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20.05.2013
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Missbrauchsbeauftragter kritisiert Cohn-Bendit   "Bagatellisierung statt Aufarbeitung"
 

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat Daniel Cohn-Bendits bisherige Äußerungen in der Pädophilie-Debatte scharf kritisiert. "Gemessen an dem, was wir heute über Missbrauch wissen, klingt es nach Bagatellisierung", erklärt Rörig dem Focus. Cohn-Bendit habe der "der damaligen Pädophilen-Szene viel Futter und Rechtfertigungsgründe" geliefert. (Fotos: Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs; kleinkariert/flickr.com)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 10:36
Sarko-Kopie François Hollande   Rezepteklau beim Amtsvorgänger
 

Alles anders machen, wollte Frankreichs neuer Präsident Hollande. Doch nun kopiert der Sozialist nach und nach die Politikrezepte seines Vorgängers Sarkozy. Die Liste der Sarko-Kopien ist lang. Aus François Hollande wird so eins, zwei, drei Monsieur "Sarkollande". (Fotos: UMP Photos/flickr.com; Benjamin Boccas/flickr.com)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 09:52
Bundestag will Kleinparteien bei Europawahl behindern   Plan der Mehrheitsparteien wahrscheinlich grundgesetzwidrig
 

Zur Europawahl 2014 wollen die Parteien des Bundestags eine Dreiprozenthürde einführen, und damit kleinere Parteien behindern. Damit geht das Parlament auf Konfrontationskurs mit dem Bundesverfasungsgericht, dass 2011 die Fünfprozentklausel für grundgesetzwidrig erklärt hat. (Fotos: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)  / pixelio.de)



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Redaktion (EF), 17.05.2013 08:41
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Blogs     RSS  Aktuelle Nachrichten  
 
  zur Person und Archiv   Eckhard Kuhla 06.03.2013 11:11
Kinder, ein "öffentliches Gut..., wie die Straßenbeleuchtung"

Kinder als verfügbares Objekt für die Bundesregierung –  so eindeutig war es bisher kaum  aus dem „Familien”- Ministerium  zu hören.  Das Kabinett hatte am 30.1.

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  zur Person und Archiv   Gertrud Martin 05.03.2013 14:31
Herr Schäuble, wofür ist denn nun kein Geld da?

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP wurde zum 01.01.2005 das Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft eingeführt. Der Begriff Ehe beschreibt nun nicht mehr allein die Verbindung eines Mannes mit einer Frau – potenziell in der Absicht, Kinder zu zeugen.

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  zur Person und Archiv   Jürgen Liminski 05.03.2013 11:59
Der Realitätssinn der CDU

Erst wird im Brustton der Überzeugung getönt, die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe sei geboten, dann treten namhafte Mitglieder der CDU aus der Partei aus und als CSU-Chef Seehofer die Reißleine zieht, schwenkt d...

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  zur Person und Archiv   Stefan Fuchs 04.03.2013 12:18
Die Ignoranz der Richter: Wie die Entprivilegierung der Ehe zu neuen Privilegien führt

Gleichzeitig akzeptieren sie in ihrer Rechtsprechung keinen Grund mehr als „hinreichend" für die Begünstigung der Ehe.

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Unsere Blogger

 
  zur Person und Archiv   Dr. Christian Weilmeier 28.02.2013 10:38
Versuche nicht, lebe!

In Wirklichkeit ist nicht nur diese Redewendung, sondern auch die dahinter stehende Geisteshaltung, völliger Nonsens. Versuchen heißt, da ist ein Ding vor mir und ich gehe von außen ran und versuche es zu schultern.

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  zur Person und Archiv   Jürgen Liminski 28.02.2013 07:55
Familie - eine Selbstverständlichkeit der Natur

Papst Benedikt XVI. ist nach Johannes Paul II der Papst, der am meisten über die Familie gepredigt hat. Familie ist für ihn eine Selbstverständlichkeit der Natur.

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  zur Person und Archiv   Dr. Albert Wunsch 27.02.2013 17:12
Wer will schon sitzenbleiben?

Ja, Sitzenbleiben steht nicht auf der Hitliste von Schülerinnen und Schülern. Es ist immer ein deutlicher Einschnitt. Oft wird diese als Schmach empfunden. Ob damit die Einsicht wächst, ab nun engagierter zu lernen, ist oft ungewiss.

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  zur Person und Archiv   Jürgen Liminski 27.02.2013 09:24
Etikettenschwindel / Eine andere Partei

Zur Taktik: Wie schon bei der Wehrpflicht oder der Energiewende besteht die Taktik der Truppe Merkel darin, dem Gegner den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem man einfach dessen Themen zu den eigenen macht und dem Wahlvolk sagt: Gute Idee, aber schaut, wir machen es besser.

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  zur Person und Archiv   Bärbel Fischer 26.02.2013 12:26
Wo bleibt der Protest?

Das Geld sei hinausgeworfen, sei eine bloße Subventionierung des Trauscheins, ein Anachronismus aus den Fünfzigerjahren etc.

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  zur Person und Archiv   Gertrud Martin 26.02.2013 10:55
Grüne Familienpolitik

Neulich bei Jauch konnte man eine der ersten 24-Stunden-Kitas besichtigen, wo Kinder bis zu 40 Stunden am Stück "leben", ohne Kontakt zu ihren Eltern. Das ist noch nicht die Norm, aber mithilfe der linken Parteien streben wir zielsicher in diese Richtung.

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  zur Person und Archiv   Jürgen Liminski 26.02.2013 10:14
Kulturkampf in Frankreich

Zwar hat die Nationalversammlung das Gesetz zur Homo-Ehe inklusive dem Recht zur Adoption mit der linken Mehrheit verrabschiedet, und auch im Senat dürfte die Linksfront es durchwinken.

