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Prof. Dr. Walter Kühbauch 21.01.2013 09:18 Griechenland II
Sehr geehrter Herr Thomae
Wir sollten nicht vergessen, dass Griechenland vor dem Euro ein relativ glückliches Land war. Malerisch, miserabel organisiert, aber irgendwie funktional; ein nicht unsympathischer Schlendrian, sehr entspannend für ...
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Prof. Dr. Walter Kühbauch 17.01.2013 13:46 Griechenland I
Sehr geehrter Herr Thomae
Informationen, die für sachgerechte Entscheidungen des Parlaments erforderlich sind, bekommt man nicht mit gelegentlichen Urlaubsaufenthalten und schon gar nicht mit Politikerbesuchen.
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Marie Luise Schellen 19.10.2012 16:47 5 Gender-Thesen
O`Leary hat die Ansichten, die in der Gender – Agenda vertreten werden ( Dale O`Leary, The Gender Agenda, 1997, USA), wie folgt zusammengefasst:1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügen.
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<p><span>Hier finden Sie die</span> <a href="nachricht-12353/good-teaching-demands-on-passion.html">englische Originalversion des Interviews</a><span>.</span></p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Für Ihre Untersuchung haben Sie rund 800 Metastudien ausgewertet, insgesamt 50.000 Einzelstudien mit 250 Mio. Schülern. Was also macht einen erfolgreichen Unterricht aus?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich wünschte es gäbe ein einfaches Rezept und meine Untersuchung der Daten war darauf ausgerichtet, es so einfach wie möglich zu machen…</p>
<p>Dazu gehört etwa, dass eine Gruppe von Lehrern von einer Person geleitet wird, die ein Klima des Vertrauens erzeugt, damit die Lehrer debattieren, kritisieren und Unterrichtsreihen planen können, die a) herausfordernd sind, b) auf dem Vorwissen der Schüler aufbauen, c) die Balance zwischen allgemeiner und tiefgründiger Stoffbehandlung halten und am wichtigsten, d) dass sich alle einig sind, wie der Erfolg sich am Ende darstellen wird und die Erfolgskriterien klar benennen können, BEVOR sie mit dem Unterrichten beginnen.</p>
<p>Die Aussicht auf Erfolg erhöht sich, wenn der Lehrkörper sehr frühzeitig die Zielsetzung des Unterrichtes kommuniziert und sich ständig um Feedback in Bezug auf den Fortschritt der einzelnen Schüler bemüht sowie die Lehrmethoden im Lichte dieser Rückmeldungen anpasst. Die Aussicht auf Erfolg erhöht sich, wenn Schüler, die mit den Herausforderungen des Lernens kämpfen, das Lernen selbst beigebracht bekommen (sich zu konzentrieren, mit Bewusstsein zu arbeiten, Fehler und Fehlschläge zu tolerieren, gemeinsam an Problemlösungen zu arbeiten und verschiedene Lernstrategien auszuprobieren) und mit regelmäßigem Feedback über die nächsten Schritte versorgt werden.</p>
<p>Angemessene Herausforderungen, Klärung des Erfolgsbegriffes und Lehrer, die sich und ihren Unterricht immer weiter entwickeln – das sind Schlüsselkategorien für Unterrichtserfolg. Lehrer müssen darin unterstützt werden, ihren eigenen Einfluss auf den Lernerfolg in einem vertrauensvollen Umfeld ständig zu überprüfen und die Anforderungen der Lehrpläne gemeinsam festzulegen. Lehrer müssen eine Leidenschaft dafür entwickeln, alle Schüler zum Erfolg zu führen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Was ist Ihre Vorstellung von einem „guten Lehrer“?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Hervorragendes Unterrichten lässt sich - nach all meinen Schriften, meinen Beobachtungen in Schulen und meiner Beschäftigung mit Bildung allgemein - auf zwei Hauptnenner bringen - der eine davon ist Leidenschaft. Dabei meine ich eine bestimmte Form von Leidenschaft - die Leidenschaft, wirksamen Einfluss auf den Lernerfolg zu haben. Ich rede nicht über eine bloße „Liebe zum Lehren“, sondern über eine Leidenschaft für wertvolles und bewertbares Unterrichten, eine Leidenschaft dafür, seine Zeit und Energie dem Unterrichten zu widmen und dies zu einem zentralen Aspekt der eigenen Identität und des eigenen Lebens zu machen.</p>
