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zur Person und Archiv
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Daniel Mietke 16.05.2013 13:43 FREIHEIT
Die Temperaturen steigen. Mein Kind ist jetzt in der Kita und zu Hause eigentlich den ganzen Tag an der frischen Luft - spielt im Garten und auf Spielplätzen. Schön!Zum Auto- und Bahnfahren suche ich mir Musik aus meiner CD-Sammlung.
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zur Person und Archiv
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Richard Schütze 14.01.2013 10:34 Na und?
Die Welt reibt sich ungläubig die Augen: Deutschland und seine Hauptstadt Berlin sind mal wieder mega-prominent. Diesmal aber nicht durch Perfektion, Präzision und Party, sondern wegen Pleiten, Pech und Pannen.
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<p>Mit einem Gutachten des Architekturhistorikers Dietrich Worbs wollen die Künstler nun en Kampf gegen die Verwaltung aufnehmen. In der Sache geht es um die Frage, ob denkmalschützerische und kulturelle Belange wichtiger zu werten sind als Energiesparmaßnahmen. Der Senat hat sich ganz auf die Seite der Sparfüchse gestellt, die Künstler auf die der Romantiker, die das milde Gaslicht lieben.</p>
<p>Der Streit hat inzwischen auch international Aufmerksamkeit erregt: Die Organisation Europa Nostra (Präsident: Placido Domingo) hat die Berliner Gaslaternen auf ihre Liste der bedrohten Denkmäler gesetzt.</p>
<p> </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gasleuchten-in-berlin-doch-man-sieht-nur-die-im-lichte-12181464.html" target="_blank">faz.net</a> und <a href="http://www.gaslicht-kultur.de/Gaslaternen.html" target="_blank">gaslicht-kultur.de</a></p>
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| Kommentare (6) Redaktion (oe), 15.05.2013 09:18
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<p><strong>Neustart mit Hindernissen</strong></p>
<p>Laut der Website Neustart-Berlin.org, auf der Parteimitglieder für eine Neuwahl des gesamten Vorstandes werben, soll Brinker sich zur Zeit auf einer Kreuzfahrt befinden. Der Pressesprecher der AfD Berlin Frank Hessenland dementierte dies nicht, wies aber daraufhin, dass Brinker ständig in Verbindung mit seinen Berliner Parteifreunden stehe. »Herr Brinker ist in Email- und Telefonkontakt mit dem Vorstand, arbeitet an der Einladung zur Landeswahlversammlung, der Internetseite, leitet die stellvertretenden Vorsitzenden an, kommentiert das aktuelle Geschehen über die mitgeschickte PM.« Bei der Landeswahlversammlung am 25. Mai stellt die AfD Berlin ihre Kandidaten für die Bundestagswahl auf.</p>
<p>Die Adresse Neustart-Berlin.org ist auf Matthias Goldstein registriert. Sie ist inzwischen nicht mehr erreichbar.</p>
<p><strong>Anonymes Geraune</strong></p>
<p>Inzwischen schaltet sich sie anonym betriebene Facebook-Seite »<a href="https://www.facebook.com/pages/AFD-Berlin-Parteibasis/460437684043813" target="_blank">AFD-Berlin / Parteibasis</a>« in die Auseinandersetzung ein. Die selbsternannte Parteibasis unterstützt Goldsteins Forderung nach einem geschlossenen Rücktritt und Neuwahlen des Vorstands. Die Internet-Aktivisten stoßen sich an der Adresse der neuen Geschäftsstelle. Diese befindet sich in im Bürogebäude Lietzenburger Straße 46, wo zu Mauer-Zeiten Zentrale der West-Berliner CDU war.</p>
<p>Die Facebook-Seite erklärt, diese Adresse stünde »wie kein anderer Ort für Westberliner Muff, Filz und Korruption« und befürchtet »hämische Presse aufgrund dieser instinktlosen Entscheidung«. Frank Hessenland widerspricht: »Heute hat das Gebäude mit der CDU nichts mehr zu tun.«</p>
<p>Die Facebook-Parteibasis« stört sich weiter am Vermieter der Räume, der Kanzlei Börsing, Pohl & Partner. Diese seien »hochambitionierte Mitglieder und Großspender der Berliner CDU«. Dann wird verschwörungstheoretisch angedeutet, dass eine »Standleitung zwischen AfD-Zentrale und Konrad-Adenauer-Haus« leicht eingerichtet sei, so dass »keine Mail, kein Telefonat, kein vertrauliches Meeting« mehr sicher sei. Auch auf Neustart-Berlin.org wurde der Vorwurf erhoben, die Vermieter der neuen Geschäftsstelle seien mit der Berliner CDU verbandelt.</p>
<p>Auch hier widerspricht der Pressesprecher: »Die AfD Berlin hat ein Büro mit abschließbaren Räumen gemietet.« Dies stelle sogar eine Verbesserung dar: »Diese Möglichkeit war im Hause Goldstein nicht gegeben. Dort blieb die Schlüsselgewalt beim Ehepaar Goldstein.«</p>
<p><strong>»Gut bekannt«</strong></p>
<p>Dieser Reporter konnte den anonymen Vorwurf nicht überprüfen. Eine Nachfrage bei den Facebook-Seitenbetreibern ergab, dass diese ihre Quellen auch gegenüber diesem Reporter nicht offenlegen wollen. Es wurde nur behauptet, die Informationen seien authentisch und kämen »von glaubwürdigen, ehemaligen CDU-Mitgliedern, die mit den Pohls gut bekannt sind«.<br /> <br /> Inzwischen ist nach den Sprechern Matthias Lefarth und Annette Goldstein mit dem stellvertretenden Sprecher Prof. Markus Egg das dritte Vorstandsmitglied der AfD Berlin zurückgetreten. Mit der Abberufung Matthias Goldsteins ist das ein Verlust von vier Vorstandsmitgliedern in acht Tagen.</p>
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| Kommentare (3) Redaktion (og), 14.05.2013 11:11
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<p dir="ltr"><span>Der neu gegründete Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) ist nach internen Informationen heillos zerstritten. Zwei Lager stehen sich im Vorstand unversöhnlich gegenüber, wie ein Insider mitteilte. Frank Hessenland, Pressesprecher des Landesverbandes, bestätigte auf Nachfrage, es habe “Böses Blut in der Partei gegeben”.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Der Landesvorstand hat durch die Querelen bereits den Geschäftsführer und einen der drei Sprecher eingebüßt. Sprecher in der AfD sind das Gegenstück zu den Vorsitzenden in anderen Parteien.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Auf der konstituierenden Sitzung des Landesvorstandes am 2. Mai war Matthias Goldstein, Ehemann der Sprecherin Annette Goldstein zum Geschäftsführer berufen und in den Vorstand kooptiert worden. In den Geschäftsräume der Goldstein Consulting GmbH sollte sich die Geschäftsstelle ansiedeln.</span></p>
