Gegengift zum Chaos: gesunder Menschenverstand

Jordan Peterson: Der intellektuelle Vordenker der Konservativen

Professor Peterson entwickelt sich zu einer intellektuellen Kultfigur für die neue konservative Bewegung in den USA und Kanada. Auch in Europa wird er immer bekannter. Sein Buch »12 Rules for Life« wurde auf Amazon zum weltweiten Bestseller. Seine Vorträge sind fast immer ausgebucht.

Foto: Screenshot YouTube
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Wenn die »political correctness« absurde Züge annimmt und jede freie Rede abschnürt, wenn Gedankengut zensiert wird und umstrittenen Rednern die Bühne entzogen wird, wenn sich immer weniger Menschen trauen, ihre Meinung frei zu äußern, weil sie Angst haben, ihren Job zu verlieren oder gesellschaftlich geächtet zu werden, dann wird auch dem letzten kritischen Denker klar, dass sich in unserer Gesellschaft etwas in die falsche Richtung entwickelt.


Dumm nur, wenn die akademische »Elite« regimetreu und dem Zeitgeist entsprechend die freie Rede abwürgt und die Rolle des »Gatekeepers« (Torwächters) übernommen hat. Dann sehnen sich kritische Menschen nach einen Vorkämpfer der Redefreiheit. In den USA und in Kanada haben sich einzelne Intellektuelle dieser Rolle angenommen. Einer von ihnen ist der kanadische Psychologie-Professor Jordan B. Peterson.


Peterson reicht den Menschen die Hand, die in der Welt nicht mehr zurecht kommen, weil die Werte und Entwicklungen in der Gesellschaft dem gesunden Menschenverstand – wie ihn noch die Großeltern zu haben schienen – widersprechen. Warum soll eine Patchwork-Familie besser sein als eine Bindung von Vater-Mutter-Kindern? Warum sollen Menschen dazu ermuntert werden, ihr Geschlecht zu ändern? Warum sollen alte Traditionen verboten werden? Warum soll man sich dem Islam gegenüber öffnen? Warum soll man seine Sprache ändern? Warum sollen Frauen nicht daheim bei ihren Kindern bleiben dürfen? Diese und viele andere Fragen lassen Menschen ratlos zurück.


Doch dann kommt jemand wie der Psychologie-Professor Jordan Peterson und zeigt wieder etwas, dass man in der heutigen Zeit so vergeblich sucht: den gesunden Menschenverstand – gepaart mit der Weisheit unserer Vorfahren. Und in diesem Gedankengut ist vieles konservativ. Und plötzlich passt Vieles wieder zusammen: die Lehren aus der Evolution des Menschen und die Erkenntnisse der Neurowissenschaft, die Erzählungen unserer Vorväter und die Lebensweisheiten alter Literatur, Märchen, Legenden, Sagen und auch alter religiöser Texte. Plötzlich ergeben Vaterrollen und Mutterrollen wieder Sinn. Für manche Leser und Zuhörer ist es, als hätten sie ihren Kompass wiedergefunden, der ihnen die Richtung zeigt.


Damit hat man ein wirksames Gegengift zur Ideologie der Generation »Mulikulti-1968-Rotgrün-Genderneutral-Kulturmarxismus-Radikalfeminismus-Männerhass-und-Selbsthass« gefunden.


Licht am Ende des Tunnels: Peterson zeigt den Weg durch die kulturmarxistische Finsternis


Was der Linguistik-Professor Noam Chomsky über viele Jahre für die Linken und Linksliberalen in Nordamerika war, ist nun der Psychologie-Professor Jordan Peterson für die konservative Gegenbewegung geworden.


Um in der von den Mainstream-Medien dominierten Meinungswelt eine abweichende Ansicht zu vertreten, braucht man Intellektuelle als Vorkämpfer, die man zitieren und auf die man sich beziehen kann. Die Linken hatten genug Vordenker. Nun rüstet die Gegenseite nach.


Mit den Mainstream-Medien hatten beide, Chomsky und Peterson, so ihre Konflikte: Die »New York Times« hatte Chomsky lange Zeit bewusst ignoriert. In den großen Fernsehstudios kam er stets nur kurz zu Wort. Oft wurde er falsch zitiert. Doch unzählige alternative Medien und Buchverlage machten ihn schließlich zur am meisten zitierten lebenden Person auf den Planeten. Aus Ärger über die Mainstream-Medien publizierte Chomsky gemeinsam mit Edward S. Herman das Buch »Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media«, indem schonungslos das System der Mainstream-Medien analysiert wird.