<p>Kinder gehen nicht immer nur zur Schule, um nachzudenken. Unser Kopf ist gar nicht fürs Denken eingerichtet, wie wir in unserem neuen Buch argumentieren (Hattie & Yates, 2013). Denken und Lernen erfordern bewusstes Handeln, bewusste Praxis und bewusste Aufmerksamkeit dem gegenüber, was wir nicht wissen. Man muss Energie und Anstrengung aufbringen und dazu noch die Möglichkeit akzeptieren, daneben zu liegen, vor den anderen bloßgestellt zu werden, weil man es nicht kann! Manchmal erfordert es nachhaltige Bemühungen, bedroht das Selbstvertrauen, bringt ein hohes Maß von Unsicherheit mit sich. Es gibt keine Garantie für Erfolg. Und daher ist es riskant, weil wir es vielleicht nicht schaffen. Es könnte sehr peinlich sein, vor den Augen der Gleichaltrigen zu versagen. Es kostet viel, weil die gleiche Mühe in dem Moment nicht in andere, angenehmere Aktivitäten gesteckt werden kann, die nichts mit Nachdenken zu tun haben. Es ist einfacher, sich nicht mit dem Lernen zu beschäftigen, als es zu riskieren, trotz all der notwendigen Anstrengungen zu versagen. Das ist keine Faulheit. Wir Menschen (besonders die Kinder) verfügen eben nur über begrenzte Ressourcen, mit denen zu haushalten umsichtig, sogar weise ist. Lehrer mit einer ebenmäßigen (nicht obsessiven) Leidenschaft zum Unterrichten wissen das. Daher rührt auch ihr demonstratives Veranschaulichen der Freude, die man daraus ziehen kann, wenn man ihre Leidenschaft für das Lernen von Englisch, Mathematik, Physik und Sport teilt.</p>
<p>Diejenigen Lehrer, die diese Leidenschaft nicht haben, sehen die Quelle der Probleme vor allem in den Schülern. Sie sehen, dass manche klug sind und manche kämpfen müssen, dass manche es können und andere nicht. Sie sehen, dass einige sich bemühen und sagen, der Rest tut das nicht. Sie erklären einige für „leicht zu unterrichten“ und andere für „weniger leicht zu unterrichten“. Leidenschaftliche Lehrer dagegen wollen, dass ihre Schüler über das Erfüllen von Leistungsanforderungen hinaus und zur Beherrschung und Investition übergehen. Es reicht nicht, eine Arbeit rechtzeitig, ordentlich und mit der richtigen Wordanzahl abzugeben - sondern der Schüler soll den Lernerfolg, der durch die Investition in diese Aktivität anfällt, auch tatsächlich genießen. Nicht nur „mini-max“ (minimaler Einsatz für ein maximales Ergebnis), sondern „maxi-max“ (maximaler Einsatz für das Lernen für einen maximalen Ertrag). Leidenschaftliche Lehrer wollen, dass Schüler hinter die Oberfläche gehen: Von der Kenntnis vieler Fakten und Ideen zum vorsätzlichen Willen, diese Ideen miteinander in Beziehung zu setzen und zu erweitern.</p>
<p>Der zweite Hauptnenner, auf den man hervorragendes Unterrichten bringen kann, ist hoher Einfluss. Ich habe bei meiner Arbeit an „Visible Learning“ entdeckt, dass der Unterschied zwischen hervorragenden und nicht so großartigen Lehrern mehr als nur Leidenschaft ist. Die Antwort liegt nicht darin, wer der Lehrer ist – auch nicht notwendigerweise darin, was er genau tut. Es hängt vielmehr damit zusammen, welche Menge an Einfluss er auf die Schüler hat. Das hervorstechendste Ergebnis der Synthese von (derzeit) über 1000 Meta-Analysen (ca. 55.000 Einzelstudien, die ca. 250 Mio. Schüler umfassen) ist, dass fast „alles funktioniert“. Das erklärt nun, warum wir jeden Lehrer die Türe schließen und dann tun lassen, was er für das beste hält – solange es Beweise gibt, dass es das Lernen verbessert. Das erklärt auch, warum die allermeisten politischen Maßnahmen offenbar das Lernen fördern – weil beinahe alles das Lernen fördern kann. Aber wenn wir einmal von den durchschnittlichen Effekten absehen, ergibt sich eine ganz andere Geschichte. Ich bin fasziniert von den Merkmalen derjenigen Lehrer und Lehrarten, die zu überdurchschnittlichen Ergebnissen führen – und das sind die Botschaften in Visible Learning (2008) und Visible Teaching (2011). Ich möchte folgende normative These über hervorragende Lehrer aufstellen: Sie haben nicht nur einen gewaltigen und beständigen Einfluss, sondern sie können dafür auch qualitative Beweise anführen.</p>
