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zur Person und Archiv
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Bernhard Lassahn 14.02.2013 10:37 Vergewaltigungen, Witze, Wanderwege, Juden, Attacken, Ölweiber und Strickmuster
Eine kleine Warnung vorweg: Was ich über den Herrenwitz sagen werde, ist nicht lustig. Ich vermute sogar, dass ein paar scharfe Töne, die später noch dazukommen, bei einigen Lesern einen regelrechten Aufschrei auslösen können, ...
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Bärbel Fischer 22.01.2013 21:25 Abgeschmettert!
Ein eindeutiger Vertragsbruch – auf Kosten der Familien!
Der engagierte CDU-Kommunalpolitiker Eugen Abler aus Bodnegg, Kreis Ravensburg, hatte über das katholische Sozialwerk KOLPING 10 000 Unterschriften zugunsten einer Reform de...
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<p>Grundlage dafür ist die Einkommensbezogenheit des Elterngeldes. Das heißt: Die von den Eltern selbst übernommene Kinderbetreuung im Jahr vor einer weiteren Geburt zählt als Nicht-Leistung. Dabei wird das Elterngeld nicht aus einkommensbezogenen Beiträgen, sondern aus Steuergeldern finanziert.</p>
<p>Der stellv. Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Dr. Johannes Resch, äußert dazu Unverständnis: „Obwohl sich die Klägerin ausdrücklich auf klare Formulierungen aus früheren, bindenden* Urteilen des BVerfG berief , die jede Diskriminierung verbieten, die an der „Wahrnehmung des Elternrechts anknüpfen“,(1) wurde sie allein deshalb benachteiligt, weil sie – statt erwerbstätig zu sein – ihr verfassungsrechtlich garantiertes Elternrecht wahrgenommen und ihr eigenes Kind selbst erzogen hatte.“</p>
<p>Die Klägerin berief sich auch auf die bereits 1955 vom BVerfG formulierte und durch viele Urteile bestätigte „Leitidee unserer Verfassung“, nach der die Aufgabenverteilung in der Familie zur „Freiheit der spezifischen Privatsphäre“ gehöre, die staatlicher Einwirkung entzogen sei.(2)</p>
<p>Der Einzelrichter ging auf die in der mündlichen Verhandlung wie schon in der Berufungsbegründung zitierten Urteile des BVerfG nicht ein und verwies nur auf einen Nichtannahmebeschluss einer aus drei Richtern bestehenden Kammer.(3) – Auf den Einwand, ein Kammerbeschluss könne keine Urteile des Bundesverfassungsgerichts aufheben, entzog er bei der mündlichen Verhandlung das Wort und verhängte eine Geldstrafe.</p>
<p>Im schriftlichen Urteilstext wird der Hinweis auf das Grundgesetz als „mutwillige“ Verzögerung der Verhandlung ausgelegt und damit die Geldstrafe begründet.</p>
<p>Die offen erkennbaren Widersprüche zwischen dem Wortlaut im Kammerbeschlusses und den Urteilen des BVerfG nahm der Richter nicht zur Kenntnis. Eine Auflösung der Widersprüche wurde nicht versucht. Das Urteil missachtet die bisherige Rechtsprechung des BVerfG und damit auch das Grundgesetz selbst.</p>
<p>Die Kammer des BVerfG beruft sich zwar auf den Verfassungsauftrag zur „Gleichberechtigung der Geschlechter“, deutet diesen aber um zu einem Auftrag zur Gleichschaltung im Erwerbsleben, wie es von der Bundesregierung vorgegeben wird. Aufgrund der Behauptung, Gleichberechtigung könne nur durch gleiche Beteiligung am Erwerbsleben erzielt werden, wird Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen wollen, grundsätzlich das Recht auf Selbstbestimmung und Gleichberechtigung verweigert, wie die klagende Mutter erfahren musste.</p>
<p>Dazu Dr. Resch: „Das Urteil des Bayerischen LSG erinnert an dunkle Phasen der deutschen Rechtsgeschichte, wie z. B. in der DDR, in denen sich das Rechtswesen kritiklos den ideologischen Vorgaben staatlicher Regierungsmacht unterordnen ließ. Das Urteil ist ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland.“</p>
<p>——————</p>
<p>* Anmerkung: Beschlüsse eines Senats des BVerfG sind für andere Gerichte bindend, Beschlüsse einer Kammer dagegen nicht.</p>
<p>Zitierte Quellen:</p>
<p>(1) 1. Leitsatz „Besonderer Gleichheitssatz“</p>
<p>Zitat aus: BVerfG, 2 BvR 1057/91 vom 10.11.1998, Absatz-Nr. (1-104),</p>
<p>Art. 6 Abs. 1 GG enthält einen besonderen Gleichheitssatz. Er verbietet, Ehe und Familie gegenüber anderen Lebens- und Erziehungsgemeinschaften schlechter zu stellen. Dieses Benachteiligungsverbot steht jeder belastenden Differenzierung entgegen, die an die Existenz einer Ehe (Art. 6 Abs. 1 GG) oder die Wahrnehmung des Elternrechts in ehelicher Erziehungsgemeinschaft (Art. 6 Abs. 1 und 2 GG) anknüpft.</p>
<p>(2) Zitat aus: BVerfGE 6, 55 (81) Beschluss des 1. Senats vom 17. Jan. 1957 (1 BvL 4/54)</p>
<p>„Leitidee unserer Verfassung“</p>
<p>„Wie bereits oben dargelegt, ist Art. 6 Abs. 1 GG im Sinne der klassischen Grundrechte ein Bekenntnis zur Freiheit der spezifischen Privatsphäre für Ehe und Familie; es entspricht damit einer Leitidee unserer Verfassung, nämlich der grundsätzlichen Begrenztheit aller öffentlichen Gewalt in ihrer Einwirkungsmöglichkeit auf das freie Individuum. Aus diesem Gedanken folgt allgemein die Anerkennung einer Sphäre privater Lebensgestaltung, die staatlicher Einwirkung entzogen ist.“</p>
<p>(3) Nichtannahmebeschluss der 2. Kammer des 1. Senats vom 9.11.2011, Rn 18: BVerfG, 1 BvR 1853/11 vom 9.11.2011, Absatz-Nr. (1-22),</p>
<p>Zitat (Rn 18): „Die mittelbar angegriffene Regelung ist zudem im Hinblick auf den Verfassungsauftrag des Art. 3 Abs. 2 GG gerechtfertigt. Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG verpflichtet den Gesetzgeber, die Gleichberechtigung der Geschlechter in der gesellschaftlichen Wirklichkeit durchzusetzen und überkommene Rollenverteilungen zu überwinden.“</p>
<p> </p>
<p><a href="http://familienarbeit-heute.de/?p=3400" target="_blank">Zur Pressemitteilung</a></p>
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| Kommentare (12) Redaktion (ks), 05.04.2013 12:47
