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22.05.2013
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»Goldlieferung eingestellt. Die Krise eskaliert«   Interview mit Eike Hamer von Valtier
 

Eike Hamer von Valtier ist Diplomkaufmann, Buchautor und Unternehmer in Hannover. Als Vorstand im Mittelstandsinstitut Niedersachsen gilt er als einer der führenden Experten in den Bereichen Edelmetallmärkte, Krise, Finanzen und Mittelstand. Im Interview mit FreieWelt.net analysiert er die aktuelle Edelmetallkrise an den Weltbörsen. (Fotos: Eike Hamer von Valtier; Thorben Wengert /pixelio.de)



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Redaktion AB, 22.05.2013 09:42
Italiens Establishment will Grillo kaltstellen   Reform des
Wahlrechts geplant
 

Um einen unliebsamen Konkurrenten – die Partei Fünf Sterne des Komikers Beppe Grillo – aus dem Weg zu räumen, planen Vertreter der etablierten Parteien die Neufassung des Wahlrechts. Gedacht ist an die Einführung einer Registrierungspflicht, die es unkonventionellen Bewegungen wie der von Grillo erschweren würde, überhaupt bei Wahlen anzutreten. Dem Establishment wäre das nur recht. (Fotos: Dieter Schütz/pixelio.de; Reiner Rosenwald/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 22.05.2013 08:51
Deutschland: Zinsfalle ist zugeschnappt   Wird man uns enteignen oder enteignen?
 

Deutschland wird sich nicht mehr aus eigener Kraft von den bislang aufgetürmten Schulden in Höhe von zwei Billionen Euro befreien können. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts CESifo. Nötig wäre ein rasantes Wirtschaftswachstum, um die Schulden wieder abzubauen, doch das ist eher die Ausnahme denn die Regel. Welcher Ausweg bleibt nun? (Fotos: Rainer Sturm/pixelio.de; Annamartha/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 22.05.2013 08:26
Steinbrück gegen höhere Mütterrenten   Dafür ist angeblich kein Geld da
 

Als wünschenswert, aber nicht finanzierbar hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die von seiner Generalsekretärin Andrea Nahles in Aussicht gestellt Erhöhung der Mütterrenten bezeichnet. »Empörend« nannte das die Staatsministerin im Bundeskanzleramt Maria Böhmer (CDU). Steinbrück lasse »die Mütter im Regen stehen« und entlarve Nahles‘ Ankündigung »Wahlkampfmanöver«. (Fotos: nrwspd/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0; Andreas Depping/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 22.05.2013 07:49
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Blogs     RSS  Aktuelle Nachrichten  
 
  zur Person und Archiv   Daniel Mietke 16.05.2013 13:43
FREIHEIT

Die Temperaturen steigen. Mein Kind ist jetzt in der Kita und zu Hause eigentlich den ganzen Tag an der frischen Luft - spielt im Garten und auf Spielplätzen. Schön!Zum Auto- und Bahnfahren suche ich mir Musik aus meiner CD-Sammlung.

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  zur Person und Archiv   Peter Winnemöller 11.03.2013 16:41
Wer braucht denn diese CDU?

Für mich schon gar nicht. Habe ich der CDU doch lange genug angehört und war treuer Wähler. Seit ungefähr 15 Jahren weichen die Positionen der CDU-Spitze, insofern es um angestammte konservative Implikationen aus dem christlichen We...

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  zur Person und Archiv   Steffen Hentrich 21.02.2013 10:16
Liberales Institut in Berlin angekommen

Am 18.02.2013 wurden die neuen Büroräume des Liberalen Instituts mit einer Begrüßungsrede des Institutsleiters Dr. Detmar Doering und einer Würdigung durch Dr.

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  zur Person und Archiv   Dedo Schwerin von Krosigk 12.02.2013 12:40
Kardinal Woelki

In beiden Fälle sollte er noch weitere 12 Wochen dort bleiben und lernen, keinen Quatsch zu reden, auch wenn er glaubt, damit bei Kinogängern als cool zu gelten.  

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Unsere Blogger

 
  zur Person und Archiv   Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel 04.02.2013 18:13
BER, oder: Was läuft schief bei Großprojekten?

Weil ich vor achtzehn Jahren ehrenamtlicher Vorsitzender der Berlin-Brandenburgischen Flughafengesellschaft war, musste ich jetzt vor einem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses aussagen.

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  zur Person und Archiv   Richard Schütze 04.02.2013 14:38
Werteorientierte Rhetorik

Kanzlerin Angela Merkel möchte nur eins, Herausforderer Peer Steinbrück gleich zwei, die Grünen gar viele; TV-Duelle mit Kanzler-Format sind einfach das Größte und machen megasüchtig.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 14.01.2013 11:14
Karl und Rosa und der lebendige Stalinismus

Punkt 9.30 war die Parteiführung der Linken, in diesem Jahr mit Sarah Wagenknecht, vor dem Haupteingang an den für sie bereit gelegten Kranzgebinden versammelt. Pünktlich wurde der Lautsprecher eingeschaltet.

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  zur Person und Archiv   Richard Schütze 14.01.2013 10:34
Na und?

Die Welt reibt sich ungläubig die Augen: Deutschland und seine Hauptstadt Berlin sind mal wieder mega-prominent. Diesmal aber nicht durch Perfektion, Präzision und Party, sondern wegen Pleiten, Pech und Pannen.

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  zur Person und Archiv   Dedo Schwerin von Krosigk 10.01.2013 09:18
Der Willy-Brandt-Flughafen

Wenn die Söhne Brandt ihre Zustimmung zur Verwendung des Namens ihres Vaters für dieses Skandalprojekt nicht schleunigst widerrufen, machen sie sich an der Schändung seines Namens und Ansehens mitschuldig.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 07.01.2013 15:42
Wie wird man Schwabenhasser?

Mal lässt er sich von Polizisten wegtragen, weil er glaubt, sein Engagement gegen den Rechtsextremismus mit illegalen Sitzblockaden gegen genehmigte Demonstrationen bewiesen zu müssen.

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  zur Person und Archiv   Wolfgang Röhl 29.11.2012 10:25
Tapfer ausgeschlafen. Die "taz" zur Zeitungs-Krise

Was natürlich ebenfalls gilt. Besonders für die „taz“. Nicht in deren Lachsack „Die Wahrheit“, sondern in einen taz-Hausblog ist unlängst ein Scherzartikel der Leiterin der Inlands-Redaktion gerutscht.

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  zur Person und Archiv   Jean-François Boo 28.11.2012 16:35
Ein Pater geht...

Selten hat jemand in Berlin für einen Priester ein Lied geschrieben. Die Vermeldung des Umzuges von Pater Georg hat plötzlich die ganze Gemeinschaft bewegt, denn er war immer für uns da.

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  zur Person und Archiv   Prof. Hans-Joachim Selenz 26.11.2012 14:41
Buchbesprechung:"Affäre Wulff"

Für Ihre Arbeit zur Aufklärung der Wulff-Affäre erhielten die beiden Autoren den renommierten Henri-Nannen-Preis in der Kategorie „Beste investigative Leistung“.

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 23.11.2012 15:48
Kabinett des Grauens

„Katrin, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele.“ Keine Sorge, liebe Leser, ich werde Sie jetzt nicht mit privaten Liebesergüssen behelligen.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 05.10.2012 10:11
Erwin Jöris wird heute 100 jahre alt! Ich gratuliere!

Jöris, geboren und aufgewachsen im Berliner Arbeiterbezirk Lichtenberg, sah am Fenster seiner elterlichen Wohnung den Trauerzug, der sich für die ermordeten Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg auf der Frankfurter in Richtung Friedh...

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  zur Person und Archiv   Ansgar Lange 04.10.2012 18:14
Wieder ein Konservativer weniger

In Aschaffenburg wurde die Frage beantwortet, ob einer der letzten Konservativen in der Union weitere vier Jahre für seine Wähler und seine Partei arbeiten darf. Der CSU-Abgeordnete Norbert Geis wird dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören.