<p>Ich habe mich in meiner Karriere auf das Studium von Erfolg konzentriert, und dieser ist in Schulen allgegenwärtig. Meine Schätzung gemäß meiner VL - Arbeit ist, dass um die 40 % der Lehrer stark einflussnehmende, leidenschaftliche Lehrer sind. Sie sind überall – wir müssen sie nur wertschätzen, verlässlich identifizieren, und dann alle anderen so fördern, dass sie zu dieser Gruppe von Lehrern aufschließen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Heißt das, reformpädagogische Ansätze wie offener Unterricht oder selbstgestaltetes Lernen, Ansätze also, bei denen sich der Lehrer weitestgehend zurückhält, bringen den Schülern unterm Strich gar nichts?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Eines der allgemeinen Ergebnisse ist, dass Veränderungen der äußeren Strukturen des Lernens normalerweise wenig Auswirkung darauf haben, wie Schüler lernen – weil die meisten Lehrer nichts an ihrem Lehrstil ändern, wenn sie Strukturen ändern (Zum Beispiel Umzug in „offene“ Klassen, Nutzen von Technologien, Verringern der Klassengröße) – und wenn sie die Art wie sie unterrichten nicht verändern, ist es offensichtlich, warum es nur wenig Wirkung zeigt.</p>
<p>Veränderte Strukturen KÖNNTEN einen Unterschied machen, aber den gibt es selten. In den meisten Fällen gibt es nur unglaublich viele verpasste Möglichkeiten. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für die Natur des Unterrichtens – wenn es einen systematisch hohen Einfluss hat, müssen wir es mögen, wertschätzen und mehr davon haben – wenn es einen geringen Einfluss hat, muss es sich einfach ändern.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Und welche Faktoren schaden dem Lernerfolg der Schüler?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Langeweile, fehlendes Interesse am Fortschritt, Grobheit und zu viel Reden. Das meiste beruht auf einem Modell des defizitären Schülers. Das heißt, man unterstellt, dass sie nicht lernen können, unerzogen und schlecht sind usw.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>In Deutschland wird derzeit darüber diskutiert, ob das Sitzenbleiben abgeschafft werden soll, weil es teuer ist und wenig bringt. Was hat Ihre Untersuchung diesbezüglich ergeben?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Das Sitzenbleiben (ein Jahr wiederholen) ist einer der systematischeren negativen Einflüsse, der uns bekannt ist. Wenn es Studien über positive Auswirkungen des Sitzenbleibens gibt, dann sind diese noch nicht veröffentlicht worden.</p>
<p>Beinahe alle Studien zeigen negative Auswirkungen – ferner gibt es eine massive soziale Schieflage. In den USA zeigt sich z.B., dass 80% der Sitzenbleiber einen afro-afrikanischen oder hispanischen Hintergrund haben. Ich habe dafür keinen Beweis, aber ich wäre nicht überrascht, wenn man in Deutschland zwei Schüler mit gleichem Leistungsniveau nehmen würde und der aus der sozio-ökonomisch niedriger stehenden Familie mit einer sehr viel größeren Wahrscheinlichkeit sitzenbleiben würde.</p>
<p>Ich bin davon fasziniert, warum wir weitermachen mit dem Sitzenbleiben, und es sind die Lehrer, die das üblicherweise mit der Annahme tun, dass sie die Schüler „reparieren“ könnten, wenn sie einfach MEHR Möglichkeiten dafür hätten. Dabei hatten sie sie ein Jahr lang und haben versagt. Außerdem braucht der Schüler nicht MEHR von der gleichen Art von Lehrplan, Klassenklima, Tests, interaktiven Aktionen mit anderen Schülern. Was sie von diesem Lehrer am meisten brauchen, ist etwas ANDERES – es erweist sich, dass soziale Förderung oft die einzige Option ist …</p>
