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21.05.2013
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»Einheitliche Steuersätze nicht sinnvoll«   Interview mit
Holger Krahmer
 

Holger Krahmer sitzt seit 2004 für die FDP im Europäischen Parlament. Im Gespräch mit FreieWelt.net bezieht der Leipziger Unternehmer und Mitgründer des Liberalen Aufbruchs Stellung gegen die zunehmende Zentralisierung und Entdemokratisierung der EU und kritisiert die Forderung des AfD-Sprechers Bernd Lucke nach einheitlichen EU-Steuersätzen. (Fotos: holger-krahmer.de; Rainer Sturm/pixelio.de)



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Redaktion (rk), 21.05.2013 10:48
Grüne wollen Missbrauch aufarbeiten   Das Ergebnis
steht schon fest
 

Jetzt, wo immer mehr Details über die Verstrickung der Grünen in sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ans Licht kommen, hat die Parteiführung sich dazu bequemt, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. So löblich das Vorhaben auch sein mag, so wenig wird man sich davon erhoffen dürfen. Wie ein Artikel in der den Grünen treu ergebenen tazerhellt, gab es keinen Skandal. (Foto: boellstiftung/flickr.com/CC BY-SA 2.0; Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:58
Bundesamt diffamiert Klimaskeptiker   »Einzigartige Intervention«
 

In einer jüngst herausgegebenen Broschüre des Umweltbundesamtes werden Fachleute, die die offizielle Doktrin vom menschengemachten Klimawandel in Zweifel ziehen, namentlich an den Pranger gestellt. Die Ansichten von Dirk Maxeiner, Michael Miersch und Günter Ederer würden »nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen«. Ederer bloggt bei FreieWelt.net. (Fotos: sprachlos/pixelio.de; Dieter Schütz/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:33
Orbán wehrt sich gegen Vorwürfe   Steinbrück: Elefant im Porzellanladen
 

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat aufs Neue bewiesen, dass er ein Elefant im außenpolitischen Porzellanladen ist. Durch seinen Versuch, Wahlkampf auf Kosten der Ungarn zu machen, hat er eine deutsch-ungarische Krise verursacht. Die Situation in Ungarn sei »klar antidemokratisch und auch als diskriminierend« und erfordere die Suspendierung der EU-Mitgliedschaft. (Fotos: European Union 2011 PE-EP/Pietro Naj-Oleari/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0; Jochen Zick, Action Press/Bankenverband – Bundesverband deutscher Banken/flickr.com/CC BY-ND 2.0)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:05
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  zur Person und Archiv   Prof. Dr. Walter Kühbauch 21.01.2013 09:18
Griechenland II

Sehr geehrter Herr Thomae Wir sollten nicht vergessen, dass Griechenland vor dem Euro ein relativ glückliches Land war. Malerisch, miserabel organisiert, aber irgendwie funktional; ein nicht unsympathischer Schlendrian, sehr entspannend für ...

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  zur Person und Archiv   Erimar v. der Osten 17.01.2013 21:13
Das Fachpublikum der Internationalen Grünen Woche

Gewinner und Verlierer Das Global Forum steht unter dem Motto "Verantwortliche Investitionen in Agrar- und Ernährungswirtschaft - Schlüsselfaktor für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung".

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  zur Person und Archiv   Prof. Dr. Walter Kühbauch 17.01.2013 13:46
Griechenland I

Sehr geehrter Herr Thomae Informationen, die für sachgerechte Entscheidungen des Parlaments erforderlich sind, bekommt man nicht mit gelegentlichen Urlaubsaufenthalten und schon gar nicht mit Politikerbesuchen.

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  zur Person und Archiv   Prof. Dr. Walter Kühbauch 15.01.2013 15:12
Deutschlands "Vorteil" und Deutschlands "Führung"

Sehr geehrter Herr Thomae jedem Haushaltspolitiker müssten sich die Haare sträuben, wenn die Regierung und die Parlamentskollegen herumtönen, Deutschland hätte den größten Vorteil von der EU.

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Unsere Blogger

 
  zur Person und Archiv   Prof. Dr. Walter Kühbauch 13.01.2013 23:18
Wie gut ist das Parlament informiert?

Prof. Dr. Walter Kühbauch war einer von Hunderten Bürgern, der dem FDP-Haushaltspolitiker Stephan Thomae antworteten, nachdem dieser auf Abgeordneten-Check.de Stellung zum ESM bezogen hatte. FreieWelt.

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 07.01.2013 11:41
Politiker drehen mal wieder an der Bürokratieschraube

Seit kurzem ist es amtlich: Die Bundesregierung hat ihr Ziel für den Bürokratieabbau verfehlt. 2012 vergrößerte sich der Aufwand für Betriebe und Bürger erstmals seit Jahren wieder, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (...

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 19.12.2012 16:55
Die GEZ-Gelddruckmaschine

„Gut gedacht, schlecht gemacht“: Auf diese bündige Formel bringt Walbusch-Geschäftsführer http://www.walbusch.de Christian Busch die GEZ-Reform. Ab dem 01. Januar 2013 gilt das Prinzip: Eine Wohnung, ein Beitrag.

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  zur Person und Archiv   Bärbel Fischer 11.12.2012 14:01
Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer!

---------------------------------------------------- Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir von der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT Sie darauf hinwiesen, dass Sie mit Begriffen argumentieren, die den realen Sachverhalt gar nicht abbilden.

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  zur Person und Archiv   Dr. Michael von Prollius 06.12.2012 12:57
Planungen für die Zeit nach dem Euro

Liegt in Hessen Deutschlands geldpolitische Wiege? Vor der Währungsreform 1948 kamen in Rothwesten deutsche Geldexperten zu einem Konklave zusammen.