Auch Jordan Peterson hat von Beginn an die Mehrheit der Presse und Mainstream-Medien gegen sich. Auch er kommt kaum zu Wort und wird oft falsch zitiert. In die Kritik war er zuerst geraten, weil er sich weigerte, Transgender-Personen mit besonderen Personalpronomen anzusprechen und dies mit seinem Recht auf freie Rede begründete.


Regeln für ein gutes Leben


Professor Peterson gestaltet seine Universitäts-Vorlesungen so lebendig, dass viele von ihnen online auf YouTube zu finden sind und zahlreich geschaut und kommentiert werden. Dabei schafft er es auf angelsächsische Art, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen. Damit unterscheidet er sich von vielen deutschen Akademikern, die einfache Zusammenhänge verkompliziert darstellen und sich im Fachjargon verlieren.


Seine Vorlesungen und Bücher haben neben der Theorie immer einen Bezug auf das wirkliche Leben, wie auch die angewandte Psychologie und Psychotherapie ihren Platz im realen Leben haben und nicht auf den akademischen Elfenbeinturm beschränkt sind.


Sein aktueller Bestseller »12 Rules for Life« stellt nicht nur in zwölf Kapiteln wichtige Lebensregeln zusammen, sondern beschreibt wichtige Hintergründe und Zusammenhänge.


Die Zwölf Regeln sind übrigens sinngemäß: 1. Steh aufrecht im Leben. 2. Behandle dich selbst so wie jemanden, für den du verantwortlich bist. 3. Befreunde dich mit Menschen, die das beste für DICH wollen. 4. Vergleiche dich mit dir selbst in deiner Vergangenheit, nicht mit anderen Menschen von heute. 5. Lass nicht zu, dass deine Kinder etwas tun, dass du sie nicht mehr magst. 6. Ordne dein eigenes Haus, bevor du die Welt kritisierst. 7. Strebe nach Dingen, die Bedeutung haben. 8. Bleibe wahrhaftig oder versuche wenigstens, nicht zu lügen. 9. Gehe immer davon aus, dass dein Gesprächspartner etwas weiß, das du nicht weißt. 10. Sei präzise in deiner Sprache. 11. Störe Kinder in ihrer Entwicklung nicht, wenn sie etwas im Leben ausprobieren. Und 12. streicheln Sie eine Katze, wenn sie einer auf der Straße begegnen – als Symbol für den Umstand, wie man in Zeiten großer Not und Stresses sich auf den Moment fokussiert.


Diese Regeln sind selbst jedoch nur Titel größerer Kapitel, die umfangreichere Themen der Psyche und des sozialen Umgangs miteinander behandeln. Peterson baut in seiner Herangehensweise oft auf der Psychologie von C.G. Jung auf. Doch geht es ihm noch mehr um die Selbstreflexion des Lesers. Daher ist das Buch auch kein Werk neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Es beruht vielmehr viel mehr auf Lebensphilosophie, die auf alten Denkern, Lebensweisheiten, Lebenserfahrungen und Werken von klassischen Schriftstellern zurückgeht.


Warum füllen Petersons lebensphilosophische und psychologische Schriften eine Lücke?


Es sind vor allem Männer, die sich von Petersons Büchern und Vorlesungen angezogen fühlen. Peterson deckt Dinge auf, die die meisten Männer als Lebenserfahrungen bereits in sich tragen, aber diese nicht auszudrücken vermögen, weil ihre Weltsicht dem Zeitgeist widerspricht.


Es ist, als ob man den Lebensweisheiten alter und lebenserfahrener Großeltern zuhört, deren Weltsicht nicht mehr dem Zeitgeist unserer Gesellschaft entspricht, aber dennoch auf einem festen Grunde steht.


Viele Menschen, besonders viele Männer, haben das Gefühl, dass man in der heutige Zeit aus Rücksicht auf die »politische Korrektheit« verschiedene Dinge nicht mehr ansprechen darf. Das führt zu einer Distanz zwischen der eigenen Wahrnehmung und der gesellschaftlichen Darstellung. Viele Themen sind mit Tabus besetzt. Peterson schafft es, einige dieser Tabus wieder aufzubrechen.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl

gesunder Menschenverstand bedeutet aber auch, die Meinung eines individuum zu akzeptieren, nich zu unterdrücken,was sich ja schon in unseren Erziehungs - und Bildungsstätten wiederspiegelt. Alles im Rudeldenken und Handeln wird ein Hammelvolk ohne eigene Meinung hervorbringen, welche medial noch dazu berieselt werden..
aufwachen ihr Dichter und Denker,,,AUFWACHEN !!!