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  zur Person und Archiv   Birgit Kelle 21.02.2013 10:55
Zieht euch schon mal warm an!

Eine Zahl wird nicht richtiger, indem man sie häufig genug wiederholt. 200 Milliarden sollen es also angeblich sein, die der Staat in seiner Großzügigkeit jährlich in deutsche Familien investiert.

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  zur Person und Archiv   Josef Bordat 20.02.2013 13:14
Partnerschaft und Ehe

Die Diskussionen über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Adoptionsrecht für Homosexuelle haben wieder eines deutlich gezeigt: Wer nicht mit überschwänglichem Jubel für die völlige Gleichstellung gleichgeschlechtl...

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  zur Person und Archiv   Dr. Albert Wunsch 19.02.2013 11:08
Wohl bekomm's

Nein, es geht weder um das Verteufeln von Alkohol noch um Gesundheitsfanatismus. Aber dass ein exzessiver Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für viele zum Freizeitsport wird, ist nicht hinnehmbar.

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  zur Person und Archiv   Bärbel Fischer 18.02.2013 12:53
Wendehals Steinbrück

Ein Kanzlerkandidat, der ein Interview verweigert, weil er damit selber als Wendehals dastünde, spricht Bände. Da kann einer seelenruhig auf den Wendehals Seehofer draufhauen und verdrängen, dass er als ehem.

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  zur Person und Archiv   Maria Steuer 14.02.2013 20:58
Familienfeindlichkeit in Deutschland - Wie Familien unmündig gemacht werden

Eine Familienförderung steht zur Zeit dabei besonders im Fokus: das Ehegattensplitting. Es sei untauglich und wenig effektiv und sei deshalb abzuschaffen. Eine Erklärung, wie es zu dieser Einschätzung kommt, läßt sich leicht finden.

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<p>Beim rot-gr&uuml;nen Modell wird der Unterhaltsanspruch zwischen den Verheirateten &uuml;bertragen. Doch f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Steuerzahler macht das im Vergleich zum derzeitigen Steuermodell keinen wirklichen Unterschied. Bei W&auml;hlern macht sich Misstrauen breit, da hinter Pl&auml;nen eher eine finanzielle Verschlechterung steht. SPD und Gr&uuml;ne wollen den Steuervorteil beschneiden, sollten sie die Wahlen im Herbst gewinnen. Die einzig gute Nachricht ist, da&szlig; f&uuml;r Eheleute in jedem Falle der steuerliche Vorteil bleibt.</p> <p>Mehr unter: <a href="http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuern-versicherung-rente-der-nutzen-der-hochzeit-12151058.html" target="_blank">FAZ.Net</a></p>

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Redaktion (GB), 18.04.2013 09:34
 

 

<p>Beobachter bef&uuml;rchten, dass sich der Protest gegen die Homo-Ehe radikalisiert. Der Anf&uuml;hrerin, der K&uuml;nstlerin Frigide Barjot, scheinen die Z&uuml;gel aus der Hand zu gleiten. Ihr Schwager, der K&uuml;nstler Karl Z&eacute;ro, rief sie unl&auml;ngst &ouml;ffentlich zur M&auml;&szlig;igung auf und warnte, sie spiele mit ihren Aktionen dem Front National in die H&auml;nde. Die Angesprochene bedauerte daraufhin, dass der Konflikt sogar ihre eigene Familie zerrei&szlig;e.</p> <p>Aber nicht nur werden Frigide Barjot und ihre Mitstreiter immer zorniger. Sondern auch die Regierung wird immer unvers&ouml;hnlicher, und die Polizei reagiert immer h&auml;rter &ndash; auch auf eher harmlose Protestformen. Als 67 junge Leute nach dem Vorbild der Occupy-Bewegung ein Zeltlager vor der Nationalversammlung in Paris errichten wollten, wurden sie festgenommen und erst am n&auml;chsten Tag wieder entlassen. &raquo;In meinen 30 Berufsjahren habe ich so etwas noch nie erlebt. Meine ver&auml;ngstigte Mandantin musste sich sogar einem DNA-Test unterziehen, als w&auml;re sie eine Schwerverbrecherin&laquo;, emp&ouml;rte sich ein Anwalt einer der Betroffenen. Ein UMP-Abgeordneter kritisierte: &raquo;Das Vorgehen der Polizei war unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.&laquo;</p> <p>Der Vorsitzende der franz&ouml;sischen Bischofskonferenz, Kardinal Andr&eacute; Vingt-Trois, drohte vor einem Zerfall der franz&ouml;sischen Gesellschaft und warnte vor den Folgen der Einebnung der Geschlechterunterschiede. &raquo;Auf diese Weise wird der Weg f&uuml;r eine Gesellschaft der Gewalt bereitet&laquo;, sagte er.</p> <p>Die sozialistische Regierung hat in der Auseinandersetzung einen wichtigen Trumpf in der Hand: Viele Mitglieder sind mit K&uuml;nstlern und Journalisten verbandelt, so dass die Verbreitung sozialistischen Gedankengutes unabh&auml;ngig von der Mehrheitsmeinung der Bev&ouml;lkerung gew&auml;hrleistet ist.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-pfiffe-blut-und-traenen-12151069.html" target="_blank">faz.net</a></p>

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Redaktion (oe), 17.04.2013 10:30
 

 

