An der Sendung waren ja nicht nur die Bundeskanzlerin und der Vizekanzler beteiligt, sondern auch vier Journalisten. Mit deren Rolle beschäftigt sich das Fernsehen, das für die Veranstaltung verantwortlich war, natürlich nicht.
Alle tun sie so, als sei es harmlos, auf „Landesebene“ Koalitionen mit der Linken einzugehen. Und natürlich bestätigen Politikwissenschaftler und Medien, daß eine Ausgrenzung der Linken von der Bevölkerung nicht mehr verstanden werde.
daß die Verwendung von Energiesparlampen sich für den Verbraucher also mit deutlichen Ersparnissen beim Stromverbrauch und bei Ersatzbeschaffungen rasch bezahlt mache und darüber hinaus gut für die Allgemeinheit und die Klimabilanz sei, wenn das alles wahr wäre, was sollte den Verbraucher dazu bewegen, nicht alsbald auf Energiesparlampen umzusteigen? Der Spruch „Geiz ist geil“ bezeichnet ja eine tatsächliche Tendenz: der Verbraucher handelt durchaus kostenbewußt.
Die Tatsache allein, daß die Bundesregierung nicht daran glaubt, die in ihrer Argumentation so überaus evidenten Vorteile von Energiesparlampen würden ausreichen, den Verbraucher zum Nutzer dieser Vorteile zu machen, und deswegen Zwang entfaltet, indem sie die Herstellung von herkömmlichen Glühbirnen verbietet, macht überdeutlich, daß die Argumentation vorne und hinten nicht stimmt.
Es kommentiert die verlesenen Nachrichten und dokumentiert damit die zunehmende Neigung des Fernsehens, möglichst alle Fakten für den Zuschauer zu erläutern, weil er für zu dumm gehalten wird, sich auf vorgetragene Nachrichten selbst einen Reim zu machen.
Der Bundesminister Tiefensee gehört zu den Ministern, die wir lieber heute als morgen loswürden, weil er einfallslos, entschlußschwach und durchsetzungsunfähig ist.