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<p>Die Initiative Familienschutz sprach mit Ann-Kathrin F. (<em>Name von der Redaktion geändert</em>), Facherzieherin für Kleinkind-Pädagogik in einer süddeutschen Großstadt, über ihren Alltag in einer deutschen Kinderkrippe, die Bedürfnisse kleiner Kinder und ihre Wünsche an die Politik.</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie sind Erzieherin in einer Kinderkrippe. Vor einiger Zeit haben Sie sich an die Initiative Familienschutz gewandt und die Krippendebatte, insbesondere die Falschinformationen gegenüber den Eltern kritisiert. Was läuft Ihrer Meinung nach verkehrt in der Diskussion?</strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Falschinformationen sind für mich:</p>
<p>1. dass Kinder, die in eine Krippe gehen, später besser in der Schule sind. Konzentrationsstörungen, persönliche Unsicherheit, Aggressionen, oder Mitläufertum sind nur einige Folgen von mangelnder Zuwendung im Kleinkindalter.</p>
<p>2. dass die Kinder optimal betreut werden. Welche Mutter von Fünflingen hat genügend Zeit, Belastbarkeit, Zuwendung, gute Ideen, um jedem Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden? Im Schnitt teilen sich 5 Kinder eine Erzieherin. Die wenigsten Erzieherinnen haben bereits eine Zusatzqualifikation für Kleinkind-Pädagogik.</p>
<p>3. dass Migrantenkinder schneller Deutsch lernen und besser integriert werden. Die Muttersprache wird in den ersten 2 Jahren am besten von der Mutter gelernt, wie der Name schon sagt. Außerdem betreuen viele Migrantenfamilien ihre Kinder nach traditionellem Erziehungsmodell, d.h.</p>
<p>a: Die Mutter bleibt zuhause und versorgt die Familie.</p>
<p>b: Solche Familien lassen ihre Kinder daheim, weil sie nicht wollen, dass sie von fremden Wertvorstellungen geprägt werden.</p>
<p>4. dass alle Mütter arbeiten wollen. Ich habe noch in keiner Anmeldung gelesen, dass eine Mama arbeiten will, weil ihr das mehr Erfüllung bringt als das Zusammensein mit ihrem Kind</p>
<p>5. dass der Staat, unsere Wirtschaft auf die Arbeit der Mütter angewiesen ist. Wie viel Bruttosozialprodukt muss eine Mutter erwirtschaften, und entsprechend Abgaben zahlen, um dem Staat eine monatliche Subvention von mindestens 1000 € wert zu sein?</p>
<p>6. dass ausgebildete Fachkräfte Kleinkinder besser versorgen als Mütter. Aufgrund des Fachkräftemangels, der auch schon bei Gesetzesbeschluss absehbar war, werden Krankenschwestern, Lehrerinnen, Hausfrauen, Schüler und Studenten beschäftigt. Nach dem Motto: Spielen und Wickeln kann jeder. Fast jede Frau, Mann kann kochen. Hat er/sie dadurch die Qualifikation, als Chefkoch in einem Gourmetrestaurant zu arbeiten, zu erkennen, welche Ernährung für welchen Gast richtig ist, und entsprechende Menü- und Ernährungspläne zu erstellen? Was sind uns unsere Kinder wert?</p>
<p>7. dass Kinder in der Krippe mehr lernen als Zuhause. Lernpsychologen sagen, dass die Effizienz des Lernens stark von der Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem abhängt, sowie auch von einer positiven Lernatmosphäre. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unseren Entscheidungsträgern nicht bewusst ist, von welchem Alter sie sprechen: nämlich von Wochen bis 36 Monaten.</p>
<p>8. Wenn Politiker und Arbeitgeber über Krippenausbau reden, geht es nicht um die Bedürfnisse des Kindes, sondern darum, Mutter/Vater von der Erziehungsarbeit freizustellen, um verlässliche Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben. Das Wort Betreuung klingt dabei sehr verfänglich. Denn in Wirklichkeit wird dann die Erziehungsarbeit der Eltern nicht mehr ergänzt, sondern zunehmend ersetzt, zumindest wenn die Eltern vollbeschäftigt sind.</p>
<p> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Sichere Bindung ist die Voraussetzung für Bildung</strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie schreiben „Jedes Kind hat ein Recht auf individuelle Bindung, Beziehung und Bildung. „Ja, wir sind ausgebildet und motiviert. Aber unter diesen Bedingungen können wir das nicht leisten“. Was genau meinen Sie damit?</strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Bildung bedeutet explorieren, neue Wege gehen. Die nachhaltigste Bildung entsteht aus eigenen Erfahrungen. Einfach gesagt: Die kindliche Neugierde lehrt den kleinen Menschen die Gesetze des Lebens und Handelns.</p>
<p>Dazu braucht das Kind einen sicheren Ausgangspunkt, eine sichere Bindung. Wer auf wackeligem Boden steht, wird keine Leiter hinaufsteigen, sondern wird alles tun, um festen Boden unter die Füße zu bekommen, d.h. ein Kind, das keinen sicheren Halt hat, kann sich gar nicht für neue Lerninhalte öffnen, denn es investiert seine ganze Kraft, Sicherheit zu bekommen. Erst dann wird es sich nach neuen Zielen ausstrecken.</p>
<p>Eine sichere Bindung kann nur durch die wachsende Beziehung zu einer festen Bezugsperson entstehen. Das erfordert viel Zeit, Fachkompetenz und Feinfühligkeit, um die Herzenssprache des Kleinstkindes zu verstehen, und ihm auf dieser Ebene zu begegnen. Nicht alle Betreuungskräfte haben das nötige Feingefühl, zu erspüren, welche Bedürfnisse das Kleinkind über Körpersprache, Mimik und Gestik mitteilt. Diese konstante Interaktion mit dieser festen Bezugsperson ist unerlässlich für die Selbstidentifikation des Kleinstkindes. Je jünger ein Kind ist, desto zuverlässiger muss die Bezugsperson sein, die seine Schritte begleitet und weitere Bildungsangebote anregt. Eine Erzieherin hat bei dem bestehenden Personalschlüssel weder die Zeit, noch genügend Hände für diese ständige Zuwendung. Null bis zweijährige Kinder leben im „Hier“ und „Jetzt“, nicht im „Später“ oder „Warte“, oder „Vielleicht“. Sie sind auf sofortiges Feedback auf ihr Tun angewiesen, weil jedes weitere Handeln entscheidend von der direkten Reaktion der Bezugsperson abhängt.</p>
<p>Dieser Aspekt beeinflusst die Motivation, die spätere Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft, und somit die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft.</p>
