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23.05.2013
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     Alexandra Maria Linder M.A.
Email:   Linder.Weuspert@t-online.de

Geboren 1966 in Kärnten, nach verschiedenen Zwischenstationen mit Ehemann und 3 Kindern im tiefen Sauerland in sanierungsfreudigem alten Bauernhaus ansässig.

Lehre als Reiseverkehrskauffrau, danach Studium der Romanischen Philologie und Ägyptologie mit Abschluss Magister Artium.

Seit 1998 selbständig im Bereich Sprachen (Übersetzung, Lektorat, Unterricht).

Seit 1992 ehrenamtlich im Bereich Lebensrecht und Bioethik tätig, aktuell als stellvertretende Bundesvorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle e.V.) und Leiterin des Telefon-Notrufprojektes vitaL – Es gibt Alternativen. Daneben Vorträge zu den Themen Lebensrecht und Frauenfrage/Familie, journalistische Tätigkeiten unter anderem für LebensForum und Vatican-Magazin.

Buchveröffentlichungen: Geschäft Abtreibung (St. Ulrich-Verlag), Klartext und Klischees - Lebensrecht (MM-Verlag), Die leise Diktatur (Mitautor, MM-Verlag), Abtreibung - ein neues Menschenrecht? (Mitautor, Sinus-Verlag).

 
RSS Blogeinträge von Alexandra Maria Linder M.A.

 
Lebensrecht nur für Verbrecher?
6  Kommentare | Posted 15.02.2013 19:19

In all den Talkshows, die es zur Pille danach und der Geschichte in den beiden katholischen Krankenhäusern gegeben hat, kam ein Aspekt nicht zur Sprache: Das eigentliche, brutale Gewaltverbrechen an der jungen Frau. Das könnte man fast sexistisch nennen. Denn eigentlich ist doch genau hier der Ansatzpunkt für dringenden Handlungsbedarf. Die ganze Diskussion, das ganze Dilemma erübrigte sich, wenn es diese Verbrechen nicht gäbe. Was sind das für Kerle, die so feige sind, dass sie K.o.-Tropfen brauchen, um an eine Frau heranzukommen? Und die Frage, die ich mir als erstes stellen würde: Sollte die Betroffene oder ein Angehöriger diesem Kerl gegenüberstehen, was soll sie daran hindern, ihn auf der Stelle abzuknallen?

Genau: das Tötungsverbot, gegründet auf unser Grundgesetz und in tieferem Sinne auf der Menschenwürde aller Menschen, ohne Ansehen der Person. Seltsam nur, dass dieser Kerl, der sich eindeutig eines widerlichen Verbrechens schuldig gemacht hat, davonkommt, während das vielleicht dabei entstandene, absolut unschuldige Kind problemlos beseitigt werden darf. Irgendwie doch eine Verdrehung der Gerechtigkeit.

Ja, es ist schwer, die Menschenwürde eines brutalen Verbrechers zu respektieren. Umso leichter müsste es uns fallen, die Menschenwürde eines unschuldigen Kindes zu respektieren. Denn genauso, wie mich das Katholischsein, das Grundgesetz, diese Gerechtigkeit daran hindern, den Kerl zu erschießen, hindert mich dieselbe Haltung daran, das Kind zu töten. Deshalb bin ich auch, so schwer das im Einzelfall auch sein mag, gegen Selbstjustiz, gegen Todesstrafe, gegen Euthanasie und alle anderen Formen der Tötung von Menschen. Lebensrecht und Menschenwürde gehen nur ganz, sonst werden sie willkürlich.

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Plötzlicher Stoffwechsel
4  Kommentare | Posted 07.02.2013 10:45

In den 60er Jahren hat man sich größte Mühe gegeben, den Begriff "Mensch" umzudefinieren. Konnte man noch 1963 in amerikanischen Fachbüchern eindeutig nachlesen, dass der Mensch ab der Zeugung beginne, hieß es zwei Jahre später plötzlich, dass er erst ab der Einnistung ein Mensch sei. Der Grund: Pille und Spirale sollten großflächig als Verhütungsmittel angeboten und gewinnbringend verkauft werden. Da aber beide auch nach der Zeugung wirken und man das nicht trennen kann, musste man den Beginn des Menschen umdefinieren, um aus einem bis dato so definierten Abtreibungsmittel ein reines Verhütungsmittel zu machen. Jahrzehntelang fand man in Packungsbeilagen entsprechende, oft vorsichtig formulierte Hinweise auf diese Wirkungsweisen nach der Zeugung und Befruchtung.

Und heute? Heute wollen Pharmakonzerne die Pille danach großflächig anbieten und gewinnbringend verkaufen. Um das nachzuvollziehen, genügt ein einfacher Vergleich: In der Schweiz wurden 2001, als es noch eine Rezeptpflicht gab, 24000 Packungen der Pille danach verkauft (Umsatz bei 17,- Euro pro Packung: 408000 Euro). Im Jahr 2008, nach einigen Jahren freier Verkäuflichkeit, lag die Verkaufszahl bei 93500 Packungen, Umsatz: 1,58 Millionen Euro. Tendenz steigend. Keine schlechte Entwicklung in nur sieben Jahren.

