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21.05.2013
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Grüne wollen Missbrauch aufarbeiten   Das Ergebnis
steht schon fest
 

Jetzt, wo immer mehr Details über die Verstrickung der Grünen in sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ans Licht kommen, hat die Parteiführung sich dazu bequemt, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. So löblich das Vorhaben auch sein mag, so wenig wird man sich davon erhoffen dürfen. Wie ein Artikel in der den Grünen treu ergebenen tazerhellt, gab es keinen Skandal. (Foto: boellstiftung/flickr.com/CC BY-SA 2.0; Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:58
Bundesamt diffamiert Klimaskeptiker   »Einzigartige Intervention«
 

In einer jüngst herausgegebenen Broschüre des Umweltbundesamtes werden Fachleute, die die offizielle Doktrin vom menschengemachten Klimawandel in Zweifel ziehen, namentlich an den Pranger gestellt. Die Ansichten von Dirk Maxeiner, Michael Miersch und Günter Ederer würden »nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen«. Ederer bloggt bei FreieWelt.net. (Fotos: sprachlos/pixelio.de; Dieter Schütz/pixelio.de)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:33
Orbán wehrt sich gegen Vorwürfe   Steinbrück: Elefant im Porzellanladen
 

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat aufs Neue bewiesen, dass er ein Elefant im außenpolitischen Porzellanladen ist. Durch seinen Versuch, Wahlkampf auf Kosten der Ungarn zu machen, hat er eine deutsch-ungarische Krise verursacht. Die Situation in Ungarn sei »klar antidemokratisch und auch als diskriminierend« und erfordere die Suspendierung der EU-Mitgliedschaft. (Fotos: European Union 2011 PE-EP/Pietro Naj-Oleari/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0; Jochen Zick, Action Press/Bankenverband – Bundesverband deutscher Banken/flickr.com/CC BY-ND 2.0)



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Redaktion (oe), 21.05.2013 08:05
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  zur Person und Archiv   Friedrich Dominicus 23.04.2013 09:54
Eigentumsschutz

Tja, nachdem nun unsere Presse hyperventiliert und uns unsere Herrin mitteilt: "Ich bin entäuscht"   Ist natürlich die Frage für diejenigen die (noch) etwas besitzen. Was kann ich legal tun um der Krake Staat zu entgehen.

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  zur Person und Archiv   Friedrich Dominicus 23.03.2013 08:42
Eigentum

Es wurde von hier von mir und anderen öfter darauf hingewiesen. Mit der "Zypernrettung" ist es nun amtlich. Eigentum gilt nur noch wenig im "Friedensprojekt" EU.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 12.03.2013 13:51
Stasi entdämonisiert

Ausgelöst wurde diese Unruhe durch Vorab- Veröffentlichungen in Super- Illu und Spiegel, die sich hauptsächlich mit einem Aspekt befassen: der Anzahl von der Stasi geführten Inoffiziellen Mitarbeiter (IM).

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 26.02.2013 12:52
Lieber Andreas Schmidt- Schaller,

Ich gehöre zu den Architekten des Stasiunterlagengesetzes der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und habe als Abgeordnete des Deutschen Bundestages maßgeblich mit dafür gesorgt, dass die parlamentarische Mehrheit für di...

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Unsere Blogger

 
  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 25.02.2013 13:07
Gysi tut's schon wieder

Die Kür von Gysi sagt vor allem etwas über die verzweifelt dünne Personaldecke der umbenannten SED. Trotz häufigen Namenswechsels und der Bereitschaft, jeden jungen Menschen, der bereit ist, für die SED-Linke zu kandidieren, ga...

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 20.02.2013 14:43
Katja Kipping beleidigt die Ostdeutschen

Liebe Katja Kipping, (bitte verzeihen Sie mir als Mitostdeutschem und dem leicht Älteren die etwas informellere Anrede) mit Entsetzen und ja auch einer gewissen Wut habe ich gelesen, dass Sie in den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg be...

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  zur Person und Archiv   Dr. Jörg Gerke 18.02.2013 11:46
Bäuerliche Landwirtschaft systematisch schwer gemacht

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Grüne hat Ende 2011 und im August 2012 zwei detaillierte und umfangreiche Anfragen an die Bundesregierung zur Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) eingebracht.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 17.01.2013 12:45
Aufklärung der Liebknecht- Luxemburg- Affäre 1988, jetzt!

Zahlreiche Bürgerrechtler, darunter Stephan Krawczyk und ich wurden am Rande der Demonstration , im Zuge der größten Massenverhaftung seit dem Volksaufstand 1953, inhaftiert.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 14.01.2013 11:14
Karl und Rosa und der lebendige Stalinismus

Punkt 9.30 war die Parteiführung der Linken, in diesem Jahr mit Sarah Wagenknecht, vor dem Haupteingang an den für sie bereit gelegten Kranzgebinden versammelt. Pünktlich wurde der Lautsprecher eingeschaltet.

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  zur Person und Archiv   Dr. Klaus Peter Krause 12.10.2012 10:32
Diese unendliche Geschichte

Dieser Fall behördlicher Widerstände und Rechtswidrigkeiten gegen ein Erfurter Geschwisterpaar nimmt und nimmt kein Ende.Seine Opfer sindClaudia Mayund ihr Bruder Michael.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 05.10.2012 10:11
Erwin Jöris wird heute 100 jahre alt! Ich gratuliere!

Jöris, geboren und aufgewachsen im Berliner Arbeiterbezirk Lichtenberg, sah am Fenster seiner elterlichen Wohnung den Trauerzug, der sich für die ermordeten Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg auf der Frankfurter in Richtung Friedh...

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 11.09.2012 12:48
Der hohe Preis der Freiheit

  Sie wollten aufs Meer und landeten in den Fängen der Stasi: Einer als Spitzel, dem Verrat zur Leidenschaft wird, zwei im Gefängnis Cottbus, dem größten Strafvollzug für Politische in der DDR.

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  zur Person und Archiv   Friedrich Dominicus 07.09.2012 08:11
Anleiheankäufe durch die EZB

Nach §104 des Vertrags von Maastricht ist es der EZB verboten Staaten zu finanzieren. Betrachten wir daher einmal die  Geschichte der Anleihekäufe der EZB.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 06.09.2012 16:49
Biermann singt im Gefängnis

Cottbus ist tiefste ostdeutsche Provinz. Wer hier her kommt, tut das wegen des Landschaftsparks und Schlosses Branitz, der letzten Heimstatt des berühmten Fürsten Pückler, der sich in  einer von ihm errichteten Seepyramide bestatten ließ.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 28.08.2012 13:27
Lügen als Berufskrankheit

Die Junge Welt kann es nicht lassen. Immer wieder muss sie in ihrer schicken Ladengalerie Bücher von ehemaligen Stasioffizieren vorstellen, auch wenn die so gar nichts Neues enthalten.

