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18.05.2013
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     Bärbel Fischer
Email:   info@familiengerechtigkeit-rv.de
Blog:  http://www.familiengerechtigkeit-rv.de/

Bärbel Fischer (70) verheiratet, vier Kinder, zehn Enkel. 44 Jahre im Schuldienst, davon 27 Jahre an einer Heimsonderschule für Erziehungshilfe. Schwerpunkte: Familienpolitik, Ökologie, Ökumene. Stellvertretende Vorsitzende im ÖDP-Kreisverband Württembergisches Allgäu, geschäftsführende Mitarbeiterin der Elterninitiative für Familiengerechtigkeit im Landkreis Ravensburg.

 
RSS Blogeinträge von Bärbel Fischer

 
Klartext Haderthauer:
1  Kommentare | Posted 06.05.2013 10:37

Wirtschaftswissenschaftler vom Münchner ifo-Institut hatten in einer Analyse festgestellt, ein höheres Kindergeld führte dazu, dass Mütter ihre Lohnarbeit reduzierten. Bei einer attraktiven öffentlich geförderten Kinderbetreuung blieben die Mütter dagegen eher im Job. Unterm Strich ginge es Familien deshalb finanziell nicht besser, trotz höherem Kindergeld.

Die Ministerin sprach, gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Donnerstag-Ausgabe), von einer “zynischen und kalten wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise”, die faktisch zur Empfehlung führe, “Familien auszuhungern, damit dann allein aus wirtschaftlichem Druck beide Eltern Vollzeit arbeiten müssen”. Kinder seien für ihre Eltern aber “mehr als ein wegzuorganisierender Störfaktor”, sagte die Politikerin. Und Kinder hätten ihre eigenen Bedürfnisse und Rechte, “darunter auch das Recht auf Zuwendung und Zeit durch ihre Eltern”. Kinderbetreuung sei “wichtig, aber nicht alles”, Kinder kosteten auch darüber hinaus jede Menge Geld. “Das vom Bundesverfassungsgericht zu recht geforderte Kindergeld und der Kinderfreibetrag sind lediglich ein minimaler Lastenausgleich dafür.”

Beitrag erschien zuerst auf: familiengerechtigkeit-rv.de

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Sehr geehrter Herr Rainer!
2  Kommentare | Posted 03.05.2013 13:40

Für den Arbeitsmarkt natürlich! Man beurteilt eine familienpolitische Leistung heute doch nicht mehr nach deren Wirkung für das Wohlergehen oder den Bestand der Familien! Das wäre in den Augen unserer Politiker völlig abwegig. Der einzige Maßstab, der heute noch gilt, ist das Wohlergehen des Marktes. Wenn Sie als Leiter der Studie (ifo: Konträre Wirkungen familienpolitischer Maßnahmen, 29. 04. 2013 ) auch einräumen, dass das Wohlergehen der Kinder bei der Beurteilung staatlicher Leistungen auch eine Rolle spielen müsse, so war dieses Kriterium für die Studie offenbar überhaupt nicht nachgefragt. Das Blickfeld der vorliegenden Studie ist so sehr auf kurzfristige Rentabilität eingeschränkt, dass biologische oder humane Erwägungen gar keine Rolle mehr spielen.

Für Politik, Wirtschaft und Medien scheint in den letzten Jahren Familie zu einer Zweckgemeinschaft mutiert zu sein, deren einziges Interesse sich auf Vereinbarkeit mit Berufs-und Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Prosperität konzentriert. Diese Sichtweise wird blindlings auf alle deutschen Familien übertragen – ungeprüft! Da wird nicht mehr gefragt, wie sehr eltern-fernes Aufwachsen die abgelieferten Kinder belastet. Da wird über Eltern einfach verfügt wie über kinderlose Arbeitnehmer. Sie sollen zwar Kinder zeugen, aber mit ihnen zusammen leben, das sollen sie nicht dürfen. Dass zwei Drittel aller Eltern aber genügend Zeit und Energie für eine personale Bindung zu ihren Kindern, zumindest in den ersten Lebensjahren, wünschen, wird von den Studienbeauftragten gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Wir Eltern dagegen verstehen unter Familie einen Hort für die Generationen, autonom und frei von staatlichen Zugriffen, aber unter Würdigung unserer Leistung. Der Staat aber bemächtigt sich immer mehr der Familien durch die Umleitung elterlicher Arbeitskraft aus der Familie in den Arbeitsmarkt, und die Verweigerung kindlicher Rechtsansprüche auf elterliche Erziehung ( Art. 6 GG ).