<p>Die Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative &raquo;ONE OF US&laquo; - deutsch: Einer von uns &ndash; sammelt EU-weit Unterschriften, um die EU-Kommission dazu zu bringen, embryonenverbrauchende Forschung nicht mehr zu unterst&uuml;tzen. In jedem Land haben sich nationale Initiativen aufgemacht, ihren Teil f&uuml;r dieses wichtige Ziel beizutragen. In &Ouml;sterreich werden mindestens 14.500 Unterschriften ben&ouml;tigt. Die Frist zur Zeichnung der Initiative l&auml;uft dort am 1. Mai 2013 ab.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Weitere Informationen mit Link zur offiziellen EU-Seite auf <a href="http://www.lebenskonferenz.at/" target="_blank">lebenskonferenz.at</a> und <a href="http://1-von-uns.de/content/start.html" target="_blank">1-von-uns.de</a></p>

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Redaktion (oe), 15.04.2013 15:52
 

 

<p>Namenswahl, Adoption von Kindern und k&uuml;nstliche Befruchtung &ndash; die Entscheidung dar&uuml;ber ist jetzt allen Paaren freigestellt. Das Parlament hat die Frage zum zweiten Mal behandeln m&uuml;ssen, weil der Senat zuvor &Auml;nderungen am ersten Gesetzentwurf vorgenommen hatte. Das Abstimmungsergebnis wurde von LGBT-Aktivisten auf den Zuschauerr&auml;ngen frenetisch gefeiert. An der Unterzeichnung des Gesetzes durch Pr&auml;sident Jos&eacute; Mujica zweifelt niemand. Kirchliche Gruppen hatten zuvor gegen das Vorhaben protestiert.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu unter <a href="http://www.rp-online.de/panorama/ausland/uruguay-legalisiert-die-homo-ehe-1.3321966" target="_blank">rp-online.de</a>, <a href="http://www.stern.de/video/video-uruguay-billigt-homo-ehe-1995721.html" target="_blank">stern.de</a> und <a href="http://de.radiovaticana.va/news/2013/04/06/uruguay:_gleichgeschlechtliche_ehe_vor_der_gleichstellung/ted-680340" target="_blank">radiovaticana.va</a></p>

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Redaktion (oe), 11.04.2013 11:56
 

 

<p>Die M&ouml;glichkeit f&uuml;r gleichgeschlechtliche Paare, eine ehe&auml;hnliche Gemeinschaft beurkunden zu lassen, gibt es in Frankreich schon. Jetzt werden diese Verbindungen der Ehe gleichgestellt, was auch das Recht zur Adoption einschlie&szlig;t. Anders als in anderen L&auml;ndern war es der konservativen Opposition und der katholischen Kirche gelungen, Hunderttausende zu mobilisieren und ihren Protest auf die Stra&szlig;en zu tragen.</p> <p>Den Pr&auml;sidenten r&uuml;hrte das alles wenig. Er bekr&auml;ftigte: &raquo;Es geht um gleiches Recht f&uuml;r alle.&laquo;</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.n-tv.de/politik/Frankreich-hat-die-Homo-Ehe-article10444866.html" target="_blank">n-tv.de</a></p>

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Redaktion (oe), 10.04.2013 10:46
 

 

<p>F&uuml;r die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em>, die &uuml;ber die Ergebnisse der Studie berichtet, bricht erkennbar eine Welt zusammen: Familien wollen nicht das, was Redakteure wollen. Erstaunt stellt SZ-Autorin Barbara Galaktionow fest: &raquo;Die vor allem von den Familienministerinnen Renate Schmidt (SPD) und Ursula von der Leyen (CDU) vollzogene Abkehr von einem traditionellen Familienbild seit der Jahrtausendwende scheint sich im Bewusstsein der Eltern nicht widerzuspiegeln.&laquo; Und dann muss sie auch noch eingestehen: &raquo;Die Studie zeigt vielmehr, dass weite Teile der Bev&ouml;lkerung offensichtlich der Ansicht sind, vor allem kleine Kinder seien in der Obhut der Mutter am besten aufgehoben.&laquo;</p> <p>Auf diesen Erkenntnisgewinn reagiert Johannes Schroeter, Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken in Bayern, mit mildem Spott. Er weist auf die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Wirklichkeit durch Journalisten und der Lebenswelt von Familien hin, die in diesem Artikel offenbar wird. Seine Schlussfolgerung: &raquo;Und vielleicht muss die Presse lernen, dass ihre famili&auml;re Leserschaft andere familienpolitische Pr&auml;ferenzen setzt als die Redaktionsstuben. Bei j&auml;hrlichen Abonnements-R&uuml;ckg&auml;ngen von 5% w&auml;re eine st&auml;rkere Orientierung am Kunden durchaus nicht falsch.&laquo;</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-studie-zur-familienpolitik-ohrfeige-fuer-kristina-schroeder-1.1644269" target="_blank">sueddeutsche.de</a></p>

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Redaktion (oe), 10.04.2013 09:58
 

 