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  zur Person und Archiv   Vera Lengsfeld 23.08.2012 11:45
Stasiangriff auf Gedenkstätten des DDR- Unrechts

Ausgerechnet am 23. August wollen ehemalige Vernehmer des Stasigefängnisses Hohenschönhausen den nächsten Angriff auf die Gedenkstätten des DDR-Unrechts starten. Im Jahr 2009 wurde vom Europäischen Parlament mit großer Mehrheit der 23.

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<p>Wie der Sprecher des Bundes stalinistisch Verfolgter Landesverband Sachsen e.V. Volkhard Fuchs betont, d&uuml;rfe dies nicht den Verantwortlichen selbst &uuml;berlassen werden. Dies widerspr&auml;che dem &bdquo;wissenschaftlichen Grundsatz der Unabh&auml;ngigkeit.&ldquo; Auch Medikamententests in DDR-Haftanstalten, in denen oft politisch Verfolgte interniert waren, st&auml;nden nun im Raum.</p> <p>Untenstehend die Pressemitteilung des Bundes stalinistisch Verfolgter Landesverband Sachsen e.V.</p> <p>Nach Berichten &uuml;ber DDR-Medikamentenversuche in Mitteldeutschland unter Beteiligung westlicher Pharmafirmen fordert der Bund der stalinisch Verfolgten, Landesverband Sachsen,&nbsp;von den Landesregierungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen&nbsp;die Einsetzung einer unabh&auml;ngigen Untersuchungskommission. Die s&auml;chsische Staatsregierung, namentlich das Gesundheitsministerium,&nbsp;sollte&nbsp;handlungsinitiativ werden, regte der Verfolgtenverband in Dresden&nbsp;an. Es m&uuml;sse gekl&auml;rt werden, wer und wo gesch&auml;digt wurde, um die Geltendmachung von Schadenersatzanspr&uuml;chen f&uuml;r die Betroffenen zu erm&ouml;glichen.&nbsp;Auch&nbsp;der Einsatz von Medikamenten in DDR-Haftanstalten, wo viele ehemals politisch Verfolgte eingesperrt waren, stehe im Raum.</p> <p>Vize-Vorsitzender<strong>&nbsp;</strong>Volkhard Fuchs<strong>&nbsp;</strong>vom Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. sagt dazu:</p> <p><em>"</em><em>Wir sind dagegen, dass die betreffenden Einrichtungen selbst dieses Kapitel aufarbeiten, das widerspr&auml;che wissenschaftlichen Grunds&auml;tzen der Unabh&auml;ngigkeit. Stattdessen m&uuml;ssten die westlichen Pharmakonzerne und die ostdeutschen Krankenh&auml;user&nbsp;zur Verantwortung gezogen werden. Immerhin wurden ahnungslose Patienten offenbar systematisch zu Testzwecken schamlos missbraucht, damit harte Devisen&nbsp;in die klamme DDR-Staatskasse kommen. Politische H&auml;ftlinge der DDR berichten seit langem, dass sie im Gef&auml;ngnis Medikamente nehmen mussten. Auch das muss jetzt endlich aufgekl&auml;rt werden."</em></p> <p>Wie die Medien berichten, sollen westliche Pharmakonzerne in mehr als 50 DDR-Kliniken hunderte Medikamentenstudien in Auftrag gegeben haben, darunter auch zahlreiche in Mitteldeutschland.&nbsp;Mehr als 50.000 Menschen dienten in der&nbsp;DDR&nbsp;bis zum Mauerfall in rund 600 Kliniken als Testpatienten, etwa f&uuml;r Chemotherapie-Mittel und Herzmedikamente - oft ohne es zu wissen. Mehrere Testreihen h&auml;tten zu Todesf&auml;llen gef&uuml;hrt und mussten abgebrochen werden. Das gehe aus&nbsp;bislang unbekannten Akten des DDR-Gesundheitsministeriums, der Stasi und des Instituts f&uuml;r Arzneimittelwesen.&nbsp;Laut Spiegel boten die Hersteller bis zu 800.000 D-Mark pro Studie an. Manager der West-Berliner Schering AG h&auml;tten der Charit&eacute; sogar ein Testvolumen von j&auml;hrlich sechs Millionen D-Mark angeboten. F&uuml;hrende DDR-Mediziner waren sich laut Gespr&auml;chsprotokollen der Motive der Konzerne bewusst. So habe etwa Schering im Westen wohl &laquo;generelle ethische Probleme der Mensch als Versuchskaninchen&raquo;, sagte damals ein zust&auml;ndiger Arzt der Charit&eacute; laut Medienberichten.</p> <p>Der Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. setzt sich f&uuml;r die Rechte&nbsp;ehemals politisch Verfolgter und ihrer Hinterbliebenen ein. Das schlie&szlig;t den Psychiatriemissbrauch der SED-Diktatur ein. Der Verein fordert Wiedergutmachung gegen&uuml;ber den Opfern des Stalinismus und Kommunismus. Er f&ouml;rdert seine Ziele auch durch die Herausgabe von Verbandspublikationen sowie durch Zeitzeugenprojekte und leistet damit einen Beitrag zur Festigung der Demokratie.</p>

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Redaktion (os), 15.05.2013 12:25
 

 

<p>&bdquo;Wohl mindestens 50 000 Menschen haben in der DDR als Versuchspatienten f&uuml;r die westliche Pharmaindustrie gedient &ndash; oft ohne es zu wissen.&ldquo; Der Spiegel spricht von &uuml;ber 600 Arzneimittelversuchen. Eine Vielzahl von Patienten verstarben in der Zeit, in der sie die noch nicht zugelassenen Pr&auml;parate einnahmen.</p> <p>Um die anst&ouml;&szlig;igen Gesch&auml;fte auszuhandeln, betrieb die DDR in der Ostberliner Fehrbellinerstra&szlig;e Nr. 5 eine &bdquo;Beratungsstelle f&uuml;r Arznei und Medizintechnik&ldquo;. Den Anwohner, oft DDR-Oppositionellen, fielen die vielen vor dem Haus parkenden Westwagen auf. Jedoch blieb der Grund verborgen. Laut Spiegel l&auml;gen Listen der damaligen Besucher vor und w&uuml;rden sich wie ein Who-is-Who der westlichen Pharmabranche lesen. &nbsp;Das Westdeutsche Gesundheitsministerium akzeptierte Studien aus der DDR als gleichwertig und fragte offensichtlich nicht zu genau nach, wie sie zustande gekommen sind.</p> <p>Noch im 1989 sollen Vertreter des Konzerns Hoechst zugestimmt haben, dass der Aufkl&auml;rungstext beim Pr&uuml;fer bleibt und nicht dem Patienten ausgeh&auml;ndigt wird. &nbsp;</p> <p>Damit kommt ein weiteres dunkles Kapitel in der Geschichte der DDR hinzu. Und wieder geht um Divisenbeschaffung, genau wie bei DDR-Strafgefangenen die f&uuml;r IKEA Billy-Regale fertigten, bei politischen Gefangenen, die f&uuml;r bis zu 96.000 DM von an Westdeutschland &bdquo;verkauft&ldquo; wurden, den gegen Geld bewilligten Ausreiseantr&auml;gen usw. In der sozialistischen DDR hatte der B&uuml;rger anscheinend vor allem einen &ouml;konomischen Wert.&nbsp;</p>

