Wo bleibt der Protest?
1 Kommentare | Posted 26.02.2013 12:26
Das Geld sei hinausgeworfen, sei eine bloße Subventionierung des Trauscheins, ein Anachronismus aus den Fünfzigerjahren etc. Vergessen die Absicht, die hinter der steuerlichen Erleichterung steht, nämlich, dass in Not geratene Partner füreinander einstehen, ohne dem Sozialstaat zur Last zu fallen. Das hat bis zum heutigen Tag zwar funktioniert, passt aber nicht mehr in das ideologische Konzept unserer grün-rot-linken Opposition.
Daher verwundert es, dass nun genau dieses „antiquierte Relikt Ehegattensplitting“ homosexuellen Paaren gewährt werden soll, und niemand nimmt daran Anstoß. Kein grün-rot-linker Proteststurm bricht los, wenn jetzt zusätzlich auch noch gleichgeschlechtliche Paare nach dem Ehegattensplitting rufen. Keine wüsten Beschimpfungen, kein Aufschrei, kein Geifer vor dem Mund! Nein, es herrscht Ruhe im Karton, gespenstische Ruhe, ja sogar Grabesstille! Selbst die CDU will sich wahlkämpfend nun von ihrer letzten Bastion verabschieden, die Ehe als nachwuchsbereite Gesellschaftsform gegenüber nachwuchslosen Paarbeziehungen besser zu stellen.
Riecht es hier nicht stark nach Gesellschaftsveränderung?
Wir meinen: Keiner will, dass homosexuelle Paare diskriminiert werden. Aber warum soll ausgerechnet Ehen der Steuervorteil gestrichen, eingetragenen Lebensgemeinschaften dieser aber mit Handkuss gewährt werden? Gleiches Recht für alle? Dann aber bitte auch gleicher Protest für alle!
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Wendehals Steinbrück
1 Kommentare | Posted 18.02.2013 12:53
Ein Kanzlerkandidat, der ein Interview verweigert, weil er damit selber als Wendehals dastünde, spricht Bände. Da kann einer seelenruhig auf den Wendehals Seehofer draufhauen und verdrängen, dass er als ehem. Finanzminister noch das Ehegattensplitting retten wollte, weil diese Maßnahme genau uns Eltern mit mehr als 2 Kindern besonders hart träfe. Und sie trifft uns tatsächlich besonders hart.
Alles vergessen, Herr Steinbrück?
Da können Sie noch so flotte Wahlkampfsprüche absondern von wegen “schwachsinnigem Betreuungsgeld” und “ineffektivem Lastenausgleich”. Wir Eltern haben von unserem Auskommen eine völlig andere Wahrnehmung als die SPD. Nur, wir Eltern werden ja nie gefragt. Die Bonzen haben das Wort!
Glauben Sie wirklich, Pluspunkte zu sammeln, wenn Sie Ihre sozialistische Ideologie höher schätzen als uns Eltern und unsere Kinder? Oder machen Sie bewusst Politik für ein kinderloses Wählerklientel? Ein Mann, der Kanzler werden will, und auf uns Familien wild drauf los haut, ohne unsere prekäre Situation nur im geringsten zu realisieren, der hat verspielt!
Endgültig! Mit freundlichem Gruß Bärbel Fischer info@familiengerechtigkeit-rv.de http://forum-familiengerechtigkeit.de
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Die nachwachsende Generation ist kein Betrieb!
0 Kommentare | Posted 07.02.2013 17:55
Dass Ökonomen einen Betrieb nach Kosten-Nutzen-Faktoren bewerten, ist auch völlig klar. Sie werden keine humanen Kategorien anlegen. Die Frage ist nur, ob Familienpolitik überhaupt nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben bewertet werden d a r f . Wirtschaftlichkeit verlangt unmittelbaren Gewinn. Das fordern die Aktionäre. Familienpolitische Investitionen können aber nur langfristigen Erfolg haben. Sie rentieren sich erst nach 25 Jahren. Kein Aktionär will so lange warten.
Das heißt aber bei Weitem nicht, dass sich die milliardenschweren, seit U.v.d. Leyen installierten Subventionen Elterngeld, Krippenausbau, Ganztagsbetreuung für die G e s e l l s c h a f t ”rentieren”. Nein, sie sollen sich rasch-rasch für die W i r t s c h a f t auszahlen. Kinder werden als Störfaktoren für den Vollerwerb von Müttern hurtig wegorganisiert. Da spielen gesellschaftliche Forderungen: Mehr Zeit für Familie! doch keine Rolle. Niemand versteht, warum nur der Steuerzahler zur Gänze den Krippenausbau und die Betreuungskosten stemmen muss, während die Wirtschaft, die ja kassiert, dafür keinen Cent locker macht. Dieser Negativposten müsste in einer seriösen Bewertung doch zuallererst bemängelt werden! Der Wirtschaft geht es auch gar nicht um die Steigerung der Geburtenrate oder um eine stabile junge Generation, denn sie will Cash sehen, heute! Auch die Politik erwartet schnellen Erfolg. Wenn sie schon so tief in die Tasche greift, dann müssen auch 9 Monate später bitteschön 100 000 zusätzliche Babys auf dem Tisch liegen! Schöner Traum im Eimer!