<p dir="ltr"><span>“Diese Verquickung von Partei- und Familieninteressen hat der Vorstand als Problem erkannt”, sagte Hessenland. “Gerade mit Blick auf den Skandal um den bayerischen Landtag.”</span></p>
<p dir="ltr"><span>So nahmen in den ersten Woche die Spannungen im neu gegründeten Landesverband derart zu, dass sich der Bundessprecher und Parteivorsitzende Bernd Lucke zu einer Intervention genötigt sah. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Lucke ermahnte den Landesvorstand in einer E-Mail zur Geschlossenheit. Das Schreiben liegt vor. Er schreibt unter anderem, dass er “an den z. T. sehr emotionalen Anwürfen gegen Herrn Goldstein nichts Substantielles entdecken kann.”</span></p>
<p dir="ltr"><span>Lucke weiter: “Ich habe dringend abgeraten, einen Geschäftsführer, der erst vor wenigen Tagen bestellt wurde, zu entlassen, ohne dass klare Verfehlungen vorliegen.”</span></p>
<p dir="ltr"><span>Die eindringlichen Worte verhallten ungehört. Der de facto amtierende Vorstand stellt den Vorgang als Teil eines Lernprozesses dar. Man dürfe die Abberufung “gerade in einer so jungen Partei während der Startphase nicht überbewerten”, so Pressesprecher Hessenland.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Am Abend des 7. Mai kam es zum Eklat. Aus Vorstandskreisen wird Annette Goldstein vorgeworfen, sie habe versucht das Hausrecht in ihren Geschäftsräumen auszunutzen. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Daraufhin habe der Vorstand ohne die Teilnahme des Ehepaars Goldstein an einem anderen Ort getagt. Dabei fiel der Beschluss Matthias Goldstein seines Amtes zu entheben und seine Kooptierung in den Landesvorstand aufzuheben. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Unter der Überschrift “Piratentum und Vetternwirtschaft verhindern!” wurde die Entscheidung bekanntgegeben. Der neue alleinige Sprecher Günther Brinker erklärte: “In Zeiten der neuen Sauberkeit muss eine familiäre Verquickung von Partei und Familie, Partei und familiärem Besitz unbedingt verhindert werden.” Brinker hatte 2005 seinen Posten als Vorsitzender des Berliner Bundes der Steuerzahler geräumt.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Annette Goldstein wurde mitgeteilt, man habe sie all ihrer Aufgaben als Sprecherin enthoben. Kurz zuvor war bereits der Sprecher Matthias Lefarth zurückgetreten.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Der verbliebene Landesvorstand erklärte die Vorgänge in einem Schreiben an die Mitglieder. Kurz darauf distanzierte sich das Vorstandsmitglied Prof. Markus Egg, Anglistik-Professor an der FU Berlin. Das Schreiben nennt als Absender zwar den Landesvorstand, Egg wird aber nicht aufgeführt.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Egg: “Als stellvertretender Sprecher des LV Berlin distanziere ich mich nachdrücklich von dem Rundschreiben, das gestern von anderen Mitgliedern des LV verschickt wurde. Dieses Schreiben findet weder in Inhalt noch in Form meine Zustimmung.”</span></p>
<p dir="ltr"><span>Auf telefonische Anfrage hielt Annette Goldstein sich zu den Vorgängen bedeckt. Sie wolle sich nicht detailliert äußern, um der der AfD nicht zu schaden. “Weil ich finde, dass das eine gute Partei ist, die bei den Bundestagswahlen erfolgreich sein soll.”</span></p>
<p><span id="docs-internal-guid-2f2c3db3-8eba-9dce-d5c4-3f8106d1484d">Am 25. Mai will der Berliner Landesverband der AfD seine Kandidaten für die Bundestagswahl am 22. September aufstellen.</span></p>
<p><strong><span id="docs-internal-guid-2f2c3db3-8eba-9dce-d5c4-3f8106d1484d">NACHTRAG: Der Berliner AfD-Landesvorstand hat gefordert, dass eine Passage zu Günther Brinker zurückgezogen wird. Diese wurde vorübergehend gestrichen und wird z.Z. juristisch geprüft.</span></strong></p>
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| Kommentare (11) Redaktion (og), 10.05.2013 15:56
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<p>Als Kompromiss waren auch Rahel Varnagen und Rosa Luxemburg vorgeschlagen worden, doch die sind bereits zum Teil mehrfach im Berliner Straßenbild repräsentiert. Ganz unflexibel zeigen sich die Kreuzberger Bezirksverordneten allerdings nicht. Denn es ist immerhin möglich gewesen, eine Straße nach dem Studentenführer Rudi Dutschke und nach dem Hausbesetzer Silvio Meier zu benennen.</p>
<p>Auch im Bezirk Mitte gibt es eine Regelung wie in Kreuzberg. Dort wurde auf diese Weise verhindert, dass James Simon – ein jüdischer Kunstmäzen, der unter anderem die Nofretete nach Berlin brachte – mit einer Straße geehrt wurde.</p>
<p> </p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article115541901/Farce-um-Frauenquote-fuer-Strassennamen-in-Berlin.html" target="_blank">welt.de</a> und <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/landesvertretung_baden_wuerttemberg_ehrt_james_simon/" target="_blank">achgut.com</a></p>
<p>Hier kann <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-die-benennung-des-platzes-vor-der-akademie-des-juedischen-museums-berlin-nach-moses-mendelssohn" target="_blank">eine Petition</a> unterschrieben werden</p>
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| Kommentare (6) Redaktion (oe), 24.04.2013 09:55
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<p>Erst letztes Jahr haben sich die Bundestagsabgeordneten eine Gehaltserhöhung genehmigt, in einer Abstimmung, also „vor den Augen der Öffentlichkeit“ wie von Karlsruhe gefordert. Doch die öffentlichen Abstimmungen über die Diäten sollen künftig wegfallen. Stattdessen sollen die MdB-Gehälter künftig an das allgemeine Lohnniveau gekoppelt werden. Künftige Erhöhungen sollen also an der Öffentlichkeit vorbei ablaufen. Dies ist der eigentliche Skandal. Nikolaus Blome spricht in der Bild von <a href="http://www.bild.de/politik/inland/bundestag/zwischenruf-abgeordneten-diaeten-nikolaus-blome-29850458.bild.html" target="_blank">Diäten-Feiglingen.</a></p>