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Redaktion (os), 14.05.2013 14:39
 

 

<p>&bdquo;Es gab in der DDR aber auch eine Diktatur im Alltag&ldquo;, erinnert Jahn. Der Journalist, der zur B&uuml;rgerrechtsbewegung der DDR geh&ouml;rte, nennt Psychiatrie-Opfer, wegen ihrer Haltung von den Lehreinrichtungen verwiesene Sch&uuml;ler und Studenten, oder Kinder, die in Kinderheime gesteckt wurden, nur weil ihre Eltern sich trauten einen Ausreiseantrag zu stellen. &bdquo;Den Opfern all dieser unterschiedlichen Repressionen wird bislang in keinem Denkmal gedacht, in dem sich alle wiederfinden.&ldquo;</p> <p>Es gebe auch noch Nachbesserungsbedarf bei der Aufarbeitung und der Entsch&auml;digung der Opfer. &bdquo;Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass ein Mensch, der gesund in ein Stasi-Gef&auml;ngnis eingesperrt wurde und es krank wieder verlassen hat, beweisen muss, in welcher Zelle und unter welchen Bedingungen er sich seine Lungenentz&uuml;ndung zugezogen hat,&ldquo; bem&auml;ngelt Jahn.</p> <p><strong>39 ehemalige Stasi-Angeh&ouml;rige in Jahns Beh&ouml;rde&nbsp;</strong></p> <p>Die Stasiunterlagenbeh&ouml;rde ist in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten, da sie ehemalige Stasi-Mitarbeiter besch&auml;ftigt. Ihre Kenntnisse sollten helfen die Stasi-Akten auszuwerten, so die Idee. Seitdem Jahn die Beh&ouml;rde am 14 M&auml;rz 2011 von Marianne Birthler &uuml;bernommen hat, setzt er sich f&uuml;r die Versetzung Mitarbeiter in andere Beh&ouml;rden ein. Dennoch sind immer noch 39 ehemalige Stasi-Mitarbeiter in Jahns Beh&ouml;rde besch&auml;ftigt. Die entsprechenden Mitarbeiter m&uuml;ssen in anderen Bundesbeh&ouml;rden gleichwertige Stellen erhalten. &bdquo;Aber es wurden noch nicht ausreichend entsprechende Arbeitspl&auml;tzt in der Bundesverwaltung zur Verf&uuml;gung gestellt.&ldquo;&nbsp; Erschwerend k&auml;me hinzu, dass man jeden Fall individuell pr&uuml;fen m&uuml;sse, damit die Versetzung &bdquo;rechtlich korrekt und auch menschlich respektvoll&ldquo; vorgenommen werden kann, betont Jahn.</p> <p>Die Stasiunterlagenbeh&ouml;rde soll es laut Stasi-Unterlagengesetz bis Ende 2019 geben. Dann ist vorgesehen, dass die Beh&ouml;rde die Stasi-Akten an das Bundesarchiv &uuml;berstellt. Inzwischen sind rund 93 Prozent der Akten aufgearbeitet. Jahn will keinen Termin f&uuml;r den Abschluss dieser Arbeit nennen. Es sei eine extrem aufw&auml;ndige Arbeit n&ouml;tig, um die Akten archivgerecht zu erschlie&szlig;en. &bdquo;Gut 50 Prozent des Aktenbestandes mit einer L&auml;nge von 111 Kilometer wurden von der Stasi ja komplett ungeordnet hinterlassen&ldquo;.</p> <p><strong>Interesse an DDR l&auml;sst nicht nach&nbsp;</strong></p> <p>Zu den Protesten f&uuml;r den Erhalt der East-Side-Gallery, dem l&auml;ngsten noch erhaltenen St&uuml;ck der Berliner Mauer, sagt Jahn: &bdquo;Dieses Beispiel zeigt, dass man in jedem Fall sehr sorgsam umgehen muss mit authentischen Orten.&ldquo; Dieses St&uuml;ck Mauer stehe mit seinen bunten Graffiti nicht nur f&uuml;r das Unrechtsregime und die Teilung Deutschlands, sondern auch f&uuml;r die &Uuml;berwindung der Diktatur und die Wiedervereinigung.</p> <p>Im Jahr 2012 gewann die Arbeit der Stasi-Unterlagenbeh&ouml;rde wieder zunehmend an Bedeutung. Immer mehr ehemalige DDR B&uuml;rger haben inzwischen gen&uuml;gend Abstand zur Diktatur gewonnen oder haben nun, da sie in Rente sind, erstmals Zeit, ihr Leben aufzuarbeiten. Auch w&uuml;rden, so Jahn, immer mehr Kinder ihre Eltern nach der DDR fragen. So gab es im Jahr 2012 erstmals wieder mehr Antr&auml;ge auf Akteneinsicht. Es nehmen auch immer mehr Menschen Einblick in die Akten verstorbener Angeh&ouml;riger. &nbsp;Gleichzeitig hat sich der Mitarbeiterstab der Beh&ouml;rde von 3000 Personen bei ihrer Gr&uuml;ndung auf heute 1500 halbiert. Entsprechend lange Wartezeiten ergeben sich f&uuml;r die Antragssteller.</p> <p>Trotz dessen sei die gestiegene Zahl der Antr&auml;ge &bdquo;ein Zeichen daf&uuml;r, dass es die Menschen noch immer umtreibt, wie die Staatssicherheit der DDR in ihr Leben eingegriffen hat.&ldquo;</p> <p>Mehr dazu auf: <a href="http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2013/pm_1303221.html" target="_blank">Bundestag.de</a>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p>

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Redaktion (os), 26.03.2013 12:03
 

 

