Beziehungen und Herausforderungen.</p> <p>Die prim&auml;ren Bildungsaufgaben des Kleinstkindes sind der Erwerb von Emotional- und K&ouml;rperkompetenz,&nbsp; und die F&auml;higkeit, sich mitzuteilen, also Sozialkompetenz. Im Zusammenspiel dieser Kompetenzen entwickelt sich das, was landl&auml;ufig unter Bildung definiert wird: n&auml;mlich die kognitive Intelligenz, also die F&auml;higkeit, Dinge und Zusammenh&auml;nge altersgem&auml;&szlig; zu erforschen, verstehen und entsprechend damit umzugehen.</p> <p>Was lernt der kleine Luis, wenn ich ihm die Tasche aus der Hand nehme und sie selber einpacke, weil er zu langsam ist, und die anderen Kinder schon warten? Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kleinkindalter beeinflussen das ganze sp&auml;tere Leben.</p> <p>Zuhause kann die Mutter/Vater auf die Bed&uuml;rfnisse des Kindes individuell eingehen: Schlafen, wenn es m&uuml;de ist, Essen, wenn es hungrig ist. Bilderbuch vorlesen, T&uuml;rmchen bauen, Sch&uuml;sseln sortieren&hellip;, wenn das Kind seine Neugierde, sein Bildungsbed&uuml;rfnis signalisiert. Denn dann ist der Lernerfolg auch am effektivsten. Die P&auml;dagogik nennt das Lernfenster. Warum erlernt man eine Fremdsprache am besten in dem betreffenden Land?</p> <p>Weil man sie dort in einer anregenden Umgebung mit allen Sinnen erlebt und sie gleich sinnvoll anwendet. Das Gleiche erf&auml;hrt ein Kind, das mit seiner Mama Geschirr in den Schrank r&auml;umt oder W&auml;sche sortiert. Es entdeckt u.a. die Gesetze der Schwerkraft, mathematische Gr&ouml;&szlig;en, Farben und Formen, f&ouml;rdert seine Handgeschicklichkeit, erweitert seine Sprachf&auml;higkeit durch Begriffe wie hart, weich, biegsam. Es erkennt Sinn und Funktion der Dinge, und bekommt obendrein die wichtigste Anerkennung: Mama ist stolz auf mich &ndash; ich habe es gut gemacht. Ich bin wichtig und wertvoll. Wollen Eltern wirklich anderen &uuml;berlassen, was f&uuml;r ihre Kinder f&uuml;r wichtig und wertvoll sein soll, welche Lebens- und Arbeitshaltung sie erwerben?</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Was w&uuml;nschen Sie sich als Krippenerzieherin von der Politik? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> <span style="text-decoration: underline;">Von der Politik w&uuml;nsche ich mir:</span></p> <p>- Dass Kinder als die wichtigste Investition in unsere Zukunft gesehen werden und nicht als Politikum f&uuml;r die n&auml;chste Wahl.</p> <p>- Objektive Aufkl&auml;rung und Information: Was brauchen Kinder, um Gestalter und Leistungstr&auml;ger unserer zuk&uuml;nftigen Gesellschaft werden zu k&ouml;nnen?</p> <p>- Die Erkenntnis, dass Menschen und insbesondere die Kinder ohne Lobby keine</p> <p>variable Gr&ouml;&szlig;e sind, die man der Wirtschaft anpassen kann; und schon gar nicht den Zielen Einzelner unter dem Vorwand des Gemeinwohls unterstellt werden d&uuml;rfen. Schlie&szlig;lich dienen die Arbeit und der damit verbundene Lohn der Erhaltung des Menschen - und nicht der Mensch zur Rechtfertigung von Konzernstrategien.</p> <p>- Dass endlich die Leistung von M&uuml;ttern/V&auml;tern f&uuml;r das Gesamtwohl unserer Gesellschaft gesch&auml;tzt und honoriert wird. Erziehung und die damit verbundene Pr&auml;gung ist eine Aufgabe von h&ouml;chster Kreativit&auml;t und Nachhaltigkeit f&uuml;r das Gemeinwohl. Das Betreuungsgeld betr&auml;gt h&ouml;chstens ein Zehntel vom Zuschuss f&uuml;r einen Krippenplatz.</p> <p>- Echte Wahlfreiheit besteht erst, wenn M&uuml;tter ihre Kinder nicht aus finanziellen, bzw. Statusgr&uuml;nden und schon gar nicht aus Angst vor ausgebremster Karriere, Arbeitsplatzverlust, oder Altersarmut in die Krippe geben.</p> <p><span style="text-decoration: underline;">Wenn Kleinkinder, d.h. vor dem dritten Geburtstag, au&szlig;erh&auml;uslich betreut werden m&uuml;ssen, w&uuml;nsche ich mir von der Politik:</span></p> <p>- Eine qualifizierte Ausbildung der Fachkr&auml;fte, sodass diese den Erziehungs- und Bildungsbed&uuml;rfnissen von Kleinkindern gerecht werden k&ouml;nnen.</p> <p>- Dass die Leistung der Fachkr&auml;fte durch Status und finanzielle Anerkennung gew&uuml;rdigt und honoriert wird.</p> <p>- Dass der Betreuungsschl&uuml;ssel auf h&ouml;chstens eins zu drei festgesetzt wird. Bisher gibt es nur schwammige Empfehlungen.</p> <p>- Die r&auml;umliche und materielle Ausstattung muss sich an den wahren Rechten und&nbsp; Bed&uuml;rfnissen der Kinder orientieren und nicht am Budget er Geldgeber.</p> <p>- Keine Kita im Keller oder Dachgeschoss! Kinder brauchen Sonne, frische Luft und Natur &ndash; Aussicht statt Kunstlicht, Klimaanlage und Indoorspielplatz. Das wei&szlig; jede Oma und jeder Kinderarzt.</p> <p>- Eltern brauchen ein Recht auf familiengerechte Arbeitszeiten. Schlie&szlig;lich erbringen sie durch ihre Erziehung eine Leistung f&uuml;r den Staat und sollen selber lange leistungsf&auml;hig bleiben.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Danke f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p> <p>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</p>