<p>Auf der anderen Seite stellt die Akzeleration (beschleunigte, vorzeitige Heraufstufung, z. B. ein Jahr überspringen) einen mächtigen Einflussfaktor für Lernerfolg dar. Levin und andere haben gezeigt, dass Akzeleration sowohl bei schwächeren als auch bei begabten Kindern positiv wirkt. Ich bin fasziniert von kognitiver Beschleunigung und von der Frage, wie wir diese in den Klassenzimmern verankern können (und es gibt viele Arten zu beschleunigen, wenn man eine Klasse überspringt).</p>
<p>Es wäre eine sehr positive Sache, das Sitzenbleiben zu beenden.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Bei den von Ihnen ausgewerteten Studien handelt es sich überwiegend um englischsprachige Studien, die angelsächsische Bildungssysteme untersucht haben. Inwiefern glauben Sie, dass Ihre Ergebnisse auf Deutschland übertragen werden können?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich habe behauptet, dass meine Geschichte für viele westliche Länder passt – besonders dort, wo die Hauptquelle für Leistungsunterschiede innerhalb und nicht zwischen Schulen besteht.</p>
<p>Ich weiß, dass Deutschland ein stärker selektives Schulsystem hat, also sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen und nicht innerhalb einer Schule vielleicht größer in Deutschland. Es ist also etwas Vorsicht notwendig.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Welche Schlussfolgerungen sollte die Bildungspolitik aus Ihren Ergebnissen ziehen?</strong></p>
<p><strong>John Allan Hattie:</strong> Ich schreibe gerade etwas darüber, obwohl ich Forscher bin, kein politischer Entscheidungsträger. Die Botschaft ist meiner Meinung nach, dass es einen unglaublichen Erfolg unter den Lehrern Ihres Landes gibt, und dass es eine der Aufgaben der Politik ist, das zu erkennen und eine Koalition des Erfolgs zu schmieden. Politik beginnt zu oft mit Denken in den Kategorien von Defiziten (siehe oben). Aber das stellt die Wirklichkeit so vieler toller Lehrer in unserem System in Abrede.</p>
<p>Die Idee lautet deshalb, den vorhandenen Erfolg zu steigern. Manche Lehrer leugnen, dass es Spitzenleistungen gibt und andere streben immer weiter danach. Mein Argument ist, Ressourcen für Lehrer und Schulleiter zur Verfügung zu stellen, damit diese regelmäßig prüfen können, wie groß ihr Erfolg ist (sehen Sie z. B., <a href="http://e-asttle.tki.org.nz/">das e-asTTIe-Paket</a>, das wir in Neuseeland entwickelt haben http://e-asttle.tki.org.nz/) und den Schulen Autonomie zu geben, um kontinuierlich sowohl das Leistungsniveau als auch den Lernfortschritt zu steigern (jedes Kind verdient wenigstens ein Jahr Fortschritt für ein Jahr Input, egal, wo es angefangen hat) und die Schulen zu einladenden Orten für die Schüler zu machen. Wenn nicht, dann haben sie kein Recht auf Autonomie.</p>
<p> </p>
<p>Das Interview führte Christoph Kramer</p>
<p>Die Übersetzung aus dem Englischen besorgten Marcel Sudan und Christiane Kunze</p>
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| Kommentare (6) Redaktion (rk), 12.04.2013 13:29
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<p>Zuvor war der Index viermal in Folge gestiegen. Die 7000 befragten Manager gehen nun auch in die kommenden sechs Monate deutlich pessimistischer: Der betreffende Wert sackte um 1,0 auf 103,6 Punkte ab.</p>
<p> </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE92L02220130322" target="_blank">reuters.com</a></p>
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| Kommentare (0) Redaktion (EF), 22.03.2013 10:44
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<p>Mit dem Plan, Zyperns Kleinsparer für die Zockereien der Banken und die Versäumnisse der Regierung bluten zu lassen, haben viele noch den letzten Rest Vertrauen in vollmundige Politikversprechen verloren.</p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-zur-euro-krise-deutschen-sorgen-sich-um-ihre-ersparnisse-a-890304.html" target="_blank">spiegel.de</a></p>
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| Kommentare (7) Redaktion (EF), 22.03.2013 08:47