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  zur Person und Archiv   Hedwig v. Beverfoerde 27.11.2012 14:29
"Kinderrechte" ins Grundgesetz?

Das Aktionsbündnis Kinderrechte schlägt dem Deutschen Bundestag und dem Deutschen Bundesrat vor, die Rechte der Kinder in einem neu zu schaffenden Artikel 2a in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen: (1) Jedes Kind hat d...

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  zur Person und Archiv   Bärbel Fischer 27.11.2012 13:36
Elterliche Erziehungsarbeit wertschätzen und anerkennen!

1. zwischen erwerbstätigen ELTERN und selbst  erziehenden ELTERN 2. zwischen ELTERN und  BÜRGERN ohne Fürsorgepflichten für Kinder 3. zwischen ELTERN und  WÄHLERN ohne Fürsorgepflichten für Kinder Denn: 1.

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  zur Person und Archiv   Richard Schütze 26.11.2012 15:21
Keine Lust mehr auf Leben

Darauf angesprochen, gab sich der Minister sichtlich überrascht. Offenbar hatte er nicht „geblickt“, welche Regelungen zur Strafbarkeit der sogenannten Sterbehilfe in dem von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am 29.

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  zur Person und Archiv   Birgit Kelle 31.10.2012 10:17
Schluss mit dem Nanny-Staat

Die Strategen im Familienministerium sind getrieben. Von der Notwendigkeit, die Geburtenrate zu erhöhen, vom demografischen Wandel, der unsere Gesellschaft dramatisch altern lässt, vor allem aber vom Willen der CDU, dabei auch noch als modern...

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  zur Person und Archiv   Marie Luise Schellen 19.10.2012 16:47
5 Gender-Thesen

O`Leary hat die Ansichten, die in der Gender – Agenda vertreten werden  ( Dale O`Leary,  The Gender Agenda, 1997, USA), wie folgt zusammengefasst:1.    In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügen.

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  zur Person und Archiv   Birgit Kelle 15.10.2012 10:11
Deutschland muss nachsitzen

Jetzt wissen wir es wieder einmal schwarz auf weiß: Die Grundschüler in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind den Gleichaltrigen im restlichen Bundesgebiet weit voraus.

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  zur Person und Archiv   David Bordiehn 07.10.2012 19:45
Liberaldemokraten fordern Konzentration auf Begabtenförderung

Forderung: Rechtzeitige Begabtenförderung durch größere Flexibilität. Denn der Vorzug eines sozial-gerechten Schulsystems, gleiche Bildungschancen für alle Schüler, habe der Gleichmacherei zu Lasten notwendiger Förde...