<p>FreieWelt.net: <strong>Sehr geehrter Herr v. Volland, Sie haben in ihrem Werk "Die Bodenreformen auf deutschem Gebiet zwischen 1945 und 1949 im Vergleich&ldquo; die damaligen Vorg&auml;nge in der Sowjetzone untersucht. Erkl&auml;ren Sie bitte unseren Lesern was damals geschah und was dann 1990 unterblieb.&nbsp;</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: Nach der Kapitulation Deutschlands 1945 wurde unter F&uuml;hrung der Sowjetischen Milit&auml;radministration eine sog. &bdquo;Demokratische Bodenreform&ldquo; in der sowjetischen Besatzungszone verordnet, die im September 1945 eingeleitet wurde. Die vorrangig ideologisch begr&uuml;ndete Bodenreform sah vor, dass alle Grundbesitzer mit Bodenbesitz &uuml;ber 100 Hektar in der Ostzone entsch&auml;digungslos konfisziert werden sollten. Den Gro&szlig;grundbesitzern, in der Verordnung &bdquo;Junker&ldquo; genannt, wurde eine wesentliche Mitschuld und Verantwortung an der damals j&uuml;ngsten Katastrophe zugesprochen. Eine Enteignung sollte somit die Strafe f&uuml;r das vermeintlich gemeinsame Handeln dieser &bdquo;Klasse&ldquo; sein. Nicht nur die Bodenreformverordnung, sondern auch diverse Reden von Wilhelm Piek und Walter Ulbricht zeugen von dieser Haltung.</p> <p>Im Ergebnis muss konstatiert werden, dass entgegen den Bodenreformbestimmungen und &ouml;ffentlichen Verlautbarungen in der Sowjetzone 32 Prozent der im Zuge der Bodenreform konfiszierten Betriebe Landwirtschaften waren, die weit unter 100 Hektar verf&uuml;gten. Damit betraf die Bodenreform nicht nur Gro&szlig;grundbesitzer, sondern zu einem Drittel auch einfache Landwirte und Bauernhofbesitzer. Die betroffenen Familien hatten den Besitz binnen 24 Stunden vollst&auml;ndig zu r&auml;umen und durften nur das N&ouml;tigste mitnehmen. Die betroffenen Familien erhielten Kreisverweis und durften sich den ehemaligen Betrieben nicht mehr n&auml;hern. Sehr oft waren diese Ma&szlig;nahmen mit einer Inhaftierung der ehemaligen Landwirte und Gutsbesitzer in sog. &bdquo;Sonderlager&ldquo; verbunden, vor denen sich einige nur durch Flucht in die Westzonen retten konnten. Das Bodenreformland wurde anschlie&szlig;end in Einheiten zwischen 5 und 10 Hektar an Neubauern vergeben, was an sich eine L&ouml;sung f&uuml;r den Umgang mit den vielen Fl&uuml;chtlingen aus den ehem. deutschen Ostgebieten bedeutet h&auml;tte. Jedoch wurde ein Drittel (33%) des Bodenreformlandes an nichtlandwirtschaftliche Arbeiter und ehem. Angestellte vergeben, so dass es eine starke Fluktuation der Besitzer des Bodenreformlandes gab; angesichts der damaligen Ern&auml;hrungsprobleme in Deutschland ein eher denkw&uuml;rdiger Vorgang. Der Gro&szlig;teil der Bodenreformnehmer verlor dann zudem in den 1950er Jahren sein neu erworbenes Land durch den zunehmenden Kollektivierungsdruck der DDR.</p> <p>Zu Ihrer zweiten Frage &uuml;ber den Umgang nach 1990: In den Einigungsvertrag wurde eine Gemeinsame Erkl&auml;rung von DDR und Bundesrepublik vom 15. Juni 1990 aufgenommen. Diese Gemeinsame Erkl&auml;rung besagt, dass Konfiskationen zwischen 1945 und 1949, also zwischen der Kapitulation Deutschlands und der Gr&uuml;ndung der DDR, nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen seien. Begr&uuml;ndet wurde diese Regelung, da die Konfiskationen dieser Zeit auf &bdquo;besatzungsrechtlicher bzw. besatzungshoheitlicher Grundlage&ldquo; beruhten. Die Gemeinsame Erkl&auml;rung vom 15. Juni 1990 erhielt &uuml;ber den Artikel 143 Abs. 3 sogar Eingang in das Grundgesetz. Damit war eine R&uuml;ckgabe juristisch ausgeschlossen.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Wie viele Menschen waren von den Konfiskationen betroffen, beziehungsweise sind dies heute noch?</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: Insgesamt wurden zwischen 1945 und 1949 etwa 3,3 Mio. Hektar konfisziert, davon waren 2,3 Mio. Hektar Privatbesitz. Betroffen waren also etwa 12.000 landwirtschaftliche Gro&szlig;betriebe, Bauernh&ouml;fe und kleinere Landwirtschaften. Setzt man voraus, dass damals die meisten landwirtschaftlichen Betriebe Familienbetriebe waren, ist eine Sch&auml;tzung auf 40.000 bis 50.000 Personen realistisch.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Sie sprechen in diesem Zusammenhang nicht von &bdquo;Enteignungen&ldquo; sondern von Konfiskationen&ldquo;, erl&auml;utern Sie das bitte.</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: Bei einer &bdquo;Enteignung&ldquo; handelt es sich im juristischen Sinne um einen Eigentumsentzug, dem eine Entsch&auml;digungsleistung vor oder nach geht. Dies war - wie eben geschildert - bei der Bodenreform eben nicht der Fall. Vielmehr handelte es sich herbei um Konfiskationen, also um einen entsch&auml;digungslosen Eigentumsentzug, der prim&auml;r als eigentumsrechtliche Strafma&szlig;nahme gegen&uuml;ber einer bestimmten Personengruppe erfolgt. Genau diese Definition erf&uuml;llen die Ma&szlig;nahmen der Bodenreform. Interessant ist hierbei, dass der Wortlaut &bdquo;Enteignung&ldquo; von der Sowjetischen Besatzungsmacht, der DDR und der Bundesregierung verwendet wurde. Besonders &uuml;berraschend war jedoch, dass auch das Bundesverfassungsgericht diesen Begriff &uuml;bernahm. Wahrscheinlich wollte man sich einer Bewertung der Ma&szlig;nahmen damit entziehen.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Die Bundesrepublik hat die Konfiskationen 1945-49 nie anerkannt und nach dem Fall der Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung rechneten sowohl die Betroffenen im Westen als auch die Menschen im Osten mit einer Wiedergabe des enteigneten Eigentums. Warum ist dies nicht geschehen?