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     Stefan Fuchs
Email:   sf@i-daf.org
Blog:  http://www.i-daf.org

Jahrgang 1981,

Diplom-Verwaltungswissenschaftler

Doktorand am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie in Bonn

Interessenschwerpunkte: Public Management und Regierungsorganisation, Sozialpolitik, Familiensoziologie und Bevölkerungsforschung 

 

 
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Kindeswohl: Die professionellen Hände und die Meinung deutscher und türkischer Eltern
3  Kommentare | Posted 15.10.2012 10:25

Wer das Betreuungsgeld als „Verdummungsprämie" oder „bildungspolitische Katastrophe" abqualifiziert, wird diese Frage konsequenterweise bejahen (1).

Denn auch um diese elementaren Lebensvollzüge geht es bei der Betreuung von ein- und zweijährigen Kindern. Die Rede von „Bildung" in „Kindertagesstätten" verschleiert diesen grundlegenden Sachverhalt: Sie erweckt fälschlich den Eindruck, dass es um mindestens vierjährige Kinder ginge, die zeichnen, zählen, basteln und buchstabieren lernen müssten. Eine „frühkindliche Förderung" dieser Art wünschen sich fast alle Eltern und schicken ihre Kinder deshalb in den Kindergarten. Besonders nützlich und wichtig ist der Kindergartenbesuch für Kinder mit fremder Muttersprache, um Deutsch zu lernen. Das wissen auch Eltern mit „Migrationshintergrund", die ihre Kinder mittlerweile fast alle in den Kindergarten schicken (2). Viele von ihnen würden sich dort eine bessere Sprachförderung für ihre Kinder wünschen. Hier gibt es noch viel zu tun. Etwas anderes ist es, wenn Eltern schon Krabbelkinder in Krippen geben sollen,  damit sie - nach Meinung von Politikern - dem „bildungsfernen" Milieu ihrer Familie möglichst frühzeitig entzogen werden.

Dieses Ansinnen ist schon für viele deutsche Eltern befremdlich, die ihre Kleinkinder selber erziehen wollen. Noch verstörender muss es für Zuwanderer sein, für die der familiäre Zusammenhalt oft noch wichtiger ist. Exemplarisch dafür sind Eltern türkischer Herkunft, die seltener auf institutionelle Betreuung für ihre Kleinkinder zurückgreifen (3). Die unterdreijährigen Kinder werden meist von den eigenen Müttern betreut und die sind  seltener erwerbstätig als „autochthone" Frauen. Der Erwerbstätigkeit von Müttern stehen die Türkinnen kritisch gegenüber: In Bevölkerungsumfragen meinten mehr als drei Viertel, dass Vorschulkinder unter der Berufstätigkeit ihrer Mutter leiden würden. Der institutionellen Kleinkinderbetreuung stehen sie skeptisch gegenüber: Wesentlich häufiger als deutsche Mütter befürchten sie, dass diese den Kindern schaden könnte. Die überwältigende Mehrheit von ihnen (ca. 90%) ist davon überzeugt, dass die besten Betreuer für Kinder die „eigenen" Eltern sind (4).

Das allerdings ist nichts Besonderes, ist doch die große Mehrheit der westdeutschen Eltern ohne Migrationshintergrund derselben Auffassung (5). Für die Krippen-Politiker sind solche Überzeugungen störend, widersprechen sie doch diametral dem regierungsoffiziellen Leitbild „kontinuierlicher Erwerbsverläufe" beider Eltern. Die Eltern sind aufgefordert ihre Kinder möglichst früh und umfassend in „professionelle" Hände zu geben, wo sie besser aufgehoben seien als bei den eigenen Eltern. Diese Botschaft verbreitet eine gezielte Kommunikationspolitik, die Krippenbetreuung als „frühkindliche Bildung" verkauft und häusliche Erziehung beständig als minderwertig darstellt. Bedenken gegenüber frühzeitiger außerfamiliärer Betreuung finden kein Gehör, selbst wenn sie durch die neueste Forschung begründet sind (6). Fürsprecher einer intensiven elterlichen Fürsorge für Kleinkinder gelten oft von vornherein als reaktionär und befangen in einem vermeintlichen „Mütter-Mythos". In einem solchen Meinungsklima fehlt es an Verständnis für Eltern, die ihre Kinder selber erziehen wollen, um ihnen ihre Lebensweise und Religion  zu vermitteln (7). Dies ist natürlich oft besonders Migranten aus muslimischen Ländern ein Anliegen, die sich einer ihnen zunächst fremden Kultur gegenübersehen. Das Problem betrifft aber durchaus auch christliche Eltern, die an ihre Kinder moralische Haltungen (z. B. Verzichtsbereitschaft) vermitteln wollen, die der in Werbung, Medien und vielen Institutionen vorherrschenden individualistischen Stimmungslagen zuwider stehen. Das geht nicht ohne viel Zeit für die Erziehung, weshalb auch diese Eltern zu einer „traditionellen" Arbeitsteilung in der Familie neigen (8). Ob die Kinder deshalb „verdummen" lässt sich bezweifeln - vermutlich würden Untersuchungen sogar das Gegenteil zeigen. Die Kinder selbst fühlen sich bei ihren Eltern - ganz gleich welcher Herkunft oder Bildung, meistens wohl. Aus diesem Wohlbefinden erwachsen Fähigkeiten, die auch der Gesellschaft zugute kommen. Deshalb ist das Kindeswohl  eine Ressource, die gepflegt werden sollte.