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<p><span>Hier finden Sie die</span>&nbsp;<a href="nachricht-12353/good-teaching-demands-on-passion.html">englische Originalversion des Interviews</a><span>.</span></p> <p>FreieWelt.net: <strong>F&uuml;r Ihre Untersuchung haben Sie rund 800 Metastudien ausgewertet, insgesamt 50.000 Einzelstudien mit 250 Mio. Sch&uuml;lern. Was also macht einen erfolgreichen Unterricht aus?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich w&uuml;nschte es g&auml;be ein einfaches Rezept und meine Untersuchung der Daten war darauf ausgerichtet, es so einfach wie m&ouml;glich zu machen&hellip;</p> <p>Dazu geh&ouml;rt etwa, dass eine Gruppe von Lehrern von einer Person geleitet wird, die ein Klima des Vertrauens erzeugt, damit die Lehrer debattieren, kritisieren und Unterrichtsreihen planen k&ouml;nnen, die a) herausfordernd sind, b) auf dem Vorwissen der Sch&uuml;ler aufbauen, c) die Balance zwischen allgemeiner und tiefgr&uuml;ndiger Stoffbehandlung halten und am wichtigsten, d) dass sich alle einig sind, wie der Erfolg sich am Ende darstellen wird und die Erfolgskriterien klar benennen k&ouml;nnen, BEVOR sie mit dem Unterrichten beginnen.</p> <p>Die Aussicht auf Erfolg erh&ouml;ht sich, wenn der Lehrk&ouml;rper sehr fr&uuml;hzeitig die Zielsetzung des Unterrichtes kommuniziert und sich st&auml;ndig um Feedback in Bezug auf den Fortschritt der einzelnen Sch&uuml;ler bem&uuml;ht sowie die Lehrmethoden im Lichte dieser R&uuml;ckmeldungen anpasst. Die Aussicht auf Erfolg erh&ouml;ht sich, wenn Sch&uuml;ler, die mit den Herausforderungen des Lernens k&auml;mpfen, das Lernen selbst beigebracht bekommen (sich zu konzentrieren, mit Bewusstsein zu arbeiten, Fehler und Fehlschl&auml;ge zu tolerieren, gemeinsam an Probleml&ouml;sungen zu arbeiten und verschiedene Lernstrategien auszuprobieren) und mit regelm&auml;&szlig;igem Feedback &uuml;ber die n&auml;chsten Schritte versorgt werden.</p> <p>Angemessene Herausforderungen, Kl&auml;rung des Erfolgsbegriffes und Lehrer, die sich und ihren Unterricht immer weiter entwickeln &ndash; das sind Schl&uuml;sselkategorien f&uuml;r Unterrichtserfolg. Lehrer m&uuml;ssen darin unterst&uuml;tzt werden, ihren eigenen Einfluss auf den Lernerfolg in einem vertrauensvollen Umfeld st&auml;ndig zu &uuml;berpr&uuml;fen und die Anforderungen der Lehrpl&auml;ne gemeinsam festzulegen. Lehrer m&uuml;ssen eine Leidenschaft daf&uuml;r entwickeln, alle Sch&uuml;ler zum Erfolg zu f&uuml;hren.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Was ist Ihre Vorstellung von einem &bdquo;guten Lehrer&ldquo;?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Hervorragendes Unterrichten l&auml;sst sich - nach all meinen Schriften, meinen Beobachtungen in Schulen und meiner Besch&auml;ftigung mit Bildung allgemein - auf zwei Hauptnenner bringen - der eine davon ist Leidenschaft. Dabei meine ich eine bestimmte Form von Leidenschaft - die Leidenschaft, wirksamen Einfluss auf den Lernerfolg zu haben. Ich rede nicht &uuml;ber eine blo&szlig;e &bdquo;Liebe zum Lehren&ldquo;, sondern &uuml;ber eine Leidenschaft f&uuml;r wertvolles und bewertbares Unterrichten, eine Leidenschaft daf&uuml;r, seine Zeit und Energie dem Unterrichten zu widmen und dies zu einem zentralen Aspekt der eigenen Identit&auml;t und des eigenen Lebens zu machen.</p> <p>Kinder gehen nicht immer nur zur Schule, um nachzudenken. Unser Kopf ist gar nicht f&uuml;rs Denken eingerichtet, wie wir in unserem neuen Buch argumentieren (Hattie &amp; Yates, 2013). Denken und Lernen erfordern bewusstes Handeln, bewusste Praxis und bewusste Aufmerksamkeit dem gegen&uuml;ber, was wir nicht wissen. Man muss Energie und Anstrengung aufbringen und dazu noch die M&ouml;glichkeit akzeptieren, daneben zu liegen, vor den anderen blo&szlig;gestellt zu werden, weil man es nicht kann! Manchmal erfordert es nachhaltige Bem&uuml;hungen, bedroht das Selbstvertrauen, bringt ein hohes Ma&szlig; von Unsicherheit mit sich. Es gibt keine Garantie f&uuml;r Erfolg. Und daher ist es riskant, weil wir es vielleicht nicht schaffen. Es k&ouml;nnte sehr peinlich sein, vor den Augen der Gleichaltrigen zu versagen. Es kostet viel, weil die gleiche M&uuml;he in dem Moment nicht in andere, angenehmere Aktivit&auml;ten gesteckt werden kann, die nichts mit Nachdenken zu tun haben. Es ist einfacher, sich nicht mit dem Lernen zu besch&auml;ftigen, als es zu riskieren, trotz all der notwendigen Anstrengungen zu versagen. Das ist keine Faulheit. Wir Menschen (besonders die Kinder) verf&uuml;gen eben nur &uuml;ber begrenzte Ressourcen, mit denen zu haushalten umsichtig, sogar weise ist. Lehrer mit einer ebenm&auml;&szlig;igen (nicht obsessiven) Leidenschaft zum Unterrichten wissen das. Daher r&uuml;hrt auch ihr demonstratives Veranschaulichen der Freude, die man daraus ziehen kann, wenn man ihre Leidenschaft f&uuml;r das Lernen von Englisch, Mathematik, Physik und Sport teilt.