<p>Das jedoch kann in Krippen etc. nicht gewährleistet werden.</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>In immer mehr Kinderkrippen können Kinder ab der 8. Lebenswoche bis 3 Jahren von 6:00 bis 20:30 Uhr oder noch länger betreut werden. Wird dieses Angebot, insbesondere die Betreuung bereits weniger Wochen alter Babys, über einen so langen Zeitraum von den Eltern genutzt? Wie groß ist insgesamt die Nachfrage?</strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Sehr groß, insbesondere in Ballungsgebieten. Die Wartelisten sind oft mit 200% überbelegt. Schon während der Schwangerschaft werden Babys auf die Warteliste gesetzt. Wenn eine Mutter voll arbeitet, den Arbeitsweg und evtl. Pause einberechnet, dann ist ihr Kind etwa 10 Stunden in der Einrichtung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Staat hebelt besonderen Schutz der Familie immer mehr auf</strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Für die Leiterin des Arbeitskreises “Außerfamiliäre Betreuung in der frühen Kindheit” in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung, Ann Kathrin Scheerer, ist der massive Ausbau der Krippen weniger das Ergebnis gestiegener Nachfrage der Eltern, sondern habe vor allem arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Gründe. Wie sehen Sie das? </strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Für Eltern aus den neuen Bundesländern ist Krippenerziehung oft selbstverständlich, weil sie es auch so erlebt haben.</p>
<p>Unverheiratete Mütter, (auch manche verheiratete) wollen öfters arbeiten, um nicht von ihrem Partner abhängig zu sein. Dazu kommt die Angst vor Versorgungsengpässen oder Altersarmut, weil der Staat den besonderen Schutz der Familie immer mehr aufhebelt.</p>
<p>Manchen Müttern wird der Verlust des Arbeitsplatzes mehr oder weniger direkt angedeutet. Sie haben Angst vor Mobbing oder Geringschätzung als Heimchen am Herd.</p>
<p>Die vorenthaltenen Sozialversicherungsanwartschaften seitens der Politik ermutigen Mütter auch nicht gerade, die kreativste nachhaltigste Aufgabe ihres Lebens wahrzunehmen, während getrennt lebende Väter Freizeitpapas nach Belieben sein dürfen.</p>
<p>Eine vage Vermutung: Wenn der Staat unter Bildung zunehmend zweckgebundenes Funktionieren hervorhebt und fördert, werden damit auch wesentliche Bestandteile des Menschseins verloren gehen, z.B. Emotionalintelligenz, Individualität, besondere Kompetenzen, Kreativität, Lebenssinn und Lebenswert.</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Bindungsexperten wie beispielsweise Dr. Rainer Böhm warnen immer wieder vor zu früher Fremdbetreuung. Insbesondere kleine Kinder seien einem enormen Stress ausgesetzt, das hätten Untersuchungen anhand des Stresshormons Cortisol belegt. Welchen Eindruck haben Sie von den Kindern in Ihrer Einrichtung? </strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Der kindliche Stress äußert sich in verschiedenen Formen.</p>
<p>- Manche Kinder weichen nicht von der Seite der Erzieherin und werden kaum eigenaktiv, halten sich buchstäblich an Spielzeug oder Ritualen fest, reagieren vorschnell mit Panik, oder heftigem Widerstand. Während der Eingewöhnungszeit (ca. 8 Wochen) ist das normal, doch danach ist das ein klares Zeichen von mangelnder innerer Sicherheit.</p>
<p>- Die Betreuungszeiten sind oft länger als die Dienstzeit der Bezugserzieherin, d.h. das Kind hat viele wechselnde Ansprechpartner, kommt in eine andere Gruppe zu anderen Kindern und Erziehern, oder hat gar keine Gruppe. Schon sehr früh wird es in ein System gepresst, (Tagesablauf, Verhaltensmuster, Erwartungen, Wertvorstellungen usw.) das für manche Kinder eher hemmend als förderlich ist.</p>
<p>- Weiteren Stress verursacht das Zusammenleben auf engem Raum. Es gibt zu wenige Rückzugsmöglichkeiten, um ungestört über einer selbst gewählten Aufgabe zu verweilen und daraus zu lernen. Unruhig und verloren laufen sie umher, ohne ein Erfolgserlebnis zu haben. Kinder dürfen nichts kosten Die Schlafmatratzen sind oft so eng nebeneinander, dass man nicht dazwischen sitzen kann, um ein Kind zu trösten.</p>
<p>- Auch die Garderobenplätze sind auf 20 cm pro Kind genormt. Wie breit ist denn ein Windelpopo? Die Kinder fühlen sich bedrängt und reagieren mit Rückzug oder Aggression. Kleinkinder sehen noch nicht die Bedürfnisse der anderen, nehmen also das Spielzeug, was sie gerade interessiert, und verstehen nicht, warum der andere jetzt weint oder schlägt. Es kommt zum Konflikt, und wenn mit den Konfliktpartnern kein Lösungsweg erarbeitet wird, werden sie auch kein konstruktives Sozialverhalten erlernen</p>
<p>- Durch das enge Zusammenleben werden Krankheiten sehr leicht übertragen. Es ist altersgemäß, dass Krabbelkinder alles in den Mund nehmen, bzw. sich gegenseitig ins Gesicht oder Mund fassen.</p>
<p>- Nicht zuletzt spüren Kleinkinder die Stimmung und Anspannung ihrer Eltern, wenn sie unter Zeitdruck ihr Kind aus dem Schlaf holen, um pünktlich am Arbeitsplatz zu sein. Es kommt vor, dass Kinder halbkrank oder mit Fieberzäpfchen in die Einrichtung gebracht werden, weil Mutter oder Vater nicht schon wieder von der Arbeit fehlen können. Auch wir stehen dann im Konflikt zwischen den Bedürfnissen des kranken Kindes, den Verpflichtungen der Eltern und unserer Verantwortung gegenüber allen Kindern. Besonders hart ist es, wenn (meist) die Mutter in der Probezeit ist und Angst hat, ihren Job wegen des Kindes zu verlieren. Das ist leider Alltag.</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Ab welchem Alter halten Sie die Betreuung des Kindes außerhalb der Familie für sinnvoll und angemessen? </strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Ich denke, dass die meisten Kinder sich schon sehr früh an einige, wenige, feste, dauerhafte Bezugspersonen gewöhnen können, wenn diese für die Eltern vertrauenswürdig und verlässlich sind. Für ein Baby sollte das höchstens nur stundenweise und immer die gleiche Person sein. Wenn Kinder anfangen zu laufen, fühlen sie sich in Krabbelgruppen wohl, wo die Mama in Reichweite ist. Das Kind kann sich selbstbestimmt lösen, um erste eigene Erfahrungen mit Gleichaltrigen zu sammeln. Mit zwei Jahren können viele Kinder nach einer individuellen Eingewöhnungszeit mehrmals pro Woche für 2-3 Stunden in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Menschen gute Erfahrungen machen und ihren Horizont erweitern. Das ist aber keine Bedingung für eine gute Entwicklung.</p>