 

(1) Den Ausdruck Verdummungsprämie" benutzte ein Bertelsmann-Funktionär in einer Fernseh-Diskussion zum Betreuungsgeld. Siehe hierzu: http://www.i-daf.org/429-0-Wochen-48-49-2011.html. Das Schlagwort „bildungspolitische Katastrophe" führte die damalige Bundesfamilienministerin von der Leyen 2007 in die Diskussion ein, seitdem hat es im politisch-medialen Sprachgebrauch Karriere gemacht.

(2) Zum allgemein üblichen Kindergartenbesuch und dem Minoritätsphänomen der „Hauskinder": Stefan Fuchs: Das  Klischee von den „Bildungsfernen",http://www.erziehungstrends.de/Kindergartenpflicht.

(3) Nach Auswertungen des „Gender and Generations Survey" (2005/2006) nahmen 24% der westdeutschen Eltern mit Kindern unter drei Jahren institutionelle Betreuung in Anspruch, während dieser Anteil bei den türkischstämmigen Eltern bei 19% lag. Auch informelle Betreuungshilfen (z. B. durch die Großeltern) beanspruchten die türkischen Eltern seltener 20,1 % vs. 26,2 %). Vgl.: Corinna Kröber/Linda Beyreuther: Wie unterschiedlich betreuen wir unsere Kinder? - Ein Vergleich zwischen deutschen und türkischen Eltern unter Berücksichtigung von Einstellungsmerkmalen, S. 11-17, in: Bevölkerungsforschung Aktuell 04/2012, S. 13 (Tabelle 2).

(4) Von den türkischen Müttern stimmten 48% der Aussage zu, dass „viele in Tagesstätten Betreute später Probleme haben werden", während dieser Anteil bei den westdeutschen Müttern ohne Migrationshintergrund bei 18% lag. Der Aussage „ein Kind im Vorschulalter, leidet darunter, wenn die Mutter arbeitet", stimmten 38% der westdeutschen und 77% der türkischen Mütter zu. Vgl. ebd., S. 41 (Tabelle 3). Auch hier fehlt wieder eine Differenzierung nach dem Alter der Kinder. Es ist evident, dass bezogen auf Kleinstkinder die Einschätzungen wesentlich kritischer ausfallen würden.

(5) Der Aussage „die beste Betreuung sind die eigenen Eltern" stimmten im Gender and Generations Survey rund 80% (79,5 %) der westdeutschen Mütter ohne Migrationshintergrund und sogar fast 93% der türkischstämmigen Mütter zu. Vgl. ebd.

(6) Beispielhaft für eine wissenschaftlich begründete kritische Position zur Krippenbetreuung: Rainer Böhm: Die dunkle Seite der Kindheit, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. April 2012, S. 7.

(7) Siehe hierzu: http://www.i-daf.org/458-0-Wochen-14-15-2012.html.

(8) Siehe hierzu „Familienideale" und Kirchenverbundenheit" (Abbildung unten). Leider finden diese Zusammenhänge in der Forschung kaum Aufmerksamkeit. Es würde sich nach Ansicht des Verfassers lohnen neuere Bevölkerungsumfragen wie „PAIRFAM" oder „AIDA" auf diese Fragen hin auszuwerten.

Abbildung:

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Parasitärer Konsumwahn
0  Kommentare | Posted 08.10.2012 10:02

„Wenn das Griechentum als eine differenzierte Identität überleben will, so wäre das erste, was es tun müsste, zu produzieren, was es verbraucht. Ich meine keineswegs eine wirtschaftliche Autarkie im alten Sinne, sondern die Unabhängigkeit von der Politik und Praxis des parasitären Konsumwahns. Ein lebensfähiges kollektives Subjekt muss zumindest so viel exportieren, wie es importiert […]. Unabwendbar sind sonst der Sturz in die niederen Stufen der internationalen Arbeitsteilung, die Überschuldung und die politisch-militärische Abhängigkeit. In den letzten Jahrzehnten schritt das Griechentum schnell in diese Richtung voran.“