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<p>Mit einem Gutachten des Architekturhistorikers Dietrich Worbs wollen die K&uuml;nstler nun en Kampf gegen die Verwaltung aufnehmen. In der Sache geht es um die Frage, ob denkmalsch&uuml;tzerische und kulturelle Belange wichtiger zu werten sind als Energiesparma&szlig;nahmen. Der Senat hat sich ganz auf die Seite der Sparf&uuml;chse gestellt, die K&uuml;nstler auf die der Romantiker, die das milde Gaslicht lieben.</p> <p>Der Streit hat inzwischen auch international Aufmerksamkeit erregt: Die Organisation Europa Nostra (Pr&auml;sident: Placido Domingo) hat die Berliner Gaslaternen auf ihre Liste der bedrohten Denkm&auml;ler gesetzt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gasleuchten-in-berlin-doch-man-sieht-nur-die-im-lichte-12181464.html" target="_blank">faz.net</a> und <a href="http://www.gaslicht-kultur.de/Gaslaternen.html" target="_blank">gaslicht-kultur.de</a></p>

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Redaktion (oe), 15.05.2013 09:18
 

 

<p><strong>Neustart mit Hindernissen</strong></p> <p>Laut der Website Neustart-Berlin.org, auf der Parteimitglieder f&uuml;r eine Neuwahl des gesamten Vorstandes werben, soll Brinker sich zur Zeit auf einer Kreuzfahrt befinden. Der Pressesprecher der AfD Berlin Frank Hessenland dementierte dies nicht, wies aber daraufhin, dass Brinker st&auml;ndig in Verbindung mit seinen Berliner Parteifreunden stehe. &raquo;Herr Brinker ist in Email- und Telefonkontakt mit dem Vorstand, arbeitet an der Einladung zur Landeswahlversammlung, der Internetseite, leitet die stellvertretenden Vorsitzenden an, kommentiert das aktuelle Geschehen &uuml;ber die mitgeschickte PM.&laquo; Bei der Landeswahlversammlung am 25. Mai stellt die AfD Berlin ihre Kandidaten f&uuml;r die Bundestagswahl auf.</p> <p>Die Adresse Neustart-Berlin.org ist auf Matthias Goldstein registriert. Sie ist inzwischen nicht mehr erreichbar.</p> <p><strong>Anonymes Geraune</strong></p> <p>Inzwischen schaltet sich sie anonym betriebene Facebook-Seite &raquo;<a href="https://www.facebook.com/pages/AFD-Berlin-Parteibasis/460437684043813" target="_blank">AFD-Berlin / Parteibasis</a>&laquo; in die Auseinandersetzung ein. Die selbsternannte Parteibasis unterst&uuml;tzt Goldsteins Forderung nach einem geschlossenen R&uuml;cktritt und Neuwahlen des Vorstands. Die Internet-Aktivisten sto&szlig;en sich an der Adresse der neuen Gesch&auml;ftsstelle. Diese befindet sich in im B&uuml;rogeb&auml;ude Lietzenburger Stra&szlig;e 46, wo zu Mauer-Zeiten Zentrale der West-Berliner CDU war.</p> <p>Die Facebook-Seite erkl&auml;rt, diese Adresse st&uuml;nde &raquo;wie kein anderer Ort f&uuml;r Westberliner Muff, Filz und Korruption&laquo; und bef&uuml;rchtet &raquo;h&auml;mische Presse aufgrund dieser instinktlosen Entscheidung&laquo;. Frank Hessenland widerspricht: &raquo;Heute hat das Geb&auml;ude mit der CDU nichts mehr zu tun.&laquo;</p> <p>Die Facebook-Parteibasis&laquo; st&ouml;rt sich weiter am Vermieter der R&auml;ume, der Kanzlei B&ouml;rsing, Pohl &amp; Partner. Diese seien &raquo;hochambitionierte Mitglieder und Gro&szlig;spender der Berliner CDU&laquo;. Dann wird verschw&ouml;rungstheoretisch angedeutet, dass eine &raquo;Standleitung zwischen AfD-Zentrale und Konrad-Adenauer-Haus&laquo; leicht eingerichtet sei, so dass &raquo;keine Mail, kein Telefonat, kein vertrauliches Meeting&laquo; mehr sicher sei. Auch auf Neustart-Berlin.org wurde der Vorwurf erhoben, die Vermieter der neuen Gesch&auml;ftsstelle seien mit der Berliner CDU verbandelt.</p> <p>Auch hier widerspricht der Pressesprecher: &raquo;Die AfD Berlin hat ein B&uuml;ro mit abschlie&szlig;baren R&auml;umen gemietet.&laquo; Dies stelle sogar eine Verbesserung dar: &raquo;Diese M&ouml;glichkeit war im Hause Goldstein nicht gegeben. Dort blieb die Schl&uuml;sselgewalt beim Ehepaar Goldstein.&laquo;</p> <p><strong>&raquo;Gut bekannt&laquo;</strong></p> <p>Dieser Reporter konnte den anonymen Vorwurf nicht &uuml;berpr&uuml;fen. Eine Nachfrage bei den Facebook-Seitenbetreibern ergab, dass diese ihre Quellen auch gegen&uuml;ber diesem Reporter nicht offenlegen wollen. Es wurde nur behauptet, die Informationen seien authentisch und k&auml;men &raquo;von glaubw&uuml;rdigen, ehemaligen CDU-Mitgliedern, die mit den Pohls gut bekannt sind&laquo;.<br /> <br /> Inzwischen ist nach den Sprechern Matthias Lefarth und Annette Goldstein mit dem stellvertretenden Sprecher Prof. Markus Egg das dritte Vorstandsmitglied der AfD Berlin zur&uuml;ckgetreten. Mit der Abberufung Matthias Goldsteins ist das ein Verlust von vier Vorstandsmitgliedern in acht Tagen.</p>

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Redaktion (og), 14.05.2013 11:11
 

 