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Kerstin Schneider, 02.04.2013 11:26
 

 

<p>FreieWelt.net: <strong>Weltweit glauben Milliarden von Christen - ungef&auml;hr ein Drittel der gesamten Menschheit - daran, dass ein j&uuml;discher Wanderprediger namens Jesus von Nazaret vor ca. 2000 Jahren gekreuzigt wurde und danach wieder von den Toten auferstand. Sie glauben, dass dieser Mann der Sohn Gottes war, durch dessen Opferung Gott einen neuen Bund mit den Menschen schlie&szlig;en und die Menschheit zur Erl&ouml;sung f&uuml;hren wollte. Wie erkl&auml;ren Sie sich den unglaublichen Erfolg dieser Heilsgeschichte?</strong></p> <p><br /><strong>Abt Jeremias:</strong> Weil sie wahr ist. Und weil diese Botschaft, die von glaubw&uuml;rdigen Zeugen weitergegeben wurde, die Menschen ins Herz getroffen hat.<br /> <br />FreieWelt.net: <strong>Sie halten sich gerade ein Afrika auf, wo die Menschen das Osterfest sicher anders begehen als hier bei uns in Westeuropa. Was sind nach Ihrer Beobachtung die auff&auml;lligsten und wesentlichsten Unterschiede?</strong><br /> <br /><strong>Abt Jeremias:</strong> Die auff&auml;lligsten Unterschiede sind nicht besonders wesentlich, aber trotzdem k&ouml;stlich: Bei der Fu&szlig;waschung am Gr&uuml;ndonnerstag, da wurden mir keine blitzblanken Pfarrgemeinderatsf&uuml;&szlig;e entgegengestreckt, sondern zw&ouml;lf erst im Gottesdienst bestimmte Apostelvertreter bekamen ihre F&uuml;&szlig;e gewaschen. Am Waschwasser und am Handtuch konnte man sehen, dass diese Waschung nicht nur symbolisch war. Aber das Wesentliche ist gleich, wie in der deutschen Heimat. Und das soll es ja auch sein.<br /> <br />FreieWelt.net: <strong>Der neu zum Oberhaupt der katholischen Kirche gew&auml;hlte Papst Franziskus etabliert nach Meinung vieler Beobachter einen ganz neuen F&uuml;hrungs-Stil in Rom. Welche Wirkung entfaltet die Person Franziskus Ihrer Beobachtung nach auf die Verk&uuml;ndigung der Osterbotschaft?</strong><br /> <br /><strong>Abt Jeremias:</strong> Der Papstr&uuml;cktritt und die &Uuml;berraschungswahl von Papst Franziskus haben viele abgetauchte Katholiken wieder neugierig auf Kirche gemacht. Dieser ganz andere Stil des Feierns bis hin zur Fu&szlig;waschung im Jugendgef&auml;ngnis, das bringt ja die alten Riten wieder neu zum Sprechen. Das alles ist aber aus afrikanischer Sicht sehr weit weg. Hier freut man sich, dass es einen Papst gibt, wei&szlig; sich in der Einheit mit ihm, aber der Glaube h&auml;ngt nicht daran.<br /> <br />FreieWelt.net: <strong>Sie sind Abtpr&auml;ses der Missionsbenediktiner, die in vielen Gegenden der Welt missionarisch aktiv sind. Wie wird das Osterfest im Orden begangen? Welche Bedeutung kommt dem Fest innerhalb der missionarischen T&auml;tigkeit zu? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen den Gro&szlig;regionen der Welt (Europa, Afrika, Asien, Amerika), in denen der Orden aktiv ist?</strong><br /> <br /><strong>Abt Jeremias:</strong> Das ist aber eine gro&szlig;e Frage! Bei uns Benediktinern ist die Feier der Liturgie immer bestimmend, und gerade an Ostern versuchen wir, den ganzen Gehalt der Riten und Gesten auszukosten. Und weil uns das meistens ganz gut gelingt, kommen sehr viele Menschen in unsere Kl&ouml;ster, um mitzufeiern. Das ist eine sehr benediktinische Form der Mission - das offene Haus, die Gastfreundschaft, und das Teilhabenlassen an der kl&ouml;sterlichen Lebensform und feierlichen Liturgie. Da, wo unsere Mitbr&uuml;der unmittelbar im Seelsorgseinsatz stehen, da ist Ostern aber vor allem auch das Fest der Taufen. Ich habe Nachrichten dar&uuml;ber aus Kenia und China bekommen, und wei&szlig;, dass auch sonst in vielen unserer Kirchen und Missionen an diesem Tag oder in diesen Wochen viele Erwachsene in den Glauben an den Dreieinigen Gott hineingetauft werden.<br /> <br />FreieWelt.net: <strong>Welche besondere Botschaft w&uuml;rden Sie - als "weitgereister" Ordensf&uuml;hrer mit einem Blick f&uuml;r globale Entwicklungen - uns hier im kalten Deutschland zu Ostern mit auf den Weg geben?</strong><br /> <br /><strong>Abt Jeremias:</strong> Ostern hei&szlig;t f&uuml;r uns Christen jedes Jahr: zur&uuml;ck zum Kern!</p> <p>Das Interview f&uuml;hrte Christoph Kramer</p>

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Redaktion (rk), 30.03.2013 10:03
 

 