Mit diesen Worten analysierte der Philosoph Panajotis Kondylis 1998 die politischen Verhältnisse in Griechenland in einem Interview mit einer griechischen Kulturzeitschrift. Kondylis lebte seit seiner Studienzeit in Deutschland; für seine ebenso gelehrte wie unkonventionelle Ideengeschichtsschreibung erhielt er 1991 die Goethe-Medaille und 1994 den Humboldt-Forschungspreis. In seiner bekanntesten Monographie „Die Aufklärung im Rahmen des neuzeitlichen Rationalismus“ gab er der Aufklärungsepoche eine neue Deutung, in dem er den Sensualismus der Aufklärer des 18. Jahrhunderts aus der Abkehr vom cartesianischen Rationalismus heraus erklärte. In den 1990er Jahren trat Kondylis als Zeitdiagnostiker hervor: Im Gegensatz zu fortschrittsoptimistischen Prognosen vom „Ende der Geschichte“ nach dem Siegeszug der liberalen Demokratie betonte er die fortdauernde Gefahr kriegerischer Konflikte, in einer nach dem Zerfall des kommunistischen Blockes stärker als zuvor fragmentierten Staatenwelt. Mit seiner Sichtweise war er zwar ein Außenseiter, der aber in der Frankfurter Allgemeine Zeitung immer wieder ein Forum für seine streitbaren Stellungnahmen fand.

Eine größere Wirksamkeit von Kondylis verhinderte sein relativ früher Tod 1998, nachdem er etwas in Vergessenheit geriet. Aus dieser versucht sein Denken nun die „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“ hervorzuholen, die ihm den Schwerpunkt ihrer jüngsten Ausgabe (3/2012) widmet. Neben anderen Beiträgen findet sich darin das erstmals ins Deutsche übersetzte Interview „Die Geschichte lauert – Sozialontologie, Macht und die Zukunft des Griechentums“, aus dem die zitierten Sätze stammen. In diesem Interview erläutert er zunächst Grundannahmen- und Begriffe seines Denkens, das er auf auf die ideologiekritischen Analysen von Marx und Mannheim bezieht. Über die Bedeutung der Menschenrechte für die Politik der westlichen Staaten kommt das Interview auf die Balkan-Kriege der 1990er Jahre und im Folgenden auf die Lage Griechenlands nach dem Zerfall Jugoslawiens zu sprechen. In dieser Zeit sahen nicht offenbar nicht wenige Griechen in einer „Kultur der Gemeinden“, die sich an Strukturen im Osmanischen Reich anlehnen sollte, eine erstrebenswerte politische Ordnung. Demgegenüber warnte Kondylis vor Retro-Utopien: „Die nostalgische Verklärung solcher Institutionen wäre ein großer Irrtum“, viel zu oft seien diese von Patriarchalismus und Willkür geprägt gewesen. Den Rückgriff auf historische „Idyllen und Mythologien“ hielt Kondylis für ein Zeichen von Rückständigkeit und Schwäche.

Er forderte stattdessen eine „Modernisierung“, die den „erfolgreichen Wettbewerb mit anderen Nationen“ ermögliche und damit jenes „Selbstbewusstsein“ verleihe, dass  populistischen Grecozentrismus“ ebenso überflüssig mache wie wie „kosmopolitische Nachahmerei“. Dies erfordere eine „tapfere Produktionsbemühung, fortgeschrittene technisches Wissen und eine radikale institutionelle Sanierung sowie ein Bildungssystem von ganz anderem Niveau“. Ein zentrales Hindernis für einen solchen Wirtschaftaufschwung, sah Kondylis in den „negativen demographischen Entwicklungen“, die Griechenland gegenüber Albanien und vor allem der Türkei schwächen würden. „Aber darüber hinaus“ – so fuhr Kondylis fort –würde „sogar eine – nach meinem Empfinden unwahrscheinliche – interne Neugestaltung des Landes, sowohl gemäß den Erfordernissen der heutigen Welt als auch gemäß seiner kulturellen Besonderheit, keine ausreichende Garantie für seine Integrität und sein Überleben sein, wenn das internationale Umfeld absolut ungünstig ist. Wir wissen nicht, welche Zukunft und welche Form die europäische Vereinigung haben wird, genauso wie wir nicht wissen, ob Griechenland für ein vereintes Europa ein unentbehrlicher Teil oder eine noch zu verhandelnde Provinz ist“. Jahre bevor Griechenland der Eurozone beitreten durfte, kam Kondylis zu einer ernüchternden Prognose: „Wenn wir die heute herrschenden Tendenzen in die Zukunft hinein verlängern würden, dann würde die Zukunft gewiss nicht rosig aussehen, zumal sich das strategische und politische Denken in Griechenland, das heißt das Bewusstsein der eigentlichen Probleme, noch im embryonalen Zustand befindet.“