<p dir="ltr"><span>Der neu gegr&uuml;ndete Landesverband der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) ist nach &nbsp;internen Informationen heillos zerstritten. Zwei Lager stehen sich im Vorstand unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber, wie ein Insider mitteilte. Frank Hessenland, Pressesprecher des Landesverbandes, best&auml;tigte auf Nachfrage, es habe &ldquo;B&ouml;ses Blut in der Partei gegeben&rdquo;.</span></p> <p dir="ltr"><span>Der Landesvorstand hat durch die Querelen bereits den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und einen der drei Sprecher eingeb&uuml;&szlig;t. Sprecher in der AfD sind das Gegenst&uuml;ck zu den Vorsitzenden in anderen Parteien.</span></p> <p dir="ltr"><span>Auf der konstituierenden Sitzung des Landesvorstandes am 2. Mai war Matthias Goldstein, Ehemann der Sprecherin Annette Goldstein zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer berufen und in den Vorstand kooptiert worden. In den Gesch&auml;ftsr&auml;ume der Goldstein Consulting GmbH sollte sich die Gesch&auml;ftsstelle ansiedeln.</span></p> <p dir="ltr"><span>&ldquo;Diese Verquickung von Partei- und Familieninteressen hat der Vorstand als Problem erkannt&rdquo;, sagte Hessenland. &ldquo;Gerade mit Blick auf den Skandal um den bayerischen Landtag.&rdquo;</span></p> <p dir="ltr"><span>So nahmen in den ersten Woche die Spannungen im neu gegr&uuml;ndeten Landesverband derart zu, dass sich der Bundessprecher und Parteivorsitzende Bernd Lucke zu einer Intervention gen&ouml;tigt sah. </span></p> <p dir="ltr"><span>Lucke ermahnte den Landesvorstand in einer E-Mail zur Geschlossenheit. Das Schreiben liegt vor. Er schreibt unter anderem, dass er &ldquo;an den z. T. sehr emotionalen Anw&uuml;rfen gegen Herrn Goldstein nichts Substantielles entdecken kann.&rdquo;</span></p> <p dir="ltr"><span>Lucke weiter: &ldquo;Ich habe dringend abgeraten, einen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, der erst vor wenigen Tagen bestellt wurde, zu entlassen, ohne dass klare Verfehlungen vorliegen.&rdquo;</span></p> <p dir="ltr"><span>Die eindringlichen Worte verhallten ungeh&ouml;rt. Der de facto amtierende Vorstand stellt den Vorgang als Teil eines Lernprozesses dar. Man d&uuml;rfe die Abberufung &ldquo;gerade in einer so jungen Partei w&auml;hrend der Startphase nicht &uuml;berbewerten&rdquo;, so Pressesprecher Hessenland.</span></p> <p dir="ltr"><span>Am Abend des 7. Mai kam es zum Eklat. Aus Vorstandskreisen wird Annette Goldstein vorgeworfen, sie habe versucht das Hausrecht in ihren Gesch&auml;ftsr&auml;umen auszunutzen. </span></p> <p dir="ltr"><span>Daraufhin habe der Vorstand ohne die Teilnahme des Ehepaars Goldstein an einem anderen Ort getagt. Dabei fiel der Beschluss Matthias Goldstein seines Amtes zu entheben und seine Kooptierung in den Landesvorstand aufzuheben. </span></p> <p dir="ltr"><span>Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Piratentum und Vetternwirtschaft verhindern!&rdquo; wurde die Entscheidung bekanntgegeben. Der neue alleinige Sprecher &nbsp;G&uuml;nther Brinker erkl&auml;rte: &ldquo;In Zeiten der neuen Sauberkeit muss eine famili&auml;re Verquickung von Partei und Familie, Partei und famili&auml;rem Besitz unbedingt verhindert werden.&rdquo; Brinker hatte 2005 seinen Posten als Vorsitzender des Berliner Bundes der Steuerzahler ger&auml;umt.</span></p> <p dir="ltr"><span>Annette Goldstein wurde mitgeteilt, man habe sie all ihrer Aufgaben als Sprecherin enthoben. Kurz zuvor war bereits der Sprecher Matthias Lefarth zur&uuml;ckgetreten.</span></p> <p dir="ltr"><span>Der verbliebene Landesvorstand erkl&auml;rte die Vorg&auml;nge in einem Schreiben an die Mitglieder. Kurz darauf distanzierte sich das Vorstandsmitglied Prof. Markus Egg, Anglistik-Professor an der FU Berlin. Das Schreiben nennt als Absender zwar den Landesvorstand, Egg wird aber nicht aufgef&uuml;hrt.</span></p> <p dir="ltr"><span>Egg: &ldquo;Als stellvertretender Sprecher des LV Berlin distanziere ich mich nachdr&uuml;cklich von dem Rundschreiben, das gestern von anderen Mitgliedern des LV verschickt wurde. Dieses Schreiben findet weder in Inhalt noch in Form meine Zustimmung.&rdquo;</span></p> <p dir="ltr"><span>Auf telefonische Anfrage hielt Annette Goldstein sich zu den Vorg&auml;ngen bedeckt. Sie wolle sich nicht detailliert &auml;u&szlig;ern, um der der AfD nicht zu schaden. &ldquo;Weil ich finde, dass das eine gute Partei ist, die bei den Bundestagswahlen erfolgreich sein soll.&rdquo;</span></p> <p><span id="docs-internal-guid-2f2c3db3-8eba-9dce-d5c4-3f8106d1484d">Am 25. Mai will der Berliner Landesverband der AfD seine Kandidaten f&uuml;r die Bundestagswahl am 22. September aufstellen.</span></p> <p><strong><span id="docs-internal-guid-2f2c3db3-8eba-9dce-d5c4-3f8106d1484d">NACHTRAG: Der Berliner AfD-Landesvorstand hat gefordert, dass eine Passage zu&nbsp;G&uuml;nther Brinker zur&uuml;ckgezogen wird. Diese wurde vor&uuml;bergehend gestrichen und wird z.Z. juristisch gepr&uuml;ft.</span></strong></p> <p>&nbsp;</p>