<p>Grundlage daf&uuml;r ist die Einkommensbezogenheit des Elterngeldes. Das hei&szlig;t: Die von den Eltern selbst &uuml;bernommene Kinderbetreuung im Jahr vor einer weiteren Geburt z&auml;hlt als Nicht-Leistung. Dabei wird das Elterngeld nicht aus einkommensbezogenen Beitr&auml;gen, sondern aus Steuergeldern finanziert.</p> <p>Der stellv. Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Dr. Johannes Resch, &auml;u&szlig;ert dazu Unverst&auml;ndnis: &bdquo;Obwohl sich die Kl&auml;gerin ausdr&uuml;cklich auf klare Formulierungen aus fr&uuml;heren, bindenden* Urteilen des BVerfG berief , die jede Diskriminierung verbieten, die an der &bdquo;Wahrnehmung des Elternrechts ankn&uuml;pfen&ldquo;,(1) wurde sie allein deshalb benachteiligt, weil sie &ndash; statt erwerbst&auml;tig zu sein &ndash; ihr verfassungsrechtlich garantiertes Elternrecht wahrgenommen und ihr eigenes Kind selbst erzogen hatte.&ldquo;</p> <p>Die Kl&auml;gerin berief sich auch auf die bereits 1955 vom BVerfG formulierte und durch viele Urteile best&auml;tigte &bdquo;Leitidee unserer Verfassung&ldquo;, nach der die Aufgabenverteilung in der Familie zur &bdquo;Freiheit der spezifischen Privatsph&auml;re&ldquo; geh&ouml;re, die staatlicher Einwirkung entzogen sei.(2)</p> <p>Der Einzelrichter ging auf die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung wie schon in der Berufungsbegr&uuml;ndung zitierten Urteile des BVerfG nicht ein und verwies nur auf einen Nichtannahmebeschluss einer aus drei Richtern bestehenden Kammer.(3) &ndash; Auf den Einwand, ein Kammerbeschluss k&ouml;nne keine Urteile des Bundesverfassungsgerichts aufheben, entzog er bei der m&uuml;ndlichen Verhandlung das Wort und verh&auml;ngte eine Geldstrafe.</p> <p>Im schriftlichen Urteilstext wird der Hinweis auf das Grundgesetz als &bdquo;mutwillige&ldquo; Verz&ouml;gerung der Verhandlung ausgelegt und damit die Geldstrafe begr&uuml;ndet.</p> <p>Die offen erkennbaren Widerspr&uuml;che zwischen dem Wortlaut im Kammerbeschlusses und den Urteilen des BVerfG nahm der Richter nicht zur Kenntnis. Eine Aufl&ouml;sung der Widerspr&uuml;che wurde nicht versucht. Das Urteil missachtet die bisherige Rechtsprechung des BVerfG und damit auch das Grundgesetz selbst.</p> <p>Die Kammer des BVerfG beruft sich zwar auf den Verfassungsauftrag zur &bdquo;Gleichberechtigung der Geschlechter&ldquo;, deutet diesen aber um zu einem Auftrag zur Gleichschaltung im Erwerbsleben, wie es von der Bundesregierung vorgegeben wird. Aufgrund der Behauptung, Gleichberechtigung k&ouml;nne nur durch gleiche Beteiligung am Erwerbsleben erzielt werden, wird Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen wollen, grunds&auml;tzlich das Recht auf Selbstbestimmung und Gleichberechtigung verweigert, wie die klagende Mutter erfahren musste.</p> <p>Dazu Dr. Resch: &bdquo;Das Urteil des Bayerischen LSG erinnert an dunkle Phasen der deutschen Rechtsgeschichte, wie z. B. in der DDR, in denen sich das Rechtswesen kritiklos den ideologischen Vorgaben staatlicher Regierungsmacht unterordnen lie&szlig;. Das Urteil ist ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland.&ldquo;</p> <p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;</p> <p>* Anmerkung: Beschl&uuml;sse eines Senats des BVerfG sind f&uuml;r andere Gerichte bindend, Beschl&uuml;sse einer Kammer dagegen nicht.</p> <p>Zitierte Quellen:</p> <p>(1) 1. Leitsatz &bdquo;Besonderer Gleichheitssatz&ldquo;</p> <p>Zitat aus: BVerfG, 2 BvR 1057/91 vom 10.11.1998, Absatz-Nr. (1-104),</p> <p>Art. 6 Abs. 1 GG enth&auml;lt einen besonderen Gleichheitssatz. Er verbietet, Ehe und Familie gegen&uuml;ber anderen Lebens- und Erziehungsgemeinschaften schlechter zu stellen. Dieses Benachteiligungsverbot steht jeder belastenden Differenzierung entgegen, die an die Existenz einer Ehe (Art. 6 Abs. 1 GG) oder die Wahrnehmung des Elternrechts in ehelicher Erziehungsgemeinschaft (Art. 6 Abs. 1 und 2 GG) ankn&uuml;pft.</p> <p>(2) Zitat aus: BVerfGE 6, 55 (81) Beschluss des 1. Senats vom 17. Jan. 1957 (1 BvL 4/54)</p> <p>&bdquo;Leitidee unserer Verfassung&ldquo;</p> <p>&bdquo;Wie bereits oben dargelegt, ist Art. 6 Abs. 1 GG im Sinne der klassischen Grundrechte ein Bekenntnis zur Freiheit der spezifischen Privatsph&auml;re f&uuml;r Ehe und Familie; es entspricht damit einer Leitidee unserer Verfassung, n&auml;mlich der grunds&auml;tzlichen Begrenztheit aller &ouml;ffentlichen Gewalt in ihrer Einwirkungsm&ouml;glichkeit auf das freie Individuum. Aus diesem Gedanken folgt allgemein die Anerkennung einer Sph&auml;re privater Lebensgestaltung, die staatlicher Einwirkung entzogen ist.&ldquo;</p> <p>(3) Nichtannahmebeschluss der 2. Kammer des 1. Senats vom 9.11.2011, Rn 18: BVerfG, 1 BvR 1853/11 vom 9.11.2011, Absatz-Nr. (1-22),</p> <p>Zitat (Rn 18): &bdquo;Die mittelbar angegriffene Regelung ist zudem im Hinblick auf den Verfassungsauftrag des Art. 3 Abs. 2 GG gerechtfertigt. Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG verpflichtet den Gesetzgeber, die Gleichberechtigung der Geschlechter in der gesellschaftlichen Wirklichkeit durchzusetzen und &uuml;berkommene Rollenverteilungen zu &uuml;berwinden.&ldquo;</p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="http://familienarbeit-heute.de/?p=3400" target="_blank">Zur Pressemitteilung</a></p>

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Redaktion (ks), 05.04.2013 12:47
 

 