<p> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wollen Eltern wirklich anderen überlassen, was für ihre Kinder für wichtig und wertvoll sein soll?</strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Mütter, die ihre Kinder nicht bereits frühzeitig in einer Krippe betreuen lassen, würden ihren Kindern Bildung vorenthalten, so ein immer wiederkehrendes Argument für die frühe außerhäusliche Betreuung. Was meinen Sie dazu? </strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Wie ein Baum in Kreisen von innen nach außen wächst, groß und stark wird, so entdeckt und entwickelt ein Mensch seinen Lebensraum und Aktionsradius vom unmittelbaren Umfeld Familie hinaus in weitere Beziehungen und Herausforderungen.</p>
<p>Die primären Bildungsaufgaben des Kleinstkindes sind der Erwerb von Emotional- und Körperkompetenz, und die Fähigkeit, sich mitzuteilen, also Sozialkompetenz. Im Zusammenspiel dieser Kompetenzen entwickelt sich das, was landläufig unter Bildung definiert wird: nämlich die kognitive Intelligenz, also die Fähigkeit, Dinge und Zusammenhänge altersgemäß zu erforschen, verstehen und entsprechend damit umzugehen.</p>
<p>Was lernt der kleine Luis, wenn ich ihm die Tasche aus der Hand nehme und sie selber einpacke, weil er zu langsam ist, und die anderen Kinder schon warten? Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kleinkindalter beeinflussen das ganze spätere Leben.</p>
<p>Zuhause kann die Mutter/Vater auf die Bedürfnisse des Kindes individuell eingehen: Schlafen, wenn es müde ist, Essen, wenn es hungrig ist. Bilderbuch vorlesen, Türmchen bauen, Schüsseln sortieren…, wenn das Kind seine Neugierde, sein Bildungsbedürfnis signalisiert. Denn dann ist der Lernerfolg auch am effektivsten. Die Pädagogik nennt das Lernfenster. Warum erlernt man eine Fremdsprache am besten in dem betreffenden Land?</p>
<p>Weil man sie dort in einer anregenden Umgebung mit allen Sinnen erlebt und sie gleich sinnvoll anwendet. Das Gleiche erfährt ein Kind, das mit seiner Mama Geschirr in den Schrank räumt oder Wäsche sortiert. Es entdeckt u.a. die Gesetze der Schwerkraft, mathematische Größen, Farben und Formen, fördert seine Handgeschicklichkeit, erweitert seine Sprachfähigkeit durch Begriffe wie hart, weich, biegsam. Es erkennt Sinn und Funktion der Dinge, und bekommt obendrein die wichtigste Anerkennung: Mama ist stolz auf mich – ich habe es gut gemacht. Ich bin wichtig und wertvoll. Wollen Eltern wirklich anderen überlassen, was für ihre Kinder für wichtig und wertvoll sein soll, welche Lebens- und Arbeitshaltung sie erwerben?</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Was wünschen Sie sich als Krippenerzieherin von der Politik? </strong></p>
<p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> <span style="text-decoration: underline;">Von der Politik wünsche ich mir:</span></p>
<p>- Dass Kinder als die wichtigste Investition in unsere Zukunft gesehen werden und nicht als Politikum für die nächste Wahl.</p>
<p>- Objektive Aufklärung und Information: Was brauchen Kinder, um Gestalter und Leistungsträger unserer zukünftigen Gesellschaft werden zu können?</p>
<p>- Die Erkenntnis, dass Menschen und insbesondere die Kinder ohne Lobby keine</p>
<p>variable Größe sind, die man der Wirtschaft anpassen kann; und schon gar nicht den Zielen Einzelner unter dem Vorwand des Gemeinwohls unterstellt werden dürfen. Schließlich dienen die Arbeit und der damit verbundene Lohn der Erhaltung des Menschen - und nicht der Mensch zur Rechtfertigung von Konzernstrategien.</p>
<p>- Dass endlich die Leistung von Müttern/Vätern für das Gesamtwohl unserer Gesellschaft geschätzt und honoriert wird. Erziehung und die damit verbundene Prägung ist eine Aufgabe von höchster Kreativität und Nachhaltigkeit für das Gemeinwohl. Das Betreuungsgeld beträgt höchstens ein Zehntel vom Zuschuss für einen Krippenplatz.</p>
<p>- Echte Wahlfreiheit besteht erst, wenn Mütter ihre Kinder nicht aus finanziellen, bzw. Statusgründen und schon gar nicht aus Angst vor ausgebremster Karriere, Arbeitsplatzverlust, oder Altersarmut in die Krippe geben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wenn Kleinkinder, d.h. vor dem dritten Geburtstag, außerhäuslich betreut werden müssen, wünsche ich mir von der Politik:</span></p>
<p>- Eine qualifizierte Ausbildung der Fachkräfte, sodass diese den Erziehungs- und Bildungsbedürfnissen von Kleinkindern gerecht werden können.</p>
<p>- Dass die Leistung der Fachkräfte durch Status und finanzielle Anerkennung gewürdigt und honoriert wird.</p>
<p>- Dass der Betreuungsschlüssel auf höchstens eins zu drei festgesetzt wird. Bisher gibt es nur schwammige Empfehlungen.</p>
<p>- Die räumliche und materielle Ausstattung muss sich an den wahren Rechten und Bedürfnissen der Kinder orientieren und nicht am Budget er Geldgeber.</p>
<p>- Keine Kita im Keller oder Dachgeschoss! Kinder brauchen Sonne, frische Luft und Natur – Aussicht statt Kunstlicht, Klimaanlage und Indoorspielplatz. Das weiß jede Oma und jeder Kinderarzt.</p>
<p>- Eltern brauchen ein Recht auf familiengerechte Arbeitszeiten. Schließlich erbringen sie durch ihre Erziehung eine Leistung für den Staat und sollen selber lange leistungsfähig bleiben.</p>
<p>Initiative Familienschutz: <strong>Danke für das Gespräch!</strong></p>
<p>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</p>
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| Kommentare (11) Kerstin Schneider, 02.04.2013 11:26
