Konzentration der Meinungsmacht

5 Großkonzerne beherrschen 90 Prozent aller US-Mainstream-Medien

Rund 90 Prozent aller großen Leitmedien und Filmstudios in den USA werden von nur 5 Medienkonzernen beherrscht. Diese sind: Comcast, Walt Disney Company, 21st Century Fox, Time Warner und National Amusement, Inc. Noch unheimlicher sind allerdings die Vernetzungen der Kapitalgesellschaften dahinter.

By Altair78 (talk). Based on a picture by Doug Waldron. [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
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Die Vielfalt ist eine Illusion. Weder im Supermarkt noch im Fernsehen können wir überblicken, wie die scheinbar unterschiedlichen Marken letztlich in den Händen weniger Wirtschafts-Konglomerate sind. Wenn Sie die Lebensmittel von Kraft und Nestlé aus den Regalen ihres Supermarktes entfernen, wird der halbe Supermarkt leer sein. Und in der Welt der Medien sieht es nicht besser aus.


In den USA beherrschen fünf Medienkonzerne die Welt der Unterhaltung und des Infotainments. Ihre Produktpalette so so vielfältig, dass die Konsumenten glauben, sie hätten eine schier endlose Auswahl.


Wenn in den Nachrichten eine bestimmte Wertung eines Ereignisses vertreten wird und diese Wertung auch in anderen Fernsehkanälen erscheint, dann entsteht der Eindruck, den gemeinsamen Nenner einer Vielfalt getroffen zu haben. Das ist eine Illusion. Die groben Richtungen der Scheinwelt, die uns die Medien vorspielen, werden von Wenigen entschieden und anschließend im großen Stil national und international umgesetzt.


Die fünf mächtigen US-Medienkonzerne, die rund 90 Prozent der US-Medienwelt beherrschen, sind folgende:


Comcast


Zu Comcast gehören u.a. NBC, NBC Universal, Universal Pictures, Focus Features, DreamWorks, Bravo, CNBC, The Weather Channel, MSNBC, NBCSN, Exquire Network und viele mehr.


Walt Disney Company


Disney ist mehr als ein Markenname für Comics und Zeichentrickfilme. Disney ist einer der mächtigsten Medien- und Filmkonzerne der Welt. Zu Disney gehören u.a. ABC Television, ESPN, Disney Channel, Walt Disney Pictures, Touchstone, Lucasfilm sowie rund 30 Rundfunkstationen und vieles mehr. Außerdem gehört zu Disney die Hearst Corporation, die ihrerseits über zahlreiche TV-Sender, Zeitungen, Magazine und Medienbeteiligungen herrscht.


21st Century Fox


Zu diesem Konzern gehören u.a. Die Fox Broadcasting Company, Fox News Channel, Fox Sports, National Geographic, FX Movie Channel, Blue Sky Studios und die Filmstudios von 21st Century Fox sowie viele Beteiligungen an anderen Medienunternehmen.


Time Warner


Zu Time Warner gehören u.a. CNN, HBO, NBA TV, Warner Bros., Turner Classiv Movies, TNT, TBS, New Line Cinema sowie viele andere Medienunternehmen und Medienbeteiligungen.


National Amusements, Inc.


National Amusements ist ein Medienkonzern, der Anteile von vielen anderen Unternehmen hält. Da zwei Gruppen besonders stark vertreten sind, werden sie auch gerne als eigene Entitäten betrachtet, so dass man häufig lesen kann, die 90 Prozent der US-Medien würden nicht von fünf, sondern von sechs Konzernen beherrscht. Diese beiden Hauptträger sind die CBS Corporation und Viacom.


Zur CBS Corp. Holding gehören u.a. CBS Television Network, CBS Sports, CBS Radion und rund 30 kleinere TV Stationen und zahlreiche Verlage.


Zur Viacom Holding gehören u.a. MTV, Nickelodeon, VH1, Logo TV, Paramount Pictures, Paramount Home Entertainment, Dreamworks SKG und viele andere Medien.


Wer besitzt diese Mediengroßkonzerne?


Zu den großen Aktionären von Comcast gehören unter anderen The Vanguard Group, Inc., Capital Research & Management Co., SSgA Funds Management, Inc., BlackRock Fund Advisors, ClearBridge Investments LLC, Wellington Management Co. LLP, Fidelity Management & Research Co., Dodge & Cox, TCI Fund Management Ltd. und T. Rowe Price Associates, Inc.


Die großen Aktionäre der Walt Disney Company sind unter anderen The Vanguard Group, Inc., SSgA Funds Management, Inc., Powell Laurene Jobs Trust, BlackRock Fund Advisors, State Farm Investment Management Corp., Fidelity Management & Research Co., Goldman Sachs & Co. (Private Banking), Massachusetts Financial Services Co., Northern Trust Investments, Inc. und Norges Bank Investment Management.