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<p>Freie Welt: <strong>Um Krankheiten erfolgreich zu therapieren, muss die Diagnose stimmen. Diese aus der Medizin geläufige Einsicht gilt auch für die Wirtschafts- und Finanzpolitik. Was den „Euro“ betrifft, herrscht aber schon in der Diagnose seiner Krankheit Verwirrung: Handelt es sich um eine Krise der öffentlichen Haushalte, der Banken oder gar des gesamten Wirtschaftssystems in Europa? Könnten Sie die zentralen Aspekte der Krise erläutern?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke:</strong> Es stoßen hier drei Krisen zusammen. Die erste Krise ist eine Krise fiskalischer Disziplinlosigkeit. Etliche Staaten haben ihre Verschuldung nicht unter Kontrolle und sind nicht willens oder imstande, ihre Ausgaben den Einnahmen anzupassen. die zweite Krise ist eine Krise des Euro. Immer mehr Staaten verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit, weil sie nicht nominal abwerten können. Dies kann dann nur durch Reallohneinbußen aufgefangen werden, die aber einen so großen Umfang annehmen, dass sie für die Bevölkerung unzumutbar sind. Die dritte Krise ist eine Krise des Bankenwesens, das Risiken nicht richtig eingeschätzt hat, sowohl im Immobilienmarkt als auch bei Staatsanleihen.</p>
<p>Freie Welt: <strong>Anscheinend hat sich die Lage beruhigt, ja stabilisiert, so dass Wohlmeinende sagen, der EURO sei auf dem Weg der Heilung. Wie sehen Sie die Gesundungschancen bei Fortsetzung der bisherigen Rettungspolitik?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Die angebliche Beruhigung ist leider ein Irrglaube. Wir haben nur an den Symptomen kuriert, nicht aber an den Ursachen. Ganz im Gegenteil: Durch die sog. Rettungspolitik ist die Überschuldung der Staaten gestiegen und „Beruhigung“ findet nur dadurch statt, dass Risiken von den Staaten und Banken über den ESM oder die EZB auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Außerdem wird behauptet, dass immerhin die Produktivität in den Krisenländern gestiegen sei. Aber das liegt nur daran, dass man die besonders unproduktiven Arbeitskräfte entlassen hat. Die Leute einfach in die Arbeitslosigkeit zu schieben, ist ersichtlich nicht die richtige Lösung.</p>
<p>Freie Welt: <strong>Warum ist die Diskussion um die Eurokrise so einseitig auf das Problem der Staatsverschuldung fixiert? Warum setzen die Versuche den Euro zu „retten“ immer an dieser Stelle des Problemdreiecks an? An welchen Punkten könnten alternative Lösungsversuche ansetzen?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Fragen Sie das bitte Frau Merkel. Die Bundeskanzlerin blendet andere Lösungsansätze systematisch aus. Die Auflösung des Euro und die Wiedereinführung nationaler Währungen würde die Wettbewerbsfähigkeit der Krisenländer wiederherstellen. Warum wird das von der Bundesregierung wie ein Tabu behandelt? Die Banken nicht durch Staatshilfen zu stabilisieren sondern durch Forderungsverzichte ihrer Großgläubiger ist beste Politik im Sinne der Steuerzahler. Aber die Bundesregierung hält starrsinnig an ihrer Auffassung fest, dass Privatgläubiger zur Haftung nicht herangezogen werden. Warum darf bei uns noch nicht einmal diskutiert werden, was in anderen Ländern erfolgreich praktiziert wurde?</p>
<p>Freie Welt: <strong>Was wären die Konsequenzen eines Austritts von Ländern wie Griechenland oder Portugal aus der Eurozone? Welche Schwierigkeiten entstünden aus einem harten Bruch mit dem bisherigen Währungssystem in den betreffenden Ländern?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Die Folgen eines plötzlichen Ausscheidens wären gravierend. Da die neue Währung gegenüber dem Euro enorm abwerten würde, verteuert sich die Auslandsverschuldung erheblich. Das führt zu Unternehmenspleiten und Massenentlassungen. Es kann auch zu einem Bankensturm und einem Zusammenbruch des Finanzsektors kommen. Der Staat wird zahlungsunfähig oder finanziert sich durch starke Inflation. Das ist alles sehr unschön und quantitativ kaum abzuschätzen.</p>