 

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Die politisch korrekte Geburtenrate bleibt immer stabil
0  Kommentare | Posted 28.09.2012 10:22

Unmittelbar darauf heißt es: Die „Anzahl der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren geht zwar kontinuierlich zurück. Währenddessen ist aber die Geburtenrate stabil geblieben" (1). Hier ist ein Widerspruch: Kann die Geburtenrate gleichzeitig sinken und stabil bleiben? Die Geburtenrate bezieht sich auf die hochgerechneten Geburten pro Frau, die absolute Anzahl der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren ist in ihr schon berücksichtigt. Die Entwicklung der Zahl von Frauen im sog. „gebärfähigen" Alter ist für die Interpretation der Geburtenraten belanglos. Wichtig ist die Zahl der potentiellen Mütter für die absoluten Geburtenzahlen. Denn noch immer gilt: „Kinder, die nicht geboren werden, können später auch keine Kinder bekommen" (2). Aus dem Mütterschwund folgt quasi-automatisch ein weiterer Rückgang der Geburtenzahlen. Das hat sich mittlerweile im politisch-medialen Betrieb herumgesprochen: Sobald das Statistische Bundesamt sinkende Geburtenzahlen meldet, verweisen Kommentatoren fast schon reflexartig auf sinkende Mütterzahlen. Leider ist das Versatzstück „Mütterschwund" hier, wo es um die Geburtenrate geht,  deplatziert. Der Missgriff wirft ein erhellendes Schlaglicht auf die Methoden von Teilen der Bundesregierung: Auf seriöse, sachlich korrekte Information kommt es nicht an -„Erfolgsgeschichten" werden gebraucht.

Zweckoptimismus gehört zur déformation professionelle der Politik. Schattenseiten der Wirklichkeit blenden etliche Politiker gerne aus und reagieren zudem übellaunig, wenn sie jemand beleuchtet. Die Diskussion um den Geburtenrückgang zeigt dies prototypisch: Den Demographen, die seit den 1970er Jahren dessen Folgen vorrechneten, warfen sie vor, „Horrorszenarien" vom „Aussterben der Deutschen" zu verbreiten. Erkenntnisse zu den Kosten einer alternden Gesellschaft waren unerwünscht, was die Wissenschaftler schmerzhaft zu spüren bekamen: Sie erhielten wenig Mittel und führten lange ein „Aschenputteldasein" am Rande des öffentlichen Betriebs (3). Um die Jahrtausendwende änderte sich das Bild: Titelgeschichten wie die „Baby-Lücke" und das „Land ohne  Lachen" dokumentierten ein neues Interesse an der Demographie. Einer breiten Öffentlichkeit wurde nun bewusst, dass der Jugendschwund die soziale Sicherheit und Wohlfahrt gefährdet (4). In Ostdeutschland begannen Kommunen wegen sinkender Bevölkerungszahlen ganze Stadteile abzureißen. Genannt wurde das bezeichnenderweise „Stadtumbau" - Schrumpfung passte einfach nicht zum politischen Glauben an Wachstum und Fortschritt.

Wer als Politikberater gefragt sein will, muss dieses Weltbild stützen und deshalb  die vermeintlichen „Chancen" des demografischen Wandels herausstellen. Das haben inzwischen auch die meisten Demographen verinnerlicht: Sie hüten sich vor allzu „pessimistischen" Szenarien und zeigen sich vorsichtig-optimistisch: So prognostizieren Forscher der Max-Planck-Gesellschaft schon seit Jahren einen baldigen Wiederanstieg der Geburtenrate auf etwa 1,6 Kinder pro Frau. Für eine solche Wende spricht aus ihrer Sicht, dass die jüngeren Frauenjahrgänge vom Ausbau der Kinderbetreuung profitierten (5). Diese Botschaft kam gut an -  in den Medien und auch bei der Bundesregierung, die mit einer „nachhaltigen" Familienpolitik  „mittelfristig" einen Anstieg der Geburtenrate auf 1,7 Kinder pro Frau bewirken wollte (6). Unbeeindruckt von solchen Hoffnungen verharren die Geburtenraten auf dem seit Mitte der 1970er Jahre üblichen niedrigen Niveau. Woran das liegt, steht für den Mainstream in Forschung, Medien und Politik außer Frage: Es gebe immer noch viel zu wenig Ganztagsbetreuung für Kinder - vor allem in den „Tagesrandzeiten" und den Ferien fehle es noch an passenden Angeboten (7). Eine möglichst geschlossene „Betreuungskette" soll die „Vereinbarkeit" von Fulltime-Job und Kindern für beide Eltern gewährleisten. Das Credo lautet: Wenn Kinder kein „Hindernis" mehr für die Erwerbstätigkeit von Müttern sind, dann gibt es in Deutschland wieder mehr Nachwuchs. Warum diese Polit-Magie nicht funktioniert, lässt sich aus dem jüngsten „Monitor Familienleben" der Bundesregierung erschließen: Fehlende Betreuungsmöglichkeiten rangieren dort bei Kinderlosen an letzter Stelle der möglichen Gründe gegen Kinder. An der Spitze der Hemmnisse zur Erfüllung des Kinderwunsches stand dagegen das Fehlen eines „passenden" Partners (8). Solche unerfreulichen Zeichen einer grassierenden Singularisierung verdrängen Politiker gern - zu schmerzhaft zeigen sie ihnen die Grenzen ihrer Gestaltungsmacht (9). Wissenschaftler indes sollte der Wunsch nach „Erfolgsgeschichten" eigentlich nicht davon abhalten, nach den wahren Gründen für den Kinderschwund zu forschen.