Gravatar: karlheinz gampe

Regel 12 fremde Katze rate ich ab. Als ich Kind war, kamen 2 Zeugen Jehovas zu uns und einer streichelte unsere Katze worauf diese ihn anfiel und den Streichelarm so zerkratzte, dass viel Blut floss. Ich konnte danach die Katze ohne Problem anfassen, die hatte nur etwas gegen Fremde.

Gravatar: Duffy

Regel Nr. 12: "Streicheln Sie eine Katze, wenn sie einer auf der Straße begegnen – als Symbol für den Umstand, wie man in Zeiten großer Not und Stresses sich auf den Moment fokussiert."
Meiner Meinung nach ist das Beispiel falsch gewählt, weil es tatsächlich Leute gibt, die von Katzen (und anderen Haustieren) keine Ahnung haben. Man geht ja auch nicht auf fremde Menschen zu und tätschelt ihnen so einfach den Kopf.
Folgende Weisheit ist mir in diesem Zusamnenhang lieber: "Dumme rennen, Kluge warten; der Weise geht in seinen Garten."
(Denn da gibt es immer etwas zu tun, was sinnvoll ist und das Dich ablenkt).

Gravatar: Sarah

Hey Leute, jetzt beisst euch doch nicht an der "Katze" fest.

Peterson`s Regel Nr. 12 ist nur eine Metapher, eine Allegorie!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Viele Menschen, besonders viele Männer, haben das Gefühl, dass man in der heutige Zeit aus Rücksicht auf die »politische Korrektheit« verschiedene Dinge nicht mehr ansprechen darf.“ …

Muss besonders auch verschwiegen werden, dass der Begriff „Deutschald: DAS Paradies für Kinderschänder“ - nach der uns von unserer(?) Göttin(?) aufgezwungenen Flüchtlingskrise - für Pädophile der ganzen Welt scheinbar zum Markenzeichen wurde http://www.michaelgrandt.de/deutschland-das-paradies-fuer-kinderschaender/ - wofür die SPD ebenfalls auf Kosten der Steuerzahler eine langjährige Vorarbeit lieferte??? http://www.michaelgrandt.de/staatlich-gefoerderter-sex-mit-minderjaehrigen/

Schwuren die SPD-Kranten ihrer Göttin etwa deshalb bedingungslose Gefolgschaft?
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/bedingungslose-gefolgschaft/

Wenn sich diese Merkel – als Göttin(?) – offenbar aber ´so` sicher fühlt, dass ihr die Folgen ihrer Politik längst egal sind
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/merkel-sind-die-folgen-ihrer-politik-voellig-egal/:

Ist es da nicht höchste Zeit, dass sich endlich eine Partei wie die AfD etabliert, auch wenn sie auf dem Weg dahin die Höllenkorridore einer Göttin & Co. passieren muss???

Allerdings kann ich auch hier beteuern: „Wir“ schaffen das“!!!

Gravatar: Catilina

Regel Nr. 13: Katzen sind Schweine.

Gravatar: Propheteus

@Catilina:
Schade, dass es tatsächlich in jedem Kommentarforum einen User gibt, der nicht einmal das STANDARD-Niveau erreicht - und zum Thema extrem wichtige Verbalinjurien beisteuert !

Gravatar: Martin

Irgendwie schon witzig, kurz auf den Satz das Peterson ständig falsch zitiert werden würde, ebenso ein Zitat kommt.

Der Mann hat sich nie geweigert, er hat nur das Gesetz zur Verpflichtung kritisiert weil er den Staat nicht in die Sprache eingreifen sehen möchte. In einigen Interviews sagt er auch, dass er eine Person die ihn darum bietet deren "Pronouns" zu verwenden auch so adressieren würde - ist nur noch nicht passiert.

Gravatar: Catilina

@Propheteus: quo'sque tandem....
Sie beneidenswerter Mensch scheinen Humor nicht nötig zu haben. Oder mit Shakespeare: "pißt kalt und furzt trocken".

Gravatar: Thomas Waibel

Das einzige wahre Gegengift zu den ganzen Irrlehren, die in der heutigen Welt herrschen, und zwar despotisch, ist der katholische Glaube.

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