Was haben eigentlich familienpolitische Leistungen mit dem Arbeitsmarkt zu tun? Genauso gut könnte man untersuchen, ob die Zahlung von Kindergeld gut oder schlecht ist für die Außenpolitik, gut oder schlecht für die Rechtsprechung, gut oder schlecht für die Entwicklungshilfe. Dabei bedeuten Familien für das soziale Gefüge und die Stabilität der Gesellschaft einen Wert an sich, der nicht nach Wirtschaftlichkeitsfaktoren zu beurteilen ist. Und wenn schon gemessen wird, wo bleibt die Gewinnseite? Ihr ifo-Institut hat vor wenigen Jahren den Output eines jeden Kindes für den Staat im Lauf seines Lebens mit 77 000 Euro berechnet. Mit welcher Arroganz erlauben sich dann unsere Politiker, den rechtmäßigen Anspruch von Familien infrage zu stellen, wo das Kindergeld überdies zu 2/3 von den Eltern selbst erwirtschaftet wird und als Rückzahlung für die illegal besteuerten Kinder-Existenzminima installiert wurde? Sind solche Zusammenhänge unseren Politikern und „Forschern“ nicht bekannt oder werden sie einfach ignoriert? Eine Studie, die nur den Input in Form von Pseudo-Leistungen betrachtet, den Ertrag aber ausblendet, kann doch nicht ernstgenommen werden, Herr Rainer!

Nach Ansicht der mit uns verbundenen Eltern wird die gesellschaftliche Akzeptanz von Elternschaft und die Hochachtung vor jedem noch geborenen Kind in unserem Land bis zur Fratze beschädigt, nicht zuletzt durch immer neue ignorante Studien. Man kann es jungen Leuten nicht verargen, wenn sie sich Spott und Hohn und ein hohes Verarmungsrisiko durch mögliche Kinder ersparen wollen.

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Kein Bluff: Familien fördern die Krankenversicherung!
3  Kommentare | Posted 18.04.2013 09:41

Insofern enthält die Krankenversicherung keine Familienförderung; vielmehr fördern die Familien die Krankenversicherungen.

Der folgende Link führt zu einer diesbezüglichen Pressemitteilung sowie einer Studie mit detaillierten Berechnungen und Benennungen der Datenquellen:

http://www.familienbund-bayern.de/19351.html

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ROBOTOFIX - eine Vision
3  Kommentare | Posted 12.04.2013 10:05

Schon lange beeinträchtigen Schwangerschaften  moderne berufstätige Frauen. Durch  etwaige Unpässlichkeiten beschert ihnen ihr Zustand ungewollt Ausfälle bei betrieblichen Abläufen.

Daher hat sich eine Forschungsgruppe damit beschäftigt, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Schwangerschaft so gelöst werden kann, dass sie nicht zu Fehlzeiten und damit zur Minderung der  mütterlichen Rente führt. Mit einer Verlagerung der Schwangerschaft aus dem Mutterleib hofft man, der Lösung dieses Problems  beizukommen. Mit Hochdruck wird derzeit an einem Inkubator der Marke ROBOTOFIX  gearbeitet, der den Fötus nach dessen frühzeitiger Entnahme über neun Monate, in der Folge sogar beschleunigt auf 8 oder 7 Monate,  ex-uteral unter optimalen technischen Bedingungen ( Simulation von Wiegebewegungen und  dem Herzschlag der Mutter ) mit der nötigen  embrionalen Nahrung versorgt.

