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Plenum der Ökonomen zur Energiepolitik

Beim von Bernd Lucke gegründeten Plenum der Ökonomen gab es eine “Neue Debatte zur Energiepolitik”, konkret zu der Frage “Ist ein Nebeneinander des Europäischen Emissionshandels und der Förderung erneuerbarer Energien sinnvoll? Der erarbeitete Abstimmungstext dazu gibt eine im Wesentlichen negative Antwort. Die Subventionierung bestimmter Formen der Energieerzeugung führt zu keiner zusätzlichen Emissionsreduktion über den Emissionshandel hinaus und ist nicht sinnvoll. Anders kann es sich bei der Forschungsförderung hinsichtlich regenerativer Energien oder auch besserer Speichertechnologien verhalten.

Nun will ich kein Spoiler sein und den ganzen Beschlusstext vorab als erster veröffentlichen. Doch mit dem letzten Satz habe ich Probleme, weshalb ich hier zu Diskussion stellen möchte, ob ich bis Freitag besser zustimmen oder mich enthalten soll. Es wird erst richtig darauf hingewiesen, dass nur ein kleiner Teil (8 %) des weltweiten Kohlendioxidausstoßes vom europäischen Emissionshandel erfasst wird. Doch die Folgerung daraus finde ich zu stark: “Insofern führt an weltweiten Vereinbarungen zur Reduktion des CO2 Ausstoßes kein Weg vorbei.” Das ist von vielen weiteren Voraussetzungen abhängig, die ich als Ökonom zu großen Teilen nicht beurteilen kann. Ökonomisch beurteilen kann ich jedoch, dass es sich hier gegebenenfalls um ein gigantisches globales Kollektivgutproblem handelt, für welches momentan keine Lösung absehbar ist. Wir vergeuden also allein in Deutschland eine Billionen Euro oder mehr für das EEG und andere energiepolitische Maßnahmen, die für die Umwelt und das Weltklima überhaupt nichts bringen.

Beitrag erschien zuerst auf: alexanderdilger.wordpress.com

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