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<p>FreieWelt.net: <strong>Dr. Wunsch, vor einigen Tagen haben Sie die 14. Auflage Ihres Erziehungsbestsellers „Die Verwöhnungsfalle“ in einer stark ergänzten Neufassung mit eigenem Praxisteil und Selbsttest auf der Didacta in Köln vorgestellt. Darin beschreiben Sie die negativen Folgen von Verwöhnung und fordern mehr Konsequenz in der Erziehung. Für viele Kinder dürften Sie damit als Spaßbremse gelten…</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Da Eltern in der Regel so klug sind, ihren durch das beherzte Aufgreifen wichtiger Botschaften aus der Verwöhnungsfalle veränderten Erziehungsstil nicht mit mir als Autor in Verbindung zu bringen, werden mich Kinder auch nicht als Spaßbremse sehen. Je früher sie jedoch erfahren, dass ein eigenständiges und zufriedenstellendes Leben in der Regel mit Mühe und Fleiß verbunden ist, je gezielter werden Sie sich darauf vorbereiten wollen. Aber es ist schon mal in einem Nachbarort passiert, dass Eltern ihr Tun mit meinem Buch in Verbindung brachten, was den Sohn so aufregte, sich bei mir beschweren zu wollen. Es ging darum, dass er mit dem Fahrrad zum Sportverein fahren sollte und die Eltern einen PKW-Fahrdienst als Verwöhnung einstuften. Da ihm aber die Wegstrecke von ca. 2 km zu meinem Wohnort als zu beschwerlich erschien, kam er nicht an. Wenn jedoch aus Kindern Erwachsene geworden sind, werden sie einsehen, dass eine verwöhnende Erziehung gar nicht spaßig ist, weil der Ernst des Lebens ihnen verdeutlicht, Vieles im alltäglichen Miteinander dann nicht zu können.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Verwöhnen lassen wir uns doch alle mal ganz gerne. Daraus speisen wir nicht zuletzt auch wieder Kraft für neue Herausforderungen. Ab wann wird Verwöhnen problematisch, wann wird es zur „Falle“?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit der Verwöhnung belegt, dass ein solches Handeln immer negativ ist. Sprachgeschichtlich kommt das Wort „Verwöhnen“ vom mittelalterlichen „verwenen“. Dies bedeutet, an etwas in übler Weise gewöhnen. Das mittelhochdeutsche „wenen“ bedeutet „gewöhnen“, zu schlechten Gewohnheiten veranlassen. Bezogen auf Kinder werden auch Begriffe wie verziehen, verzärteln, verweichlichen und übertriebenes umsorgen gebraucht. Werden Menschen auf verwöhnte Kinder angesprochen, wird dies nach meiner Erfahrung immer mit negativen Kommentaren quittiert. Zur Falle wird der Vorgang deshalb, weil sich die Verwöhnung oft als liebevolle Zuwendung tarnt, bzw. in der Situation der Verstand ausgeschaltet wird. Das was wir alle mal ganz gerne wollen, wird von mir als ‚situationsbezogene Sonder-Zuwendung’ oder ‚sich und Anderen etwas Gutes tun’ bezeichnet. Dabei steht nicht irgendein ‚ver…’, sondern die Zuwendung gegenüber einem nahen Menschen oder mir selbst in einer herauszustellenden Situation im Zentrum.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Sie halten insbesondere die ersten 36 Lebensmonate für die entscheidende Zeit, in der die Weichen für das spätere Leben gestellt werden. Gemeinhin wird allerdings gesagt, Säuglinge könne man gar nicht verwöhnen, sie bräuchten ganz im Gegenteil unsere ganze Aufmerksamkeit und Hingabe. Wann also kann bzw. sollte man seinem Kind eine konsequente Erziehung überhaupt zumuten?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Dass die ersten 3 Lebensjahre die prägendsten sind, hat uns spätestens die Bindungsforschung klar gemacht. Aber wenn wir einen Hunde-Trainer, Löwen-Dompteur oder Baum-Züchter fragen, werden auch sie unterstreichen, dass zum Beginn die Weichen für das weitere Werden gestellt werden. Insoweit kann man ein Kind auf grundlegende Weise auch von Anfang an verwöhnen. Denn jede Unterforderung, jede leicht gemachte Annehmlichkeit wird die Entwicklung von Selbstkompetenz verhindern. Bekommt beispielsweise ein Säugling nur ein einziges Mal die Flasche mit zu großer Saugöffnung, wird diese Trinkerleichterung ab sofort lauthals eingefordert. Frühes eigenständiges Trinken, Essen, Kauen oder sich mit sich selbst beschäftigen können ist somit das Ergebnis eines förderlichen Umgangs. Dann lernen Kinder z.B. ab dem ersten Geburtstag selber mit dem Löffel zu essen und aus einem Becher zu trinken. Werden Kinder jedoch zu lange gefüttert, erhalten sie als Zweijährige immer noch eine Nuckel-Pulle zum Trinken, wir dies weder eingeübt, noch können sie sich über eine eigene Leistung freuen. Auch die Sprache wird nicht erlernt, indem ein Kinderkauderwelsch akzeptiert wird. Somit beginnt eine konsequent-liebevolle Erziehung für mich einen Tag nach der Geburt, zumal die Motive zur Verwöhnung in den Eltern bzw. weitern Bezugspersonen liegen und diese keinen Umschalter nach dem ersten oder zweiten Geburtstag vorweisen können. Wer sich intensiver mit den eigenen Gründen zur Verwöhnung beschäftigt wird bald feststellen, dass es nie um den Anderen geht, sondern um den eigenen Vorteil: Es geht um den Erhalt der eigenen Ruhe, das Vermeidung von Entscheidungen und Konflikten, den Gewinn oder Erhalt von Sympathien bzw. um gefallen und Dankbarkeit erzeugen wollen, um die Begrenzung von Verantwortung zur Reduzierung der eigenen Unsicherheit und Angst oder um den vordergründigen Gewinn von Zeit. Das stille Kalkül ist, durch die Gewährung dieser scheinbaren ‘Großzügigkeit und Freiheit’ emotionale Abhängigkeit zu erzeugen. Besonders Harmonie-Süchtige Menschen sind hier gefährdet.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Eltern sind heute informierter und belesener als je zuvor, was die Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder angeht. Bequemlichkeit kann es also kaum sein, warum Eltern ihre Kinder verwöhnen. Was ist es dann?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Trotz der Lesefähigkeit der meisten Eltern ist die Bequemlichkeit ein großer Faktor. Denn je angespannter der Lebensalltag ist, je umfangreicher ist die Gefahr, bei den Kindern Dinge durchgehen zu lassen, um seine Ruhe zu haben. Aber das rächt sich schnell, denn in der nächsten Situation wird das eingefordert, was als Ausnahme gedacht war. Weiterhin fehlt vielen Eltern auch ein geübter Umgang mit Kindern, besonders in Konfliktsituationen. Fast alles muss in unserem Land erlernt werden, für Vieles braucht man eine Ausbildung. Der Staat sollte daher gezielt - z. B. durch einen Bonus zum Kindergeld - Anreize setzen, damit Eltern von sich aus ihre Erziehungs-Qualifikation steigern. Kindererziehung lässt sich eben nicht so als dem Arm schütteln. Außerdem greifen viele Mütter und Väter häufig auf die Muster zurück, welche sie von den eigenen Eltern übernommen haben. Da treffen dann aber gute Vorgehensweisen auf völlig unbrauchbare.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Was ist so problematisch daran, für seine Kinder nur das Beste zu wollen?