Hat man noch in den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends von Müttern geborene Säuglinge in Kinderkrippen untergebracht, so ist den Medizinern nun ein Schritt gelungen, der Mutterschaft zugunsten wirtschaftlichen Wachstums völlig entbehrlich macht. So erspart man den Frauen die, für den reibungslosen Ablauf  betrieblicher Prozesse hinderliche Leibesfülle. Auch die schmerzreiche und qualvolle Geburt und damit  die einwöchige Unterbrechung weiblicher Erwerbskarrieren lassen sich künftig gänzlich vermeiden. Der Zeugungsakt selbst kann entweder unter optimalen hygienischen Bedingungen in der Klinik vor Ort, oder aber, kostensparender außerhalb der Klinik erfolgen. Alles Weitere ist künftig der Professionalität deutscher Mediziner anheim gegeben. Die Eltern können die Fortschritte des Kindes, so sie eventuell daran interessiert sind, über die Datenbank FÖTA  ( tus-Tagesvideo) auf ihrem Computer täglich abrufen. Dies gilt bis zu dem Tag, wo das Kind reif genug für eine Krippe ist ( ca. 9+2 Monate ).

Allerdings, so warnen einige konservative Wissenschaftler, sei mit dieser Methode mit Abgängen bis zu 90 % zu rechnen. Sie behaupten allen Ernstes, der Fötus brauche außer Nahrung auch die zuversichtliche Hoffnung seiner Mutter, den innigen Mutter-Kind-Kontakt und deren Bereitschaft, sich voll und ganz auf das neue Leben zu freuen.

Andere wissenschaftliche Kapazitäten widersprechen dieser Auffassung jedoch vehement.  Elternschaft sei ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten, völlig überholt und gänzlich entbehrlich. Vor allem sei künftig die Vereinbarkeit von Schwangerschaft und Berufstätigkeit zu fast 100% gewährleistet und Ausfälle seien für die Betriebe kaum zu befürchten, was den Wünschen der Wirtschaft 1:1 entspreche. Für die Finanzierung der extra-uteralen Schwangerschaft steht selbstverständlich der Steuerzahler gerade!

Aus dem ROBOTOFIX  in die Krippe, aus der Krippe in den Kindergarten, aus dem Kindergarten in die Grundschule und dann in die weiterführenden Schulen und Hochschulen – so die Prognose der zukunftsorientierten gynäkologischen Wissenschaft. Endlich ist eine Kindheit ohne Eltern möglich geworden. Elternschaft war früher – heute ist sie zum Wohl gewinnbringenden Wirtschaftswachstums  absolut überwunden!

Ältere Zeitgenossen erinnern sich vielleicht noch an die Warnungen von Elternverbänden vor Schäden allzu früher Trennung von Mutter und Kind. Damals sah man in Kindern noch die potentiellen Stützen der Gesellschaft. Heute ist dieser antiquierte Anspruch passé, denn die Gesellschaft hat ausschließlich den Ansprüchen gewinnmaximierender Konzerne zu dienen. Von Werten wie Humanität, Individualität und Kreativität  hat sich die moderne Gesellschaft glücklicherweise weitestgehend verabschiedet.

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Haben Eltern die WAHL?
0  Kommentare | Posted 11.04.2013 10:24

So sind bei den Eltern das Ehegattensplitting und die Mitversicherung von Angehörigen in der Krankenversicherung sehr beliebt, während etliche Parteien anstreben, genau das abzuschaffen. – Das Elterngeld endet (und der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz beginnt) mit dem 1. Geburtstag des Kindes – mit politischer Absicht, damit Eltern möglichst dann in die Erwerbsarbeit zurückkehren. Aber 69% der Eltern meinen, dass die Erwerbstätigkeit erst später aufgenommen werden sollte.

http://www.eltern.de/c/images/pdf/forsa_ergebnisbericht%202013.pdf

Unter den politischen Parteien ist die Union bei den Eltern am beliebtesten (39%), mit erheblichem Abstand vor SPD (24%) und Grünen (22%).

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-04/26473117-familienpolitik-geht-an-beduerfnissen-der-eltern-vorbei-ergebnisse-der-repraesentativen-forsa-studie-wenn-eltern-die-wahl-haben-im-auftrag-von-eltern-007.htm

Oder aus der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-studie-zur-familienpolitik-ohrfeige-fuer-kristina-schroeder-1.1644269

 

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