</p> <p>Diejenigen Lehrer, die diese Leidenschaft nicht haben, sehen die Quelle der Probleme vor allem in den Sch&uuml;lern. Sie sehen, dass manche klug sind und manche k&auml;mpfen m&uuml;ssen, dass manche es k&ouml;nnen und andere nicht. Sie sehen, dass einige sich bem&uuml;hen und sagen, der Rest tut das nicht. Sie erkl&auml;ren einige f&uuml;r &bdquo;leicht zu unterrichten&ldquo; und andere f&uuml;r &bdquo;weniger leicht zu unterrichten&ldquo;. Leidenschaftliche Lehrer dagegen wollen, dass ihre Sch&uuml;ler &uuml;ber das Erf&uuml;llen von Leistungsanforderungen hinaus und zur Beherrschung und Investition &uuml;bergehen. Es reicht nicht, eine Arbeit rechtzeitig, ordentlich und mit der richtigen Wordanzahl abzugeben - sondern der Sch&uuml;ler soll den Lernerfolg, der durch die Investition in diese Aktivit&auml;t anf&auml;llt, auch tats&auml;chlich genie&szlig;en. Nicht nur &bdquo;mini-max&ldquo; (minimaler Einsatz f&uuml;r ein maximales Ergebnis), sondern &bdquo;maxi-max&ldquo; (maximaler Einsatz f&uuml;r das Lernen f&uuml;r einen maximalen Ertrag). Leidenschaftliche Lehrer wollen, dass Sch&uuml;ler hinter die Oberfl&auml;che gehen: Von der Kenntnis vieler Fakten und Ideen zum vors&auml;tzlichen Willen, diese Ideen miteinander in Beziehung zu setzen und zu erweitern.</p> <p>Der zweite Hauptnenner, auf den man hervorragendes Unterrichten bringen kann, ist hoher Einfluss. Ich habe bei meiner Arbeit an &bdquo;Visible Learning&ldquo; entdeckt, dass der Unterschied zwischen hervorragenden und nicht so gro&szlig;artigen Lehrern mehr als nur Leidenschaft ist. Die Antwort liegt nicht darin, wer der Lehrer ist &ndash; auch nicht notwendigerweise darin, was er genau tut. Es h&auml;ngt vielmehr damit zusammen, welche Menge an Einfluss er auf die Sch&uuml;ler hat. Das hervorstechendste Ergebnis der Synthese von (derzeit) &uuml;ber 1000 Meta-Analysen (ca. 55.000 Einzelstudien, die ca. 250 Mio. Sch&uuml;ler umfassen) ist, dass fast &bdquo;alles funktioniert&ldquo;. Das erkl&auml;rt nun, warum wir jeden Lehrer die T&uuml;re schlie&szlig;en und dann tun lassen, was er f&uuml;r das beste h&auml;lt &ndash; solange es Beweise gibt, dass es das Lernen verbessert. Das erkl&auml;rt auch, warum die allermeisten politischen Ma&szlig;nahmen offenbar das Lernen f&ouml;rdern &ndash; weil beinahe alles das Lernen f&ouml;rdern kann. Aber wenn wir einmal von den durchschnittlichen Effekten absehen, ergibt sich eine ganz andere Geschichte. Ich bin fasziniert von den Merkmalen derjenigen Lehrer und Lehrarten, die zu &uuml;berdurchschnittlichen Ergebnissen f&uuml;hren &ndash; und das sind die Botschaften in Visible Learning (2008) und Visible Teaching (2011). Ich m&ouml;chte folgende normative These &uuml;ber hervorragende Lehrer aufstellen: Sie haben nicht nur einen gewaltigen und best&auml;ndigen Einfluss, sondern sie k&ouml;nnen daf&uuml;r auch qualitative Beweise anf&uuml;hren.</p> <p>Ich habe mich in meiner Karriere auf das Studium von Erfolg konzentriert, und dieser ist in Schulen allgegenw&auml;rtig. Meine Sch&auml;tzung gem&auml;&szlig; meiner VL - Arbeit ist, dass um die 40 % der Lehrer stark einflussnehmende, leidenschaftliche Lehrer sind. Sie sind &uuml;berall &ndash; wir m&uuml;ssen sie nur wertsch&auml;tzen, verl&auml;sslich identifizieren, und dann alle anderen so f&ouml;rdern, dass sie zu dieser Gruppe von Lehrern aufschlie&szlig;en.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Hei&szlig;t das, reformp&auml;dagogische Ans&auml;tze wie offener Unterricht oder selbstgestaltetes Lernen, Ans&auml;tze also, bei denen sich der Lehrer weitestgehend zur&uuml;ckh&auml;lt, bringen den Sch&uuml;lern unterm Strich gar nichts?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Eines der allgemeinen Ergebnisse ist, dass Ver&auml;nderungen der &auml;u&szlig;eren Strukturen des Lernens normalerweise wenig Auswirkung darauf haben, wie Sch&uuml;ler lernen &ndash; weil die meisten Lehrer nichts an ihrem Lehrstil &auml;ndern, wenn sie Strukturen &auml;ndern (Zum Beispiel Umzug in &bdquo;offene&ldquo; Klassen, Nutzen von Technologien, Verringern der Klassengr&ouml;&szlig;e) &ndash; und wenn sie die Art wie sie unterrichten nicht ver&auml;ndern, ist es offensichtlich, warum es nur wenig Wirkung zeigt.</p> <p>Ver&auml;nderte Strukturen K&Ouml;NNTEN einen Unterschied machen, aber den gibt es selten. In den meisten F&auml;llen gibt es nur unglaublich viele verpasste M&ouml;glichkeiten. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit f&uuml;r die Natur des Unterrichtens &ndash; wenn es einen systematisch hohen Einfluss hat, m&uuml;ssen wir es m&ouml;gen, wertsch&auml;tzen und mehr davon haben &ndash; wenn es einen geringen Einfluss hat, muss es sich einfach &auml;ndern.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Und welche Faktoren schaden dem Lernerfolg der Sch&uuml;ler?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Langeweile, fehlendes Interesse am Fortschritt, Grobheit und zu viel Reden. Das meiste beruht auf einem Modell des defizit&auml;ren Sch&uuml;lers. Das hei&szlig;t, man unterstellt, dass sie nicht lernen k&ouml;nnen, unerzogen und schlecht sind usw.