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Wenn Eltern wirklich das Beste für Kinder tun würden, wäre die Verwöhnung nicht dabei. Aber meist vollzieht sich diese Absicht so, dass Kinder bei jedem ‚Pubs’ hochgenommen, mit Spielzeugen überschüttet, per Lieblingsspeisen ernährt und bei kleinstem Unwohlsein in Watte gepackt werden. Aber falsches oder zu häufiges Helfen, fehlende Begrenzung und ausbleibende Herausforderung führen immer zu Nicht-Können. Da Eltern langfristig für ihre Kinder wollen, dass sie als stabile Persönlichkeit mit viel sozialer Kompetenz und Alltagsgeschick ihr Leben in Beruf und Partnerschaft meistern, hat sich die Erziehung auch von Kindesbeinen an diesem Ziel zu orientieren. Denn wer etwas nicht gelernt hat, kann im weiteren Leben auch mit diesen Herausforderungen nicht umgehen. Im Grunde geht es um Frage: ‚Packen wir unsere Kinder in Watte oder trainieren wir sie auf das reale Leben hin’?</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Warum ist Verwöhnen zu einem, wie Sie in Ihrem Buch schreiben, „Massenphänomen“ unserer Gesellschaft geworden?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch: </strong>Eine Konsum-Gesellschaft wird dadurch geprägt, dass wir viel mehr Mittel haben, als wir zum Leben brauchen. Damit ist verbunden, uns selbst und erst recht die Kinder vor diesem Überfluss möglichst umfangreich fern zu halten. Wenn aber Eltern sich selbst ständig als willige Konsumenten betätigen, wird dieses Verhalten von den Kindern aufgesogen und als normal betrachtet. Orientieren sich Erwachsene an der Maxime ‚jetzt sofort’ will ich …. haben, werden dies die Kinder übernehmen. Wer ständig über kleine Wegstrecken per Auto transportiert wird, verliert die Bereitschaft fürs eigenständige Gehen bzw. für Anstrengungen überhaupt. Der Überfluss hindert uns so daran, das für uns Wichtige zu tun. So sind Überernährung, Bewegungsmangel oder fehlende Leistungsbereitschaft typische Folgen. Da die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist, findet dies schnell seinen Widerhall in der Gesellschaft.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Was sind die gesellschaftlichen Folgen von verwöhnender Erziehung?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch</strong>: Wer als Kind keine Eigenverantwortung erlernte, wird diese auch als Erwachsener meiden. Wer in dauernder Bedürfnisbefriedigung aufwuchs, wird leichten Mangel als Katastrophe empfinden. Wer in einem Treibhaus der Verwöhnung Konflikte und Durststrecken nicht erfahren durfte, wird mit normalen Alltags-Anstrengungen nicht umgehen können. Viele beruflichen Probleme werden dadurch ausgelöst. Und wenn in Partnerschaften unterschiedliche Auffassungen oder Temperamente aufeinander treffen, führt das bei Ungeübten schnell zum Rückzug, bis hin zur Aufgabe der Beziehung. Auf dem Hintergrund meiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Partnerschafts-Krisen habe ich festgestellt, das 70% aller Paare nicht auseinander zu gehen bräuchten, wenn die Beteiligten andere Konflikt-Lösungsformen als das Weglaufen erlernt hätten. Je mehr Kinder nicht zu einem Leben in Eigenständigkeit und Selbstverantwortung ermutigt und befähigt wurden, je umfangreicher sollte sich eine Gesellschaft auf jugendliche ‚Harzer’ als Ausdruck von Arbeitsunwilligkeit, auf Beziehungsbrüche, die innere Kündigung von Arbeitsverhältnissen und einem Ansteigen von Depression und Aggression einstellen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der Zunahme außerhäuslicher Betreuung und dem Verwöhnen? Wird da möglicherweise etwas kompensiert</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Ein typischer Erfahrungswert ist, dass Eltern dazu tendieren, einen Mangel an zeitlich-emotionaler Zuwendung durch das Gewährenlassen oder gezielte Ermöglichen von nicht förderlichen oder gar schädlichen Dingen ausgleichen zu wollen. Und damit stecken sie mitten in der Verwöhnungsfalle. Denn fehlende Umgangszeit lässt sich weder durch ‚großzügiges Erlauben’ von TV-Konsum, noch durch ‚Hinwegsehen’ bei Nicht-Hinnehmbaren oder ein überhöhtes Taschengeld ausgleichen. Die Bedingungen des Aufwachsens solcher Kinder orientieren sich häufig an folgendem Muster: </p>
<p>- Ein Kind sucht Nähe und bekommt die Nuckelpulle. <br />- Ein Kind probt beim Essen per Spinat-Verweigerung den Aufstand und bekommt anstelle einer einfühlsamen Auseinandersetzung eine doppelte Portion Nachspeise.<br />- Ein Kind hat Langeweile und bekommt den Fernseher als Unterhaltung.<br />- Oder mit Udo Lindenberg: »Sie wollte Liebe und kriegte Taschengeld«</p>
<p>Wird jedoch auf die Grundbedürfnisse reagiert, geschieht dies maßlos. Somit stellt sich die Frage, ob der Preis außerhäuslicher U-Drei Betreuung so mancher Teil-Zeitmütter bzw. Teilzeit-Väter bei der Übergabe ihrer Teilzeit-Kinder an die Tageszeit-Fachkräfte nicht doch zu hoch ist.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>In Ihrem Buch geben Sie auch konkrete Alltagstipps der Verwöhnungsfalle zu entkommen. Was raten Sie z.B. Eltern, wenn das Kind sich im Supermarkt vor dem Süßwarenregal wieder einmal schreiend auf den Boden wirft?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Bevor es zu einer solchen Situation kommt, wird das Kind in der Regel mehrfach erfahren haben, dass Schreien ein gut funktionierender Schlüssel zur eigenen Willens-Durchsetzung ist. Somit wird im alltäglichen Umgang ‚vorbereitet’, ob es zu einer solchen Situation kommt oder nicht. Häufig sind solche Szenarien aber auch ein Ausdruck von Langeweile und Unterforderung. Lauthals soll dokumentiert werden, dass sie auch noch da sind. Um diese zu vermeiden, können Kinder ab 2 - 3 Jahren aktiv in den Einkaufsvorgang einbezogen werden, indem sie Milchtüten holen, eine bestimmte Saft- oder Joghurt-Sorte ausfindig machen, den Wagen zu schieben lernen. Wenn dann doch per Blitz-Idee zur Schrei-Orgie gegriffen wird, ist die Nichtbeachtung die beste Reaktion. Auch kann der folgende Hinweis in der Situation Wunder wirken: ‚Ich weiß zwar nicht genau, was du jetzt willst, aber dir scheint es wichtig zu sein. Wir machen jetzt Folgendes. Ich kaufe noch die restlichen Dinge ein, während du hier deinen Job weitermachst. Wir treffen uns dann an der Kasse’.