<p>Bis jetzt orientiert sich das Gehalt der Politiker an den Bezügen eines Richters und beläuft sich auf 8252 Euro. Die vom Bundestag berufenen Experten kommen nun zu dem Schluss, dass Bundestagsabgeordnete nun so viel wie ein Bundesrichter verdienen sollen – etwa 500 Euro mehr. Dies betrifft nur das Grundgehalt. In den Taschen der Abgeordneten <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-30413/streit-um-erhoehung-der-abgeordneten-gehaelter-diaeten-pauschalen-nebenjobs-was-unsere-politiker-wirklich-verdienen_aid_953080.html">landet mehr</a>.</p>
<p>Ein Bundestagsabgeordneter profitiert von einer steuerfreien Kostenpauschale von 4123 Euro. Mit dieser soll er ein oder mehrere Wahlkreisbüros unterhalten. Abrechnen muss er nicht. Mit jedem Jahr steigen die Altersbezüge der Politiker. Sie können bis zu 67,5 Prozent der Diäten erreichen und auch das Rentenantrittsalter sinkt mit jedem Jahr, dass ein Politiker im Parlament verbringt. Wenn jemand sein Mandat verliert, bekommt er bis zu 18 Monate lang ein Übergangsgeld. 12 000 Euro stehen ihm als Amtsausstattung zur Verfügung, mit der er Büromaterialien kaufen kann. So mancher Politiker erfüllt sich von diesem Geld auch private Wünsche.</p>
<p>Abgeordnete müssen Aufwendungen erst begründen, wenn diese über 1000 Euro liegen. Einige Händler in der Hauptstadt haben sich darauf eingestellt und bieten an, Produkte die mehr als 1000 Euro kosten, in getrennten Rechnungen abzurechen. Sie stellen etwa eine Rechnung für den teuren Apple-Laptop und eine zweite für das Zubehör aus.</p>
<p>Doch was leisten die Abgeordneten im Gegenzug? Der bei den meisten Abstimmungen fast leere Plenarsaal gibt darauf eine Antwort. Die Tatsache, dass die meisten Gesetze aus Brüssel kommen, eine zweite. Dass sich die meisten Abgeordneten an die Linie ihrer Fraktion halten und Abweichler selten sind, gibt eine dritte Antwort auf die Frage, mit wie wenig Arbeit man als Abgeordneter durchkommen kann.</p>
<p>Als Politiker kann man ein sehr leichtes und lukratives Leben haben. Viele MdB’s verdienen sich neben ihrem Mandat noch das eine oder andere dazu - als Vorstände, Berater und überbezahlte Vortragsreisende. Will sich ein MdB’s unter der Hand schmieren lassen, so läuft er nicht Gefahr, ins Gefängnis zu wandern. Er muss das Schmiergeld lediglich beim Finanzamt abrechnen.</p>
<p>Die Frage, ob die MdB’s nicht schon genug verdienen, stellt sich tatsächlich zu Recht.</p>
<p>Fragen Sie Ihren Abgeordneten nach seiner <a href="http://www.abgeordneten-check.de/mdb_list.html">Meinung zur Diätenhöhe und nach seinen Nebeneinkünften.</a></p>
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| Kommentare (3) Redaktion (os), 04.04.2013 15:20
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<p dir="ltr"><span>Der 1942 geborene Unternehmer ist gelernter Jurist und war war in der Versicherungsbranche tätig, bevor er sich 1984 mit seiner eigenen Adlitz AG in Zürich (CH) selbstständig machte. Die Firma beschäftigt sich mit Vermögensverwaltung und Beteiligungsberatung.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Von Seefried begann mit einem kurzen Abriß der Position Hayeks, die er im Grundsatz teile. Das tiefe Mißtrauen gegen staatliches Handeln, und die Überzeugung, dass sämtlicher gesellschaftlicher Wohlstand durch unternehmerisches Handeln geschaffen werde, mache er sich zu eigen. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Man habe, zitierte er aus Hayeks Buch “Die Entstaatlichung des Geldes” (1976), “keine andere Wahl, als das Geldmonopol der Regierung und nationale Währungssysteme durch freien Wettbewerb zwischen Emissionsbanken zu ersetzen”, wenn der Wohlstand nachhaltig erhalten bleiben und wachsen solle.</span></p>
<p dir="ltr"><span> Idealerweise wäre für von Seefried daher, wenn der Staat sein Monopolgeld aufgäbe.</span></p>
<h3 dir="ltr"><span>Bankers Werk...</span></h3>
<p dir="ltr"><span>Die zur Zeit akute Krise in der Euro-Zone versteht von Seefried als das Ergebnis verschiedener Fehlentwicklungen.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Die erste seiner Ansicht nach eine systemische Krise der Banken. In den letzten Jahren habe sich gezeigt, dass innerhalb der Banken Defizite bestünden, die die Euro-Krise begünstigen.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Die Dotcom-Blase, die Lehman-Pleite und der Libor-Skandal zeigten, dass Banken im gegenwärtigen Zustand nicht die vertrauenswürdigen Institutionen seien, von denen Hayek hoffte, sie könnten das Geld dezentral verwalten.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Als Beispiel nannte er einen Fonds der Schweizer Großbank UBS. Obwohl keine Geldanlage völlig sicher ist, nannte die Bank dieses Produkt “Absolute Return Funds”. Diese waren, so von Seefried, “alle nichts wert.<br class="kix-line-break" />Zypern sei ein gutes Beispiel für den inneren Verfall der Banken. Das Bankensystem sei durchweg korrupt und betreibe “Geldwäsche wie im Bilderbuch”. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Eine Tatsache, die Seewald mit dem für ihn ausnahmsweisen Kraftausdruck "Riesensauerei" belegte. Vor diesem Hintergrund helfe die von der Troika vorgeschlagene Halbierung des Bankensektors nichts. Diese sei lediglich eine “Erlaubnis zur Geldwäsche auf halber Flamme”. Würde die Geldwäsche auf Zypern tatsächlich gestoppt werden, würde der Baneknsektor dort unrettbar kollabieren.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Weiterhin würde das Geld ohnehin nicht langen. “Die Nachschusspflicht kommt wie das Amen in der Kirche”, sagte von Seefried. Über Ausnahmetatbestände wie "Zahlungen an soziale Hilfswerke", für die Spendenbescheinigungen aus Kiew und Wladiwostok kämen, würden Kapitalverkehrskontrollen umgangen. Auf diese Weise würde noch mehr Kapital abfließen, was mehr Rettungsgelder erforderlich mache.</span></p>