</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: Viele der Betroffenen hatten die Klausel f&uuml;r die Konfiskationen von Privatbesitz durch die DDR, also nach 1949 vor Augen, die ja auf &bdquo;R&uuml;ckgabe vor Entsch&auml;digung&ldquo; lautete. Die meisten der Konfiszierten bzw. deren Erben glaubten, dass diese Klausel auch auf die Besitzentziehungen zwischen 1945 und 1949 &uuml;bernommen werde. Dies stellte sich als Irrtum heraus. Die Bundesregierung, namentlich der damalige Bundeskanzler Kohl, begr&uuml;ndete diesen Schritt damit, dass die Sowjetunion die Nicht-R&uuml;ckg&auml;ngigmachung der Bodenreform und aller weiteren Konfiskationen in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Bedingung f&uuml;r die deutsche Wiedervereinigung gemacht h&auml;tten. Nat&uuml;rlich folgten daraufhin Klagewellen vor dem Bundesverfassungsgericht, dass zwar in mehreren Urteilen eine Entsch&auml;digung festlegte, aber die entsprechenden Passagen zur Nicht-R&uuml;ckg&auml;ngigmachung im Einigungsvertrag nicht kassierte. Das Bundesverfassungsgericht betonte den besatzungshoheitlichen Charakter der Bodenreformma&szlig;nahmen und aller weiteren Konfiskationen und machte darauf aufmerksam, dass das Grundgesetz, das bekanntlich durch Artikel 14 Eigentum sch&uuml;tzt, erst nach 1949 in Kraft trat. Damit h&auml;tte die Bundesregierung nicht verfassungswidrig gehandelt.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>In diesem Zusammenhang sprachen viele gro&szlig;e Zeitungen von dem &bdquo;Verfassungsbruch 1990&ldquo; (Die Zeit) oder gar dem &bdquo;Deutschen Watergate&ldquo; (FAZ). Wie ist ihre Bewertung des Umgangs mit dieser Thematik durch die Bundesregierung?</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: In der Tat gibt es viele Unklarheiten und gegens&auml;tzliche &Auml;u&szlig;erungen verschiedener damals am Einigungsprozess beteiligter Akteure. Besonders auff&auml;llig sind die Aussagen des letzten sowjetischen Staatschefs Gorbatschow und seines damaligen Au&szlig;enministers Schewardnadse in den 1990er Jahren. Beide bekundeten mehrfach, dass sie nie eine Forderung gegen&uuml;ber der Bundesregierung im Einigungsprozess ausgesprochen h&auml;tten, wonach eine Nicht-R&uuml;ckg&auml;ngigmachung aller Konfiskationen der sowjetischen Besatzungsmacht eine Vorbedingung f&uuml;r ein geeintes Deutschland h&auml;tte sein sollen. Auch w&auml;hrend der Verhandlungen gab Kanzler Kohl im .M&auml;rz 1990 nach einem Treffen mit Gorbatschow bekannt, dass die Wiedervereinigung und ihre Gestaltung nach innen eine Sache der Deutschen sei. Dies wiederholte er in einer Pressekonferenz im Juni 1990. Andererseits gab Sch&auml;uble sp&auml;ter vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an, dass der Verzicht auf R&uuml;ckgabe wegen der Haltung der DDR und nicht der UdSSR unumst&ouml;&szlig;lich gewesen sei. Im Nachhinein betrachtet gibt es so viele Widerspr&uuml;che, dass die Behauptungen der Bundesregierung ihre Glaubw&uuml;rdigkeit verloren haben. Die eigentliche Motivation hingegen muss im Raum des Spekulativen bleiben, was auch damit zu tun hat, dass Helmut Kohl sich seit 1991 nicht mehr zu den Vorg&auml;ngen der damaligen Zeit ge&auml;u&szlig;ert hat.</p> <p>Auch die Rolle des Bundesverfassungsgerichtes ist bedenklich. In den Verhandlungen vor dem Ersten Senat wurden nur selektierte Personen verh&ouml;rt, die sonst &uuml;bliche Bewertung als Unrechtsma&szlig;nahme und politische Verfolgung fiel gleich v&ouml;llig weg. Letzteres bew&auml;ltigte erst viele Jahre sp&auml;ter das Bundesverwaltungsgericht 2009. F&uuml;r viele war das Rechtsvertrauen in den deutschen Bundesstaat nachhaltig ersch&uuml;ttert. Ein mutigeres Urteil h&auml;tte auch &ouml;konomische Auswirkungen auf die neuen Bundesl&auml;nder haben k&ouml;nnen.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Was h&auml;tte eine R&uuml;ckgabe des konfiszierten Eigentums f&uuml;r die neuen Bundesl&auml;ndern bedeutet k&ouml;nnen?</strong></p> <p><strong>Marcel v. Volland</strong>: Um eines vorweg zu nehmen: der Mehrzahl der Alteigent&uuml;mer geht es nicht um die R&uuml;ck&uuml;bertragung solcher Fl&auml;chen, die 1990 in privaten Besitz &uuml;bergegangen sind. Den meisten geht es um die Fl&auml;chen, die weiterhin in staatlicher Hand sind: das waren 1990 immerhin 1,15 Mio. Hektar Bodenfl&auml;che. H&auml;tte man allein diese an Alteigent&uuml;mer zur&uuml;ckgegeben, w&auml;ren vielleicht nicht alle, aber ein Gro&szlig;teil der Familien zur&uuml;ckgekommen. Anstatt politisch von oben mit Subventionen an ungesicherte Projekte den &bdquo;Aufbau Ost&ldquo; zu unterst&uuml;tzen, h&auml;tte man hier von unten her den Aufbau mit wohlm&ouml;glich geringeren Kosten anlaufen lassen k&ouml;nnen. Was es h&auml;tte bedeuten k&ouml;nnen, zeigen bisweilen einzelne Beispiele, wo Alteigent&uuml;mer trotz der verhinderten Restitution ihren alten Besitz zur&uuml;ckgekauft haben. Viele haben nicht Profit und schneller Gewinn gelockt, sondern Heimatverbundenheit. Gerade die wirtschaftlich stark geschw&auml;chten l&auml;ndlichen Regionen im Osten Deutschlands h&auml;tten davon langfristig mehr davon profitiert als mit den jetzigen L&ouml;sungen. Zum Anderen darf nicht vergessen werden, dass neben der Bodenreform auch unz&auml;hlige von Kleinbetrieben, Handwerker, Pharmazieunternehmen und Industrien in dieser Zeit konfisziert wurden. Auch dort sa&szlig;en viele ehemalige Unternehmerfamilien 1990 in den Startl&ouml;chern, wurden aber &uuml;ber die Regelung im Einigungsvertrag demotiviert.</p> <p>FreieWelt.net: <strong>Derzeit pr&uuml;ft eine interministerielle Arbeitsgruppe aus Finanz-, Wirtschafts- und Justizministerium die Fl&auml;chen, die sich noch in &ouml;ffentlicher Hand befinden. Daraus soll sich laut Koalitionsvertrag ein m&ouml;glicher bevorzugter Erwerb f&uuml;r die Betroffenen ergeben. W&auml;re eine solche M&ouml;glichkeit eine Chance f&uuml;r den Aufschwung in den neuen Bundesl&auml;ndern?</strong></p> <p><strong>Marcel von Volland</strong>: Auch wenn solch eine Regelung erst 20 Jahre nach der deutschen Einheit in ein Koalitionsvertrag gelang ist, k&ouml;nnte er zumindest in Teilen die strukturellen Schw&auml;chen in ostdeutschen l&auml;ndlichen Gebieten beheben. Hierbei muss vor allem fiskalische Weitsicht herrschen. Da die Verm&ouml;gens&auml;mter bspw. 1994 noch Pachteinnahmen von 243 Millionen DM aus Bodenreformland erwirtschafteten, scheint die Motivation eines schnellen und g&uuml;nstigen Verkaufes an die Alteigent&uuml;mer nicht besonders hoch. Dennoch k&ouml;nnte langfristig die aus dem bevorzugten Erwerb von Albesitz hervorgehenden Betriebsgr&uuml;ndungen und damit eine Entspannung der Arbeitsmarktsituation in den jeweiligen Gebieten eine Entlastung f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Kassen ergeben.</p> <p><em><br /></em></p> <p><em>Das Interview f&uuml;hrte Norman Gutschow</em></p> <p>Zuerst erschienen auf <a href="http://www.derrechtsstaat.de/?p=3648" target="_blank">DerRechtsstaat.de</a></p>