<p>Freie Welt:<strong> Sie schlagen für Griechenland die Einführung einer „Parallelwährung“ vor? Worum handelt es sich dabei? Was können wir uns darunter vorstellen?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Eine Parallelwährung ermöglicht einen gleitenden Übergang in eine neue Währung. Da wird eine nationale Währung eingeführt, die legales Zahlungsmittel ist, parallel zum Euro, der legales Zahlungsmittel bleibt. Im unbaren Zahlungsverkehr kann man verpflichtend vorschreiben, beide Währungen zu benutzen. Es würde zu weit führen, wenn ich das im einzelnen beschreibe, aber man kann dieses System so ausgestalten, dass die nationale Währung gegenüber dem Euro abwerten kann. Das verbessert dann die Wettbewerbsfähigkeit.</p>
<p>Freie Welt: <strong>Wie reagieren Konsumenten und Händler auf eine aus Euro und „neuer Drachme“ „gemischte“ Währung? Führt eine solche Parallelwährung nicht unweigerlich zu Arbitrage und zum Wachstum von Schwarzmärkten?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Nein, wenn der Wechselkurs zwischen Euro und der nationalen Währung flexibel ist, gibt es keinen Grund, in Schwarzmärkte auszuweichen. Denn Schwarzmarktpreise (nur in Euro) und legale Preise (teils in der einen, teils in der anderen Währung) werden sich dann so anpassen, dass es keine Arbitragemöglichkeit gibt.</p>
<p>Freie Welt: <strong>Zweck der Parallelwährung ist es, eine „sanfte Abwertung“ zu ermöglichen, die die Wettbewerbsfähigkeit der (griechischen) Wirtschaft verbessert. Für die Arbeitnehmer bedeutet dies einen, zumindest moderaten, Kaufkraftverlust. Ist es nicht wahrscheinlich, dass die Gewerkschaften durch höhere Lohnforderungen versuchen würden, dies zu kompensieren?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Sie haben denselben Kaufkraftverlust auch in jeder normalen Situation, wenn die Währung eines Landes gegenüber der Währung eines anderen Landes abwertet. Wie die Gewerkschaften darauf reagieren, hängt von ihrer Vernunft und Verantwortung ab. In einer existentiellen Situation wie sie in Griechenland existiert, kann man vielleicht hoffen, dass sich die Gewerkschaften ihrer Verantwortung nicht entziehen. Aber Sie haben recht, sicher ist das nicht.</p>
<p>Freie Welt: <strong>Wie würde sich eine Parallelwährung auf die Staatsschulden Griechenlands auswirken? Was würde sie für die versprochene Rückzahlung der Kredite bedeuten, die Deutschland und andere Griechenland gewährt bzw. garantiert haben?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Da die Staatsschulden in Euro denominiert sind, würden sie für Griechenland aufwerten. D. h. prima facie wäre Griechenland noch weniger imstande, seinen Schuldendienst zu leisten. Dem ist aber entgegenzurechnen, dass sich die griechische Wirtschaft beleben würde und der Staat daher mehr Steuern einnimmt und weniger Sozialleistungen zu zahlen hat. Welcher Effekt überwiegt, ist a priori nicht klar.</p>
<p>Freie Welt:<strong> Ist eine Parallelwährung auch in einem großen Euroland, namentlich in Italien, denkbar? Welche Reichweite hat ihr Vorschlag? Anders gefragt: Welche weiteren Maßnahmen müssten ihn ergänzen, um Auswege aus der Krise zu finden?</strong></p>
<p><strong>Prof. Lucke: </strong>Eine Parallelwährung ist auch in Italien denkbar. Das hat mit der Größe des Landes nichts zu tun. Aber eine Parallelwährung löst nicht alle Probleme, namentlich nicht das Problem der Überschuldung des Staates. Eine geordnete Staatsinsolvenz bleibt also weiter auf der Tagesordnung.</p>
<p>Das Interview führte Stefan Fuchs</p>
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| Kommentare (11) Redaktion (sf), 15.03.2013 10:48
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<p>Zypern selbst hatte einen Finanzbedraf von mehr als 17 Milliarden Euro deklariert. Kanzlerin Merkel hatte sich lange geweigert, Zypern auf die Gipfel-Tagesordnung zu setzen, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.</p>
<p>Nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien ist Zypern der fünfte Euro-Staat, der mit Milliarden-Paketen der Euro-Zone gefüttert wird.</p>