<h3 dir="ltr"><span>… und Deutschlands Beitrag</span></h3>
<p dir="ltr"><span>Drei Krisen in Deutschland identifiziert von Seefried als weitere Ursachen der Euro-Krise. Eine des Bundestages, eine des Bundesverfassungsgerichts und eine der Bundesbank. Alle drei Institutionen hätten die gegenwärtig schwierigen Verhältnisse durch Tun und Unterlassen sehenden Auges mitverursacht.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Zuerst kam von Seefried auf den Bundestag zu sprechen. Die Krise des Parlaments sei ursächlich für die Verabschiedung schädlicher Gesetzgebung gewesen. Beim ersten “Rettungspaket”-Gesetz hätten die abgeordneten mit 700 Seiten Unterlagen vom Montagmorgen ein Gesetz am Montagmittag verabschiedet. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Dabei seien Bedenken der Parlamentarier durch den Fraktionszwang übergangen worden. Auch das Zypern Paket werde durchgepeitscht werden. Eine organisierte Opposition existiere trotz einiger Aufrechter nicht. Da Grüne und SPD über die Fiskal-, und Transferunion zur Sozialunion wollten, sei von diesen Parteien keine Politik im sinne der vielen Bürger zu erwarten, die sich gegen die Rettungsspolitik aussprechen. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Einen weiteren Krisenherd macht von Seefried beim Bundesverfassungsgericht aus. Dieses entscheide über Euro-Rettungs-Maßnahmen stets im Sinne der Regierung und berücksichtige die verfassungswidrigen Auswirkungen der verabschiedeten Gesetze überhaupt nicht.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Nicht zuletzt ist die Euro-Krise nach von Seefrieds Meinung auch eine Krise der Bundesbank. Im Gegensatz zur geschwächten heutigen Unterabteilung der EZB stünde die vergangene Institution der Bundesbank mit ihrem historisch gewachsenen Selbstbewußtsein gegenüber allzu machtbewussten Politikern. Dies verdeutlichte er mit einer Anekdote über Oskar Lafontaines kurze Episode als Bundesfinanzminister der SPD 1998. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Damals besuchte der saarländische Politiker zum Amtsantritt die Bundesbank und forderte einen Zinssenkung zur Konjunkturankurbelung. Die Währungshüter verweigerten sich unter Hinweis auf ihr Mandat, die Kaufkraftstabilität sichern zu müssen. Heute dagegen rede die Bundesbank der Politik nach dem Munde. In einer Publikation vom Januar sehe sie gar "Anzeichen einer dauerhaften Stabilisierung" der Eurozone. </span></p>
<h3 dir="ltr"><span>Und das Positive, Herr von Seefried?</span></h3>
<p dir="ltr"><span>Ist also die Entstaatlichung des Geldes eine Möglichkeit zur Abwendung der Eurokrise? von Seefried verwies auf durchdachte Vorschläge zum Übergang auf eine Privatwährung. Der konkreteste stammt vom FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und seinem Mitarbeiter Norbert F. Tofall (</span><a href="http://www.libinst.ch/publikationen/LI-Paper-Schaeffler-Euro.pdf"><span>PDF-Dokument</span></a><span>). von Seefried lobte die Idee, erklärte aber, dies könne aus praktischen Gründen nicht funktionieren.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Seine drei Argumente dagegen.</span></p>
<ol>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr"><span>In der Krise hätten sich deutlich die Grenzen des Unternehmertums gezeigt. Gerade das Bankensystem berge das größte Risiko. Da Banken ihre Kunden teils übel betrogen haben, sei ein Übergang auf private Emissionsbanken kritisch zu sehen.</span></p>
</li>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr"><span>Die möglichen Parallelwährungen würden die Vermögen nicht retten können, da ein Übergang wegen Volumen und Vernetzung des Euro nicht möglich sei. von Seefried wörtlich: “Es führt kein Weg hinaus.”</span></p>
</li>
<li dir="ltr">
<p dir="ltr"><span>Durch den Artikel 128 des Vertrags von Lissabon ist (außer den verbliebenen Nationalwährungen) der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel in der EU vorgeschrieben. Eine Änderung dieses Zustandes müsste von allen Staaten mitgetragen werden.</span></p>
</li>
</ol>
<p dir="ltr"><span>Der Weg in die PRivatwährung sei aber nicht unbedingt notwendig, munterte von Seefried die Zuhörer nach diesem pessimistischen Ausblick auf. Mit dem Schweizer Franken existiere bereits eine sichere Parallelwährung zum Euro. Zwar habe die Schweiz ihren Wohlstand in der Vergangenheit mit einem ähnlichen Geschäftsmodell wie Zypern aufgebaut, aber nach einer “Rosskur” unter dem Druck gerade der USA sei dies Geschichte. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Um die Vermögen zu retten, schlug von Seefried eine Öffnung der Goldbestände für die Bevölkerung vor. Die Bundesbank sollte einen Teil ihrer erheblichen Goldreserven in Form von Zertifikaten an Privateleute verkaufen. Die so umgewandelten Vermögen seien sicher, auch wenn der Kurs des Euro ins Bodenlose falle. </span></p>
<p dir="ltr"><span>Im Anschluss entspann sich eine kontroverse Diskussion.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Beim </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/336-hayek-club-berlin?Itemid=47"><span>nächsten Hayek-Club Berlin am 11. April 2013</span></a><span> wird Matthias Oppermann (Universität Potsdam) über das Thema "Das Ideal der Mäßigung - Liberalkonservatismus" referieren.</span></p>
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| Kommentare (1) Redaktion (og), 27.03.2013 17:58