 

(1) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Geburtenentwicklung macht zuversichtlich" - Pressemitteilung vom 20.09.2012. Geburtenentwicklung in Deutschland macht zuversichtlich, http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=189926.html.

(2) Dieser Ausspruch wird dem Berliner Demographen Parviz Khalatbari zugeschrieben.

(3) „In der Folge wurde zwar am Bevölkerungsbericht der Bundesregierung, ab 1980 vor allem am zweiten Teil, weitergearbeitet, die kleine Schar der Bevölkerungsforscher aber war diskreditiert und wurde in ein wissenschaftliches Aschenputteldasein zurückgedrängt. [...] Bereits Ende der 1970er Jahre regte sich maßgeblicher Widerstand, die Befunde der Demographen politisch ernst zu nehmen." Charlotte Höhn: Bevölkerungsforschung und demographischer Wandel - zur politischen Würdigung der Demographie seit den 1970er Jahren, S. 73-98, in: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 1-2/2007, S. 80-81.

(4) Zu dem bemerkenswerten Stimmungsumschwung in Leitmedien wie dem „SPIEGEL" oder der „ZEIT: Stefan Fuchs: Vom „Deutschenschwund" als emanzipatorischem Fortschritt zum Erschrecken vor dem „gerassic parc",http://www.erziehungstrends.de/Deutschenschwund/gerassic/parc/Geburtenrueckgang.

(5) Exemplarisch für die optimistische Position: Joshua Goldstein/Michaela Kreyenfeld: Recent trends in order specific fertility dynamics in East and West Germany, Vortrag bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Demographie 2010, abrufbar unter: http://www.demographie-online.de. In ihren jüngsten Publikationen äußern sich die Autoren vorsichtiger und lassen das Ausmaß des Wiederanstiegs offen. Vgl.: Joshua Goldstein et al: Gibt es eine Trendumkehr in der Kinderzahl nach Geburtsjahrgängen in Deutschland?, Working Paper Berliner Demografie Forum 2012, https://www.berlinerdemografieforum.org/static-resources/medien/v_1330355255000/120111_kinderzahl_kreyenfeld.pdf.

(6) Vgl.: Malte Ristau: Der ökonomische Charme der Familie, S. 18-24, in: Aus Politik und Zeitgeschichte - 23-24/2005, S. 18; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (Hrsg.): Perspektive für eine nachhaltige Familienpolitik. Ergebnisse des Gutachtens von Eckart Bomsdorf, Berlin 2005. S. 3.

(7) Stellungnahme der Bundesregierung zum Achten Familienbericht, III-XXIX, in: Zeit für Familie. Familienzeitpolitik als Chance einer nachhaltigen Familienpolitik (Achter Familienbericht), Berlin 2012, X-XI.

(8) Vgl.: Bundesministerium für Familie, Senioren und Jugend: Monitor Familienleben 2012:, Schaubild 22, http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/monitor-familienleben-2012,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf.

(9) Zu den Individualisierungsprozessen: http://www.i-daf.org/480-0-Wochen-29-31-2012.html.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf i-daf.org.

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Hilflose Genderisten: Bei der Berufswahl versiegt der Mainstream
0  Kommentare | Posted 11.09.2012 09:02

Schon lange versuchen sie durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, zahlreiche Initiativen und Programme mehr Frauen für mathematisch-naturwissenschaftliche Studiengänge und technische Berufe zu gewinnen (1). Die Industrie will ihr Personalreservoir vergrößern; für sie ist es ein Erfolg, wenn die absolute Zahl der Ingenieurinnen ansteigt. Eben dies ist in den letzten Jahren geschehen: Angesichts guter Berufsaussichten haben mehr Frauen als je zuvor begonnen, Ingenieurs-wissenschaften zu studieren. Zugleich haben aber auch mehr Männer ein solches Studium aufgenommen. So sind nach wie vor im Maschinenbau mehr als 80 Prozent und in der Elektrotechnik fast 90 Prozent der Studierenden Männer (2).