<p>Die Initiative Familienschutz sprach mit Ann-Kathrin F. (<em>Name von der Redaktion ge&auml;ndert</em>), Facherzieherin f&uuml;r Kleinkind-P&auml;dagogik in einer s&uuml;ddeutschen Gro&szlig;stadt, &uuml;ber ihren Alltag in einer deutschen Kinderkrippe, die Bed&uuml;rfnisse kleiner Kinder und ihre W&uuml;nsche an die Politik.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie sind Erzieherin in einer Kinderkrippe. Vor einiger Zeit haben Sie sich an die Initiative Familienschutz gewandt und die Krippendebatte, insbesondere die Falschinformationen gegen&uuml;ber den Eltern kritisiert. Was l&auml;uft Ihrer Meinung nach verkehrt in der Diskussion?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Falschinformationen sind f&uuml;r mich:</p> <p>1. dass Kinder, die in eine Krippe gehen, sp&auml;ter besser in der Schule sind. Konzentrationsst&ouml;rungen, pers&ouml;nliche Unsicherheit, Aggressionen, oder Mitl&auml;ufertum sind nur einige Folgen von mangelnder Zuwendung im Kleinkindalter.</p> <p>2. dass die Kinder optimal betreut werden. Welche Mutter von F&uuml;nflingen hat gen&uuml;gend Zeit, Belastbarkeit, Zuwendung, gute Ideen, um jedem Kind nach seinen individuellen Bed&uuml;rfnissen gerecht zu werden? Im Schnitt teilen sich 5 Kinder eine Erzieherin. Die wenigsten Erzieherinnen haben bereits eine Zusatzqualifikation f&uuml;r Kleinkind-P&auml;dagogik.</p> <p>3. dass Migrantenkinder schneller Deutsch lernen und besser integriert werden. Die Muttersprache wird in den ersten 2 Jahren am besten von der Mutter gelernt, wie der Name schon sagt. Au&szlig;erdem betreuen viele Migrantenfamilien ihre Kinder nach traditionellem Erziehungsmodell, d.h.</p> <p>a: Die Mutter bleibt zuhause und versorgt die Familie.</p> <p>b: Solche Familien lassen ihre Kinder daheim, weil sie nicht wollen, dass sie von fremden Wertvorstellungen gepr&auml;gt werden.</p> <p>4. dass alle M&uuml;tter arbeiten wollen. Ich habe noch in keiner Anmeldung gelesen, dass eine Mama arbeiten will, weil ihr das mehr Erf&uuml;llung bringt als das Zusammensein mit ihrem Kind</p> <p>5. dass der Staat, unsere Wirtschaft auf die Arbeit der M&uuml;tter angewiesen ist. Wie viel Bruttosozialprodukt muss eine Mutter erwirtschaften, und entsprechend Abgaben zahlen, um dem Staat eine monatliche Subvention von mindestens 1000 &euro; wert zu sein?</p> <p>6. dass ausgebildete Fachkr&auml;fte Kleinkinder besser versorgen als M&uuml;tter. Aufgrund des Fachkr&auml;ftemangels, der auch schon bei Gesetzesbeschluss absehbar war, werden Krankenschwestern, Lehrerinnen, Hausfrauen, Sch&uuml;ler und Studenten besch&auml;ftigt. Nach dem Motto: Spielen und Wickeln kann jeder. Fast jede Frau, Mann kann kochen. Hat er/sie dadurch die Qualifikation, als Chefkoch in einem Gourmetrestaurant zu arbeiten, zu erkennen, welche Ern&auml;hrung f&uuml;r welchen Gast richtig ist, und entsprechende Men&uuml;- und Ern&auml;hrungspl&auml;ne zu erstellen? Was sind uns unsere Kinder wert?</p> <p>7. dass Kinder in der Krippe mehr lernen als Zuhause. Lernpsychologen sagen, dass die Effizienz des Lernens stark von der Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem abh&auml;ngt, sowie auch von einer positiven Lernatmosph&auml;re. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unseren Entscheidungstr&auml;gern nicht bewusst ist, von welchem Alter sie sprechen: n&auml;mlich von Wochen bis 36 Monaten.</p> <p>8. Wenn Politiker und Arbeitgeber &uuml;ber Krippenausbau reden, geht es nicht um die Bed&uuml;rfnisse des Kindes, sondern darum, Mutter/Vater von der Erziehungsarbeit freizustellen, um verl&auml;ssliche Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung zu haben. Das Wort Betreuung klingt dabei sehr verf&auml;nglich. Denn in Wirklichkeit wird dann die Erziehungsarbeit der Eltern nicht mehr erg&auml;nzt, sondern zunehmend ersetzt, zumindest wenn die Eltern vollbesch&auml;ftigt sind.</p> <p>&nbsp;</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Sichere Bindung ist die Voraussetzung f&uuml;r Bildung</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Sie schreiben &bdquo;Jedes Kind hat ein Recht auf individuelle Bindung, Beziehung und Bildung. &bdquo;Ja, wir sind ausgebildet und motiviert. Aber unter diesen Bedingungen k&ouml;nnen wir das nicht leisten&ldquo;. Was genau meinen Sie damit?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Bildung bedeutet explorieren, neue Wege gehen. Die nachhaltigste Bildung entsteht aus eigenen Erfahrungen. Einfach gesagt: Die kindliche Neugierde lehrt den kleinen Menschen die Gesetze des Lebens und Handelns.</p> <p>Dazu braucht das Kind einen sicheren Ausgangspunkt, eine sichere Bindung. Wer auf wackeligem Boden steht, wird keine Leiter hinaufsteigen, sondern wird alles tun, um festen Boden unter die F&uuml;&szlig;e zu bekommen, d.h. ein Kind, das keinen sicheren Halt hat, kann sich gar nicht f&uuml;r neue Lerninhalte &ouml;ffnen, denn es investiert seine ganze Kraft, Sicherheit zu bekommen. Erst dann wird es sich nach neuen Zielen ausstrecken.