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<p>FreieWelt.net: <strong>Dr. Wunsch, vor einigen Tagen haben Sie die 14. Auflage Ihres Erziehungsbestsellers „Die Verwöhnungsfalle“ in einer stark ergänzten Neufassung mit eigenem Praxisteil und Selbsttest auf der Didacta in Köln vorgestellt. Darin beschreiben Sie die negativen Folgen von Verwöhnung und fordern mehr Konsequenz in der Erziehung. Für viele Kinder dürften Sie damit als Spaßbremse gelten…</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Da Eltern in der Regel so klug sind, ihren durch das beherzte Aufgreifen wichtiger Botschaften aus der Verwöhnungsfalle veränderten Erziehungsstil nicht mit mir als Autor in Verbindung zu bringen, werden mich Kinder auch nicht als Spaßbremse sehen. Je früher sie jedoch erfahren, dass ein eigenständiges und zufriedenstellendes Leben in der Regel mit Mühe und Fleiß verbunden ist, je gezielter werden Sie sich darauf vorbereiten wollen. Aber es ist schon mal in einem Nachbarort passiert, dass Eltern ihr Tun mit meinem Buch in Verbindung brachten, was den Sohn so aufregte, sich bei mir beschweren zu wollen. Es ging darum, dass er mit dem Fahrrad zum Sportverein fahren sollte und die Eltern einen PKW-Fahrdienst als Verwöhnung einstuften. Da ihm aber die Wegstrecke von ca. 2 km zu meinem Wohnort als zu beschwerlich erschien, kam er nicht an. Wenn jedoch aus Kindern Erwachsene geworden sind, werden sie einsehen, dass eine verwöhnende Erziehung gar nicht spaßig ist, weil der Ernst des Lebens ihnen verdeutlicht, Vieles im alltäglichen Miteinander dann nicht zu können.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Verwöhnen lassen wir uns doch alle mal ganz gerne. Daraus speisen wir nicht zuletzt auch wieder Kraft für neue Herausforderungen. Ab wann wird Verwöhnen problematisch, wann wird es zur „Falle“?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit der Verwöhnung belegt, dass ein solches Handeln immer negativ ist. Sprachgeschichtlich kommt das Wort „Verwöhnen“ vom mittelalterlichen „verwenen“. Dies bedeutet, an etwas in übler Weise gewöhnen. Das mittelhochdeutsche „wenen“ bedeutet „gewöhnen“, zu schlechten Gewohnheiten veranlassen. Bezogen auf Kinder werden auch Begriffe wie verziehen, verzärteln, verweichlichen und übertriebenes umsorgen gebraucht. Werden Menschen auf verwöhnte Kinder angesprochen, wird dies nach meiner Erfahrung immer mit negativen Kommentaren quittiert. Zur Falle wird der Vorgang deshalb, weil sich die Verwöhnung oft als liebevolle Zuwendung tarnt, bzw. in der Situation der Verstand ausgeschaltet wird. Das was wir alle mal ganz gerne wollen, wird von mir als ‚situationsbezogene Sonder-Zuwendung’ oder ‚sich und Anderen etwas Gutes tun’ bezeichnet. Dabei steht nicht irgendein ‚ver…’, sondern die Zuwendung gegenüber einem nahen Menschen oder mir selbst in einer herauszustellenden Situation im Zentrum.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Sie halten insbesondere die ersten 36 Lebensmonate für die entscheidende Zeit, in der die Weichen für das spätere Leben gestellt werden. Gemeinhin wird allerdings gesagt, Säuglinge könne man gar nicht verwöhnen, sie bräuchten ganz im Gegenteil unsere ganze Aufmerksamkeit und Hingabe. Wann also kann bzw. sollte man seinem Kind eine konsequente Erziehung überhaupt zumuten?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Dass die ersten 3 Lebensjahre die prägendsten sind, hat uns spätestens die Bindungsforschung klar gemacht. Aber wenn wir einen Hunde-Trainer, Löwen-Dompteur oder Baum-Züchter fragen, werden auch sie unterstreichen, dass zum Beginn die Weichen für das weitere Werden gestellt werden. Insoweit kann man ein Kind auf grundlegende Weise auch von Anfang an verwöhnen. Denn jede Unterforderung, jede leicht gemachte Annehmlichkeit wird die Entwicklung von Selbstkompetenz verhindern. Bekommt beispielsweise ein Säugling nur ein einziges Mal die Flasche mit zu großer Saugöffnung, wird diese Trinkerleichterung ab sofort lauthals eingefordert. Frühes eigenständiges Trinken, Essen, Kauen oder sich mit sich selbst beschäftigen können ist somit das Ergebnis eines förderlichen Umgangs. Dann lernen Kinder z.B. ab dem ersten Geburtstag selber mit dem Löffel zu essen und aus einem Becher zu trinken. Werden Kinder jedoch zu lange gefüttert, erhalten sie als Zweijährige immer noch eine Nuckel-Pulle zum Trinken, wir dies weder eingeübt, noch können sie sich über eine eigene Leistung freuen. Auch die Sprache wird nicht erlernt, indem ein Kinderkauderwelsch akzeptiert wird. Somit beginnt eine konsequent-liebevolle Erziehung für mich einen Tag nach der Geburt, zumal die Motive zur Verwöhnung in den Eltern bzw. weitern Bezugspersonen liegen und diese keinen Umschalter nach dem ersten oder zweiten Geburtstag vorweisen können. Wer sich intensiver mit den eigenen Gründen zur Verwöhnung beschäftigt wird bald feststellen, dass es nie um den Anderen geht, sondern um den eigenen Vorteil: Es geht um den Erhalt der eigenen Ruhe, das Vermeidung von Entscheidungen und Konflikten, den Gewinn oder Erhalt von Sympathien bzw. um gefallen und Dankbarkeit erzeugen wollen, um die Begrenzung von Verantwortung zur Reduzierung der eigenen Unsicherheit und Angst oder um den vordergründigen Gewinn von Zeit. Das stille Kalkül ist, durch die Gewährung dieser scheinbaren ‘Großzügigkeit und Freiheit’ emotionale Abhängigkeit zu erzeugen. Besonders Harmonie-Süchtige Menschen sind hier gefährdet.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Eltern sind heute informierter und belesener als je zuvor, was die Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder angeht. Bequemlichkeit kann es also kaum sein, warum Eltern ihre Kinder verwöhnen. Was ist es dann?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Trotz der Lesefähigkeit der meisten Eltern ist die Bequemlichkeit ein großer Faktor. Denn je angespannter der Lebensalltag ist, je umfangreicher ist die Gefahr, bei den Kindern Dinge durchgehen zu lassen, um seine Ruhe zu haben. Aber das rächt sich schnell, denn in der nächsten Situation wird das eingefordert, was als Ausnahme gedacht war. Weiterhin fehlt vielen Eltern auch ein geübter Umgang mit Kindern, besonders in Konfliktsituationen. Fast alles muss in unserem Land erlernt werden, für Vieles braucht man eine Ausbildung. Der Staat sollte daher gezielt - z. B. durch einen Bonus zum Kindergeld - Anreize setzen, damit Eltern von sich aus ihre Erziehungs-Qualifikation steigern. Kindererziehung lässt sich eben nicht so als dem Arm schütteln. Außerdem greifen viele Mütter und Väter häufig auf die Muster zurück, welche sie von den eigenen Eltern übernommen haben. Da treffen dann aber gute Vorgehensweisen auf völlig unbrauchbare.