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>In Deutschland wird derzeit dar&uuml;ber diskutiert, ob das Sitzenbleiben abgeschafft werden soll, weil es teuer ist und wenig bringt. Was hat Ihre Untersuchung diesbez&uuml;glich ergeben?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Das Sitzenbleiben (ein Jahr wiederholen) ist einer der systematischeren negativen Einfl&uuml;sse, der uns bekannt ist. Wenn es Studien &uuml;ber positive Auswirkungen des Sitzenbleibens gibt, dann sind diese noch nicht ver&ouml;ffentlicht worden.</p> <p>Beinahe alle Studien zeigen negative Auswirkungen &ndash; ferner gibt es eine massive soziale Schieflage. In den USA zeigt sich z.B., dass 80% der Sitzenbleiber einen afro-afrikanischen oder hispanischen Hintergrund haben. Ich habe daf&uuml;r keinen Beweis, aber ich w&auml;re nicht &uuml;berrascht, wenn man in Deutschland zwei Sch&uuml;ler mit gleichem Leistungsniveau nehmen w&uuml;rde und der aus der sozio-&ouml;konomisch niedriger stehenden Familie mit einer sehr viel gr&ouml;&szlig;eren Wahrscheinlichkeit sitzenbleiben w&uuml;rde.</p> <p>Ich bin davon fasziniert, warum wir weitermachen mit dem Sitzenbleiben, und es sind die Lehrer, die das &uuml;blicherweise mit der Annahme tun, dass sie die Sch&uuml;ler &bdquo;reparieren&ldquo; k&ouml;nnten, wenn sie einfach MEHR M&ouml;glichkeiten daf&uuml;r h&auml;tten. Dabei hatten sie sie ein Jahr lang und haben versagt. Au&szlig;erdem braucht der Sch&uuml;ler nicht MEHR von der gleichen Art von Lehrplan, Klassenklima, Tests, interaktiven Aktionen mit anderen Sch&uuml;lern. Was sie von diesem Lehrer am meisten brauchen, ist etwas ANDERES &ndash; es erweist sich, dass soziale F&ouml;rderung oft die einzige Option ist &hellip;</p> <p>Auf der anderen Seite stellt die Akzeleration (beschleunigte, vorzeitige Heraufstufung, z. B. ein Jahr &uuml;berspringen) einen m&auml;chtigen Einflussfaktor f&uuml;r Lernerfolg dar. Levin und andere haben gezeigt, dass Akzeleration sowohl bei schw&auml;cheren als auch bei begabten Kindern positiv wirkt. Ich bin fasziniert von kognitiver Beschleunigung und von der Frage, wie wir diese in den Klassenzimmern verankern k&ouml;nnen (und es gibt viele Arten zu beschleunigen, wenn man eine Klasse &uuml;berspringt).</p> <p>Es w&auml;re eine sehr positive Sache, das Sitzenbleiben zu beenden.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Bei den von Ihnen ausgewerteten Studien handelt es sich &uuml;berwiegend um englischsprachige Studien, die angels&auml;chsische Bildungssysteme untersucht haben. Inwiefern glauben Sie, dass Ihre Ergebnisse auf Deutschland &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich habe behauptet, dass meine Geschichte f&uuml;r viele westliche L&auml;nder passt &ndash; besonders dort, wo die Hauptquelle f&uuml;r Leistungsunterschiede innerhalb und nicht zwischen Schulen besteht.</p> <p>Ich wei&szlig;, dass Deutschland ein st&auml;rker selektives Schulsystem hat, also sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen und nicht innerhalb einer Schule vielleicht gr&ouml;&szlig;er in Deutschland. Es ist also etwas Vorsicht notwendig.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Welche Schlussfolgerungen sollte die Bildungspolitik aus Ihren Ergebnissen ziehen?</strong></p> <p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich schreibe gerade etwas dar&uuml;ber, obwohl ich Forscher bin, kein politischer Entscheidungstr&auml;ger. Die Botschaft ist meiner Meinung nach, dass es einen unglaublichen Erfolg unter den Lehrern Ihres Landes gibt, und dass es eine der Aufgaben der Politik ist, das zu erkennen und eine Koalition des Erfolgs zu schmieden. Politik beginnt zu oft mit Denken in den Kategorien von Defiziten (siehe oben). Aber das stellt die Wirklichkeit so vieler toller Lehrer in unserem System in Abrede.</p> <p>Die Idee lautet deshalb, den vorhandenen Erfolg zu steigern. Manche Lehrer leugnen, dass es Spitzenleistungen gibt und andere streben immer weiter danach. Mein Argument ist, Ressourcen f&uuml;r Lehrer und Schulleiter zur Verf&uuml;gung zu stellen, damit diese regelm&auml;&szlig;ig pr&uuml;fen k&ouml;nnen, wie gro&szlig; ihr Erfolg ist (sehen Sie z. B., <a href="http://e-asttle.tki.org.nz/">das e-asTTIe-Paket</a>, das wir in Neuseeland entwickelt haben http://e-asttle.tki.org.nz/) und den Schulen Autonomie zu geben, um kontinuierlich sowohl das Leistungsniveau als auch den Lernfortschritt zu steigern (jedes Kind verdient wenigstens ein Jahr Fortschritt f&uuml;r ein Jahr Input, egal, wo es angefangen hat) und die Schulen zu einladenden Orten f&uuml;r die Sch&uuml;ler zu machen. Wenn nicht, dann haben sie kein Recht auf Autonomie.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Das Interview f&uuml;hrte Christoph Kramer</p> <p>Die &Uuml;bersetzung aus dem Englischen besorgten Marcel Sudan und Christiane Kunze</p>