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Redaktion (og), 10.05.2013 15:56
 

 

<p>Als Kompromiss waren auch Rahel Varnagen und Rosa Luxemburg vorgeschlagen worden, doch die sind bereits zum Teil mehrfach im Berliner Stra&szlig;enbild repr&auml;sentiert. Ganz unflexibel zeigen sich die Kreuzberger Bezirksverordneten allerdings nicht. Denn es ist immerhin m&ouml;glich gewesen, eine Stra&szlig;e nach dem Studentenf&uuml;hrer Rudi Dutschke und nach dem Hausbesetzer Silvio Meier zu benennen.</p> <p>Auch im Bezirk Mitte gibt es eine Regelung wie in Kreuzberg. Dort wurde auf diese Weise verhindert, dass James Simon &ndash; ein j&uuml;discher Kunstm&auml;zen, der unter anderem die Nofretete nach Berlin brachte &ndash; mit einer Stra&szlig;e geehrt wurde.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr dazu auf <a href="http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article115541901/Farce-um-Frauenquote-fuer-Strassennamen-in-Berlin.html" target="_blank">welt.de</a> und <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/landesvertretung_baden_wuerttemberg_ehrt_james_simon/" target="_blank">achgut.com</a></p> <p>Hier kann <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-die-benennung-des-platzes-vor-der-akademie-des-juedischen-museums-berlin-nach-moses-mendelssohn" target="_blank">eine Petition</a> unterschrieben werden</p>

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Redaktion (oe), 24.04.2013 09:55
 

 

<p>Erst letztes Jahr haben sich die Bundestagsabgeordneten eine Gehaltserh&ouml;hung genehmigt, in einer Abstimmung, also &bdquo;vor den Augen der &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; wie von Karlsruhe gefordert. Doch die &ouml;ffentlichen Abstimmungen &uuml;ber die Di&auml;ten sollen k&uuml;nftig wegfallen. Stattdessen sollen die MdB-Geh&auml;lter k&uuml;nftig an das allgemeine Lohnniveau gekoppelt werden. K&uuml;nftige Erh&ouml;hungen sollen also an der &Ouml;ffentlichkeit vorbei ablaufen. Dies ist der eigentliche Skandal. Nikolaus Blome spricht in der Bild von <a href="http://www.bild.de/politik/inland/bundestag/zwischenruf-abgeordneten-diaeten-nikolaus-blome-29850458.bild.html" target="_blank">Di&auml;ten-Feiglingen.</a></p> <p>Bis jetzt orientiert sich das Gehalt der Politiker an den Bez&uuml;gen eines Richters und bel&auml;uft sich auf 8252 Euro. Die vom Bundestag berufenen Experten kommen nun zu dem Schluss, dass Bundestagsabgeordnete nun so viel wie ein Bundesrichter verdienen sollen &ndash; etwa 500 Euro mehr. Dies betrifft nur das Grundgehalt. In den Taschen der Abgeordneten&nbsp;<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-30413/streit-um-erhoehung-der-abgeordneten-gehaelter-diaeten-pauschalen-nebenjobs-was-unsere-politiker-wirklich-verdienen_aid_953080.html">landet &nbsp;mehr</a>.</p> <p>Ein Bundestagsabgeordneter profitiert von einer steuerfreien Kostenpauschale von 4123 Euro. Mit dieser soll er ein oder mehrere Wahlkreisb&uuml;ros unterhalten. Abrechnen muss er nicht. Mit jedem Jahr steigen die Altersbez&uuml;ge der Politiker. Sie k&ouml;nnen bis zu 67,5 Prozent der Di&auml;ten erreichen und auch das Rentenantrittsalter sinkt mit jedem Jahr, dass ein Politiker im Parlament verbringt. Wenn jemand sein Mandat verliert, bekommt er bis zu 18 Monate lang ein &Uuml;bergangsgeld. 12 000 Euro stehen ihm als Amtsausstattung zur Verf&uuml;gung, mit der er B&uuml;romaterialien kaufen kann. So mancher Politiker erf&uuml;llt sich von diesem Geld auch private W&uuml;nsche.</p> <p>Abgeordnete m&uuml;ssen Aufwendungen erst begr&uuml;nden, wenn diese &uuml;ber 1000 Euro liegen. Einige H&auml;ndler in der Hauptstadt haben sich darauf eingestellt und bieten an, Produkte die mehr als 1000 Euro kosten, in getrennten Rechnungen abzurechen. Sie stellen etwa eine Rechnung f&uuml;r den teuren Apple-Laptop und eine zweite f&uuml;r das Zubeh&ouml;r aus.</p> <p>Doch was leisten die Abgeordneten im Gegenzug? Der bei den meisten Abstimmungen fast leere Plenarsaal gibt darauf eine Antwort. Die Tatsache, dass die meisten Gesetze aus Br&uuml;ssel kommen, eine zweite. Dass sich die meisten Abgeordneten an die Linie ihrer Fraktion halten und Abweichler selten sind, gibt eine dritte Antwort auf die Frage, mit wie wenig Arbeit man als Abgeordneter durchkommen kann.</p> <p>Als Politiker kann man ein sehr leichtes und lukratives Leben haben. Viele MdB&rsquo;s verdienen sich neben ihrem Mandat noch das eine oder andere dazu - als Vorst&auml;nde, Berater und &uuml;berbezahlte Vortragsreisende. Will sich ein MdB&rsquo;s unter der Hand schmieren lassen, so l&auml;uft er nicht Gefahr, ins Gef&auml;ngnis zu wandern. Er muss das Schmiergeld lediglich beim Finanzamt abrechnen.</p> <p>Die Frage, ob die MdB&rsquo;s nicht schon genug verdienen, stellt sich tats&auml;chlich zu Recht.</p> <p>Fragen Sie Ihren Abgeordneten nach seiner&nbsp;<a href="http://www.abgeordneten-check.de/mdb_list.html">Meinung zur Di&auml;tenh&ouml;he und nach seinen Nebeneink&uuml;nften.</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p>