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Was ist so problematisch daran, für seine Kinder nur das Beste zu wollen?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Wenn Eltern wirklich das Beste für Kinder tun würden, wäre die Verwöhnung nicht dabei. Aber meist vollzieht sich diese Absicht so, dass Kinder bei jedem ‚Pubs’ hochgenommen, mit Spielzeugen überschüttet, per Lieblingsspeisen ernährt und bei kleinstem Unwohlsein in Watte gepackt werden. Aber falsches oder zu häufiges Helfen, fehlende Begrenzung und ausbleibende Herausforderung führen immer zu Nicht-Können. Da Eltern langfristig für ihre Kinder wollen, dass sie als stabile Persönlichkeit mit viel sozialer Kompetenz und Alltagsgeschick ihr Leben in Beruf und Partnerschaft meistern, hat sich die Erziehung auch von Kindesbeinen an diesem Ziel zu orientieren. Denn wer etwas nicht gelernt hat, kann im weiteren Leben auch mit diesen Herausforderungen nicht umgehen. Im Grunde geht es um Frage: ‚Packen wir unsere Kinder in Watte oder trainieren wir sie auf das reale Leben hin’?</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Warum ist Verwöhnen zu einem, wie Sie in Ihrem Buch schreiben, „Massenphänomen“ unserer Gesellschaft geworden?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch: </strong>Eine Konsum-Gesellschaft wird dadurch geprägt, dass wir viel mehr Mittel haben, als wir zum Leben brauchen. Damit ist verbunden, uns selbst und erst recht die Kinder vor diesem Überfluss möglichst umfangreich fern zu halten. Wenn aber Eltern sich selbst ständig als willige Konsumenten betätigen, wird dieses Verhalten von den Kindern aufgesogen und als normal betrachtet. Orientieren sich Erwachsene an der Maxime ‚jetzt sofort’ will ich …. haben, werden dies die Kinder übernehmen. Wer ständig über kleine Wegstrecken per Auto transportiert wird, verliert die Bereitschaft fürs eigenständige Gehen bzw. für Anstrengungen überhaupt. Der Überfluss hindert uns so daran, das für uns Wichtige zu tun. So sind Überernährung, Bewegungsmangel oder fehlende Leistungsbereitschaft typische Folgen. Da die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist, findet dies schnell seinen Widerhall in der Gesellschaft.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Was sind die gesellschaftlichen Folgen von verwöhnender Erziehung?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch</strong>: Wer als Kind keine Eigenverantwortung erlernte, wird diese auch als Erwachsener meiden. Wer in dauernder Bedürfnisbefriedigung aufwuchs, wird leichten Mangel als Katastrophe empfinden. Wer in einem Treibhaus der Verwöhnung Konflikte und Durststrecken nicht erfahren durfte, wird mit normalen Alltags-Anstrengungen nicht umgehen können. Viele beruflichen Probleme werden dadurch ausgelöst. Und wenn in Partnerschaften unterschiedliche Auffassungen oder Temperamente aufeinander treffen, führt das bei Ungeübten schnell zum Rückzug, bis hin zur Aufgabe der Beziehung. Auf dem Hintergrund meiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Partnerschafts-Krisen habe ich festgestellt, das 70% aller Paare nicht auseinander zu gehen bräuchten, wenn die Beteiligten andere Konflikt-Lösungsformen als das Weglaufen erlernt hätten. Je mehr Kinder nicht zu einem Leben in Eigenständigkeit und Selbstverantwortung ermutigt und befähigt wurden, je umfangreicher sollte sich eine Gesellschaft auf jugendliche ‚Harzer’ als Ausdruck von Arbeitsunwilligkeit, auf Beziehungsbrüche, die innere Kündigung von Arbeitsverhältnissen und einem Ansteigen von Depression und Aggression einstellen.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der Zunahme außerhäuslicher Betreuung und dem Verwöhnen? Wird da möglicherweise etwas kompensiert</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Ein typischer Erfahrungswert ist, dass Eltern dazu tendieren, einen Mangel an zeitlich-emotionaler Zuwendung durch das Gewährenlassen oder gezielte Ermöglichen von nicht förderlichen oder gar schädlichen Dingen ausgleichen zu wollen. Und damit stecken sie mitten in der Verwöhnungsfalle. Denn fehlende Umgangszeit lässt sich weder durch ‚großzügiges Erlauben’ von TV-Konsum, noch durch ‚Hinwegsehen’ bei Nicht-Hinnehmbaren oder ein überhöhtes Taschengeld ausgleichen. Die Bedingungen des Aufwachsens solcher Kinder orientieren sich häufig an folgendem Muster: </p>
<p>- Ein Kind sucht Nähe und bekommt die Nuckelpulle. <br />- Ein Kind probt beim Essen per Spinat-Verweigerung den Aufstand und bekommt anstelle einer einfühlsamen Auseinandersetzung eine doppelte Portion Nachspeise.<br />- Ein Kind hat Langeweile und bekommt den Fernseher als Unterhaltung.<br />- Oder mit Udo Lindenberg: »Sie wollte Liebe und kriegte Taschengeld«</p>