<p class="Formatvorlage1">Insbesondere die Kinder aus den Bezirken Neuk&ouml;lln und Marzahn-Hellersdorf haben &uuml;berdurchschnittlich gro&szlig;e Schwierigkeiten sich auszudr&uuml;cken. Neuk&ouml;lln ist bekannt f&uuml;r seinen hohen Migrantenanteil, Marzahn-Hellersdorf gilt allgemein als Problembezirk.</p> <p class="Formatvorlage1">Wenn ein Kinder in einer Kindertagesst&auml;tte untergebracht wird, hei&szlig;t das &uuml;brigens nicht, dass es dann &uuml;ber besseren Sprachf&auml;higkeiten verf&uuml;gt als Altersgenossen, die nicht in einer Betreuungseinrichtung abgegeben wurden. Im Bericht des <em>Tagesspiegel</em> &uuml;ber die Auskunft der Berliner Schulverwaltung hei&szlig;t es: &raquo;Jedes sechste Kind hat Defizite beim Sprechen &ndash; zum Gro&szlig;teil trotz jahrelangen Kitabesuchs.&laquo;</p> <p class="Formatvorlage1">&nbsp;</p> <p class="Formatvorlage1">Mehr dazu auf <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-untersuchung-jedes-sechste-kitakind-hat-sprachdefizite/7942482.html" target="_blank">tagesspiegel.de</a></p>

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Redaktion (oe), 19.03.2013 10:57
 

 

<p>Der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erkl&auml;rte dazu, Jugendliche bes&auml;&szlig;en ein ausgepr&auml;gtes Gerechtigkeitsempfinden. Darum br&auml;chten sie kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r auf, "Sch&uuml;ler ohne Ansehen ihrer Noten einfach vorr&uuml;cken zu lassen".</p> <p>Meidinger vermutet, dass hinter den Pl&auml;nen zur Abschaffung des Sitzenbleibens in erster Linie "eine Sparma&szlig;nahme von Bundesl&auml;ndern, um Sch&uuml;ler schneller an den Arbeitsmarkt loszuwerden".</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://bildungsklick.de/pm/87051/85-prozent-der-schueler-und-studenten-gegen-abschaffung-des-sitzenbleibens/" target="_blank">bildungsklick.de</a></p>

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Redaktion (EF), 08.03.2013 08:50
 

 