Techniker-Berufe als Männer-Domäne - für die Advokaten des „Gender Mainstreaming" ist das ein fortdauerndes Ärgernis (3). Ihnen geht es nicht um den Ingenieur-Nachwuchs, sondern um die Nivellierung der Geschlechterdifferenzen. Die Vorliebe von Jungen für Techniker-Berufe ist ihnen im Grunde genauso suspekt, wie die von Mädchen für das Gesundheits- und Erziehungswesen. Jungen wie Mädchen sollen intensiver aufgeklärt werden, ihre „Talente jenseits einengender traditioneller Rollenbilder" zu entdecken (4). Statt an der Normalität soll sich die Berufsberatung dafür am Gleichstellungsideal orientieren: Informationsmaterialien der Bundesanstalt für Arbeit wie „MINT & sozial for you" widmen sich „schwerpunktmäßig der geschlechtsuntypischen Berufswahl" (5). Jungen sollen ausgerechnet für jene Berufe häufiger ergreifen, von denen man die Mädchen wegführen will, weil sie zu wenig Einkommen und Karrierechancen bieten würden. Wirkung zeigen solche Manipulationsversuche bisher kaum: Nach wie vor sind mehr als 90 Prozent des Personals in Kindertagesstätten Frauen.

Was sind die Gründe für das „Gender Gap" in der Berufswahl? Für Anhänger des Gender-Paradigmas sind sie der Nachhall einer patriarchalischen Kultur, die von Männern Rationalität, Erwerbs- und Machtstreben und von Frauen Emotionalität, Häuslichkeit und Fürsorglichkeit erwartete. Indes hat die Kulturrevolution des späten 20. Jahrhunderts mit dem traditionellen Leitbild der Hausfrau und Mutter radikal gebrochen: Erwerbstätigkeit und Karriere sind nach Meinung des Gender-Mainstreams längst die neue Pflicht der Frauen, die ihre Kinder dafür in institutionelle Betreuung geben sollen. Das große Vorbild sind die nordischen Länder, in denen Frauen (fast) genauso häufig erwerbstätig sind wie Männer (6). Auch dort sind aber Kindertagesstätten und Krankenpflegestationen weibliche und Mechaniker-Werkstätten männliche Domänen. Gegen die „Stereotypen" in der Berufswahl kommt offenbar selbst die strenge skandinavische Gleichstellungspolitik nicht an (7). Paradoxerweise entscheiden sich in den freizügigen Ländern Nordeuropas Frauen sogar seltener dafür, Technikwissenschaften zu studieren als in „traditionelleren" Ländern wie Indien.

Dieses „Gender-Paradox" lässt sich aus den Präferenzen der Frauen erklären: In armen Ländern wie Indien bestimmen wirtschaftlich Zwänge die Berufswahl, weshalb aufstiegsorientierte Frauen oft lukrative Berufe wie Informatikerin ergreifen. In wohlhabenden Ländern wie Norwegen haben Frauen mehr Möglichkeiten, in der Berufswahl ihren eigenen Wünschen zu folgen. Statt für die Programmierung von Maschinen entscheiden sie sich für den Umgang mit Menschen als Lehrerin oder Ärztin (8). Freiheit bekommt dem „Gender Mainstreaming" eher schlecht, weshalb seine Advokaten zum Dirigismus neigen. Die geschlechtsspezifischen Berufspräferenzen junger Menschen wollen sie nicht hinnehmen, sondern verändern. Für die Bundesregierung ist das eine „bildungs- und gesellschaftspolitische Daueraufgabe" (9). Man darf sich fragen: Ist dieser regierungsamtliche Feminismus nicht sehr paternalistisch?

 

(1) Vgl.: Geschlechtsspezifische Berufswahl von jungen Frauen und ihre Situation im Ausbildungssystem - Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Abgeordneten [...] und der Fraktion „DIE LINKE", Deutscher Bundestag - 17. Wahlperiode - Drucksache 17/9477, S. 41-42. Eines der vielen dieser Art hieß bezeichenderweise „ROBERTA - Mädchen erobern Roboter" (Ebd., S. 41).

(2) Vgl. ebd., S. 43-44.

(3) Eine Männerdomäne sind insbesondere Berufe wie Mechaniker, Elektriker oder Mechatroniker, während in den Laborantenausbildungsgängen oft Frauen dominieren. Siehe hierzu: „Frauenanteile in technischen Ausbidlungsberufen" (Abbildung unten). Je differenzierter man also die Berufsgruppen betrachtet, desto schärfer treten tendenziell die Geschlechterdifferenzen in der Berufswahl zutage.