<p>Wird jedoch auf die Grundbedürfnisse reagiert, geschieht dies maßlos. Somit stellt sich die Frage, ob der Preis außerhäuslicher U-Drei Betreuung so mancher Teil-Zeitmütter bzw. Teilzeit-Väter bei der Übergabe ihrer Teilzeit-Kinder an die Tageszeit-Fachkräfte nicht doch zu hoch ist.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>In Ihrem Buch geben Sie auch konkrete Alltagstipps der Verwöhnungsfalle zu entkommen. Was raten Sie z.B. Eltern, wenn das Kind sich im Supermarkt vor dem Süßwarenregal wieder einmal schreiend auf den Boden wirft?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Bevor es zu einer solchen Situation kommt, wird das Kind in der Regel mehrfach erfahren haben, dass Schreien ein gut funktionierender Schlüssel zur eigenen Willens-Durchsetzung ist. Somit wird im alltäglichen Umgang ‚vorbereitet’, ob es zu einer solchen Situation kommt oder nicht. Häufig sind solche Szenarien aber auch ein Ausdruck von Langeweile und Unterforderung. Lauthals soll dokumentiert werden, dass sie auch noch da sind. Um diese zu vermeiden, können Kinder ab 2 - 3 Jahren aktiv in den Einkaufsvorgang einbezogen werden, indem sie Milchtüten holen, eine bestimmte Saft- oder Joghurt-Sorte ausfindig machen, den Wagen zu schieben lernen. Wenn dann doch per Blitz-Idee zur Schrei-Orgie gegriffen wird, ist die Nichtbeachtung die beste Reaktion. Auch kann der folgende Hinweis in der Situation Wunder wirken: ‚Ich weiß zwar nicht genau, was du jetzt willst, aber dir scheint es wichtig zu sein. Wir machen jetzt Folgendes. Ich kaufe noch die restlichen Dinge ein, während du hier deinen Job weitermachst. Wir treffen uns dann an der Kasse’.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>In den vergangenen Jahren ist eine ganze Reihe Bücher rund um das Thema Erziehung erschienen, die in eine ganz ähnliche Richtung wie Ihr Buch gehen. Prominentestes Beispiel ist da sicher die „Tigermutter“ Amy Chua. Sehen Sie hier einen Trend weg von der Kuschelpädagogik der letzten Jahrzehnte?</strong></p>
<p><strong>Dr. Wunsch:</strong> Der Begriff Kuschelpädagogik ist recht zwiespältig. So brauchen besonders Kinder reichlich Kuschelzeit. Aber es gibt daneben viele Situationen, wo Eltern nicht einfach Weg-Kuschen können. Geschieht dies, wird durch fehlende Ermutigung bzw. Konsequenz das deutlich, was oft im negativen Sinne als ‚Kuschel-Pädagogik’ verstanden wird. Es gibt einen weiterführenden Ansatz im Buch Kohelet des Alten Testamentes: Danach gibt es eine Zeit des Säens und eine des Erntens’, eine Zeit der Festhaltens und des Loslassens’. So gibt es im Umgang mit Kindern auch eine Zeit des Kuschelns und eine Zeit des Essens, Zähneputzens, Zimmer-Aufräumens oder Schulaufgaben-Erledigens. Gerät beides Durcheinander, wächst Unvermögen und Desorientierung. Alles hat eben seine Zeit. Der Hinweis auf die ‚Tigermutter’ Amy Chua passt hier einerseits gut hin, weil auch sie bemerkte, dass weder Geigenspiel, Fremdsprache, Anstrengungsbereitschaft oder Benimmregeln per Kuscheln erlernt werden können. Er passt nicht hier hin, weil sich ihr Vorgehen am Drill orientierte, welcher Kinder keinesfalls zu einem eigenverantwortlichen Lernen führt. So belegen ihre Aufzeichnungen recht eindruckvoll, was nicht zu empfehlen ist.</p>
<p>FreieWelt.net: <strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<p><em>Die Fragen stellte Kerstin Schneider.</em></p>
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| Kommentare (6) Redaktion (ks), 26.03.2013 13:40
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<p dir="ltr"><span>Am Dienstag, den 12. März 2013 </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/323-hayek-club-berlin"><span>referierte Clemens Schneider beim Hayek-Club Berlin</span></a><span> über die </span><span>Human Rights Foundation</span><span>. Schneider schreibt als Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit über Lord Acton und seinen Freiheitsbegriff. Vom katholisch-liberalen Gelehrten Acton stammt das bekannte Diktum, dass Macht korrumpiere und absolute Macht absolut. Macht über andere Menschen werde, so Schneider, in der Hauptsache durch das Mittel Politik ausgeübt, also vor allem durch den Staat. Obwohl der überbordende Staat Hauptgegner der Liberalen ist, fällt es ihnen nach Schneiders Analyse häufig schwer, sich mit dem Begriff »Menschenrechte« anzufreunden. Dies liegt seiner Überzeugung nach an den falschen Assoziationen, die der Begriff hervorruft. Man denke sofort an grüne Weltverbesserer, Gutmenschen, Wutbürger, kurz: Paternalisierung. Schneider dazu: »Menschenrechte sind etwas anderes.« <br class="kix-line-break" /></span></p>
<h3 dir="ltr"><span>WAS SIND ALSO LIBERALE MENSCHENRECHTE?<br class="kix-line-break" /></span></h3>
<p dir="ltr"><span>Damit schritt Schneider zur Begriffsklärung. Menschenrechte versteht der Doktorand als Abwehrrechte gegenüber ausgeübter Staatshoheit. Das Leben, die Unversehrtheit, das Eigentum und die Freizügigkeit eines Menschen sind in dieser Deutung durch den Staat nicht anzutasten. Diese »erste Generation« der Menschenrechte zählt zu den Kernbeständen der Aufklärung und damit des Liberalismus.<br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Die große Attacke auf den Universalismus der Menschenrechte erfolgte dann im 19. Jahrhundert, mit dem Rassismus von Rechts und dem Klassenkampf von links. Beide politischen Richtungen sahen Menschen in vermeintlich unversöhnliche Gruppen und postulierten unterschiedliche moralische Wertigkeiten für diese Gruppen. Ihren Ideologien der Konfrontation steht der Liberalismus als Lehre der Kooperation diametral entgegen.<br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Im Gegensatz zu diesen negativ definierten Abwehrrechten sieht Schneider die zweite Generation der Menschenrechte, die Ansprüche auf bestimmte Leistungen umfassen. Mit ihnen wird staatliche Verfügung über das Individuum nicht begrenzt, sondern die Abhängigkeit vom Regierungshandeln ausgeweitet. Mit den Rechten auf Staatsgarantien für z.B. »Arbeitsplatz, Wasserversorgung und Bildung« haben sozialistische Staaten gezielt die Freiheitsrechte in der UN-Menschenrechtscharta konterkariert. Dadurch konnte einerseits die eigene Menschenrechtsbilanz marxistischer Staaten geschönt werden (z.B. mit Verweis auf »Vollbeschäftigung«). Andererseits diente die Verankerung von Leistungsansprüchen als Menschenrechte der Delegitimierung liberaler, marktwirtschaftlicher Demokratien des Westens, deren Systeme ohne Rundum-Kontrolle eben auch keine Rundum-Versorgung der Bevölkerung erlaubten. Inzwischen ist die Begriffsvermengung zwischen Menschenrechten der ersten Generation und »Menschenrechten der zweiten Degeneration« (wie ein Zwischenruf launig bemerkte) abgeschlossen. Dadurch können ausreichend mächtige Interessengruppen ihre Leistungsansprüche jeglicher Art zu »Menschenrechten« erklären. Passend zum Ort unterfütterte Schneider dies mit einem längeren Zitat aus F. A. Hayeks Werk Recht, Gesetz und Freiheit. Nun sei es Auftrag an die Liberalen einerseits für die Begriffsentflechtung einzutreten und andererseits für die primären, eigentlichen Menschenrechte zu streiten. <br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Zwei Begründungen sieht Schneider für ein liberales Streiten für die Menschenrechte.