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Redaktion (os), 04.04.2013 15:20
 

 

<p dir="ltr"><span>Der 1942 geborene Unternehmer ist gelernter Jurist und war war in der Versicherungsbranche t&auml;tig, bevor er sich 1984 mit seiner eigenen Adlitz AG in Z&uuml;rich (CH) selbstst&auml;ndig machte. Die Firma besch&auml;ftigt sich mit Verm&ouml;gensverwaltung und Beteiligungsberatung.</span></p> <p dir="ltr"><span>Von Seefried begann mit einem kurzen Abri&szlig; der Position Hayeks, die er im Grundsatz teile. Das tiefe Mi&szlig;trauen gegen staatliches Handeln, und die &Uuml;berzeugung, dass s&auml;mtlicher gesellschaftlicher Wohlstand durch unternehmerisches Handeln geschaffen werde, mache er sich zu eigen. </span></p> <p dir="ltr"><span>Man habe, zitierte er aus Hayeks Buch &ldquo;Die Entstaatlichung des Geldes&rdquo; (1976), &ldquo;keine andere Wahl, als das Geldmonopol der Regierung und nationale W&auml;hrungssysteme durch freien Wettbewerb zwischen Emissionsbanken zu ersetzen&rdquo;, wenn der Wohlstand nachhaltig erhalten bleiben und wachsen solle.</span></p> <p dir="ltr"><span> Idealerweise w&auml;re f&uuml;r von Seefried daher, wenn der Staat sein Monopolgeld aufg&auml;be.</span></p> <h3 dir="ltr"><span>Bankers Werk...</span></h3> <p dir="ltr"><span>Die zur Zeit akute Krise in der Euro-Zone versteht von Seefried als das Ergebnis verschiedener Fehlentwicklungen.</span></p> <p dir="ltr"><span>Die erste seiner Ansicht nach eine systemische Krise der Banken. In den letzten Jahren habe sich gezeigt, dass innerhalb der Banken Defizite best&uuml;nden, die die Euro-Krise beg&uuml;nstigen.</span></p> <p dir="ltr"><span>Die Dotcom-Blase, die Lehman-Pleite und der Libor-Skandal zeigten, dass Banken im gegenw&auml;rtigen Zustand nicht die vertrauensw&uuml;rdigen Institutionen seien, von denen Hayek hoffte, sie k&ouml;nnten das Geld dezentral verwalten.</span></p> <p dir="ltr"><span>Als Beispiel nannte er einen Fonds der Schweizer Gro&szlig;bank UBS. Obwohl keine Geldanlage v&ouml;llig sicher ist, nannte die Bank dieses Produkt &ldquo;Absolute Return Funds&rdquo;. Diese waren, so von Seefried, &ldquo;alle nichts wert.<br class="kix-line-break" />Zypern sei ein gutes Beispiel f&uuml;r den inneren Verfall der Banken. Das Bankensystem sei durchweg korrupt und betreibe &nbsp;&ldquo;Geldw&auml;sche wie im Bilderbuch&rdquo;. </span></p> <p dir="ltr"><span>Eine Tatsache, die Seewald mit dem f&uuml;r ihn ausnahmsweisen Kraftausdruck "Riesensauerei" belegte. Vor diesem Hintergrund helfe die von der Troika vorgeschlagene Halbierung des Bankensektors nichts. Diese sei lediglich eine &ldquo;Erlaubnis zur Geldw&auml;sche auf halber Flamme&rdquo;. W&uuml;rde die Geldw&auml;sche auf Zypern tats&auml;chlich gestoppt werden, w&uuml;rde der Baneknsektor dort unrettbar kollabieren.</span></p> <p dir="ltr"><span>Weiterhin w&uuml;rde das Geld ohnehin nicht langen. &ldquo;Die Nachschusspflicht kommt wie das Amen in der Kirche&rdquo;, sagte von Seefried. &Uuml;ber Ausnahmetatbest&auml;nde wie "Zahlungen an soziale Hilfswerke", &nbsp;f&uuml;r die Spendenbescheinigungen aus Kiew und Wladiwostok k&auml;men, w&uuml;rden Kapitalverkehrskontrollen umgangen. Auf diese Weise w&uuml;rde noch mehr Kapital abflie&szlig;en, was mehr Rettungsgelder erforderlich mache.</span></p> <h3 dir="ltr"><span>&hellip; und Deutschlands Beitrag</span></h3> <p dir="ltr"><span>Drei Krisen in Deutschland identifiziert von Seefried als weitere Ursachen der Euro-Krise. Eine des Bundestages, eine des Bundesverfassungsgerichts und eine der Bundesbank. Alle drei Institutionen h&auml;tten &nbsp;die gegenw&auml;rtig schwierigen Verh&auml;ltnisse durch Tun und Unterlassen sehenden Auges mitverursacht.</span></p> <p dir="ltr"><span>Zuerst kam von Seefried auf den Bundestag zu sprechen. Die Krise des Parlaments sei urs&auml;chlich f&uuml;r die Verabschiedung sch&auml;dlicher Gesetzgebung gewesen. Beim ersten &ldquo;Rettungspaket&rdquo;-Gesetz h&auml;tten die abgeordneten mit 700 Seiten Unterlagen vom Montagmorgen ein Gesetz am Montagmittag verabschiedet. </span></p> <p dir="ltr"><span>Dabei seien Bedenken der Parlamentarier durch den Fraktionszwang &uuml;bergangen worden. Auch das Zypern Paket werde durchgepeitscht werden. Eine organisierte Opposition existiere trotz einiger Aufrechter nicht. Da Gr&uuml;ne und SPD &uuml;ber die Fiskal-, und Transferunion zur Sozialunion wollten, sei von diesen Parteien keine Politik im sinne der vielen B&uuml;rger zu erwarten, die sich gegen die Rettungsspolitik aussprechen. </span></p> <p dir="ltr"><span>Einen weiteren Krisenherd macht von Seefried beim Bundesverfassungsgericht aus. Dieses entscheide &uuml;ber Euro-Rettungs-Ma&szlig;nahmen stets im Sinne der Regierung und ber&uuml;cksichtige die verfassungswidrigen Auswirkungen der verabschiedeten Gesetze &uuml;berhaupt nicht.</span></p> <p dir="ltr"><span>Nicht zuletzt ist die Euro-Krise nach von Seefrieds Meinung auch eine Krise der Bundesbank. Im Gegensatz zur geschw&auml;chten heutigen Unterabteilung der EZB st&uuml;nde die vergangene Institution der Bundesbank mit ihrem historisch gewachsenen Selbstbewu&szlig;tsein gegen&uuml;ber allzu machtbewussten Politikern. Dies verdeutlichte er mit einer Anekdote &uuml;ber Oskar Lafontaines kurze Episode als Bundesfinanzminister der SPD 1998. </span></p> <p dir="ltr"><span>Damals besuchte der saarl&auml;ndische Politiker zum Amtsantritt die Bundesbank und forderte einen Zinssenkung zur Konjunkturankurbelung. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter verweigerten sich unter Hinweis auf ihr Mandat, die Kaufkraftstabilit&auml;t sichern zu m&uuml;ssen. Heute dagegen rede die Bundesbank der Politik nach dem Munde. In einer Publikation vom Januar sehe sie gar &nbsp;"Anzeichen einer dauerhaften Stabilisierung" der Eurozone. </span></p> <h3 dir="ltr"><span>Und das Positive, Herr von Seefried?</span></h3> <p dir="ltr"><span>Ist also die Entstaatlichung des Geldes eine M&ouml;glichkeit zur Abwendung der Eurokrise? von Seefried verwies auf durchdachte Vorschl&auml;ge zum &Uuml;bergang auf eine Privatw&auml;hrung. Der konkreteste stammt vom FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Sch&auml;ffler und seinem Mitarbeiter Norbert F. Tofall (</span><a href="http://www.libinst.ch/publikationen/LI-Paper-Schaeffler-Euro.pdf"><span>PDF-Dokument</span></a><span>). von Seefried lobte die Idee, erkl&auml;rte aber, dies k&ouml;nne aus praktischen Gr&uuml;nden nicht funktionieren.</span></p> <p dir="ltr"><span>Seine drei Argumente dagegen.</span></p> <ol> <li dir="ltr"> <p dir="ltr"><span>In der Krise h&auml;tten sich deutlich die Grenzen des Unternehmertums gezeigt. Gerade das Bankensystem berge das gr&ouml;&szlig;te Risiko. Da Banken ihre Kunden teils &uuml;bel betrogen haben, sei ein &Uuml;bergang auf private Emissionsbanken kritisch zu sehen.</span></p> </li> <li dir="ltr"> <p dir="ltr"><span>Die m&ouml;glichen Parallelw&auml;hrungen w&uuml;rden die Verm&ouml;gen nicht retten k&ouml;nnen, da ein &Uuml;bergang wegen Volumen und Vernetzung des Euro nicht m&ouml;glich sei. von Seefried w&ouml;rtlich: &ldquo;Es f&uuml;hrt kein Weg &nbsp;hinaus.&rdquo;</span></p> </li> <li dir="ltr"> <p dir="ltr"><span>Durch den Artikel 128 des Vertrags von Lissabon ist (au&szlig;er den verbliebenen Nationalw&auml;hrungen) der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel in der EU vorgeschrieben. Eine &Auml;nderung dieses Zustandes m&uuml;sste von allen Staaten mitgetragen werden.</span></p> </li> </ol> <p dir="ltr"><span>Der Weg in die PRivatw&auml;hrung sei aber nicht unbedingt notwendig, munterte von Seefried die Zuh&ouml;rer nach diesem pessimistischen Ausblick auf. Mit dem Schweizer Franken existiere bereits eine sichere Parallelw&auml;hrung zum Euro. Zwar habe die Schweiz ihren Wohlstand in der Vergangenheit mit einem &auml;hnlichen Gesch&auml;ftsmodell wie Zypern aufgebaut, aber nach einer &ldquo;Rosskur&rdquo; unter dem Druck gerade der USA sei dies Geschichte. </span></p> <p dir="ltr"><span>Um die Verm&ouml;gen zu retten, schlug von Seefried eine &Ouml;ffnung der Goldbest&auml;nde f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung vor. Die Bundesbank sollte einen Teil ihrer erheblichen Goldreserven in Form von Zertifikaten an Privateleute verkaufen. Die so umgewandelten Verm&ouml;gen seien sicher, auch wenn der Kurs des Euro ins Bodenlose falle. </span></p> <p dir="ltr"><span>Im Anschluss entspann sich eine kontroverse Diskussion.</span></p> <p dir="ltr"><span>Beim </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/336-hayek-club-berlin?Itemid=47"><span>n&auml;chsten Hayek-Club Berlin am 11. April 2013</span></a><span> wird Matthias Oppermann (Universit&auml;t Potsdam) &uuml;ber das Thema "Das Ideal der M&auml;&szlig;igung - Liberalkonservatismus" referieren.</span></p>