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>In den vergangenen Jahren ist eine ganze Reihe Bücher rund um das Thema Erziehung erschienen, die in eine ganz ähnliche Richtung wie Ihr Buch gehen. Prominentestes Beispiel ist da sicher die „Tigermutter“ Amy Chua. Sehen Sie hier einen Trend weg von der Kuschelpädagogik der letzten Jahrzehnte?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Der Begriff Kuschelpädagogik ist recht zwiespältig. So brauchen besonders Kinder reichlich Kuschelzeit. Aber es gibt daneben viele Situationen, wo Eltern nicht einfach Weg-Kuschen können. Geschieht dies, wird durch fehlende Ermutigung bzw. Konsequenz das deutlich, was oft im negativen Sinne als ‚Kuschel-Pädagogik’ verstanden wird. Es gibt einen weiterführenden Ansatz im Buch Kohelet des Alten Testamentes: Danach gibt es eine Zeit des Säens und eine des Erntens’, eine Zeit der Festhaltens und des Loslassens’. So gibt es im Umgang mit Kindern auch eine Zeit des Kuschelns und eine Zeit des Essens, Zähneputzens, Zimmer-Aufräumens oder Schulaufgaben-Erledigens. Gerät beides Durcheinander, wächst Unvermögen und Desorientierung. Alles hat eben seine Zeit. Der Hinweis auf die ‚Tigermutter’ Amy Chua passt hier einerseits gut hin, weil auch sie bemerkte, dass weder Geigenspiel, Fremdsprache, Anstrengungsbereitschaft oder Benimmregeln per Kuscheln erlernt werden können. Er passt nicht hier hin, weil sich ihr Vorgehen am Drill orientierte, welcher Kinder keinesfalls zu einem eigenverantwortlichen Lernen führt. So belegen ihre Aufzeichnungen recht eindruckvoll, was nicht zu empfehlen ist.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<p><em>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</em></p>
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| Kommentare (6) Redaktion (ks), 26.03.2013 13:40
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<p>Für <em>taz</em>-Kommentator Rudolf Balmer lässt sich die Welt – das wird mehr als deutlich – in zwei glasklare Lager unterteilen: Hier die Linken, die Guten, die Emanzipierten, die Homos und alle Unterdrückten dieser Welt. Dort die Rechten, Konservativen, Katholiken, Evangelikalen, Spießer, Homophoben, Islamophoben und andere Unterdrücker (die Aufzählung ist unvollständig). Wie die Realität aussieht, ist ihm da gleich. Wenn der Protest gegen die Homo-Ehe Millionen auf die Straße treibt, dann sind das eben Millionen Rechtsextremisten. Das Leben kann so einfach sein.</p>
<p>Seine Vorurteile verrührt Balmer im konkreten Fall zu einer ekelhaften Melange, bei der allerdings nicht ganz klar wird, was ihn genau anwidert: die konservative UMP, die Katholiken oder was? Aber das ist vermutlich auch egal, es ist ja am Ende doch alles braun. Balmer orakelt ohne jeden Bezug zu den Argumenten der Demonstranten: »Seit ihrer Wahlniederlage sucht die UMP ihr Heil ganz rechts – in Allianzen mit den Rechtsextremisten des Front National, mit denen die UMP schon jetzt offenbar immer mehr die Furcht vorm Untergang bedrohter Werte teilt.«</p>
<p>Einen Rest Anstand hat sich Balmer indes bewahrt, ein letztes Fünkchen demokratischer Gesinnung ist ihm noch erhalten geblieben. Denn er kommt um eine interessante Feststellung nicht umhin: »Es ist das Recht dieser Bürger, gegen Vorstellungen und Lebensformen zu protestieren, die ihnen nicht gefallen.« Wie beruhigend.</p>
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<p>Zum <a href="http://www.taz.de/Kommentar-Homoehe-in-Frankreich/!113459/" target="_blank">taz-Kommentar </a>von Robert Balmer. Die Kommentare dazu sind durchaus beachtenswert.</p>
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| Kommentare (20) Redaktion (oe), 26.03.2013 10:55
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<p>Der weist seit 1996 Bundesbehörden an, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht dieselben Rechte zuzubilligen wie Ehen. In 31 Staaten der USA ist die Homo-Ehe nicht zulässig, in neun Staaten ist sie gesetzlich vorgesehen, acht Staaten haben Regelungen, die denen in Deutschland vergleichbar sind.</p>
<p>Präsident Barack Obama hat ich seit seinem Amtsantritt 2008 zu einem Befürworter der Homo-Ehe gewandelt. Er sagt: »Für mich persönlich ist es wichtig, voranzugehen und zu bekräftigen, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können sollten.« Auch der ehemalige demokratische Präsident Bill Clinton hat sich von einem Gegner zu einem Befürworter gewandelt.</p>
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<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/oberster-gerichtshof-der-usa-verhandelt-homo-ehe-a-890901.html" target="_blank">spiegel.de</a></p>
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| Kommentare (0) Redaktion (oe), 26.03.2013 09:49
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<p>Am Rande der Demonstration kam es zu schweren Übergriffen der Polizei auf Demonstrationsteilnehmer. Da die für die Demonstration vorgesehene Avenue de la Grande Armée überfüllt war, bogen manche Teilnehmer in die Avenue des Champs d’Elysées ein. Dort wurden sie – unter anderem Familien mit Kindern – von der Polizei mit Tränengasgranaten beschossen. Die Nutzung der Prachtstraße war zuvor unter Hinweis auf die öffentliche Ordnung untersagt worden.</p>
<p>Die Demonstration war vom Bündnis »Manif pour tous« der Kabarettistin Frigide Barjot organisiert worden, zu dem auch die katholische Kirche in Frankreich gehört.</p>
<p>Die Einführung der Homo-Ehe spaltet Frankreich: 50 bis 60 Prozent sprechen sich gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare aus. Deutsche Medien haben über die Demonstration, deren Teilnehmerzahl auch mit 300.000 angegeben wird, so gut wie nicht berichtet. Der <em>Spiegel</em> tut das, und nicht einmal das rot-grüne Hamburger Kampfblatt kommt umhin, den Polizeieinsatz mit Schlagstöcken und chemischen Mitteln gegen Kinder als »ungewöhnlich hart« zu charakterisieren.</p>