</p> <p>Eine sichere Bindung kann nur durch die wachsende Beziehung zu einer festen Bezugsperson entstehen. Das erfordert viel Zeit, Fachkompetenz und Feinf&uuml;hligkeit, um die Herzenssprache des Kleinstkindes zu verstehen, und ihm auf dieser Ebene zu begegnen. Nicht alle Betreuungskr&auml;fte haben das n&ouml;tige Feingef&uuml;hl, zu ersp&uuml;ren, welche Bed&uuml;rfnisse das Kleinkind &uuml;ber K&ouml;rpersprache, Mimik und Gestik mitteilt. Diese konstante Interaktion mit dieser festen Bezugsperson ist unerl&auml;sslich f&uuml;r die Selbstidentifikation des Kleinstkindes. Je j&uuml;nger ein&nbsp; Kind ist, desto zuverl&auml;ssiger muss die Bezugsperson sein, die seine Schritte begleitet und weitere Bildungsangebote anregt. Eine Erzieherin hat bei dem bestehenden Personalschl&uuml;ssel weder die Zeit, noch gen&uuml;gend H&auml;nde f&uuml;r diese st&auml;ndige Zuwendung. Null bis zweij&auml;hrige Kinder leben im &bdquo;Hier&ldquo; und &bdquo;Jetzt&ldquo;, nicht im &bdquo;Sp&auml;ter&ldquo; oder &bdquo;Warte&ldquo;, oder &bdquo;Vielleicht&ldquo;. Sie sind auf sofortiges Feedback auf ihr Tun angewiesen, weil jedes weitere Handeln entscheidend von der direkten Reaktion der Bezugsperson abh&auml;ngt.</p> <p>Dieser Aspekt beeinflusst die Motivation, die sp&auml;tere Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft, und somit die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft.</p> <p>Das jedoch kann in Krippen etc. nicht gew&auml;hrleistet werden.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>In immer mehr Kinderkrippen k&ouml;nnen Kinder ab der 8. Lebenswoche bis 3 Jahren von 6:00 bis 20:30 Uhr oder noch l&auml;nger betreut werden. Wird dieses Angebot, insbesondere die Betreuung bereits weniger Wochen alter Babys, &uuml;ber einen so langen Zeitraum von den Eltern genutzt? Wie gro&szlig; ist insgesamt die Nachfrage?</strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Sehr gro&szlig;, insbesondere in Ballungsgebieten. Die Wartelisten sind oft&nbsp; mit 200% &uuml;berbelegt. Schon w&auml;hrend der Schwangerschaft&nbsp; werden Babys auf die Warteliste gesetzt. Wenn eine Mutter voll arbeitet, den Arbeitsweg und evtl. Pause einberechnet, dann ist ihr Kind etwa 10 Stunden in der Einrichtung.</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Staat hebelt besonderen Schutz der Familie immer mehr auf</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>F&uuml;r die Leiterin des Arbeitskreises &ldquo;Au&szlig;erfamili&auml;re Betreuung in der fr&uuml;hen Kindheit&rdquo; in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung, Ann Kathrin Scheerer, ist der massive Ausbau der Krippen weniger das Ergebnis gestiegener Nachfrage der Eltern, sondern habe vor allem arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Gr&uuml;nde. Wie sehen Sie das? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> F&uuml;r Eltern aus den neuen Bundesl&auml;ndern ist Krippenerziehung oft selbstverst&auml;ndlich, weil sie es auch so erlebt haben.</p> <p>Unverheiratete M&uuml;tter, (auch manche verheiratete) wollen &ouml;fters arbeiten, um nicht von ihrem Partner abh&auml;ngig zu sein. Dazu kommt die Angst vor Versorgungsengp&auml;ssen oder Altersarmut, weil der Staat den besonderen Schutz der Familie immer mehr aufhebelt.</p> <p>Manchen M&uuml;ttern wird der Verlust des Arbeitsplatzes mehr oder weniger direkt angedeutet. Sie haben Angst vor Mobbing oder Geringsch&auml;tzung als Heimchen am Herd.</p> <p>Die vorenthaltenen Sozialversicherungsanwartschaften seitens der Politik ermutigen M&uuml;tter auch nicht gerade, die kreativste nachhaltigste Aufgabe ihres Lebens wahrzunehmen, w&auml;hrend getrennt lebende V&auml;ter Freizeitpapas nach Belieben sein d&uuml;rfen.</p> <p>Eine vage Vermutung: Wenn der Staat unter Bildung zunehmend zweckgebundenes Funktionieren hervorhebt und f&ouml;rdert, werden damit auch wesentliche Bestandteile des Menschseins verloren gehen, z.B. Emotionalintelligenz, Individualit&auml;t, besondere Kompetenzen, Kreativit&auml;t, Lebenssinn und Lebenswert.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Bindungsexperten wie beispielsweise Dr. Rainer B&ouml;hm warnen immer wieder vor zu fr&uuml;her Fremdbetreuung. Insbesondere kleine Kinder seien einem enormen Stress ausgesetzt, das h&auml;tten Untersuchungen anhand des Stresshormons Cortisol belegt. Welchen Eindruck haben Sie von den Kindern in Ihrer Einrichtung? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Der kindliche Stress &auml;u&szlig;ert sich in verschiedenen Formen.