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26.05.2013
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     Bärbel Fischer
Email:   info@familiengerechtigkeit-rv.de
Blog:  http://www.familiengerechtigkeit-rv.de/

Bärbel Fischer (70) verheiratet, vier Kinder, zehn Enkel. 44 Jahre im Schuldienst, davon 27 Jahre an einer Heimsonderschule für Erziehungshilfe. Schwerpunkte: Familienpolitik, Ökologie, Ökumene. Stellvertretende Vorsitzende im ÖDP-Kreisverband Württembergisches Allgäu, geschäftsführende Mitarbeiterin der Elterninitiative für Familiengerechtigkeit im Landkreis Ravensburg.

 
RSS Blogeinträge von Bärbel Fischer

 
Was ELTERN wünschen
4  Kommentare | Posted 10.04.2013 12:26

Zwischen den von FORSA ermittelten Wünschen der Familien nach Ehegattensplitting, dreijähriger Familienpause, kostenloser Mitversicherung der Ehepartner, einem nicht verpflichtenden Angebot an Ganztagsschulen und mehr Förderung benachteiligter Kinder und dem Parteiprogramm der Grünen klafft nämlich eine kaum überbrückbare Diskrepanz. Denn nach der Grünen (und roten) Agenda soll nämlich zielgenau das abgeschafft werden, was Eltern sich mehrheitlich wünschen. Beim künftigen Splitting sollen zwar die Kinder berücksichtigt werden, nicht aber die Ehepartner. Die sollen dann ihre Steuern selbst in voller Höhe bezahlen, also trotz Kindern durchgehend erwerbstätig sein. (Anm.: Gegen ein Ehegattensplitting bei Homopaaren hatten die Grünen bisher allerdings nichts einzuwenden). Das Gleiche gilt für die grundgesetzlich verankerte  beitragsfreie Mitversicherung der Mütter in der Krankenkasse - für die Grünen ein „Fehlanreiz“, weil viele Mütter ärgerlicherweise noch immer dazu neigen, ihre Kinder selbst versorgen zu wollen. Unisono mit der Wirtschaft raten die Grünen zur Kürzung der „Familienpause“ auf längstens ein Jahr. Ganztagsbetreuung vom Baby bis in die Pubertät soll unter der wohlklingenden Verheißung „Bildung und Chancengleichheit“ verpflichtend werden, damit die Kinder auch wirklich langjährig und ganztägig „gut“ aufgehoben sind.

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Durchschnittsrente für Mütter erst mit 15 Kindern
2  Kommentare | Posted 10.04.2013 10:19

Man weiß um das große Risiko jener Mütter, die die erwerbsmäßige Berufstätigkeit wegen der Kinderbetreuung unterbrochen haben, im Alter auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.

Diese Mütter waren aber nicht untätig oder arbeitslos oder faul, sondern sie waren nur nicht ”mit Gehalt und Rentenbeiträgen am Bruttosozialprodukt beteiligt”. Sie haben zwar in hohem Maße zur Wertschöpfung für die Gesellschaft beigetragen. Sie haben 2,3,4 Kinder geboren und meist bestens erzogen, oft alle mit Hochschulabschluß oder guter Berufsausbildung, Einfühlungsvermögen, Sozialkompetenz (Geschwister-Erfahrung), Teamgeist, Schlichter-Qualitäten, Selbstbewußtsein). Das wird bis heute in der Gesellschaft nicht anerkannt oder gar bei der Rente berücksichtigt, nur jüngere Mütter, die ab 1.1.1992 Kinder bekommen haben, werden bessergestellt…

Heute bekommen die Frauen …wenn überhaupt  …nur noch ein Kind. Oder kein Kind in Baden-Württemberg! Dann ist die Kinderpause kurz und sie bekommen  gutes Gehalt (sogar in der Babypause) und später eine gute Rente. Die meiste Rente zahlen meine Kinder ein!