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Redaktion (rk), 12.04.2013 13:29
 

 

<p>Zuvor war der Index viermal in Folge gestiegen. Die 7000 befragten Manager gehen nun auch in die kommenden sechs Monate deutlich pessimistischer: Der betreffende Wert sackte um 1,0 auf 103,6 Punkte ab.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE92L02220130322" target="_blank">reuters.com</a></p>

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Redaktion (EF), 22.03.2013 10:44
 

 

<p>Mit dem Plan, Zyperns Kleinsparer f&uuml;r die Zockereien der Banken und die Vers&auml;umnisse der Regierung bluten zu lassen, haben viele noch den letzten Rest Vertrauen in vollmundige Politikversprechen verloren.</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-zur-euro-krise-deutschen-sorgen-sich-um-ihre-ersparnisse-a-890304.html" target="_blank">spiegel.de</a></p>

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Redaktion (EF), 22.03.2013 08:47
 

 

<p>Freie Welt: <strong>Um Krankheiten erfolgreich zu therapieren, muss die Diagnose stimmen. Diese aus der Medizin gel&auml;ufige Einsicht gilt auch f&uuml;r die Wirtschafts- und Finanzpolitik. Was den &bdquo;Euro&ldquo; betrifft, herrscht aber schon in der Diagnose seiner Krankheit Verwirrung: Handelt es sich um eine Krise der &ouml;ffentlichen Haushalte, der Banken oder gar des gesamten Wirtschaftssystems in Europa? K&ouml;nnten Sie die zentralen Aspekte der Krise erl&auml;utern?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:</strong> Es sto&szlig;en hier drei Krisen zusammen. Die erste Krise ist eine Krise fiskalischer Disziplinlosigkeit. Etliche Staaten haben ihre Verschuldung nicht unter Kontrolle und sind nicht willens oder imstande, ihre Ausgaben den Einnahmen anzupassen. die zweite Krise ist eine Krise des Euro. Immer mehr Staaten verlieren ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit, weil sie nicht nominal abwerten k&ouml;nnen. Dies kann dann nur durch Reallohneinbu&szlig;en aufgefangen werden, die aber einen so gro&szlig;en Umfang annehmen, dass sie f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung unzumutbar sind. Die dritte Krise ist eine Krise des Bankenwesens, das Risiken nicht richtig eingesch&auml;tzt hat, sowohl im Immobilienmarkt als auch bei Staatsanleihen.</p> <p>Freie Welt: <strong>Anscheinend hat sich die Lage beruhigt, ja stabilisiert, so dass Wohlmeinende sagen, der EURO sei auf dem Weg der Heilung. Wie sehen Sie die Gesundungschancen bei Fortsetzung der bisherigen Rettungspolitik?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Die angebliche Beruhigung ist leider ein Irrglaube. Wir haben nur an den Symptomen kuriert, nicht aber an den Ursachen. Ganz im Gegenteil: Durch die sog. Rettungspolitik ist die &Uuml;berschuldung der Staaten gestiegen und &bdquo;Beruhigung&ldquo; findet nur dadurch statt, dass Risiken von den Staaten und Banken &uuml;ber den ESM oder die EZB auf die Steuerzahler abgew&auml;lzt werden. Au&szlig;erdem wird behauptet, dass immerhin die Produktivit&auml;t in den Krisenl&auml;ndern gestiegen sei. Aber das liegt nur daran, dass man die besonders unproduktiven Arbeitskr&auml;fte entlassen hat. Die Leute einfach in die Arbeitslosigkeit zu schieben, ist ersichtlich nicht die richtige L&ouml;sung.</p> <p>Freie Welt: <strong>Warum ist die Diskussion um die Eurokrise so einseitig auf das Problem der Staatsverschuldung fixiert? Warum setzen die Versuche den Euro zu &bdquo;retten&ldquo; immer an dieser Stelle des Problemdreiecks an? An welchen Punkten k&ouml;nnten alternative L&ouml;sungsversuche ansetzen?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Fragen Sie das bitte Frau Merkel. Die Bundeskanzlerin blendet andere L&ouml;sungsans&auml;tze systematisch aus. Die Aufl&ouml;sung des Euro und die Wiedereinf&uuml;hrung nationaler W&auml;hrungen w&uuml;rde die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Krisenl&auml;nder wiederherstellen. Warum wird das von der Bundesregierung wie ein Tabu behandelt? Die Banken nicht durch Staatshilfen zu stabilisieren sondern durch Forderungsverzichte ihrer Gro&szlig;gl&auml;ubiger ist beste Politik im Sinne der Steuerzahler. Aber die Bundesregierung h&auml;lt starrsinnig an ihrer Auffassung fest, dass Privatgl&auml;ubiger zur Haftung nicht herangezogen werden. Warum darf bei uns noch nicht einmal diskutiert werden, was in anderen L&auml;ndern erfolgreich praktiziert wurde?</p> <p>Freie Welt: <strong>Was w&auml;ren die Konsequenzen eines Austritts von L&auml;ndern wie Griechenland oder Portugal aus der Eurozone? Welche Schwierigkeiten entst&uuml;nden aus einem harten Bruch mit dem bisherigen W&auml;hrungssystem in den betreffenden L&auml;ndern?