</p> <p>- Manche Kinder weichen nicht von der Seite der Erzieherin und werden kaum eigenaktiv, halten sich buchst&auml;blich an Spielzeug oder Ritualen fest, reagieren vorschnell mit Panik, oder heftigem Widerstand. W&auml;hrend der Eingew&ouml;hnungszeit (ca. 8 Wochen) ist das normal, doch danach ist das ein klares Zeichen von mangelnder innerer Sicherheit.</p> <p>- Die Betreuungszeiten sind oft l&auml;nger als die Dienstzeit der Bezugserzieherin, d.h. das Kind hat viele wechselnde Ansprechpartner, kommt in eine andere Gruppe zu anderen Kindern und Erziehern, oder hat gar keine Gruppe. Schon sehr fr&uuml;h wird es in ein System gepresst, (Tagesablauf, Verhaltensmuster, Erwartungen, Wertvorstellungen usw.) das f&uuml;r manche Kinder eher hemmend als f&ouml;rderlich ist.</p> <p>- Weiteren Stress verursacht das Zusammenleben auf engem Raum. Es gibt zu wenige R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten, um ungest&ouml;rt &uuml;ber einer selbst gew&auml;hlten Aufgabe zu verweilen und daraus zu lernen. Unruhig und verloren laufen sie umher, ohne ein Erfolgserlebnis zu haben. Kinder d&uuml;rfen nichts kosten Die Schlafmatratzen sind oft so eng nebeneinander, dass man nicht dazwischen sitzen kann, um ein Kind zu tr&ouml;sten.</p> <p>- Auch die Garderobenpl&auml;tze sind auf 20 cm pro Kind genormt. Wie breit ist denn ein Windelpopo? Die Kinder f&uuml;hlen sich bedr&auml;ngt und reagieren mit R&uuml;ckzug oder Aggression. Kleinkinder sehen noch nicht die Bed&uuml;rfnisse der anderen, nehmen also das Spielzeug, was sie gerade interessiert, und verstehen nicht, warum der andere jetzt weint oder schl&auml;gt. Es kommt zum Konflikt, und wenn mit den Konfliktpartnern kein L&ouml;sungsweg erarbeitet wird, werden sie auch kein konstruktives Sozialverhalten erlernen</p> <p>- Durch das enge Zusammenleben werden Krankheiten sehr leicht &uuml;bertragen. Es ist altersgem&auml;&szlig;, dass Krabbelkinder alles in den Mund nehmen, bzw. sich gegenseitig ins Gesicht oder Mund fassen.</p> <p>- Nicht zuletzt sp&uuml;ren Kleinkinder die Stimmung und Anspannung ihrer Eltern, wenn sie unter Zeitdruck ihr Kind aus dem Schlaf holen, um p&uuml;nktlich am Arbeitsplatz zu sein. Es kommt vor, dass Kinder halbkrank oder mit Fieberz&auml;pfchen in die Einrichtung gebracht werden, weil Mutter oder Vater nicht schon wieder von der Arbeit fehlen k&ouml;nnen. Auch wir stehen dann im Konflikt zwischen den Bed&uuml;rfnissen des kranken Kindes, den Verpflichtungen der Eltern und unserer Verantwortung gegen&uuml;ber allen Kindern. Besonders hart ist es, wenn (meist) die Mutter in der Probezeit ist und Angst hat, ihren Job wegen des Kindes zu verlieren. Das ist leider Alltag.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Ab welchem Alter halten Sie die Betreuung des Kindes au&szlig;erhalb der Familie f&uuml;r sinnvoll und angemessen? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Ich denke, dass die meisten Kinder sich schon sehr fr&uuml;h an einige, wenige, feste, dauerhafte Bezugspersonen gew&ouml;hnen k&ouml;nnen, wenn diese f&uuml;r die Eltern vertrauensw&uuml;rdig und verl&auml;sslich sind. F&uuml;r ein Baby sollte das h&ouml;chstens nur stundenweise und immer die gleiche Person sein. Wenn Kinder anfangen zu laufen, f&uuml;hlen sie sich in Krabbelgruppen wohl, wo die Mama in Reichweite ist. Das Kind kann sich selbstbestimmt l&ouml;sen, um erste eigene Erfahrungen mit Gleichaltrigen zu sammeln. Mit zwei Jahren k&ouml;nnen viele Kinder nach einer individuellen Eingew&ouml;hnungszeit mehrmals pro Woche f&uuml;r 2-3 Stunden in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Menschen gute Erfahrungen machen und ihren Horizont erweitern. Das ist aber keine Bedingung f&uuml;r eine gute Entwicklung.</p> <p>&nbsp;</p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wollen Eltern wirklich anderen &uuml;berlassen, was f&uuml;r ihre Kinder f&uuml;r wichtig und wertvoll sein soll?</strong></span></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong><br /></strong></span></p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>M&uuml;tter, die ihre Kinder nicht bereits fr&uuml;hzeitig in einer Krippe betreuen lassen, w&uuml;rden ihren Kindern Bildung vorenthalten, so ein immer wiederkehrendes Argument f&uuml;r die fr&uuml;he au&szlig;erh&auml;usliche Betreuung. Was meinen Sie dazu? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> Wie ein Baum in Kreisen von innen nach au&szlig;en w&auml;chst, gro&szlig; und stark wird, so entdeckt und entwickelt ein Mensch seinen Lebensraum und Aktionsradius vom unmittelbaren Umfeld Familie hinaus in weitere Beziehungen und Herausforderungen.</p> <p>Die prim&auml;ren Bildungsaufgaben des Kleinstkindes sind der Erwerb von Emotional- und K&ouml;rperkompetenz,&nbsp; und die F&auml;higkeit, sich mitzuteilen, also Sozialkompetenz. Im Zusammenspiel dieser Kompetenzen entwickelt sich das, was landl&auml;ufig unter Bildung definiert wird: n&auml;mlich die kognitive Intelligenz, also die F&auml;higkeit, Dinge und Zusammenh&auml;nge altersgem&auml;&szlig; zu erforschen, verstehen und entsprechend damit umzugehen.