<p>Kritiker verweisen daruf, dass der Inselstaat an seiner Lage selbst Schuld sei. Mittels niedriger Steuern und mangelhafter Bekämpfung der Geldwäsche habe es sich insbesondere russischen Steuerflüchtlingen angedient und den eigenen Bankensektor aufgebläht. Dieser stehe nun vor dem Kollaps - und mit ihm das Land.</p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Zypern-erhaelt-Milliarden-article10302901.html" target="_blank">n-tv.de</a></p>
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| Kommentare (9) Redaktion (EF), 15.03.2013 10:24
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<p>Roland Vaubel ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Politische Ökonomie an der Universität Mannheim. Er unterstützt die Wahlalternative 2013 und die Partei “Alternative für Deutschland”.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Herr Professor Vaubel, Sie haben sich mit den Vor- und Nachteilen von repräsentativer und direkter Demokratie beschäftigt. Sie haben dabei Bereiche ausgemacht, in denen die politische Repräsentation nicht zufriedenstellend funktioniert. Was sind die Gründe für das Versagen, und welche Bereiche sind betroffen?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Die repräsentative Demokratie versagt, wo die Politiker systematisch andere Interessen als die Bürger haben und nicht ausreichend von ihnen kontrolliert werden. Dazu zähle ich die Besoldung und Versorgung der Politiker, die Parteienfinanzierung, die Zahl der Ministerposten und Abgeordnetensitze, den Umfang und die Besoldung des öffentlichen Dienstes, Subventionen und Marktzutrittsbeschränkungen zugunsten gut organisierter Interessengruppen, die Machtausübung durch staatliche Regulierungen und Besteuerung und die Zentralisierung der Politik auf der Ebene des Bundes und der Europäischen Union. In diesen Bereichen sollten Volksbegehren und Volksabstimmungen möglich sein. Außerdem bei allen Verfassungsänderungen – das sieht sogar Bundestagspräsident Lammert so.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Die Probleme der Politik beginnen also dort, wo die Kontrolle durch den Bürger fehlt. Bei uns heißt es, alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird in Wahlen und Abstimmungen ausgeübt. Alle vier Jahre darf der Bürger bei uns seine Stimme vergeben. Haben Sie den Eindruck, daß die Kontrolle allein durch Wahlen funktioniert? Was muß sich ändern?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Eine gewonnene Wahl ist für den Politiker so gut wie ein Blankoscheck. Deshalb sieht das Grundgesetz in Artikel 20 Volksabstimmungen vor. Die Abgeordneten haben sich im eigenen Machtinteresse bisher geweigert, dem Verfassungsauftrag nachzukommen und ein Ausführungsgesetz über Volksabstimmungen vorzulegen und zu beschließen. Eine Unterlassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht ist überfällig.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>In der Europapolitik scheinen die Interessen von Politikern und Bürgern besonders weit auseinanderzuliegen. Warum ist das Interesse der Politiker an einem europäischen Zentralstaat so viel größer als beim Bürger?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Durch die Zentralisierung der Politik gewinnen die Politiker mehr Macht über die Bürger. Die Bürger können sich den staatlichen Vorschriften und Abgaben nicht mehr so leicht entziehen, und sie haben auch weniger Gelegenheit, unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten international zu vergleichen. Das schwächt die demokratische Kontrolle. Außerdem leidet die Vielfalt, und die Innovationsfähigkeit der Politik nimmt ab.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Mit Volksbegehren und Volksentscheiden könnten Einzelentscheidungen der Regierung, wie zum Beispiel der Euro-Rettungsschirm, durch eine Bürgermehrheit zurückgenommen werden. Befürworter der direkten Demokratie versprechen sich allein dadurch schon eine bessere Politik, die das Interesse der Bürger mit mehr Umsicht und Vorausschau berücksichtigt. Halten Sie das für berechtigt?