(4) „Mit dem Girls' Day und dem Boys' Day ermöglicht die Bundesregierung Mädchen und Jungen, ihre eigenen Interessen, Stärken, Fähigkeiten und Talente „jenseits einengender traditioneller Rollenbilder zu entdecken". Bundestagsdrucksache 17/9477, a.a.O., S. 4.

(5) Ebd. S. 18.

(6) Zum Frauenleitbild der Gegenwartspolitik: http://www.i-daf.org/453-0-Wochen-10-11-2012.html.

(7) Empirische Studien stellen das verbreitete Bild der Geschlechteregalität in Nordeuropa in Frage: Die geringsten Geschlechterdifferenzen findet man nicht in Ländern wie Schweden, sondern in China. Auch das geringste „Gender Pay Gap" ist demnach nicht in Nordeuropa, sondern in Ländern wie Swaziland oder Sri Lanka anzutreffen. Vgl. Catherine Hakim: Women, careers and work-life-preferences, S. 279-294, in: British Journal of Guidance & Counselling, Vol. 34, No. 3/2006, S. 284.

(8) C. Hakim belegt eindrucksvoll, dass sich die international zwar unterschiedlich stark ausgeprägten, in der Tendenz aber sehr ähnlichen Differenzen in der Berufswahl, den Arbeitszeitenpräferenzen und den Karrierewegen nicht allein oder vorrangig als Ergebnis von „Diskriminierung" erklären lassen. Vgl. ebd., S. 284-285. Wie hilflos die Anhänger des „Gender"-Paradigmas empirischen Forschungsergebnissen gegenüber stehen, zeigt ein ebenso informativer wie unterhaltsamer Film aus Norwegen (mit englischen Untertiteln): http://www.youtube.com/watch?v=p5LRdW8xw70.

(9) Bundestagsdrucksache 17/9477, a.a.O., S. 29.

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Trotz dringender Appelle aus der Politik: Mütter wünschen sich Teilzeitjobs
1  Kommentare | Posted 24.08.2012 15:50

In ihrer „Demographie-Strategie" fordert die Bundesregierung „alle Potentiale zu mobilisieren" - nicht um die Streitkräfte-, sondern die „Fachkräftebasis" der Wirtschaft zu sichern (1). Deren Nachschubkontingente leiden zunehmend unter Schwindsucht: Schon bis 2030 geht die Zahl der Erwerbspersonen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren um 6 Millionen zurück (2). Programmiert ist damit nicht nur der Mangel an technisch versierten hellen „Köpfen" (Ingenieuren etc.), sondern auch an zupackenden Händen: In einer vergreisenden Gesellschaft werden diese Hände besonders in der Alten- und Krankenpflege dringend benötigt. Als Abhilfe gegen den Arbeitskräftemangel will die Regierung neben älteren und noch rüstigen Menschen besonders Frauen mobilisieren, die „das größte und am schnellsten zu aktivierende Erwerbspersonenpotenzial" darstellten. Zwar sei die Frauenerwerbsquote in der letzten Dekade um fast zehn Prozent gestiegen; von den Arbeitnehmerinnen seien aber mehr als 45 Prozent nur in Teilzeit und in einer „im europäischen Vergleich sehr niedrigen Wochenarbeitszeit" beschäftigt (3). Neben der Teilzeitarbeit missfällt der Regierung auch, dass noch immer viele Mütter mit kleinen Kindern zu Hause bleiben. Um das Erwerbspotential besser auszuschöpfen sollen Frauen nach der Geburt ihrer Kinder schneller in den Erwerbsberuf zurückkehren und Arbeitnehmerinnen länger arbeiten (4).

Nach Darstellung der Regierung entspricht diese den Wünschen der Frauen. Nun streben zweifellos die meisten Mütter in Elternzeit an, wieder in den Erwerbsberuf zurückzukehren. Und manche teilzeitbeschäftigen Arbeitnehmerinnen würden auch gerne etwas länger arbeiten. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr viele Arbeitnehmerinnen, die kürzere Arbeitszeiten präferieren: So wünscht sich die große Mehrheit der in Vollzeit beschäftigten Mütter weniger Erwerbsarbeit, um mehr Zeit für die Familie haben (5). Mit ihren Lebensverhältnissen sind diese Mütter - wie das sozioökonomische Panel zeigt - im Durchschnitt unzufriedener als in Teilzeit beschäftigte oder nicht-erwerbstätige Mütter. Ein Grund dafür ist sicher die Mehrfachbelastung durch Erwerbstätigkeit, Haushalt und Familie, die meist weniger Selbstverwirklichung als „Stress" bedeutet. „Karrierefrauen" mag ihr Berufserfolg für diese Mühen entschädigen; für die meisten Mütter ist dieses Lebensmodell unattraktiv - sie bevorzugen Teilzeitlösungen oder - wenn die Kinder noch klein sind - sogar einen zeitweilige Erwerbspause (6).