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Redaktion (og), 27.03.2013 17:58
 

 

<p>FreieWelt.net: <strong>Dr. Wunsch, vor einigen Tagen haben Sie die 14. Auflage Ihres Erziehungsbestsellers &bdquo;Die Verw&ouml;hnungsfalle&ldquo; in einer stark erg&auml;nzten Neufassung mit eigenem Praxisteil und Selbsttest auf der Didacta in K&ouml;ln vorgestellt. Darin beschreiben Sie die negativen Folgen von Verw&ouml;hnung und fordern mehr Konsequenz in der Erziehung. F&uuml;r viele Kinder d&uuml;rften Sie damit als Spa&szlig;bremse gelten&hellip;</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Da Eltern in der Regel so klug sind, ihren durch das beherzte Aufgreifen wichtiger Botschaften aus der Verw&ouml;hnungsfalle ver&auml;nderten Erziehungsstil nicht mit mir als Autor in Verbindung zu bringen, werden mich Kinder auch nicht als Spa&szlig;bremse sehen. Je fr&uuml;her sie jedoch erfahren, dass ein eigenst&auml;ndiges und zufriedenstellendes Leben in der Regel mit M&uuml;he und Flei&szlig; verbunden ist, je gezielter werden Sie sich darauf vorbereiten wollen. Aber es ist schon mal in einem Nachbarort passiert, dass Eltern ihr Tun mit meinem Buch in Verbindung brachten, was den Sohn so aufregte, sich bei mir beschweren zu wollen. Es ging darum, dass er mit dem Fahrrad zum Sportverein fahren sollte und die Eltern einen PKW-Fahrdienst als Verw&ouml;hnung einstuften. Da ihm aber die Wegstrecke von ca. 2 km zu meinem Wohnort als zu beschwerlich erschien, kam er nicht an. Wenn jedoch aus Kindern Erwachsene geworden sind, werden sie einsehen, dass eine verw&ouml;hnende Erziehung gar nicht spa&szlig;ig ist, weil der Ernst des Lebens ihnen verdeutlicht, Vieles im allt&auml;glichen Miteinander dann nicht zu k&ouml;nnen.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Verw&ouml;hnen lassen wir uns doch alle mal ganz gerne. Daraus speisen wir nicht zuletzt auch wieder Kraft f&uuml;r neue Herausforderungen. Ab wann wird Verw&ouml;hnen problematisch, wann wird es zur &bdquo;Falle&ldquo;?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit der Verw&ouml;hnung belegt, dass ein solches Handeln immer negativ ist. Sprachgeschichtlich kommt das Wort &bdquo;Verw&ouml;hnen&ldquo; vom mittelalterlichen &bdquo;verwenen&ldquo;. Dies bedeutet, an etwas in &uuml;bler Weise gew&ouml;hnen. Das mittelhochdeutsche &bdquo;wenen&ldquo; bedeutet &bdquo;gew&ouml;hnen&ldquo;, zu schlechten Gewohnheiten veranlassen. Bezogen auf Kinder werden auch Begriffe wie verziehen, verz&auml;rteln, verweichlichen und &uuml;bertriebenes umsorgen gebraucht. Werden Menschen auf verw&ouml;hnte Kinder angesprochen, wird dies nach meiner Erfahrung immer mit negativen Kommentaren quittiert. Zur Falle wird der Vorgang deshalb, weil sich die Verw&ouml;hnung oft als liebevolle Zuwendung tarnt, bzw. in der Situation der Verstand ausgeschaltet wird. Das was wir alle mal ganz gerne wollen, wird von mir als &sbquo;situationsbezogene Sonder-Zuwendung&rsquo; oder &sbquo;sich und Anderen etwas Gutes tun&rsquo; bezeichnet. Dabei steht nicht irgendein &sbquo;ver&hellip;&rsquo;, sondern die Zuwendung gegen&uuml;ber einem nahen Menschen oder mir selbst in einer herauszustellenden Situation im Zentrum.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Sie halten insbesondere die ersten 36 Lebensmonate f&uuml;r die entscheidende Zeit, in der die Weichen f&uuml;r das sp&auml;tere Leben gestellt werden. Gemeinhin wird allerdings gesagt, S&auml;uglinge k&ouml;nne man gar nicht verw&ouml;hnen, sie br&auml;uchten ganz im Gegenteil unsere ganze Aufmerksamkeit und Hingabe. Wann also kann bzw. sollte man seinem Kind eine konsequente Erziehung &uuml;berhaupt zumuten?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Dass die ersten 3 Lebensjahre die pr&auml;gendsten sind, hat uns sp&auml;testens die Bindungsforschung klar gemacht. Aber wenn wir einen Hunde-Trainer, L&ouml;wen-Dompteur oder Baum-Z&uuml;chter fragen, werden auch sie unterstreichen, dass zum Beginn die Weichen f&uuml;r das weitere Werden gestellt werden. Insoweit kann man ein Kind auf grundlegende Weise auch von Anfang an verw&ouml;hnen. Denn jede Unterforderung, jede leicht gemachte Annehmlichkeit wird die Entwicklung von Selbstkompetenz verhindern. Bekommt beispielsweise ein S&auml;ugling nur ein einziges Mal die Flasche mit zu gro&szlig;er Saug&ouml;ffnung, wird diese Trinkerleichterung ab sofort lauthals eingefordert. Fr&uuml;hes eigenst&auml;ndiges Trinken, Essen, Kauen oder sich mit sich selbst besch&auml;ftigen k&ouml;nnen ist somit das Ergebnis eines f&ouml;rderlichen Umgangs. Dann lernen Kinder z.B. ab dem ersten Geburtstag selber mit dem L&ouml;ffel zu essen und aus einem Becher zu trinken. Werden Kinder jedoch zu lange gef&uuml;ttert, erhalten sie als Zweij&auml;hrige immer noch eine Nuckel-Pulle zum Trinken, wir dies weder einge&uuml;bt, noch k&ouml;nnen sie sich &uuml;ber eine eigene Leistung freuen. Auch die Sprache wird nicht erlernt, indem ein Kinderkauderwelsch akzeptiert wird. Somit beginnt eine konsequent-liebevolle Erziehung f&uuml;r mich einen Tag nach der Geburt, zumal die Motive zur Verw&ouml;hnung in den Eltern bzw. weitern Bezugspersonen liegen und diese keinen Umschalter nach dem ersten oder zweiten Geburtstag vorweisen k&ouml;nnen. Wer sich intensiver mit den eigenen Gr&uuml;nden zur Verw&ouml;hnung besch&auml;ftigt wird bald feststellen, dass es nie um den Anderen geht, sondern um den eigenen Vorteil: Es geht um den Erhalt der eigenen Ruhe, das Vermeidung von Entscheidungen und Konflikten, den Gewinn oder Erhalt von Sympathien bzw. um gefallen und Dankbarkeit erzeugen wollen, um die Begrenzung von Verantwortung zur Reduzierung der eigenen Unsicherheit und Angst oder um den vordergr&uuml;ndigen Gewinn von Zeit. Das stille Kalk&uuml;l ist, durch die Gew&auml;hrung dieser scheinbaren &lsquo;Gro&szlig;z&uuml;gigkeit und Freiheit&rsquo; emotionale Abh&auml;ngigkeit zu erzeugen. Besonders Harmonie-S&uuml;chtige Menschen sind hier gef&auml;hrdet.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Eltern sind heute informierter und belesener als je zuvor, was die Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder angeht. Bequemlichkeit kann es also kaum sein, warum Eltern ihre Kinder verw&ouml;hnen. Was ist es dann?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Trotz der Lesef&auml;higkeit der meisten Eltern ist die Bequemlichkeit ein gro&szlig;er Faktor. Denn je angespannter der Lebensalltag ist, je umfangreicher ist die Gefahr, bei den Kindern Dinge durchgehen zu lassen, um seine Ruhe zu haben. Aber das r&auml;cht sich schnell, denn in der n&auml;chsten Situation wird das eingefordert, was als Ausnahme gedacht war. Weiterhin fehlt vielen Eltern auch ein ge&uuml;bter Umgang mit Kindern, besonders in Konfliktsituationen. Fast alles muss in unserem Land erlernt werden, f&uuml;r Vieles braucht man eine Ausbildung. Der Staat sollte daher gezielt - z. B. durch einen Bonus zum Kindergeld - Anreize setzen, damit Eltern von sich aus ihre Erziehungs-Qualifikation steigern. Kindererziehung l&auml;sst sich eben nicht so als dem Arm sch&uuml;tteln. Au&szlig;erdem greifen viele M&uuml;tter und V&auml;ter h&auml;ufig auf die Muster zur&uuml;ck, welche sie von den eigenen Eltern &uuml;bernommen haben. Da treffen dann aber gute Vorgehensweisen auf v&ouml;llig unbrauchbare.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Was ist so problematisch daran, f&uuml;r seine Kinder nur das Beste zu wollen?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Wenn Eltern wirklich das Beste f&uuml;r Kinder tun w&uuml;rden, w&auml;re die Verw&ouml;hnung nicht dabei. Aber meist vollzieht sich diese Absicht so, dass Kinder bei jedem &sbquo;Pubs&rsquo; hochgenommen, mit Spielzeugen &uuml;bersch&uuml;ttet, per Lieblingsspeisen ern&auml;hrt und bei kleinstem Unwohlsein in Watte gepackt werden. Aber falsches oder zu h&auml;ufiges Helfen, fehlende Begrenzung und ausbleibende Herausforderung f&uuml;hren immer zu Nicht-K&ouml;nnen. Da Eltern langfristig f&uuml;r ihre Kinder wollen, dass sie als stabile Pers&ouml;nlichkeit mit viel sozialer Kompetenz und Alltagsgeschick ihr Leben in Beruf und Partnerschaft meistern, hat sich die Erziehung auch von Kindesbeinen an diesem Ziel zu orientieren. Denn wer etwas nicht gelernt hat, kann im weiteren Leben auch mit diesen Herausforderungen nicht umgehen. Im Grunde geht es um Frage: &sbquo;Packen wir unsere Kinder in Watte oder trainieren wir sie auf das reale Leben hin&rsquo;?