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Unbedingt. Man hätte einfach eine zusätzliche Kontrollinstanz. Die Euro-Haftungsunion wäre von den deutschen Wählern mehrheitlich abgelehnt worden. Daran lassen die Meinungsumfragen keinen Zweifel.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Außer der CDU bekennen sich alle im Bundestag vertretenen Parteien zu mehr Bürgerbeteiligung, ausdrücklich auch in Form von Volksabstimmungen auf Bundesebene. Nach den Programmen der Parteien hat die direkte Demokratie im Bundestag schon lange eine Mehrheit. Ihrer Ansicht nach: Was hindert unsere Politiker, endlich Nägel mit Köpfen zu machen?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Der Hauptgegner von Volksabstimmungen in der Regierungskoalition ist Wolfgang Schäuble. Das hat auch damit zu tun, dass seine euromantischen Vorstellungen von der Mehrheit der Deutschen nicht geteilt werden. Er will die Krise nutzen, um mit List und Tücke seine höchst persönlichen Wertvorstellungen durchzusetzen. Da ist ein Verzückter am Werk.</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Bis jetzt ist kein Spitzenkandidat der Parteien mit der Forderung nach direkter Demokratie an die Öffentlichkeit gegangen. Die Initiative Bürgerrecht Direkte Demokratie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Einführung von Elementen der direkten Demokratie zu einem wichtigen Wahlkampfthema zu machen. Was muß der Bürger tun, damit es in der nächsten Legislaturperiode zu einer Entscheidung für den Volksentscheid kommt?</strong></p>
<p><strong>Prof. Roland Vaubel:</strong> Der Bürger sollte eine Partei wählen, die Volksabstimmungen fordert – und zwar ausdrücklich auch in der Europapolitik. Ich kenne nur eine Partei, die das tut: die neue „Alternative für Deutschland“. In ihrem Wahlprogramm heißt es: „Wir fordern, Volksabstimmungen über grundlegende gesellschaftliche Fragen zuzulassen. Eklatante Fehlentscheidungen unserer Volksvertreter müssen korrigiert werden können. Das gilt insbesondere für die Abtretung wichtiger Befugnisse an die EU.“</p>
<p>Bürgerrecht Direkte Demokratie: <strong>Herr Professor Vaubel, vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<p>Das Interview führte Andreas Kobs</p>
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| Kommentare (7) Redaktion (ak), 12.03.2013 09:19
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<p>Mit Blick auf den anstehenden Regierungswechsel müsse sich das Land nun entscheiden, ob es sich an die Währung anpassen wolle. Anderfalls "müssen sie die Konsequenzen ziehen", so Brüderle.</p>
<p>Der FDP-Fraktionschef im Bundestag gab sich betont gelassen: Es müssten "nicht zwingend alle dabei sein, die heute dabei sind." Für Italien gebe es letztlich nur die Wahl, "drastische Maßnahmen" zu ergreifen, oder die Euro-Zone zu verlassen.</p>
<p> </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.bild.de/politik/inland/maybrit-illner/bruederle-haelt-euro-austritt-italiens-fuer-moeglich-29423558.bild.html" target="_blank">bild.de</a></p>
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| Kommentare (4) Redaktion (EF), 08.03.2013 11:26
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<p>Die niederländischen Volksvertreter müssen nun über diese Frage debattieren. Anfang des Jahres gab rund 52 Prozent der Niederländer an, über einen Austritt aus der EU abstimmen zu wollen.</p>
<p> </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2013/maerz/0307EU.shtml" target="_blank">NiederlandeNet (uni-muenster.de) </a>und auf <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2010471/" target="_blank">dradio.de</a></p>
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| Kommentare (1) Redaktion (EF), 08.03.2013 10:37
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- David Hume |
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