Rechnet man sich mal durch, wie die wenigen Kinder in Deutschland nun für diese Unmenge von Kinder-Freien Rente einzahlen müssen, kommt folgendes raus:
Auch mit drei Anerkennungsjahren pro Kind muss eine Mutter noch 15 Kinder aufziehen, um auf eine normale Durchschnittsrente zu kommen. Die 15 zahlen normalerweise weit mehr ein, aber der “Rest” ist für die Kinderfreien, deren Renten meist über dem Durchschnitt liegen, eben weil sie ohne Unterbrechung erwerbstätig waren, während andere mit viel Einsatz und Freude die Renteneinzahler großzogen. Die C-Frauen sollten sich mal nicht so aufblasen, wenn es doch nur darum geht, die Ungerechtigkeit um ein Jota zu bereinigen. Ein Rentenpunkt wären 28 € mehr nach 65 Lebensjahren einer Mama. Auch kein großes Plus, oder? Nun fordert die Frauen-Union laut Presse insgesamt drei  Entgeltpunkte – was eine Wert-Anerkennung der Erziehungsarbeit wäre. Aber Erziehen gilt eben immer  noch nicht als Arbeit. Erst wenn diese Arbeit eine staatliche Erziehungsperson oder Kita übernimmt. Dann ist das auf einmal anerkannte Arbeit und keine Couch-Potato-Angelegenheit. Und es spricht aus dem Leserbrief kein Neid, sondern es ist eine objektive Rechnung. Ich wünsche jedem Paar Kinder, ich bedauere die “ohne” sehr.

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Unser Beitrag!
4  Kommentare | Posted 19.03.2013 21:14

Nach dieser Logik haben Mütter demnach keinen Beitrag dafür geleistet, dass Reserven in der Rentenkasse angesammelt werden konnten!  Allein an dem Wort „Beitrag“ zeigt sich die Absurdität unseres Systems, das ausschließlich finanzielle Abgaben aus Erwerbsarbeit als Beitrag gelten lässt, Familienarbeit und Kindererziehung samt deren immensen Kosten jedoch nicht anerkennt. Hätten wir Mütter damals auf Kinder verzichtet, dann gäbe es  heute weder eine gefüllte Kasse, noch Rücklagen. Mit anderen Worten: Gerade uns Müttern ist es zu danken, dass wir durch unseren selbstlosen Dienst am Nachwuchs die Zahlung von Renten heute überhaupt erst möglich machen. Umso gnadenloser würgt unsere Regierung die berechtigten Ansprüche von uns Frauen ab, die wir, wegen unserer Kinder auf Erwerbseinkommen verzichteten. Wie lange wollen wir Mütter uns diese abgrund tiefe Missachtung noch gefallen lassen?

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Aus Kindern Kapital schlagen
9  Kommentare | Posted 15.03.2013 15:57

Das rechnet sich für das DRK, und nur darauf kommt es an! Aus Kindern Kapital schlagen. Da spielen doch Werte wie Elternliebe, Verlässlichkeit, Bindung gar keine Rolle mehr. Weg mit den Kindern! Sie taugen für die Herren Hundt, Driftmann und Seiters  lediglich als künftige Beitragszahler für die Rentenkasse und evtl. noch als Wasch-und Fütterungspersonal für greise Präsidenten.

Was für das Rote Kreuz Gewinne durch Betreuung verspricht, ist für die Kanzlerin der Anspruch auf einen Vollerwerbsplatz für Mütter. „Familie und Beruf in Einklang bringen“ heißt die Devise – eine schöne Umschreibung für das, was sich nicht in Einklang bringen lässt, solange Mütter sich nicht zweiteilen können. Für die kinderlose Angela Merkel ist das Großziehen von Kindern offenbar ein Hobby. Sie vergisst, dass Kinder jenseits von drei Jahren auch noch Anspruch auf elterliche Fürsorge und Präsenz haben. Die Parole lautet: Kinder weg organisieren und Vollzeit in den Betrieb.

„Wer sind Sie?“ fragen die Kinder, wenn sie abends eingesammelt werden, ihre Eltern, oder: „Sie kommen mir irgendwie bekannt vor!“

Spaß beiseite!