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<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.domradio.de/themen/ehe-und-familie/2013-03-23/proteste-gegen-homo-ehe-frankreich" target="_blank">domradio.de</a> und <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/ausschreitungen-bei-demonstration-gegen-homo-ehe-in-paris-a-890683.html" target="_blank">spiegel.de</a></p>
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| Kommentare (2) Redaktion (oe), 25.03.2013 08:22
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<p>FreieWelt.net: <strong>Worum geht es bei der Europäischen Bürgerinitiative »1-von-uns.de«?</strong></p>
<p><strong>Hedwig von Beverfoerde:</strong> »1-von-uns.de« ist eine EU-weite Aktion zum Schutz des menschlichen Lebens, das mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt. Diese Tatsache wird zwar von einigen interessierten Kreisen immer noch bestritten, aber der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil vom 18. Oktober 2011 exakt diese Auffassung höchstrichterlich bestätigt.</p>
<p>Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für das Gemeinschaftsrecht, denn spätestens seit diesem Urteil ist die EU rechtlich verpflichtet, das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu schützen. Da dieser Schutz im Moment jedoch nicht gewährleistet ist, haben wir uns entschlossen, die EU daran zu erinnern, dass das Urteil sowohl auf der legislativen als auch auf der exekutiven Ebene beachtet werden muss. Um dies durchzusetzen wurde die Europäische Bürgerinitiative »1-von-uns« gegründet.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Welche konkreten Ziele verfolgen Sie?</strong></p>
<p><strong>Hedwig von Beverfoerde:</strong> Wir wollen, daß die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, bei denen menschliche Embryonen getötet werden. Das betrifft verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen.</p>
<p>Konkret heißt das, dass die EU-Förderung von Forschung mit embryonalen Stammzellen gestoppt werden muss. Auch Klonen darf nicht länger durch die EU finanziell gefördert werden. Des weiteren dürfen für Abtreibungen, die als Mittel der Bevölkerungskontrolle und Familienplanung unter dem wohlklingenden Begriff der »sexuellen und reproduktiven Gesundheit« im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe gefördert werden, keine EU-Mittel mehr fließen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Wie kann man diese Initiative unterstützen?</strong></p>
<p><strong>Hedwig von Beverfoerde:</strong> Für den Erfolg der Bürgerinitiative brauchen wir EU-weit mindestens eine Million Unterschriften. Allein in Deutschland müssen bis zum 1. November 2013 mindestens 80.000 Unterschriften gesammelt werden. Sie sehen, daß hier viel Arbeit vor uns liegt, denn die Masse macht’s!</p>
<p>Wenn Sie die Europäische Bürgerinitiative unterstützen wollen, haben sie drei Möglichkeiten: Sie können <a href="http://1-von-uns.de/content/unterschreiben.php" target="_blank">online unter www.1-von-uns.de unterschreiben</a>. Sie können aber auch auf einem offiziellen EU-Papierformular unterschreiben, das Sie von der Homepage www.1-von-uns.de herunterladen können. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Familienmitglieder, Freunde und Bekannten informieren und Sie ebenfalls um Unterstützung bitten. Das heißt: Werden Sie selbst Botschafter dieser Initiative und sammeln Sie Unterschriften in Papierform!</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Wenn ich das Anliegen der Europäischen Bürgerinitiative »1-von-uns.de« unterstützen will, leiste ich also eine Unterschrift – elektronisch über die Website www.1-von-uns.de oder auf Papier. Was genaue erreiche ich damit?</strong></p>
<p><strong>Hedwig von Beverfoerde:</strong> Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie die EU-Kommission auf, das geltende Gemeinschaftsrecht in der EU-Politik und allen Mitgliedsstaaten anzuwenden und der EU die Finanzierung von Aktivitäten, bei denen menschliche Embryonen getötet werden, zu untersagen. Sie fordern die EU im Grunde nur dazu auf, sich an die eigene Rechtsordnung zu halten. Leider ist dazu eine Bürgerinitiative notwendig.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Und jetzt noch eine technische Frage: Wer kann, wer darf unterschreiben?</strong></p>
<p><strong>Hedwig von Beverfoerde:</strong> Jeder Bürger und jede Bürgerin mit aktivem Wahlrecht in einem EU-Mitgliedsstaat kann unterschreiben. Das Mindestalter in Deutschland beträgt 18 Jahre. Für Österreicher gelten übrigens leicht abweichende Voraussetzungen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Vielen Dank für das Gespräch.</strong></p>
<p>Unterzeichnen Sie jetzt die <a href="http://1-von-uns.de/content/unterschreiben.php" target="_blank">Petition auf 1-von-uns.de</a>!</p>
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<p>Hier finden Sie die <a href="http://lexetius.com/2011,4884" target="_blank">Kurzfassung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs</a>.</p>
<p>Lesen Sie auch diesen <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/eugh-urteil-zu-embryonalen-stammzellen-leben-mit-wuerde-11497723.html" target="_blank">interessanten Kommentar in der FAZ</a>!</p>
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| Kommentare (8) Redaktion (oe), 22.03.2013 15:38
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<p>Mit den Finanzmitteln solle statt dessen der Ausbau von Kindertagesstätten voran getrieben werden. </p>
<p>Im Dezember hatte die schwarze-gelbe Mehrheit im Bundestag das Betreuungsgeld verabschiedet. Demnach sollen ab August Eltern einen Anspruch auf Betreuungsgeld erhalten, wenn sie ihre unter dreijährigen Kinder nicht in eine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung geben. </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.br.de/nachrichten/betreuungsgeld-bundesrat-familien-100.html" target="_blank">br.de</a></p>
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| Kommentare (9) Redaktion (EF), 22.03.2013 10:20
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- David Hume |
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