</p> <p>Was lernt der kleine Luis, wenn ich ihm die Tasche aus der Hand nehme und sie selber einpacke, weil er zu langsam ist, und die anderen Kinder schon warten? Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kleinkindalter beeinflussen das ganze sp&auml;tere Leben.</p> <p>Zuhause kann die Mutter/Vater auf die Bed&uuml;rfnisse des Kindes individuell eingehen: Schlafen, wenn es m&uuml;de ist, Essen, wenn es hungrig ist. Bilderbuch vorlesen, T&uuml;rmchen bauen, Sch&uuml;sseln sortieren&hellip;, wenn das Kind seine Neugierde, sein Bildungsbed&uuml;rfnis signalisiert. Denn dann ist der Lernerfolg auch am effektivsten. Die P&auml;dagogik nennt das Lernfenster. Warum erlernt man eine Fremdsprache am besten in dem betreffenden Land?</p> <p>Weil man sie dort in einer anregenden Umgebung mit allen Sinnen erlebt und sie gleich sinnvoll anwendet. Das Gleiche erf&auml;hrt ein Kind, das mit seiner Mama Geschirr in den Schrank r&auml;umt oder W&auml;sche sortiert. Es entdeckt u.a. die Gesetze der Schwerkraft, mathematische Gr&ouml;&szlig;en, Farben und Formen, f&ouml;rdert seine Handgeschicklichkeit, erweitert seine Sprachf&auml;higkeit durch Begriffe wie hart, weich, biegsam. Es erkennt Sinn und Funktion der Dinge, und bekommt obendrein die wichtigste Anerkennung: Mama ist stolz auf mich &ndash; ich habe es gut gemacht. Ich bin wichtig und wertvoll. Wollen Eltern wirklich anderen &uuml;berlassen, was f&uuml;r ihre Kinder f&uuml;r wichtig und wertvoll sein soll, welche Lebens- und Arbeitshaltung sie erwerben?</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Was w&uuml;nschen Sie sich als Krippenerzieherin von der Politik? </strong></p> <p><strong>Ann-Kathrin F.:</strong> <span style="text-decoration: underline;">Von der Politik w&uuml;nsche ich mir:</span></p> <p>- Dass Kinder als die wichtigste Investition in unsere Zukunft gesehen werden und nicht als Politikum f&uuml;r die n&auml;chste Wahl.</p> <p>- Objektive Aufkl&auml;rung und Information: Was brauchen Kinder, um Gestalter und Leistungstr&auml;ger unserer zuk&uuml;nftigen Gesellschaft werden zu k&ouml;nnen?</p> <p>- Die Erkenntnis, dass Menschen und insbesondere die Kinder ohne Lobby keine</p> <p>variable Gr&ouml;&szlig;e sind, die man der Wirtschaft anpassen kann; und schon gar nicht den Zielen Einzelner unter dem Vorwand des Gemeinwohls unterstellt werden d&uuml;rfen. Schlie&szlig;lich dienen die Arbeit und der damit verbundene Lohn der Erhaltung des Menschen - und nicht der Mensch zur Rechtfertigung von Konzernstrategien.</p> <p>- Dass endlich die Leistung von M&uuml;ttern/V&auml;tern f&uuml;r das Gesamtwohl unserer Gesellschaft gesch&auml;tzt und honoriert wird. Erziehung und die damit verbundene Pr&auml;gung ist eine Aufgabe von h&ouml;chster Kreativit&auml;t und Nachhaltigkeit f&uuml;r das Gemeinwohl. Das Betreuungsgeld betr&auml;gt h&ouml;chstens ein Zehntel vom Zuschuss f&uuml;r einen Krippenplatz.</p> <p>- Echte Wahlfreiheit besteht erst, wenn M&uuml;tter ihre Kinder nicht aus finanziellen, bzw. Statusgr&uuml;nden und schon gar nicht aus Angst vor ausgebremster Karriere, Arbeitsplatzverlust, oder Altersarmut in die Krippe geben.</p> <p><span style="text-decoration: underline;">Wenn Kleinkinder, d.h. vor dem dritten Geburtstag, au&szlig;erh&auml;uslich betreut werden m&uuml;ssen, w&uuml;nsche ich mir von der Politik:</span></p> <p>- Eine qualifizierte Ausbildung der Fachkr&auml;fte, sodass diese den Erziehungs- und Bildungsbed&uuml;rfnissen von Kleinkindern gerecht werden k&ouml;nnen.</p> <p>- Dass die Leistung der Fachkr&auml;fte durch Status und finanzielle Anerkennung gew&uuml;rdigt und honoriert wird.</p> <p>- Dass der Betreuungsschl&uuml;ssel auf h&ouml;chstens eins zu drei festgesetzt wird. Bisher gibt es nur schwammige Empfehlungen.</p> <p>- Die r&auml;umliche und materielle Ausstattung muss sich an den wahren Rechten und&nbsp; Bed&uuml;rfnissen der Kinder orientieren und nicht am Budget er Geldgeber.</p> <p>- Keine Kita im Keller oder Dachgeschoss! Kinder brauchen Sonne, frische Luft und Natur &ndash; Aussicht statt Kunstlicht, Klimaanlage und Indoorspielplatz. Das wei&szlig; jede Oma und jeder Kinderarzt.</p> <p>- Eltern brauchen ein Recht auf familiengerechte Arbeitszeiten. Schlie&szlig;lich erbringen sie durch ihre Erziehung eine Leistung f&uuml;r den Staat und sollen selber lange leistungsf&auml;hig bleiben.</p> <p>Initiative Familienschutz: <strong>Danke f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p> <p>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</p>

Artikel lesen  |  Kommentare (11)
Kerstin Schneider, 02.04.2013 11:26
 

 
 
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