<br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Erstens eine utilitaristische: Die allgemeine Freiheit sei Garant für die eigene.<br class="kix-line-break" />Zweitens eine moralische: Diese sei zwar wichtiger, aber schwer zu generalisieren. Er wähle den individuellen Ansatz, den der amerikanische Autor und Aktivist Tom G. Palmer vor kurzem auf der Konferenz der European Students for Liberty (ESFL) in Leuven postuliert hat: Wer die Freiheit genießt und sich entfalten könne, habe den moralischen Auftrag diese Freiheit auch anderen zu ermöglichen. <br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Schneider verwies auf eine Tradition von Menschenrechtsaktivisten, die sich trotz persönlicher Entbehrungen und Nachteile dem Kampf gegen Ungerechtigkeit verschrieben hatten. Beginnend bei den Abolitionisten führte die Aufzählung zum Gründer der Human Rights Foundation, Thor Halvorssen.<br class="kix-line-break" /></span></p>
<h3 dir="ltr"><span>DIE HUMAN RIGHTS FOUNDATION<br class="kix-line-break" /></span></h3>
<p dir="ltr"><span>Halvorssen gründete die Organisation im Jahr 2006 mit nur 30 Jahren. Er musste als Jugendlicher erleben, wie sein Vater, ein hoher venezolanischer Beamter, verschleppt wurde, weil er den Verbindungen zwischen Staat und Drogenkartellen zu nahe gekommen war. Nach 74 Tagen Ungewissheit und massivem Engagement internationaler Organisationen kam er schliesslich frei. Halvorssens Mutter wurde </span>2004 bei einer Demonstration gegen den Diktator Hugo Chavez angeschossen. Unter diesem Eindruck stellte er als noch junger Mann die Stiftung auf die Beine. </p>
<p dir="ltr"><span>Die Stiftung operiert mit einem schlanken Team, das für die Aktivisten vor Ort hauptsächlich den Zugang zur Weltöffentlichkeit herstellt. Im Kuratorium finden sich namhafte Personen wie Friedensnobelpreisträger Ellie Wiesel, Ex-Politiker wie Mart Laar aus Estland, Intellektuelle wie Alvaro Vargas Llosa und der bereits erwähnte Tom Palmer. Der Vorsitzende zur Zeit ist Garri Kasparow, dessen Kampf gegen das autoritäre Regime des Alt-Tschekisten Putin weltbekannt ist. Ausschlaggebend für die HRF ist nicht die inhaltliche politische Ausrichtung ihrer Kooperationspartner vor Ort, sondern ob es sich um nicht totalitäre Partner handelt mit denen für eine konkrete Verbesserung der Menschenrechtslage zusammengearbeitet werden kann.<br class="kix-line-break" /></span></p>
<p dir="ltr"><span>Diese nicht hierarchische Struktur bringt für die Organisation und ihre Partner wichtige Vorteile mit sich. Die wertvollen finanziellen Mittel versickern nicht in einem bürokratischen Wasserkopf. Auch ist man nicht auf die aus dem Straßenbild deutscher Fußgängerzonen bekannten Spendeneinwerber angewiesen. Stattdessen erhebt die HRF überall dort ihre Stimme, wo es Menschenrechtsverletzer schmerzt. Die Berichte und Gutachten, die an Regierungen geschickt werden, werden zur Erhöhung des Handlungsdrucks mit Gastbeiträgen in Zeitschriften und Fernsehauftritten flankiert. Bekannte Namen wie New York Times, Wall Street Journal, Huffington Post, CNN, Al Jazeera, Time Magazine und Fox News hat die HRF bereits auf dem Kerbholz.<br class="kix-line-break" />Auch im direkten Kontakt zur Politik zeichnet die HRF sich aus. Auf </span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=gjX5SjoE8Zk"><span>Youtube zeigt ein Video</span></a><span>, wie Halvorssen mit einem vierminütigen Referat im UN-Menschenrechtsrat wütende Reaktionen von den Vertretern der Regimes provoziert – weil er die Wahrheit sagt.<br class="kix-line-break" />Die unermüdliche Arbeit der HRF hat bereits einige Erfolge gezeitigt. Nach öffentlichem Druck nahm die Textilkette Urban Outfitters T-Shirts mit dem Konterfei Che Guevaras aus dem Sortiment. Amerikanische Prominentenagenturen prüfen nach einigen PR-Debakeln gründlich, ob ihre Klienten nicht möglicherweise von Menschenrechtsverletzern gebucht werden. Damit ist den Tätern eine wichtige Quelle geliehener Legitimität entzogen – und so auch ein Stück ihrer Lebensgrundlage. <br class="kix-line-break" /></span></p>
<h3 dir="ltr"><span>FAZIT<br class="kix-line-break" /></span></h3>
<p dir="ltr"><span>Die Arbeit der Human Rights Foundation als Menschenrechtsorganisation im eigentlichen Sinne ist nach Schneiders Auffassung sehr erfolgreich. Er wird dementsprechend am nächsten Oslo Freedom Forum der HRF teilnehmen, das er als »Davos der Menschenrechte« bezeichnet. Mit vielen namhaften Teilnehmern, darunter die iranische Autorin Shirin Ebadi, ist die Konferenz prominent besetzt. Letztendlich lohne sich dieser Kampf, schloß Schneider ab, bevor die Diskussion begann. Denn bisher habe es sich für die Menschheit bezahlt gemacht, wenn einige Unermüdliche das Motto im Herzen führten: Freiheit muss als Grundprinzip verteidigt werden.</span></p>
<p dir="ltr"><span>Beim </span><a href="http://hayek.de/index.php/component/eventlist/details/327-hayek-club-berlin?Itemid=47"><span>nächsten Hayek-Club Berlin</span></a><span> am 26. März 2013 wird Harald Seefried aus Zürich zum Thema "Entnationalisierung des Geldes als Ausweg aus der Finanzkrise" referieren.</span></p>
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| Kommentare (2) Redaktion (og), 15.03.2013 16:42
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