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Redaktion FreieWelt.net (NG), 15.03.2013 09:09
 

 

<p>Im Finanzverm&ouml;gen-Staatsvertrag vom 14. Dezember 2012 soll unter anderem die &ldquo;die Ber&uuml;cksichtigung von Bodenreformland&rdquo; bislang ungekl&auml;rt sein. Im Vertrag hei&szlig;t es, das den L&auml;ndern zufallende Bodenreformverm&ouml;gen solle&nbsp; &bdquo;endg&uuml;ltig und ohne Ausgleichverpflichtung gegen&uuml;ber dem Bund und dem Finanzverm&ouml;gen im Landeseigentum&ldquo; verbleiben.</p> <p>Der Bund will nunmehr die Pr&uuml;fungsrechte des Bundesrechnungshofes in dieser Frage st&auml;rken. Die L&auml;nder f&uuml;rchten, doch noch Finanzierungsverpflichtungen gegen&uuml;ber dem Bund eingehen zu m&uuml;ssen und wollen den Umfang der Pr&uuml;frechte des Bundesrechnungshofes so belassen wie bisher. Der vorliegende Gesetzentwurf sieht vor, dass das DDR-Verm&ouml;gen mit &rdquo; Inkrafttreten des Staatsvertrages abschlie&szlig;end und vollst&auml;ndig aufgeteilt ist&rdquo;. Anrechnungen und nicht ber&uuml;cksichtigte Werte, wie anscheinend das Bodenreformland,&nbsp; w&uuml;rden wohl den L&auml;ndern entgehen und den Bund finanziell besser dastehen lassen.</p> <p>F&uuml;r Bund und L&auml;nder geht es n&auml;mlich auch darum, wer aus den bisherigen Verk&auml;ufen des entzogenen Eigentums in Folge der politischen Verfolgung 1945-49 profitiert. Die Nichtr&uuml;ckgabe 1990 wurde seinerzeit auch als &ldquo;Deutsches Watergate&rdquo; (FAZ) bezeichnet, da die Bundesregierung, trotz jahrzehntelangem Beharren auf R&uuml;ckgabe, sich daf&uuml;r entschied, das Land der politisch Verfolgten einzubehalten und mit den Verk&auml;ufen Gewinn zu machen.</p> <p>Inwieweit die interministerielle &ldquo;Arbeitsgruppe SBZ-Enteignungen&rdquo; in den &Uuml;berlegungen des Bundes eine Rolle spielt, wurde nicht bekannt. Die drei Ministerien der Finanzen, Wirtschaft und Justiz verhandeln derzeit &uuml;ber die sich noch in &ouml;ffentlicher Hand befindlichen Grundst&uuml;cke aus den Konfiskationen 1945-49, die 1990 nicht zur&uuml;ckgegeben wurden. Laut Koalitionsvertrag pr&uuml;ft die Bundesregierung, ob es die M&ouml;glichkeit gibt, diese Grundst&uuml;cke den ehemaligen Eigent&uuml;mern zum bevorzugten Erwerb anzubieten.</p> <p>Ob es noch zu einer Wiedergutmachung des &ldquo;Verfassungsbruchs 1990&Prime; (&rdquo;DIE ZEIT&rdquo;) kommt und die abschlie&szlig;ende Regelung des Finanzverm&ouml;gens der DDR mit hineinspielt, bleibt derzeit noch offen.</p> <p>Lesen Sie mehr:</p> <p>Pressemeldung des Deutschen Bundestages zu den &Auml;nderungsvorschl&auml;gen auf <a href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_03/2013_129/04.html" target="_self">Bundestag.de</a></p> <p>und den Gestzentwurf der Bundesregierung zur geplanten <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/126/1712639.pdf" target="_self">&Auml;nderung</a></p> <p>&nbsp;</p>

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Redaktion (ng), 13.03.2013 10:54
 

 

<p>Die East Side Gallery ist mehr als nur das l&auml;ngste noch erhaltene St&uuml;ck der Berliner Mauer und mehr als nur eine der bekanntesten Touristenattraktionen der Hauptstadt. Sie ist ein Mahnmal zum Gedenken an die hunderten Menschen, die beim Versuch ums Leben kamen, die innerst&auml;dtische Grenzanlage zu &uuml;berwinden, und ein Mahnmal zum Gedenken an die Millionen Menschen, die unter dem Regime der DDR litten.</p> <p>Daran erinnerten hunderte Berliner am Sonntag. Auf den Transparenten waren Aufschriften zu lesen wie &bdquo;Niemand hat die Absicht eine Luxuswohnanlage zu errichten,&ldquo; mit Blick auf Walter Ulbrichts legend&auml;ren Ausspruch vor dem Bau der Berliner Mauer, der am 13 August 1961 die B&uuml;rger Berlins endg&uuml;ltig in der Diktatur der DDR einsperrte. Zuvor hatten 3,5 Millionen B&uuml;rger das Land Richtung Westen verlassen.</p> <p>Klaus Wowereit an den sich die Proteste richteten, lie&szlig; sich bei der Kundgebung nicht blicken und weist jeder Verantwortung von sich. Der Investor besteht indes auf den ihm zugesicherten Zugang f&uuml;r die Bewohner des 60 Meter hohen Wohnturms, der an der East Side Gallery entstehen soll.</p> <p>Mehr dazu auf: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/east-side-gallery-berlin-tausende-demonstrieren-gegen-mauerabriss-a-886641.html" target="_blank">Spiegel.de&nbsp;</a></p>

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Redaktion (os), 04.03.2013 14:25
 

 