</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Warum ist Verw&ouml;hnen zu einem, wie Sie in Ihrem Buch schreiben, &bdquo;Massenph&auml;nomen&ldquo; unserer Gesellschaft geworden?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch: </strong>Eine Konsum-Gesellschaft wird dadurch gepr&auml;gt, dass wir viel mehr Mittel haben, als wir zum Leben brauchen. Damit ist verbunden, uns selbst und erst recht die Kinder vor diesem &Uuml;berfluss m&ouml;glichst umfangreich fern zu halten. Wenn aber Eltern sich selbst st&auml;ndig als willige Konsumenten bet&auml;tigen, wird dieses Verhalten von den Kindern aufgesogen und als normal betrachtet. Orientieren sich Erwachsene an der Maxime &sbquo;jetzt sofort&rsquo; will ich &hellip;. haben, werden dies die Kinder &uuml;bernehmen. Wer st&auml;ndig &uuml;ber kleine Wegstrecken per Auto transportiert wird, verliert die Bereitschaft f&uuml;rs eigenst&auml;ndige Gehen bzw. f&uuml;r Anstrengungen &uuml;berhaupt. Der &Uuml;berfluss hindert uns so daran, das f&uuml;r uns Wichtige zu tun. So sind &Uuml;berern&auml;hrung, Bewegungsmangel oder fehlende Leistungsbereitschaft typische Folgen. Da die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist, findet dies schnell seinen Widerhall in der Gesellschaft.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Was sind die gesellschaftlichen Folgen von verw&ouml;hnender Erziehung?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch</strong>: Wer als Kind keine Eigenverantwortung erlernte, wird diese auch als Erwachsener meiden. Wer in dauernder Bed&uuml;rfnisbefriedigung aufwuchs, wird leichten Mangel als Katastrophe empfinden. Wer in einem Treibhaus der Verw&ouml;hnung Konflikte und Durststrecken nicht erfahren durfte, wird mit normalen Alltags-Anstrengungen nicht umgehen k&ouml;nnen. Viele beruflichen Probleme werden dadurch ausgel&ouml;st. Und wenn in Partnerschaften unterschiedliche Auffassungen oder Temperamente aufeinander treffen, f&uuml;hrt das bei Unge&uuml;bten schnell zum R&uuml;ckzug, bis hin zur Aufgabe der Beziehung. Auf dem Hintergrund meiner langj&auml;hrigen Erfahrung im Umgang mit Partnerschafts-Krisen habe ich festgestellt, das 70% aller Paare nicht auseinander zu gehen br&auml;uchten, wenn die Beteiligten andere Konflikt-L&ouml;sungsformen als das Weglaufen erlernt h&auml;tten. Je mehr Kinder nicht zu einem Leben in Eigenst&auml;ndigkeit und Selbstverantwortung ermutigt und bef&auml;higt wurden, je umfangreicher sollte sich eine Gesellschaft auf jugendliche &sbquo;Harzer&rsquo; als Ausdruck von Arbeitsunwilligkeit, auf Beziehungsbr&uuml;che, die innere K&uuml;ndigung von Arbeitsverh&auml;ltnissen und einem Ansteigen von Depression und Aggression einstellen.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der Zunahme au&szlig;erh&auml;uslicher Betreuung und dem Verw&ouml;hnen? Wird da m&ouml;glicherweise etwas kompensiert</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Ein typischer Erfahrungswert ist, dass Eltern dazu tendieren, einen Mangel an zeitlich-emotionaler Zuwendung durch das Gew&auml;hrenlassen oder gezielte Erm&ouml;glichen von nicht f&ouml;rderlichen oder gar sch&auml;dlichen Dingen ausgleichen zu wollen. Und damit stecken sie mitten in der Verw&ouml;hnungsfalle. Denn fehlende Umgangszeit l&auml;sst sich weder durch &sbquo;gro&szlig;z&uuml;giges Erlauben&rsquo; von TV-Konsum, noch durch &sbquo;Hinwegsehen&rsquo; bei Nicht-Hinnehmbaren oder ein &uuml;berh&ouml;htes Taschengeld ausgleichen. Die Bedingungen des Aufwachsens solcher Kinder orientieren sich h&auml;ufig an folgendem Muster:&nbsp;</p> <p>- Ein Kind sucht N&auml;he und bekommt die Nuckelpulle. <br />- Ein Kind probt beim Essen per Spinat-Verweigerung den Aufstand und bekommt anstelle einer einf&uuml;hlsamen Auseinandersetzung eine doppelte Portion Nachspeise.<br />- Ein Kind hat Langeweile und bekommt den Fernseher als Unterhaltung.<br />- Oder mit Udo Lindenberg: &raquo;Sie wollte Liebe und kriegte Taschengeld&laquo;</p> <p>Wird jedoch auf die Grundbed&uuml;rfnisse reagiert, geschieht dies ma&szlig;los. Somit stellt sich die Frage, ob der Preis au&szlig;erh&auml;uslicher U-Drei Betreuung so mancher Teil-Zeitm&uuml;tter bzw. Teilzeit-V&auml;ter bei der &Uuml;bergabe ihrer Teilzeit-Kinder an die Tageszeit-Fachkr&auml;fte nicht doch zu hoch ist.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>In Ihrem Buch geben Sie auch konkrete Alltagstipps der Verw&ouml;hnungsfalle zu entkommen. Was raten Sie z.B. Eltern, wenn das Kind sich im Supermarkt vor dem S&uuml;&szlig;warenregal wieder einmal schreiend auf den Boden wirft?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Bevor es zu einer solchen Situation kommt, wird das Kind in der Regel mehrfach erfahren haben, dass Schreien ein gut funktionierender Schl&uuml;ssel zur eigenen Willens-Durchsetzung ist. Somit wird im allt&auml;glichen Umgang &sbquo;vorbereitet&rsquo;, ob es zu einer solchen Situation kommt oder nicht. H&auml;ufig sind solche Szenarien aber auch ein Ausdruck von Langeweile und Unterforderung. Lauthals soll dokumentiert werden, dass sie auch noch da sind. Um diese zu vermeiden, k&ouml;nnen Kinder ab 2 - 3 Jahren aktiv in den Einkaufsvorgang einbezogen werden, indem sie Milcht&uuml;ten holen, eine bestimmte Saft- oder Joghurt-Sorte ausfindig machen, den Wagen zu schieben lernen. Wenn dann doch per Blitz-Idee zur Schrei-Orgie gegriffen wird, ist die Nichtbeachtung die beste Reaktion. Auch kann der folgende Hinweis in der Situation Wunder wirken: &sbquo;Ich wei&szlig; zwar nicht genau, was du jetzt willst, aber dir scheint es wichtig zu sein. Wir machen jetzt Folgendes. Ich kaufe noch die restlichen Dinge ein, w&auml;hrend du hier deinen Job weitermachst. Wir treffen uns dann an der Kasse&rsquo;.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>In den vergangenen Jahren ist eine ganze Reihe B&uuml;cher rund um das Thema Erziehung erschienen, die in eine ganz &auml;hnliche Richtung wie Ihr Buch gehen. Prominentestes Beispiel ist da sicher die &bdquo;Tigermutter&ldquo; Amy Chua. Sehen Sie hier einen Trend weg von der Kuschelp&auml;dagogik der letzten Jahrzehnte?</strong></p> <p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Der Begriff Kuschelp&auml;dagogik ist recht zwiesp&auml;ltig. So brauchen besonders Kinder reichlich Kuschelzeit. Aber es gibt daneben viele Situationen, wo Eltern nicht einfach Weg-Kuschen k&ouml;nnen. Geschieht dies, wird durch fehlende Ermutigung bzw. Konsequenz das deutlich, was oft im negativen Sinne als &sbquo;Kuschel-P&auml;dagogik&rsquo; verstanden wird. Es gibt einen weiterf&uuml;hrenden Ansatz im Buch Kohelet des Alten Testamentes: Danach gibt es eine Zeit des S&auml;ens und eine des Erntens&rsquo;, eine Zeit der Festhaltens und des Loslassens&rsquo;. So gibt es im Umgang mit Kindern auch eine Zeit des Kuschelns und eine Zeit des Essens, Z&auml;hneputzens, Zimmer-Aufr&auml;umens oder Schulaufgaben-Erledigens. Ger&auml;t beides Durcheinander, w&auml;chst Unverm&ouml;gen und Desorientierung. Alles hat eben seine Zeit. Der Hinweis auf die &sbquo;Tigermutter&rsquo; Amy Chua passt hier einerseits gut hin, weil auch sie bemerkte, dass weder Geigenspiel, Fremdsprache, Anstrengungsbereitschaft oder Benimmregeln per Kuscheln erlernt werden k&ouml;nnen. Er passt nicht hier hin, weil sich ihr Vorgehen am Drill orientierte, welcher Kinder keinesfalls zu einem eigenverantwortlichen Lernen f&uuml;hrt. So belegen ihre Aufzeichnungen recht eindruckvoll, was nicht zu empfehlen ist.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p> <p><em>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</em></p>