<p>FreieWelt.net:<strong> Bitte erl&auml;utern Sie uns, wie Sie auf die Idee gekommen sind, ein Jungengymnasium in Potsdam zu gr&uuml;nden: Warum gerade jetzt? Warum in Potsdam? </strong></p> <p><strong>Horst Hennert:</strong> Nachdem Berlin zur Bundeshauptstadt wurde, sind viele Familien aus dem Westen nach Berlin und ins Umland gezogen. Auf der Suche nach Schulen f&uuml;r ihre Kinder wurden sie damit konfrontiert, dass hier die Gymnasien meist erst mit der 7. Klasse beginnen, dass statt Religionsunterricht Ethik vermittelt wird, dass es wenig Schulen mit christlichem Profil gibt. So bildete sich eine Initiative aus Eltern, die sich stark machen wollte, eigene Schulen zu gr&uuml;nden. Da einige aus dem K&ouml;lner Raum die F&ouml;rdergemeinschaft f&uuml;r Schulen in freier Tr&auml;gerschaft kannten, die seit 40 Jahren ein M&auml;dchengymnasium in J&uuml;lich betreibt, konnten sie diesen Schultr&auml;ger f&uuml;r ihr Anliegen gewinnen. Da die Ersatzschulfinanzierung in Brandenburg g&uuml;nstiger ist als in Berlin und einige Eltern aus dem &raquo;Speckg&uuml;rtel&laquo; um Berlin kommen, bot sich Potsdam als Standort an, weil er auch aus dem Westen Berlins leicht zu erreichen ist.</p> <p>FreieWelt.net:<strong> Offiziell hat die Landesregierung ihren Widerstand gegen die Schulgr&uuml;ndung damit begr&uuml;ndet, dass reine Jungen- oder M&auml;dchenschulen im Brandenburgischen Schulgesetz nicht vorgesehen sind. Sie wollen aber eine Jungenschule gr&uuml;nden. Was spricht f&uuml;r das Konzept der Monoedukation? </strong></p> <p><strong>Horst Hennert:</strong> Dass die Jungen in unserem Bildungswesen benachteiligt sind, ist inzwischen allgemein bekannt: Inzwischen sind fast 60 Prozent der Abiturienten M&auml;dchen, bei den Sitzenbleibern sind die Jungen in der Mehrzahl, 80 Prozent der ADHS-Gesch&auml;digten (Zappelphilipp-Syndrom) sind Jungen, Gewalt und Drogen treten vor allem bei Jungen auf. Das sind nur einige der Ph&auml;nomene, die zum Nachdenken anregen &uuml;ber die Frage, wie man den Jungen besser helfen kann.</p> <p>Als wir mit dem Schulprojekt begonnen haben, stand im Brandenburgischen Schulgesetz, dass die Schulen &raquo;in der Regel&laquo; koedukativ seien. In einer Neufassung wurde dann &raquo;in der Regel&laquo; gestrichen und unser Antrag von 2006, ein Jungen- und zeitversetzt ein M&auml;dchengymnasium zu gr&uuml;nden, abgelehnt. Dagegen hat die F&ouml;rdergemeinschaft durch drei Instanzen geklagt und nach sieben Jahren beim h&ouml;chsten Gericht Recht bekommen. Das Land Brandenburg hatte argumentiert, dass an einer monoedukativen Schule die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht vermittelt werden k&ouml;nne, dass sie diskriminierend f&uuml;r das andere Geschlecht und f&uuml;r &raquo;Transgender&laquo; sei. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun letztinstanzlich entschieden: Nicht alles, was man in der Schule lernt, muss dort auch praktisch erfahren werden, zum Beispiel Respekt und Achtung vor anderen Ethnien erfordert nicht, dass in jeder Klasse f&uuml;nf ausl&auml;ndische Sch&uuml;ler sitzen.