<p>Freiewelt.net:<strong> Wie haben Sie Gregor Gysi kennengelernt?</strong></p> <p><strong>Lengsfeld:</strong> Ich habe Gysi kennengelernt, als ich 1984 in der DDR wegen meiner Oppositionst&auml;tigkeit Berufsverbot bekam und dringend juristischen Rat brauchte. Auf Empfehlung von Katja Havemann, der Frau des Regimekritikers Robert Havemann, wandte ich mich an RA Gysi. Ich suchte ihn in seiner Kanzlei in der Berliner Finowsra&szlig;e auf. Die Unterredung verlief f&uuml;r mich unbefriedigend. Am Ende tat ich das Gegenteil von dem, was Gysi mir riet und war erfolgreich damit. Sp&auml;ter habe ich einen Bericht von Notar &uuml;ber dieses Gespr&auml;ch in meinen Stasiakten gefunden.</p> <p>Freiewelt.net:<strong> Gysi spielte auch eine Rolle w&auml;hrend ihrer Untersuchungshaft in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Hohensch&ouml;nhausen?</strong></p> <p><strong>Lengsfeld:</strong> Als H&auml;ftling der Stasiuntersuchungshaftanstalt Hohensch&ouml;nhausen hatte ich zum zweiten Mal mit Gysi pers&ouml;nlich zu tun. Am Tag meiner erzwungenen Abschiebung in den Westen tauchte Gysi in einem G&auml;stehaus der Staatsicherheit in H&ouml;now auf, in das ich gebracht worden war. Nach der Begr&uuml;&szlig;ung ging Gysi in die K&uuml;che, Kaffee kochen, kam mit einem Tablett zur&uuml;ck und bot mir den Kaffee an. Ich fand das merkw&uuml;rdig.</p> <p>Sobald auch mein Rechtsanwalt Schnur und mein damaliger Mann erschienen waren, er&ouml;ffnete Gysi die &bdquo;Verhandlung&ldquo;. Er sei am Vormittag bei der Staatsanwaltschaft gewesen und habe erfahren, dass meine Entlassung in die DDR nicht in Frage komme. Allerdings h&auml;tte ich an diesem Tag letztmalig die M&ouml;glichkeit, mich f&uuml;r eine befristete Ausreise nach England zu entscheiden. Auf all meine Bedingungen sie eingegangen worden.<br />Zu den Bedingungen geh&ouml;rte, dass mein &auml;ltester Sohn Philipp die Wahl haben sollte, mich und seine Br&uuml;der in den Westen zu begleiten oder in der DDR auf uns zu warten. In diesem Falle m&uuml;sste er aber einen Pass bekommen, damit er uns besuchen kommen kann.</p> <p>Ich erkl&auml;rte mich einverstanden, mich unter diesen Bedingungen abschieben zu lassen.</p> <p>Ich nahm Gysi das Versprechen ab, meinem Sohn Philipp noch am gleichen Tag aufzusuchen und ihn &uuml;ber die Abschiebung seiner Mutter zu berichten. Ich wollte nicht, dass Philipp es aus den Medien erf&auml;hrt. Aber genau das war der Fall. Gysi hat sein Versprechen gebrochen und meinen Sohn nicht aufgesucht.<br />Gysi hatte &uuml;brigens kein Mandat von mir, auch keins meines damaligen Mannes. Da bleibt nur ein Auftraggeber...</p> <p>Ein ausf&uuml;hrlicher Bericht &uuml;ber diese Begegnung mit Gysi steht seit Jahren unangefochten auf meiner Homepage und in meinem Buch &bdquo;Ich wollte frei sein&ldquo;.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Gysi stieg dann zur Leitfigur der in PDS unbenannten SED auf. Wie haben Sie dies als Verfolgte des DDR-Regimes wahrgenommen?</strong></p> <p><strong>Lengsfeld:&nbsp;</strong>Gysi wurde einer gr&ouml;&szlig;eren &Ouml;ffentlichkeit bekannt, als er im Dezember 1989 auf dem letzten SED-Parteitag die Aufl&ouml;sung der Partei verhinderte. Er wurde letzter SED-Vorsitzender, sorgte f&uuml;r die Umbenennung der Partei in PDS und setzte als eine seiner ersten Amtshandlungen eine Kommission zur &bdquo;Rettung&ldquo; des Parteiverm&ouml;gens ein. Die arbeitete dann sehr erfolgreich. Allein der Gysi-Vertraute Lothar Bisky gr&uuml;ndete mindestens drei GmbHs in Westberlin und Luxemburg.</p> <p>Als wir B&uuml;rgerrechtler Gysis SED-Rettungsman&ouml;ver beobachteten, waren wir der festen &Uuml;berzeugung, dass er damit nicht durchkommt. Wir haben uns get&auml;uscht. Im Nachhinein betrachtet, war es unser gr&ouml;&szlig;ter Fehler, die Partei nicht enteignet zu haben.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Nun scheint Gysi &uuml;ber eine dem IM-Notar verliehene Ehrenm&uuml;nze zu stolpern.</strong></p> <p><strong>Lengsfeld:</strong> Gysi hat bekanntlich verschiedene Man&ouml;ver ausgef&uuml;hrt, um seine Stasimitarbeit, die vom Immunit&auml;tsausschuss des Deutschen Bundestages bereits 1998 als &bdquo;erwiesen&ldquo; festgestellt wurde, zu vertuschen. Unter anderem behauptete er, &bdquo;Notar&ldquo; sei nur eine Aktensammlung, keine Person. Nun, eine Aktensammlung kann keine M&uuml;nze entgegennehmen, kein Haus in Buckow kaufen, nicht mit Thomas Erwin, heute Thomas Klingenstein, im Trabant von Gr&uuml;nheide nach Berlin fahren, um nur zwei weitere Beispiele hinzuzuf&uuml;gen.</p> <p>Genauso wichtig ist, dass Gysi eidesstattlich versichert hat, weder &uuml;ber seine Mandanten, noch &uuml;ber &bdquo;sonst jemanden&ldquo; mit der Stasi gesprochen hat. Da l&auml;sst sich eindeutig widerlegen.</p> <p>Freiewelt.net <strong>Wird Gysi sich davon nochmal erholen?</strong></p> <p><strong>Lengsfeld:</strong> Die Staatsanwaltschaft, wenn sie sich unvoreingenommen mit der Aktenlage und den Zeugen besch&auml;ftigt, wird zu einem eindeutigen Schluss kommen.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Wir danken f&uuml;r das Interview!</strong></p>

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Redaktion (os), 01.03.2013 12:20
 

 