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Die Folgen eines pl&ouml;tzlichen Ausscheidens w&auml;ren gravierend. Da die neue W&auml;hrung gegen&uuml;ber dem Euro enorm abwerten w&uuml;rde, verteuert sich die Auslandsverschuldung erheblich. Das f&uuml;hrt zu Unternehmenspleiten und Massenentlassungen. Es kann auch zu einem Bankensturm und einem Zusammenbruch des Finanzsektors kommen. Der Staat wird zahlungsunf&auml;hig oder finanziert sich durch starke Inflation. Das ist alles sehr unsch&ouml;n und quantitativ kaum abzusch&auml;tzen.</p> <p>Freie Welt:<strong> Sie schlagen f&uuml;r Griechenland die Einf&uuml;hrung einer &bdquo;Parallelw&auml;hrung&ldquo; vor? Worum handelt es sich dabei? Was k&ouml;nnen wir uns darunter vorstellen?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Eine Parallelw&auml;hrung erm&ouml;glicht einen gleitenden &Uuml;bergang in eine neue W&auml;hrung. Da wird eine nationale W&auml;hrung eingef&uuml;hrt, die legales Zahlungsmittel ist, parallel zum Euro, der legales Zahlungsmittel bleibt. Im unbaren Zahlungsverkehr kann man verpflichtend vorschreiben, beide W&auml;hrungen zu benutzen. Es w&uuml;rde zu weit f&uuml;hren, wenn ich das im einzelnen beschreibe, aber man kann dieses System so ausgestalten, dass die nationale W&auml;hrung gegen&uuml;ber dem Euro abwerten kann. Das verbessert dann die Wettbewerbsf&auml;higkeit.</p> <p>Freie Welt: <strong>Wie reagieren Konsumenten und H&auml;ndler auf eine aus Euro und &bdquo;neuer Drachme&ldquo; &bdquo;gemischte&ldquo; W&auml;hrung? F&uuml;hrt eine solche Parallelw&auml;hrung nicht unweigerlich zu Arbitrage und zum Wachstum von Schwarzm&auml;rkten?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Nein, wenn der Wechselkurs zwischen Euro und der nationalen W&auml;hrung flexibel ist, gibt es keinen Grund, in Schwarzm&auml;rkte auszuweichen. Denn Schwarzmarktpreise (nur in Euro) und legale Preise (teils in der einen, teils in der anderen W&auml;hrung) werden sich dann so anpassen, dass es keine Arbitragem&ouml;glichkeit gibt.</p> <p>Freie Welt: <strong>Zweck der Parallelw&auml;hrung ist es, eine &bdquo;sanfte Abwertung&ldquo; zu erm&ouml;glichen, die die Wettbewerbsf&auml;higkeit der (griechischen) Wirtschaft verbessert. F&uuml;r die Arbeitnehmer bedeutet dies einen, zumindest moderaten, Kaufkraftverlust. Ist es nicht wahrscheinlich, dass die Gewerkschaften durch h&ouml;here Lohnforderungen versuchen w&uuml;rden, dies zu kompensieren?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Sie haben denselben Kaufkraftverlust auch in jeder normalen Situation, wenn die W&auml;hrung eines Landes gegen&uuml;ber der W&auml;hrung eines anderen Landes abwertet. Wie die Gewerkschaften darauf reagieren, h&auml;ngt von ihrer Vernunft und Verantwortung ab. In einer existentiellen Situation wie sie in Griechenland existiert, kann man vielleicht hoffen, dass sich die Gewerkschaften ihrer Verantwortung nicht entziehen. Aber Sie haben recht, sicher ist das nicht.</p> <p>Freie Welt: <strong>Wie w&uuml;rde sich eine Parallelw&auml;hrung auf die Staatsschulden Griechenlands auswirken? Was w&uuml;rde sie f&uuml;r die versprochene R&uuml;ckzahlung der Kredite bedeuten, die Deutschland und andere Griechenland gew&auml;hrt bzw. garantiert haben?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Da die Staatsschulden in Euro denominiert sind, w&uuml;rden sie f&uuml;r Griechenland aufwerten. D. h. prima facie w&auml;re Griechenland noch weniger imstande, seinen Schuldendienst zu leisten. Dem ist aber entgegenzurechnen, dass sich die griechische Wirtschaft beleben w&uuml;rde und der Staat daher mehr Steuern einnimmt und weniger Sozialleistungen zu zahlen hat. Welcher Effekt &uuml;berwiegt, ist a priori nicht klar.</p> <p>Freie Welt:<strong> Ist eine Parallelw&auml;hrung auch in einem gro&szlig;en Euroland, namentlich in Italien, denkbar? Welche Reichweite hat ihr Vorschlag? Anders gefragt: Welche weiteren Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten ihn erg&auml;nzen, um Auswege aus der Krise zu finden?</strong></p> <p><strong>Prof. Lucke:&nbsp;</strong>Eine Parallelw&auml;hrung ist auch in Italien denkbar. Das hat mit der Gr&ouml;&szlig;e des Landes nichts zu tun. Aber eine Parallelw&auml;hrung l&ouml;st nicht alle Probleme, namentlich nicht das Problem der &Uuml;berschuldung des Staates. Eine geordnete Staatsinsolvenz bleibt also weiter auf der Tagesordnung.</p> <p>Das Interview f&uuml;hrte Stefan Fuchs</p>