Dass Müttern von mehreren Kindern während der Familienphase eine berufliche Teilzeitarbeit nebenher gar nicht möglich ist, das wird unterschlagen. Und wenn diese Mütter nach Jahren dann eine Teilzeitstelle suchen, weil sie tagsüber nicht ganz aus dem Blickfeld ihrer Kinder verschwinden wollen, dann gibt es nur noch  Vollzeitstellen! Bravo!

Aber der wahlkampfgerecht inszenierte Familiengipfel hat doch immerhin ein Ergebnis erzielt: man will mehr für berufstätige Eltern tun. Nein, nicht für  a l l e   Eltern will man mehr tun, sondern nur für die, die pro Kind und Jahr sowieso schon mehr als 14 000 € staatlichen Krippenzuschuss bekommen.

Nachwort

Herr Seiters, Ihre verletzende Erklärung  sagt uns Profi-Eltern: keinen roten Heller mehr in Ihre Sammelbüchsen oder auf DRK- Konten!

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Familienfracking
10  Kommentare | Posted 11.03.2013 15:42

Um den begehrten Rohstoff  zu fördern, muss dieser erst mit großem Aufwand aus den Schieferschichten herausgelöst werden, in die er tief unter der Erde eingebunden ist. Dazu wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in das Gestein gepresst. Im Schiefer bilden sich Risse, das Gas kann entweichen. Die Fördermethode heißt „Fracking“. Die Geologen gieren nach fossiler Energie, die sich in bares Geld verwandelt, wird man ihrer erst einmal habhaft. Am Ende winkt der Profit. Doch um welchen Preis? In den USA, wo diese Methode zur Gasförderung bereits gängig ist, wächst der Widerstand gegen die Schiefergasförderung. Bewohner klagen über verseuchtes Wasser und verpestete Luft. Die Konzerne weisen jedoch alle Vorwürfe zurück.

Umweltverbände in Deutschland wehren sich gegen das Fracking mit der Befürchtung, dass unser Grundwasser verseucht und verschmutzt, also ungenießbar würde. Es geht also um den Verlust von Lebensgrundlagen.

Gibt es ein anschaulicheres Gleichnis als das Fracking für die Ausbeutung der Familie?

„Familienfracking“!

Mit hohem Druck wirken Politik, Wirtschaft und Medien auf junge Eltern ein. Gierig nach der Schaffenskraft, den Steuern und Abgaben junger Leute, und gierig auf künftige Beitragszahler pressen sie aus den Familien alle Ressourcen, deren sie habhaft werden können. Eltern sollen sich nicht mehr ihren Kindern widmen, sondern dem Betrieb. Gemeinsame Zeit wird auf ein Minimum reduziert. Die Kinder werden institutionell noch betreut, aber nicht mehr geliebt. Zeitdruck, Stress, Burnout. Die Familien bekommen Risse, durch die ihre Energie entweicht zum Wohl derer, die davon Milliardenbeträge profitieren. Am Ende bleiben die Familien und mit ihnen die Gesellschaft ausgeblutet, völlig erschöpft und entleert zurück, ohne Fundament, ohne Stabilität, ohne Kreativität, ohne Genialität, ohne Freude. Die Profiteure kümmert das jedoch nicht. Sie ziehen weiter.

Familienverbände versuchen dem gierigen Treiben Einhalt zu gebieten. Sie fürchten um das Wohl der Kinder und ihrer Eltern, sie fürchten um das Wohl des Landes und die Lebensqualität seiner Bewohner, sie befürchten das Verschwinden kultureller Werte und den  Exitus jeglicher Individualität.

Allerdings stellen wir fest, dass solches Fracking nicht nur zur Gasgewinnung oder zum Auspressen humanen Potentials angewandt wird, sondern ebenso in der Fleischgewinnung, im Agrarbereich wie  gleichermaßen im Gesundheitswesen. Vor nichts und niemandem macht das Fracking halt. Vermutlich werden die ersten Dekaden des 3. Jahrtausends als “Fracking-Ära” in die Geschichte eingehen.

Sind wir der Ausbeutung machtlos ausgeliefert, oder haben wir noch die Kraft, dem gierigen Treiben Einhalt zu gebieten?

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Im Fokus

Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muß man erst richtig anfangen!" - Konrad Adenauer

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