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Redaktion (ks), 26.03.2013 13:40
 

 

<p dir="ltr"><span>Am Dienstag, den 12. M&auml;rz 2013 </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/323-hayek-club-berlin"><span>referierte Clemens Schneider beim Hayek-Club Berlin</span></a><span> &uuml;ber die </span><span>Human Rights Foundation</span><span>. Schneider schreibt als Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung f&uuml;r die Freiheit &uuml;ber Lord Acton und seinen Freiheitsbegriff. &nbsp;Vom katholisch-liberalen Gelehrten Acton stammt das bekannte Diktum, dass Macht korrumpiere und absolute Macht absolut. Macht &uuml;ber andere Menschen werde, so Schneider, in der Hauptsache durch das Mittel Politik ausge&uuml;bt, also vor allem durch den Staat. Obwohl der &uuml;berbordende Staat Hauptgegner der Liberalen ist, f&auml;llt es ihnen nach Schneiders Analyse h&auml;ufig schwer, sich mit dem Begriff &raquo;Menschenrechte&laquo; anzufreunden. Dies liegt seiner &Uuml;berzeugung nach an den falschen Assoziationen, die der Begriff hervorruft. Man denke sofort an gr&uuml;ne Weltverbesserer, Gutmenschen, Wutb&uuml;rger, kurz: Paternalisierung. Schneider dazu: &raquo;Menschenrechte sind etwas anderes.&laquo; <br class="kix-line-break" /></span></p> <h3 dir="ltr"><span>WAS SIND ALSO LIBERALE MENSCHENRECHTE?<br class="kix-line-break" /></span></h3> <p dir="ltr"><span>Damit schritt Schneider zur Begriffskl&auml;rung. Menschenrechte versteht der Doktorand als Abwehrrechte gegen&uuml;ber ausge&uuml;bter Staatshoheit. Das Leben, die Unversehrtheit, das Eigentum und die Freiz&uuml;gigkeit eines Menschen sind in dieser Deutung durch den Staat nicht anzutasten. Diese &raquo;erste Generation&laquo; der Menschenrechte z&auml;hlt zu den Kernbest&auml;nden der Aufkl&auml;rung und damit des Liberalismus.<br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Die gro&szlig;e Attacke auf den Universalismus der Menschenrechte erfolgte dann im 19. Jahrhundert, &nbsp;mit dem Rassismus von Rechts und dem Klassenkampf von links. Beide politischen Richtungen sahen Menschen in vermeintlich unvers&ouml;hnliche Gruppen und postulierten unterschiedliche moralische Wertigkeiten f&uuml;r diese Gruppen. Ihren Ideologien der Konfrontation steht der Liberalismus als Lehre der Kooperation diametral entgegen.<br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Im Gegensatz zu diesen negativ definierten Abwehrrechten sieht Schneider die zweite Generation der Menschenrechte, die Anspr&uuml;che auf bestimmte Leistungen umfassen. Mit ihnen wird staatliche Verf&uuml;gung &uuml;ber das Individuum nicht begrenzt, sondern die Abh&auml;ngigkeit vom Regierungshandeln ausgeweitet. Mit den Rechten auf Staatsgarantien f&uuml;r z.B. &raquo;Arbeitsplatz, Wasserversorgung und Bildung&laquo; haben sozialistische Staaten gezielt die Freiheitsrechte in der UN-Menschenrechtscharta konterkariert. Dadurch konnte einerseits die eigene Menschenrechtsbilanz marxistischer Staaten gesch&ouml;nt werden (z.B. mit Verweis auf &raquo;Vollbesch&auml;ftigung&laquo;). Andererseits diente die Verankerung von Leistungsanspr&uuml;chen als Menschenrechte der Delegitimierung liberaler, marktwirtschaftlicher Demokratien des Westens, deren Systeme ohne Rundum-Kontrolle eben auch keine Rundum-Versorgung der Bev&ouml;lkerung erlaubten. Inzwischen ist die Begriffsvermengung zwischen Menschenrechten der ersten Generation und &raquo;Menschenrechten der zweiten Degeneration&laquo; (wie ein Zwischenruf launig bemerkte) abgeschlossen. Dadurch k&ouml;nnen ausreichend m&auml;chtige Interessengruppen ihre &nbsp;Leistungsanspr&uuml;che jeglicher Art zu &raquo;Menschenrechten&laquo; erkl&auml;ren. Passend zum Ort unterf&uuml;tterte Schneider dies mit einem l&auml;ngeren Zitat aus F. A. Hayeks Werk Recht, Gesetz und Freiheit. Nun sei es Auftrag an die Liberalen einerseits f&uuml;r die Begriffsentflechtung einzutreten und andererseits f&uuml;r die prim&auml;ren, eigentlichen Menschenrechte zu streiten. <br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Zwei Begr&uuml;ndungen sieht Schneider f&uuml;r ein liberales Streiten f&uuml;r die Menschenrechte.<br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Erstens eine utilitaristische: Die allgemeine Freiheit sei Garant f&uuml;r die eigene.<br class="kix-line-break" />Zweitens eine moralische: Diese sei zwar wichtiger, aber schwer zu generalisieren. Er w&auml;hle den individuellen Ansatz, den der amerikanische Autor und Aktivist Tom G. Palmer vor kurzem auf der Konferenz der European Students for Liberty (ESFL) in Leuven postuliert hat: Wer die Freiheit genie&szlig;t und sich entfalten k&ouml;nne, habe den moralischen Auftrag diese Freiheit auch anderen zu erm&ouml;glichen. <br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Schneider verwies auf eine Tradition von Menschenrechtsaktivisten, die sich trotz pers&ouml;nlicher Entbehrungen und Nachteile dem Kampf gegen Ungerechtigkeit verschrieben hatten. Beginnend bei den Abolitionisten f&uuml;hrte die Aufz&auml;hlung zum Gr&uuml;nder der Human Rights Foundation, Thor Halvorssen.<br class="kix-line-break" /></span></p> <h3 dir="ltr"><span>DIE &nbsp;HUMAN RIGHTS FOUNDATION<br class="kix-line-break" /></span></h3> <p dir="ltr"><span>Halvorssen gr&uuml;ndete die Organisation im Jahr 2006 mit nur 30 Jahren. Er musste als Jugendlicher erleben, wie sein Vater, ein hoher venezolanischer Beamter, verschleppt wurde, weil er den Verbindungen zwischen Staat und Drogenkartellen zu nahe gekommen war. Nach 74 Tagen Ungewissheit und massivem Engagement internationaler Organisationen kam er schliesslich frei. Halvorssens Mutter wurde&nbsp;</span>2004&nbsp;bei einer Demonstration gegen den Diktator Hugo Chavez angeschossen. Unter diesem Eindruck stellte er als noch junger Mann die Stiftung auf die Beine.&nbsp;</p> <p dir="ltr"><span>Die Stiftung operiert mit einem schlanken Team, das f&uuml;r die Aktivisten vor Ort haupts&auml;chlich den Zugang zur Welt&ouml;ffentlichkeit herstellt. Im Kuratorium finden sich namhafte Personen wie Friedensnobelpreistr&auml;ger Ellie Wiesel, Ex-Politiker wie Mart Laar aus Estland, Intellektuelle wie Alvaro Vargas Llosa und der bereits erw&auml;hnte Tom Palmer. Der Vorsitzende zur Zeit ist Garri Kasparow, dessen Kampf gegen das autorit&auml;re Regime des Alt-Tschekisten Putin weltbekannt ist. Ausschlaggebend f&uuml;r die HRF ist nicht die inhaltliche politische Ausrichtung ihrer Kooperationspartner vor Ort, sondern ob es sich um nicht totalit&auml;re Partner handelt mit denen f&uuml;r eine konkrete Verbesserung der Menschenrechtslage zusammengearbeitet werden kann.<br class="kix-line-break" /></span></p> <p dir="ltr"><span>Diese nicht hierarchische Struktur bringt f&uuml;r die Organisation und ihre Partner wichtige Vorteile mit sich. Die wertvollen finanziellen Mittel versickern nicht in einem b&uuml;rokratischen Wasserkopf. Auch ist man nicht auf die aus dem Stra&szlig;enbild deutscher Fu&szlig;g&auml;ngerzonen bekannten Spendeneinwerber angewiesen. Stattdessen erhebt die HRF &uuml;berall dort ihre Stimme, wo es Menschenrechtsverletzer schmerzt. Die Berichte und Gutachten, die an Regierungen geschickt werden, werden zur Erh&ouml;hung des Handlungsdrucks mit Gastbeitr&auml;gen in Zeitschriften und Fernsehauftritten flankiert. Bekannte Namen wie New York Times, Wall Street Journal, Huffington Post, CNN, Al Jazeera, Time Magazine und Fox News hat die HRF bereits auf dem Kerbholz.<br class="kix-line-break" />Auch im direkten Kontakt zur Politik zeichnet die HRF sich aus. Auf </span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=gjX5SjoE8Zk"><span>Youtube zeigt ein Video</span></a><span>, wie Halvorssen mit einem viermin&uuml;tigen Referat im UN-Menschenrechtsrat w&uuml;tende Reaktionen von den Vertretern der Regimes provoziert &ndash; weil er die Wahrheit sagt.<br class="kix-line-break" />Die unerm&uuml;dliche Arbeit der HRF hat bereits einige Erfolge gezeitigt. Nach &ouml;ffentlichem Druck nahm die Textilkette Urban Outfitters T-Shirts mit dem Konterfei Che Guevaras aus dem Sortiment. Amerikanische Prominentenagenturen pr&uuml;fen nach einigen PR-Debakeln gr&uuml;ndlich, ob ihre Klienten nicht m&ouml;glicherweise von Menschenrechtsverletzern gebucht werden. Damit ist den T&auml;tern eine wichtige Quelle geliehener Legitimit&auml;t entzogen &ndash; und so auch ein St&uuml;ck ihrer Lebensgrundlage. <br class="kix-line-break" /></span></p> <h3 dir="ltr"><span>FAZIT<br class="kix-line-break" /></span></h3> <p dir="ltr"><span>Die Arbeit der Human Rights Foundation als Menschenrechtsorganisation im eigentlichen Sinne ist nach Schneiders Auffassung sehr erfolgreich. Er wird dementsprechend am n&auml;chsten Oslo Freedom Forum der HRF teilnehmen, das er als &raquo;Davos der Menschenrechte&laquo; bezeichnet. Mit vielen namhaften Teilnehmern, darunter die iranische Autorin Shirin Ebadi, ist die Konferenz prominent besetzt. Letztendlich lohne sich dieser Kampf, schlo&szlig; Schneider ab, bevor die Diskussion begann. Denn bisher habe es sich f&uuml;r die Menschheit bezahlt gemacht, wenn einige Unerm&uuml;dliche das Motto im Herzen f&uuml;hrten: Freiheit muss als Grundprinzip verteidigt werden.</span></p> <p dir="ltr"><span>Beim </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/327-hayek-club-berlin?Itemid=47"><span>n&auml;chsten Hayek-Club Berlin</span></a><span> am 26. M&auml;rz 2013 wird Harald Seefried aus Z&uuml;rich zum Thema "Entnationalisierung des Geldes als Ausweg aus der Finanzkrise" referieren.</span></p>

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Redaktion (og), 15.03.2013 16:42
 

 
 
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