</p> <p>Wir wollen nur ein Angebot f&uuml;r Eltern machen, das im schulischen Lernen die Unterschiedlichkeit der Geschlechter ber&uuml;cksichtigt, das die besonderen F&auml;higkeiten der Jungen zum Beispiel in den naturwissenschaftlichen F&auml;chern f&ouml;rdert, ihre sprachlichen Defizite ausgleicht, ihrem gr&ouml;&szlig;eren Bewegungsdrang durch sportliche Aktivit&auml;ten entgegenkommt, ihr eher sachorientiertes Lernen und ihre gegen&uuml;ber M&auml;dchen langsamere Entwicklung ber&uuml;cksichtigt. Auch von staatlichen Stellen wird jetzt dar&uuml;ber nachgedacht, ob es nicht p&auml;dagogisch sinnvoll sei, in bestimmten Entwicklungsphasen und in einigen F&auml;chern Jungen und M&auml;dchen zu trennen. Das l&auml;uft unter der Bezeichnung &raquo;reflexive Koedukation&laquo;.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Die Landesregierung hat versucht, die Gr&uuml;ndung des Gymnasiums zu verhindern und dabei kaum einen Hehl daraus gemacht, dass sie die Verbindung zum Opus Dei st&ouml;rt. Wie wollen Sie derartigen Sorgen &ndash; die immer wieder ge&auml;u&szlig;ert werden &ndash; begegnen? </strong></p> <p><strong>Horst Hennert:</strong> Wir haben immer zum Ausdruck gebracht, dass f&uuml;r uns die Erziehungsgrundlage das christliche Menschenbild ist, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist, dem h&ouml;chste Achtung entgegenzubringen ist. Die Sch&uuml;ler sollen zu selbstverantwortlichen Pers&ouml;nlichkeiten werden, die einmal im Beruf, in der Familie und in der Gesellschaft ihre F&auml;higkeiten einbringen und sich nicht von Ideologien einfangen lassen.</p> <p>Die Spiritualit&auml;t des Opus Dei ist gerade darauf ausgerichtet, sich als Christ in der Welt in diesen Bereichen zu bew&auml;hren. Die seelsorgliche Betreuung durch einen Priester des Opus Dei ist ein Angebot an die Eltern und Sch&uuml;ler, ihnen dabei zu helfen.</p> <p>Das Opus Dei ist eine Personalpr&auml;latur innerhalb der katholischen Kirche, ein Bestandteil der hierarchischen Struktur der Kirche, und vertritt daher keine anderen Werte und Ziele als die katholische Kirche. Diese Erkenntnis setzt sich langsam auch im Bewusstsein vieler Menschen entgegen allen romanhaften Verzerrungen durch.</p> <p>FreieWelt.net:<strong> Wie bewerten Sie das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Ihnen Recht im Streit mit der Landesregierung gegeben hat: Handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung oder hat es eine dar&uuml;ber hinausgehende Bedeutung? </strong></p> <p><strong>Horst Hennert:</strong> Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist von grunds&auml;tzlicher Bedeutung. Seine Tragweite liegt darin, dass jetzt Eltern, die dies w&uuml;nschen, in allen &ndash; auch in den neuen Bundesl&auml;ndern &ndash; Schulen gr&uuml;nden k&ouml;nnen, die getrenntgeschlechtlich sind. Es ist eine Entscheidung f&uuml;r das freie Schulwesen in Deutschland und f&uuml;r das Recht der Eltern auf freie Schulwahl. Und sie st&auml;rkt die Eltern in ihrer im Grundgesetz verankerten Erstverantwortlichkeit f&uuml;r die Erziehung ihrer Kinder.</p> <p>FreieWelt.net:<strong> Vom Erzbistum Berlin h&ouml;rt man wenig zu Ihrem Vorhaben, obwohl es selbst mehrere Schulen betreibt. F&uuml;hlen Sie sich ausreichend unterst&uuml;tzt?</strong></p> <p><strong>Horst Hennert:</strong> Wir haben das Erzbistum Berlin von Anfang an &uuml;ber unser Vorhaben informiert. Da es sich aber nicht um eine kirchliche Schule handelt, war auch klar, dass sich das Bistum nicht finanziell engagieren w&uuml;rde.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch.</strong></p>