Zu den Hauptaktionären von 21st Century Fox gehören unter anderen Capital Research & Management Co. (Global Investors), Dodge & Cox, Capital Research & Management Co. (World Investors), The Vanguard Group, Inc., SSgA Funds Management, Inc., BlackRock Fund Advisors, Yacktman Asset Management LP, Wellington Management Co. LLP, Barrow, Hanley, Mewhinney & Strauss LLC und Independent Franchise Partners LLP.


Die wichtigsten Aktionäre von Time Warner sind unter anderen The Vanguard Group, Inc., Dodge & Cox, SSgA Funds Management, Inc., BlackRock Fund Advisors, Massachusetts Financial Services Co., Capital Research & Management Co. (World Investors), Franklin Mutual Advisers LLC, Capital Research & Management Co. (Global Investors), Fidelity Management & Research Co. und Credit Suisse Securities (USA) LLC (Broker).


Nun können Sie das Spiel machen und Kreuzverbindungen suchen. Man kann sich vorstellen, wie die Medienwelt tanzt, wenn zum Beispiel BlackRock, The Vanguardgroup oder SsgA Funds Management den Takt und Rhythmus der Unterhaltung und Berichterstattung vorgeben. Von Vielfalt kann keine Rede sein.


Natürlich gibt es auch Einzelpersonen, die besonders viele Aktienanteile besitzen, wie beispielsweise Sumner Redstone, der 79,8 Prozent der Viacom-Aktien hält. Solche Medien-Tycoons haben viel Macht, wie international auch Rupert Murdoch, der die Medienwelt durch seine News Corporation beherrscht, zu der wiederum 21st Century Fox gehört (siehe oben).


Medienmacht in Deutschland


Der mit Abstand mächtigste Medienkonzern in Deutschland ist Bertelsmann mit einen Umsatz von mehr als 16 Milliarden Euro im Jahr 2016. Bertelsmann trägt rund 75 Prozent der Aktien der RTL-Mediengruppe.


Gefolgt wird Bertelsmann von der ARD. Dann kommen Axel Springer SE, ProSiebenSat.1 SE, Bauer Media Group, Hubert Burda Media, ZDF, Holzbrinck Verlagsgruppe, Funke Mediengruppe und Verlagsgruppe Weltbild.


Diese Konzerne kontrollieren den größten Teil der deutschen Medien inklusive der meisten Fernsehsender, Zeitungen, Magazine und Rundfunkstationen.


Quizfrage zum Schluss


Wenn die großen Finanzinstitute und Großkonzerne, die die Aktien der Medienwelt kontrollieren, Interessen an Eurobonds (gemeinschaftliche Schulden der EU-Länder) haben, welcher Fernsehsender, welche Zeitung, welcher Radiosender wird dann kritisch über Eurobonds berichten? Und wenn ein Präsidenten-Kandidat wie Emmanuel Macron sich für Eurobonds stark macht, welche Medien werden ihn frenetisch fördern und feiern und welche werden ihn kritisch beschreiben? Schade, dass viele Franzosen dieses Spiel nicht durchschaut haben.


Die einzige Chance, die Meinungsmacht der Medien- und Meinungsmonopole zu durchbrechen, sind die alternativen Medien im Internet.


Doch Großkonzerne wie Google (zu dem auch YouTube gehört) werden sich bemühen, auch hier der zivilgesellschaftlichen Gegenmeinungsmacht einen Strich durch die Rechnung zu machen.


Google gehört zur Mutter-Holding „Alphabet“. Die wichtigsten Aktionäre sind: The Vanguard Group, Inc., Fidelity Management & Research Co., BlackRock Fund Advisors, SSgA Funds Management, Inc., T. Rowe Price Associates, Inc., Wellington Management Co. LLP, Capital Research & Management Co. (World Investors), Northern Trust Investments, Inc., Capital Research & Management Co. (Global Investors) und Geode Capital Management LLC.


Damit hat sich der Kreis geschlossen. Nur die Aufklärung über diese Zusammenhänge kann helfen, die Bevölkerung aus der Beeinflussung der medialen Meinungsmacht zu befreien. Solange die Mehrheit der Bürger unkritisch die Medienwelt konsumiert, wird sich nur wenig verändern.


Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerhard Berger

Wie wäre es denn, die Konzentrationsprozesse in der bundesdeutschen Medienlandschaft der letzten 30 Jahre (eine Generation) aufzuzeigen?

Vor allem, wieviele, durchaus kritische Blätter in dieser Zeit vom Markt verschwunden sind.

Dem Ergebnis dieser Recherche sind die Bundesbürger tagtäglich ausgesetzt.

Gravatar: Müller Milch

Die Aktionäre der großen Medien sind auch die Aktionäre der großen Konzerne, die über diese Medien Werbung machen. Wenn die einmal etwas beschlossen haben, wird Max Mustermann nichts dagegen ausrichten können. Das ist dann wie eine Lawine, die auf uns zurollt.

Gravatar: Gerhard Berger

@HDM:
Danke für den Link.