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Redaktion (sf), 15.03.2013 10:48
 

 

<p>Zypern selbst hatte einen Finanzbedraf von mehr als 17 Milliarden Euro deklariert. Kanzlerin Merkel hatte sich lange geweigert, Zypern auf die Gipfel-Tagesordnung zu setzen, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.</p> <p>Nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien ist Zypern der f&uuml;nfte Euro-Staat, der mit Milliarden-Paketen der Euro-Zone gef&uuml;ttert wird.</p> <p>Kritiker verweisen daruf, dass der Inselstaat an seiner Lage selbst Schuld sei. Mittels niedriger Steuern und mangelhafter Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche habe es sich insbesondere russischen Steuerfl&uuml;chtlingen angedient und den eigenen Bankensektor aufgebl&auml;ht. Dieser stehe nun vor dem Kollaps - und mit ihm das Land.</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Zypern-erhaelt-Milliarden-article10302901.html" target="_blank">n-tv.de</a></p>

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Redaktion (EF), 15.03.2013 10:24
 

 

<p>Roland Vaubel ist Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre und Politische &Ouml;konomie an der Universit&auml;t Mannheim. Er unterst&uuml;tzt die Wahlalternative 2013 und die Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo;.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Herr Professor Vaubel, Sie haben sich mit den Vor- und Nachteilen von repr&auml;sentativer und direkter Demokratie besch&auml;ftigt. Sie haben dabei Bereiche ausgemacht, in denen die politische Repr&auml;sentation nicht zufriedenstellend funktioniert. Was sind die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Versagen, und welche Bereiche sind betroffen?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Die repr&auml;sentative Demokratie versagt, wo die Politiker systematisch andere Interessen als die B&uuml;rger haben und nicht ausreichend von ihnen kontrolliert werden. Dazu z&auml;hle ich die Besoldung und Versorgung der Politiker, die Parteienfinanzierung, die Zahl der Ministerposten und Abgeordnetensitze, den Umfang und die Besoldung des &ouml;ffentlichen Dienstes, Subventionen und Marktzutrittsbeschr&auml;nkungen zugunsten gut organisierter Interessengruppen, die Machtaus&uuml;bung durch staatliche Regulierungen und Besteuerung und die Zentralisierung der Politik auf der Ebene des Bundes und der Europ&auml;ischen Union. In diesen Bereichen sollten Volksbegehren und Volksabstimmungen m&ouml;glich sein. Au&szlig;erdem bei allen Verfassungs&auml;nderungen &ndash; das sieht sogar Bundestagspr&auml;sident Lammert so.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Die Probleme der Politik beginnen also dort, wo die Kontrolle durch den B&uuml;rger fehlt. Bei uns hei&szlig;t es, alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird in Wahlen und Abstimmungen ausge&uuml;bt. Alle vier Jahre darf der B&uuml;rger bei uns seine Stimme vergeben. Haben Sie den Eindruck, da&szlig; die Kontrolle allein durch Wahlen funktioniert? Was mu&szlig; sich &auml;ndern?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Eine gewonnene Wahl ist f&uuml;r den Politiker so gut wie ein Blankoscheck. Deshalb sieht das Grundgesetz in Artikel 20 Volksabstimmungen vor. Die Abgeordneten haben sich im eigenen Machtinteresse bisher geweigert, dem Verfassungsauftrag nachzukommen und ein Ausf&uuml;hrungsgesetz &uuml;ber Volksabstimmungen vorzulegen und zu beschlie&szlig;en. Eine Unterlassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht ist &uuml;berf&auml;llig.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>In der Europapolitik scheinen die Interessen von Politikern und B&uuml;rgern besonders weit auseinanderzuliegen. Warum ist das Interesse der Politiker an einem europ&auml;ischen Zentralstaat so viel gr&ouml;&szlig;er als beim B&uuml;rger?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Durch die Zentralisierung der Politik gewinnen die Politiker mehr Macht &uuml;ber die B&uuml;rger. Die B&uuml;rger k&ouml;nnen sich den staatlichen Vorschriften und Abgaben nicht mehr so leicht entziehen, und sie haben auch weniger Gelegenheit, unterschiedliche L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten international zu vergleichen. Das schw&auml;cht die demokratische Kontrolle. Au&szlig;erdem leidet die Vielfalt, und die Innovationsf&auml;higkeit der Politik nimmt ab.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Mit Volksbegehren und Volksentscheiden k&ouml;nnten Einzelentscheidungen der Regierung, wie zum Beispiel der Euro-Rettungsschirm, durch eine B&uuml;rgermehrheit zur&uuml;ckgenommen werden. Bef&uuml;rworter der direkten Demokratie versprechen sich allein dadurch schon eine bessere Politik, die das Interesse der B&uuml;rger mit mehr Umsicht und Vorausschau ber&uuml;cksichtigt. Halten Sie das f&uuml;r berechtigt?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Unbedingt. Man h&auml;tte einfach eine zus&auml;tzliche Kontrollinstanz. Die Euro-Haftungsunion w&auml;re von den deutschen W&auml;hlern mehrheitlich abgelehnt worden. Daran lassen die Meinungsumfragen keinen Zweifel.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Au&szlig;er der CDU bekennen sich alle im Bundestag vertretenen Parteien zu mehr B&uuml;rgerbeteiligung, ausdr&uuml;cklich auch in Form von Volksabstimmungen auf Bundesebene. Nach den Programmen der Parteien hat die direkte Demokratie im Bundestag schon lange eine Mehrheit. Ihrer Ansicht nach: Was hindert unsere Politiker, endlich N&auml;gel mit K&ouml;pfen zu machen?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Der Hauptgegner von Volksabstimmungen in der Regierungskoalition ist Wolfgang Sch&auml;uble. Das hat auch damit zu tun, dass seine euromantischen Vorstellungen von der Mehrheit der Deutschen nicht geteilt werden. Er will die Krise nutzen, um mit List und T&uuml;cke seine h&ouml;chst pers&ouml;nlichen Wertvorstellungen durchzusetzen. Da ist ein Verz&uuml;ckter am Werk.</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Bis jetzt ist kein Spitzenkandidat der Parteien mit der Forderung nach direkter Demokratie an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen. Die Initiative B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Einf&uuml;hrung von Elementen der direkten Demokratie zu einem wichtigen Wahlkampfthema zu machen. Was mu&szlig; der B&uuml;rger tun, damit es in der n&auml;chsten Legislaturperiode zu einer Entscheidung f&uuml;r den Volksentscheid kommt?</strong></p> <p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Der B&uuml;rger sollte eine Partei w&auml;hlen, die Volksabstimmungen fordert &ndash; und zwar ausdr&uuml;cklich auch in der Europapolitik. Ich kenne nur eine Partei, die das tut: die neue &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo;. In ihrem Wahlprogramm hei&szlig;t es: &bdquo;Wir fordern, Volksabstimmungen &uuml;ber grundlegende gesellschaftliche Fragen zuzulassen. Eklatante Fehlentscheidungen unserer Volksvertreter m&uuml;ssen korrigiert werden k&ouml;nnen. Das gilt insbesondere f&uuml;r die Abtretung wichtiger Befugnisse an die EU.&ldquo;</p> <p>B&uuml;rgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Herr Professor Vaubel, vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p> <p>Das Interview f&uuml;hrte Andreas Kobs</p>

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Redaktion (ak), 12.03.2013 09:19
 

 

<p>Mit Blick auf den anstehenden Regierungswechsel m&uuml;sse sich das Land nun entscheiden, ob es sich an die W&auml;hrung anpassen wolle. Anderfalls "m&uuml;ssen sie die Konsequenzen ziehen", so Br&uuml;derle.</p> <p>Der FDP-Fraktionschef im Bundestag gab sich betont gelassen: Es m&uuml;ssten "nicht zwingend alle dabei sein, die heute dabei sind." F&uuml;r Italien gebe es letztlich nur die Wahl, "drastische Ma&szlig;nahmen" zu ergreifen, oder die Euro-Zone zu verlassen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.bild.de/politik/inland/maybrit-illner/bruederle-haelt-euro-austritt-italiens-fuer-moeglich-29423558.bild.html" target="_blank">bild.de</a></p>

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Redaktion (EF), 08.03.2013 11:26
 

 

<p>Die niederl&auml;ndischen Volksvertreter m&uuml;ssen nun &uuml;ber diese Frage debattieren. Anfang des Jahres gab rund 52 Prozent der Niederl&auml;nder an, &uuml;ber einen Austritt aus der EU abstimmen zu wollen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2013/maerz/0307EU.shtml" target="_blank">NiederlandeNet (uni-muenster.de) </a>und auf <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2010471/" target="_blank">dradio.de</a></p>

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Redaktion (EF), 08.03.2013 10:37
 

 
 
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