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Redaktion (oe), 07.03.2013 12:59
 

 

<p class="Formatvorlage1">Das h&auml;tte in ihren Augen zudem den Vorteil, dass der Aufwand von Beh&ouml;rden reduziert werden w&uuml;rde und der Anreiz f&uuml;r Plagiate in der Wissenschaft sinke. In Deutschland kann der Doktortitel &ndash; anders als in anderen L&auml;ndern &ndash; wie ein Ordens- oder K&uuml;nstlername in den Personalausweis eingetragen werden. Andere akademische Grade werden nicht eingetragen.</p> <p class="Formatvorlage1">Im Kern geht es Sager indes nicht um B&uuml;rokratieabbau, sondern um etwas anderes. Ihr ist die M&ouml;glichkeit, sich mit dem Doktortitel von anderen abzuheben, ein Dorn im Auge &ndash; niemand soll sich von anderen abheben d&uuml;rfen, alle sollen gleich sein: &raquo;Es w&auml;re an der Zeit, den Doktorgrad von gesellschaftlichen &Uuml;berh&ouml;hungen zu entlasten. Zum Teil wird er wie eine Art b&uuml;rgerlicher Adelstitel oder Namensbestandteil behandelt&laquo;, sagte Sager dem <em>Handelsblatt</em>.</p> <p class="Formatvorlage1">&nbsp;</p> <p class="Formatvorlage1">Mehr dazu auf <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/dr-nicht-mehr-im-pass-gruene-starten-angriff-auf-deutschlands-elite-seite-all/7863758-all.html" target="_blank">handelsblatt.com</a></p>

Artikel lesen  |  Kommentare (5)
Redaktion (oe), 04.03.2013 08:36
 

 
 
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