Ich meinte etwas anderes.

In den letzten 30 Jahren hat ein enormer Konzentrationsprozeß im Bereich der Massenmedien, insbesondere der Printmedien, in D stattgefunden.

Dabei sind z.B. viele regionale Tageszeitungenn verschwunden, die ihre Nische in "nicht so ganz politisch korrekter Berichterstattung" gefunden hatten.

Die Überlebenden dieses Gemetzels befinden sich seither in der Hand weniger Eigentümer und sind politisch auf Kurs gebrachte, eindimensionale Berichterstatter.

Dieser schleichende Prozeß ist dem Grunde nach symptomatisch für weitere Bereiche.

Gravatar: Ein unbequemer Geist

Wer die Medien kontrolliert, der bestimmt auch ihre Schwerpunkte und damit ganz wesentlich die öffentliche Meinung.
Diese königsmachende Macht sollte natürlich nicht in der Hand nur weniger Menschen sein, da die Verführung stets groß sein wird, diese Macht zu missbrauchen.

Für den einzelnen Bürger war es immer schon besser gewesen, seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen und zwischen den Zeilen lesen zu können.

Je raffinierter und ausgefeilter die Manipulationsmethoden werden, um so kostbarer wird auch das Wissen um die wahren Zusammenhänge.

Wir leben in einer Zeit, in der nun die konservativen Informationswege an ihre Grenzen stoßen, zum Leidwesen der Herrschenden und das Internet ganz andere, meist sogar wesentlich kostengünstigere Informationswege ermöglicht.
Diese Gefahr soll nun durch umfassende Zensur wider unter die gewünschte Kontrolle gebracht werden.
Doch auch hier gibt es Schlupflöcher, ob es nun das Darknet ist oder die Art und Weise wie Botschaften künftig übermittelt werden, der mündige und aufmersame Bürger wird stets einen Weg finden, der Zensur ein Schnäppchen zu schlagen.
Die Einrichtung des Internets lässt sich nicht wieder zurückstellen und zeigt uns die Ohnmacht und zunehmende geistige Verwirrung der nach totalitärer Macht strebenden Herrschenden.

Dieses menschenverachtende Verhalten gibt es, dieses ist die eigentlich neue Erkenntnis hierbei, eben nicht nur in Diktaturen, sondern offenbar auch in so genannten Demokratien und "freien" Gesellschaften, in denen die Informations- und Meinungsfreiheit angeblich garantiert werden.

Gerade hier müssen nun immer mehr Menschen schmerzhaft feststellen, dass es eben nicht so weit her ist mit der Informations- und Meinungsfreiheit und wir eigentlich schon immer irgendwie getäuscht wurden.

Die eigentliche Ursache dieses Problems liegt in dem Mangel der indirekten Demokratien, in denen die Parteien eine zu große Machtfülle genießen und sich daher geradezu zwangsläufig oligarchische Strukturen bilden.

Abhilfe schafft hierbei nur eine stärkere Einbeziehung des Bürgers in die Entscheidungsprozesse und eine bessere Kontrolle der Parteien durch eine direktere Demokratie, in Form von Volksentscheiden.

Nur so lässt sich unsere freie Gesellschaft noch retten und ein Rückfall in längst überwunden geglaubte totalitäre gesellschaftliche Zustände vermeiden.

Wir erleben gerade in Deutschland ein Ringen um diese Freiheit zwischen den etablierten Parteien und einer alternativen Gegenbewegung u.a. mit der Partei der AfD und anderen Organisationen, die uns diese Freiheit zurückgeben wollen.
Das übereifrige Bestreben der etablierten Parteien, dass immer mehr an eine hysterische Verzweiflungstat erinnert, nach einer immer tiefer greifenden Zensur der nichtkonventionellen Informationswege, lassen deutlich werden, um was für einen Kampf es hierbei tatsächlich geht.
Diese Zensoren, u.a. in der Gestalt eines Bundesjustizministers Maas (SPD), geben gerne vor, "Verteidiger" der Freiheit und Demokratie zu sein.

Tatsächlich bedrohen sie aber mehr denn je, durch ihre gefährlichen politischen Ambitionen, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Es geht dabei, unter den seltsamsten Vorwänden, stets um die Unterbindung der Kommunikation in den sozialen Netzwerken, insbesondere des Austausches von regierungskritischen Meinungen und Informationen.

Maas (SPD) und Co. fürchten also die entlarvende Wahrheit über ihre linksideologische Gesinnungspolitik,
die auch nicht vor den Grundfesten unserer Gesellschaft halt machen, unserem Rechtsstaat.

Das Sichtbarmachen seines unseriösen Handelns, geht ihm dabei besonders gegen den Strich und stört offenbar seine Eitelkeiten.

Gravatar: Karl Brenner

Wie das funktioniert hat Rainer Mausfeld (eigentlich ein Linker) in seinem umwerfenden Video auf youtube dargestellt

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