Das Finanzministerium hat aber 2009 b e w u s s t ein Wirtschaftsunternehmen beauftragt, um Sparpotentiale zu erkunden. Es ging und geht der Politik niemals um Familiengerechtigkeit. Sonst hätte sie sich zuerst unsere verkorksten Sozialgesetze vornehmen müssen, die an der Verarmung von Kindern und Familien die Hauptschuld tragen. Ohne gerechte Strukturen wird der Niedergang unserer Gesellschaft nicht aufzuhalten sein.
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Geil oder vernebelt?
3 Kommentare | Posted 01.02.2013 11:21
Mit Witz und Esprit entlarvten Frau Kelle, Herr Schneyder und Herr Schröder die unehrliche Argumentation derer, denen die Causa Brüderle wie gerufen kam. Der Bürger (und natürlich die Bürgerin!) gewinnt nämlich den Eindruck, dass hier feministische Kräfte am Werk sind, die nur darauf gewartet haben, die geschmacklose Äußerung eines alternden Mannes zu instrumentalisieren. Frau Himmelreich soll ja sogar ein ganzes Jahr auf der Lauer gelegen haben, damit der STERN zum günstigsten Zeitpunkt der FDP den Gnadenstoß verpassen kann. Ob diese Rechnung aufgeht? Der Wähler durchschaut nämlich allmählich die trickreiche Absicht.
Dabei muss klar sein, dass Nötigung in jeglicher Form als ganz fieses Machtinstrument an den Pranger gehört. Leider jedoch überlagert und verdeckt die Sexismusdebatte eine ganz andere Auseinandersetzung:
Mich setzt nämlich in Erstaunen, dass dieser nächtliche Vorfall an der Berliner Bar nicht zum Impuls für eine Debatte um den Alkoholpegel unserer Politiker geworden ist, was doch viel naheliegender gewesen wäre! Wenn ein Spitzenpolitiker, seine Zunge nicht mehr unter Kontrolle hat, selbst wenn es um Sein oder Nichtsein der FDP geht, und er die Grenzen des Anstands überschreitet, so begreift der Wähler endlich, welchem Personal er sein Geschick in die Hände gelegt hat. Dann wundert er sich nicht mehr über eine schwachsinnige Debatte ums Betreuungsgeld, und er kapiert auch, warum Koalitionsvereinbarungen, z. B. zu den familienfeindlichen Mehrwertsteuersätzen, einfach vergessen werden - verschwunden im Alkoholdunst! Die mehr oder weniger angesäuselten Parlamentarier aller Couleur lallen vor sich hin, und die Journalisten plappern kritiklos nach, was sie am Abend zuvor unter Verbrüderung rülpsend begossen haben. So erklärt sich ganz offensichtlich die traute Einigkeit zwischen Politik und Medien.
Der so genannte AUFSCHREI hat viel mehr entlarvt als nur den Mangel an Anstand und Respekt voreinander. Er hat dem Wähler endlich vor Augen geführt, wie der politische und mediale Mainstream zustande kommt, und warum der nüchterne Bürger sich über das politische Handeln oder Nichthandeln fortwährend die Augen reibt und Kopfschütteln zum Volkssport geworden ist.
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Abgeschmettert!
1 Kommentare | Posted 22.01.2013 21:25
Ein eindeutiger Vertragsbruch – auf Kosten der Familien!
Der engagierte CDU-Kommunalpolitiker Eugen Abler aus Bodnegg, Kreis Ravensburg, hatte über das katholische Sozialwerk KOLPING 10 000 Unterschriften zugunsten einer Reform der Verbrauchssteuersätze gesammelt und der Bundesregierung übergeben. Die Unterzeichner empfinden es als einen Skandal, dass für Hunde-und Katzenfutter, Rennpferde, Hotelübernachtungen, Schnittblumen, Pornoheftchen, Trüffel, Wachteleier, Krebsfleisch etc. schlappe 7 Prozent Mwst anfallen, beim Erwerb von Gütern des täglichen Bedarfs wie Windeln, Kindernahrung, Medikamente, Kindersitze …. aber volle 19 Prozent.
Noch 2009 versicherte der Parlamentarische Staatssekretär im B-Finanzministerium Hartmut Koschyk bei der Übergabe der Unterschriften: „Die Förderung der Familien ist eines der wichtigsten Anliegen der neuen Bundesregierung.“ Mit der Steuerermäßigung auf rund 50 Einzelposten verzichtet der Finanzminister jährlich auf 20 Milliarden Euro. Auch der Bundesrechnungshof prangert diese Schieflage an und fordert Klarheit, Nachvollziehbarkeit und Steuergerechtigkeit. Doch davon lässt sich unsere Bundesregierung nicht beeindrucken, weil sich offenbar (?) dafür im Parlament keine Mehrheit erzielen lasse. Also: Ad acta – wisch und weg!
Bitter enttäuscht bedauert Eugen Abler die Ablehnung und vermutet, dass Hund-und Katzenliebhaber, ( Pornokonsumenten und Gourmets ) die mächtigere Lobby haben als die Familien. Diese Entscheidung sei ein weiterer Beitrag zur Politikverdrossenheit der Bürger.
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