<p>Freiewelt.net: <strong>Ihr Verein setzt sich f&uuml;r die Rehabilitierung und Entsch&auml;digung von in der DDR politisch Verfolgten ein. Sind Sie mit dem Stand der Aufarbeitung des DDR-Unrechtsregimes zufrieden?</strong></p> <p><strong>Fuchs:</strong> Ein klares &bdquo;Nein&ldquo;. Sicher ist schon viel erreicht worden, um Opfer zu entsch&auml;digen und zu rehabilitieren. Allerdings gibt es noch sehr viel Unrecht, dass eben nicht aufgearbeitet worden ist. In unserer t&auml;glichen Vereinsarbeit erleben wir es sehr oft, dass Betroffene noch keine Opferrente oder Entsch&auml;digung erhalten haben. Viele befinden sich schon im fortgeschrittenen Lebensalter, haben nur geringen finanziellen Spielraum oder haben bereits entnervt aufgeben, ihre berechtigten Anspr&uuml;che durchzusetzen. Zumal im &ouml;ffentlichen Diskurs von interessierten Kreisen die Meinung vertreten wird, nach &uuml;ber 20 Jahren m&uuml;sse ein Schlussstrich gezogen werden. Einen solchen Schlussstrich darf es eben nicht geben. Erst wenn das letzte Opfer rehabilitiert ist und der letzte fr&uuml;here Stasi-Spitzel aus dem &ouml;ffentlichen Dienst entfernt ist, kann dar&uuml;ber diskutiert werden. Schergen der DDR-Nomenklatur sitzen fest angestellt in der &ouml;ffentlichen Verwaltung, in Rundfunkanstalten, beim BKA in Wiesbaden und sogar im Umfeld der Bundeskanzlerin. Noch sind die Stasiakten nicht komplett ausgewertet, die Rosenholzdateien weitgehend unbekannt &ndash; da gibt es noch viel Aufkl&auml;rungsbedarf. Auch die Frage, was ist aus den mehreren tausend MfS-Mitarbeitern geworden, die in der alten BRD &bdquo;t&auml;tig&ldquo; waren, ist noch nicht im Ansatz beantwortet. Schauen Sie, wie lange die Aufarbeitung der Folgen der Nazidiktatur in Anspruch genommen hat. Verfolgte der so genannten Diktatur des Proletariats in der DDR d&uuml;rfen unserer Ansicht nach keine Diktaturopfer zweiter Klasse sein.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Im Stasi-Archiv ist eine MfS-Richtlinie von 1977 aufgetaucht, die belegt: Ausreisewillige wurden zur K&uuml;ndigung gen&ouml;tigt. Welche Konsequenzen sollte die Politik aus diesem Fund ziehen?</strong></p> <p><strong>Fuchs:</strong> Die Politik sollte als Konsequenz daraus das berufliche Rehabilitierungsgesetz anpassen. Dieser Archivfund k&ouml;nnte die Initialz&uuml;ndung daf&uuml;r sein, dass nun endlich eine Beweislastumkehr f&uuml;r die Betroffenen im Gesetz verankert wird. Vor allem die ostdeutschen Landesregierungen sehen wir in der Pflicht, sich f&uuml;r eine entsprechende Bundesratsinitiative stark zu machen. Denn durch diesen Aktenfund ist jetzt klar, dass es in der DDR die Anweisung gab, politisch missliebige Personen zur K&uuml;ndigung ihrer Arbeitsstelle zu bewegen. Das best&auml;tigt unsere Vermutung, die sich seit langer Zeit durch Gespr&auml;che mit Opfern in der t&auml;glichen Vereinsarbeit heraus kristallisiert hat. Der Psychoterror muss sich bei der heutigen Rehabilitierung auswirken. Durch eine Beweislastumkehr wird es m&ouml;glich, dass politisch Verfolgte, die fr&uuml;her unter Druck ihre Arbeitsstelle selbst aufgegeben haben, rehabilitiert und entsch&auml;digt werden. Das ist wichtig besonders bei der Berechnung von Renten.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Vor allem Lehrer und andere P&auml;dagogen k&uuml;ndigten auf Druck hin und verschwiegen dabei nat&uuml;rlich den Grund ihres Ausscheidens. Dies erschwert eine Aufarbeitung. Die von Ihnen geforderte Beweislastumkehr ist jedoch aus rechtsstaatlicher Sicht problematisch. Warum halten Sie eine solche dennoch f&uuml;r n&ouml;tig?</strong></p> <p><strong>Fuchs:</strong> Bislang mussten Betroffene beweisen, dass sie zur K&uuml;ndigung gedr&auml;ngt worden sind. Das ist nicht praxistauglich gewesen, zumal es schwer zu beweisen war, dass es Druck seitens des DDR-Regimes gegeben hat, weil die Ausreisewilligen Jahre sp&auml;ter keine schriftlichen Beweise vorlegen konnten. Aufgrund des j&uuml;ngsten Aktenfundes k&ouml;nnen unsere rechtsstaatlichen Beh&ouml;rden solche Einzelschicksale besser nachvollziehen. Zum Beispiel jenes eines Betroffenen aus Sachsen, den wir k&uuml;rzlich beraten konnten: Der Mann war bis 1986 im Schuldienst im damaligen Karl-Marx-Stadt t&auml;tig. Nach der Stellung des Ausreiseantrages schlug er sich mit Gelegenheitst&auml;tigkeiten durch. Sein Antrag auf Rehabilitierung wurde bislang nicht zu seinen Gunsten beschieden, weil er seine Biografie nicht ausreichend glaubhaft machen konnte. Durch die MfS-Richtlinie wird diese aber durchaus verst&auml;ndlich. Ich sehe durch die von uns geforderte Beweislastumkehr keine rechtsstaatlichen Probleme. Im Gegenteil: der Rechtsstaat bekommt hier die Chance, entstandenes Unrecht der DDR zu befrieden und der Demokratie zu dienen, indem er f&uuml;r den gesellschaftlichen Ausgleich sorgt.</p> <p>Freiewelt.net: <strong>Mich als jungen Menschen interessiert, warum sich Ihr Verein nicht Bund der Verfolgten des SED-Regimes nennt. Endete der Stalinismus nicht mit Stalins Tod 1953?</strong></p> <p><strong>Fuchs:</strong> Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn es so einfach gewesen w&auml;re: mit dem Tod Stalins h&auml;tte augenblicklich der Stalinismus geendet. Dann h&auml;tte es Auspr&auml;gungen des Stalinismus bzw. Diktaturen wie in Nordkorea, Kambodscha und anderswo nicht gegeben. Auch nach dem Tod Stalins gab es angeordnete kultische Verehrungen von Personen bzw. Diktatoren wie Walter Ulbricht und Erich Honecker. Schauen Sie sich L&auml;nder wie Kuba und Venezuela an, dort sind in den Strukturen der kommunistischen Parteien durchaus stalinistische Elemente. Sie fragen, warum wir uns nicht &bdquo;Bund der Verfolgten des SED-Regimes&ldquo; genannt haben. Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde: Zum einen w&uuml;rde dieser Name sehr an den ideologisch gepr&auml;gten DDR-Terminus &bdquo;Verfolgte/r des Nazi-Regimes&ldquo; erinnern. Andererseits h&ouml;rt Stalinismus innerhalb einer Partei nicht damit auf, dass sich die Partei umbenennt in z. B. PDS und mit den SED-Verbrechen nichts mehr zu tun haben will. Wir betrachten Stalinismus als umfassende gro&szlig;e Gefahr auch f&uuml;r eine entwickelte Demokratie, denn die Verbrechen der DDR d&uuml;rfen sich nie wiederholen.</p> <p>Die Fragen stellte Jonas Lengsfeld</p>

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Redaktion (os), 28.02.2013 10:38
 

 
 
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