Diese Wünsche laufen den arbeitsmarktpolitischen Planvorgaben zuwider, weshalb Politiker wie Medienleute sie geflissentlich ignorieren. In ihrem Weltbild dürfen Vollzeit-Erwerbskarriere und Familie einfach keine Gegensätze sein: Mit dem Outsourcing alltäglicher Familienarbeit und dem richtigen Management der „Qualitätszeit" für Kinder meinen sie „Vereinbarkeit" herstellen zu können (7). Nach diesem Modell könnte mehr Frauenerwerbstätigkeit sogar mit höheren Geburtenraten einhergehen - wofür stets die Länder Nordeuropas als Vorbild dienen. In Skandinavien bekommen Frauen mehr Kinder als in Deutschland, obwohl sie häufiger in Vollzeit erwerbstätig sind. Als „Vollzeit" gelten allerdings schon etwa 32 Wochenarbeitsstunden in der Woche und genauso so lange sind dort sehr viele Frauen beschäftigt. Trotz der relativ kurzen Vollzeitwochen entscheiden sich aber viele Mütter für Teilzeitarbeit (<30 Stunden), wie die starke Zunahme der Teilzeitjobs in den letzten Jahren zeigt (8). Im Gegensatz dazu sind in geburtenschwachen Ländern wie Portugal, Griechenland und Mittelosteuropa Teilzeitarbeitsplätze relativ selten und die Wochenarbeitszeiten deutlich länger (9). Der Entscheidung für Kinder ist das offensichtlich abträglich - im statistischen Durchschnitt betrachtet fällt im europäischen Vergleich mit der Länge der Frauenwochenarbeitszeiten von Frauen die Geburtenrate (10). Mit den nichtgeborenen Kindern fehlen später die Arbeitskräfte; allein aus diesem Grund schon ist es kurzsichtig, Frauen nur als Reservearmee für den Arbeitsmarkt und nicht auch als Mütter zu behandeln.

 

(1) Bundesministerium des Innern: Jedes Alter zählt. Die Demografiestrategie der Bundesregierung, Berlin 2012, S. 79 sowie S. 50 (detaillierte Zahlen zu den zu mobilisierenden Potentialen).

(2) Vgl. ebd., S. 18.

(3) Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Franz Müntefering, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Heinz-Joachim Barchmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Der demografische Wandel in Deutschland - Handlungskonzepte für Sicherheit und Fortschritt im Wandel. Deutscher Bundestag - Drucksache 17/6377 -, Berlin 2012, S. 12.

(4) Vgl. ebd., S. 12-13.

(5) Vgl.: Christina Klenner/Svenja Pfahl: Jenseits von Zeitnot und Karriereverzicht - Wege aus dem Arbeitszeitdilemma, S. 259-290, in: Martina Heitkötter et al (Hrsg.): Zeit für Beziehungen? Zeit und Zeitpolitik für Familien, Opladen 2009, S. 272.

(6) Berta van Schnoor/Susanne Seyda: Wie zufrieden sind Männer und Frauen mit ihrem Leben? S. 23-42, in: Roman-Herzog-Institut (Hrsg.): Wie viel Familie verträgt die moderne Gesellschaft, München 2011, S. 34-36 (zur Lebenszufriedenheit) sowie S. 37 (zu den gewünschten Erwerbskonstellationen).

(7) Besonders charakteristisch für diese Managern eigene Sicht ist der Vorschlag von Regierungssachverständigen zu sog. „Familienzeitkrediten": http://www.i-daf.org/181-0-Woche-24-2009.html.

(8) Die Zunahme der Teilzeiterwerbstätigkeit zeigen die entsprechenden Tabellen auf der Homepage von Eurostat (Teilzeitbeschäftigte Personen). Dort finden sich auch Tabellen zur Länge der Wochenarbeitszeiten, noch detaillierte Zahlen dazu präsentiert die OECD auf ihrer Homepage (LMF10: The distribution of working hours among men and women).

(9) Zu den Erwerbsquoten, Teilzeitquote und Wochenarbeitszeiten in Europa: „Beschäftigungsquoten in Europa 2010" (Abbildung unten) in: http://www.i-daf.org/443-0-Wochen-4-5-2012.html; Beschäftigung, Wochenarbeitszeiten und die Dauer des Arbeitslebens in Europa 2010" (Abbildung unten), http://www.i-daf.org/446-0-Wochen-6-7-2012.html.

(10) Siehe hierzu: „Arbeitszeitregime und Fertilität in Europa" (Abbildung unten).

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