Und noch ein Vergleich: Frankreich verkaufte ohne Rezeptpflicht im Jahr 2002 80000 Packungen der Pille danach für 1,36 Millionen Euro. In Deutschland waren es mit Rezeptpflicht magere 9000 Packungen, Umsatz 153000 Euro. Es möge mir niemand erzählen, diesen Unternehmen ginge es um Hilfe für Frauen.

Auch wissenschaftlich ist die Sache mehr als haarig: So finden sich in spanischen Packungsbeschreibungen der Pille danach eindeutige Verweise darauf, dass Levonorgestrel auch nach der Befruchtung wirkt, indem die Eileiter verlangsamt werden (Kind kann nicht transportiert werden) und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindert wird (Kind kann sich nicht einnisten). Die pharmakologische Beschreibung eines neuen Hormonimplantats von 2012, das ebenfalls auf LNG-Basis wirkt, weist ausdrücklich auf einen Einfluss auf die Gebärmutter hin.

Wenn es bei Gestagen-Produkten (auch Minipillen) keine Wirkung nach der Befruchtung gibt, verwundert es, dass man in jeder Packungsbeilage von Gestagen-Pillen ausdrückliche Warnhinweise vor möglichen Eileiterschwangerschaften findet. Dieses Problem kann nur bestehen, wenn die Pillen eine Wirkung auf den Eileiter haben, und zwar nach der Befruchtung.

Eine spanische Universitäts-Studie aus Cádiz von Juli 2012, von einem Pharmakologen erforscht und geschrieben, ergibt folgendes Ergebnis: Bei einer gesamten Wirksamkeit von 81 % bei Levonorgestrel und einer Wirkung von etwa 50 % vor der Befruchtung müssen nach wissenschaftlichen Untersuchungen die übrigen etwa 30 % ziemlich sicher einer Wirkung nach der Zeugung des Menschen zugeschrieben werden.

Der neue Wirkstoff Ulipristalacetat bei Pillen danach ist stofflich übrigens mit der Abtreibungspille RU 486 verwandt (die innerhalb der etwa ersten sieben Schwangerschaftswochen genommen werden kann, die Gebärmutterschleimhaut ablöst und eine Fehlgeburt verursacht). Hier nur an eine Wirkung vor der Befruchtung zu glauben, ist ebenfalls wissenschaftlich schwer nachvollziehbar.

Es ist doch erstaunlich, welch wundersamen Stoffwechsel ein Produkt erfährt, das den Widerstand der Kirche gegen künstliche Verhütung und Frühabtreibung knacken soll und in den Augen der Hersteller Dollarzeichen blinken lässt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Das Märchen von der Pille danach
8  Kommentare | Posted 24.01.2013 13:00

Es war einmal eine Ideologie, die wollte, dass Frauen genauso sind wie Männer, und dass man gar keinen Unterschied mehr merkt, damit sie alle gleich sind. Deshalb musste man den einzigen nicht zu beseitigenden Unterschied irgendwie in den Griff kriegen und den Sex am besten gleichzeitig vom Kinderkriegen trennen, damit es noch lustiger würde.

Eine schlaue Frau namens Sanger machte das früher mit Sterilisation, vor allem für, wie sie es nannte, "Schwachsinnige" und so. Die sollten nämlich möglichst gar keine Kinder kriegen. Dann traf sie jemanden, der sich etwas ganz Tolles ausgedacht hatte. Eine Pille, die sogar schon ein hochgelobtes Jubiläum hatte. Da aber der weibliche Körper nicht immer macht, was man will, ging das mit dem Trennen nicht so ganz. Diese doofe Pille verhütet nämlich nicht nur, indem sie den Eisprung verhindert. Wenn das Ei nun schon gesprungen ist und einen hübschen Samen gefunden hat, mit dem es sich freudig vereint hat, ist es gar kein Ei mehr. Sondern ein neuer Mensch. Man kann ihn auch Kind nennen. Dieses neue Kind will jetzt, was sein gutes Recht ist, durch den Eileiter in die Gebärmutter wandern, um sich dort gemütlich einzunisten und zu wachsen, bis es nach etwa 9 Monaten zu eng wird. Aber die Gebärmutter ist vielleicht schon von einer Spirale besetzt, die den gemütlichen Einzug verhindert und das Kind gleich wieder rausschmeißt. Und vorher ist da noch die doofe Pille oder die noch doofere Pille danach, die das auch erledigen, wenn sie den Eisprung schon nicht verhindern konnten oder wie die Pille danach eben hinterher genommen werden. Wenn das Kind überhaupt bis in die Gebärmutter kommt. Denn die Pillen machen auch die Eileiter unbeweglicher, so dass es vielleicht schon vorher entsorgt wird.

Als nun die Ideologen und die Pharmakonzerne merkten, dass man das gar nicht trennen kann, beschlossen sie, das ganze einfach mal anders zu nennen. Schwanger? Ach, ist man ab jetzt erst, wenn das Kind in der Gebärmutter ist. Verhütung? Ach, ist ab jetzt alles, was vorher wirkt. Kind hin oder her. Bis in die Gebärmutter nennen wir es einfach mal befruchtetes Ei. Wie bei einem Huhn. Merkt bestimmt keiner. Und wenn das mit der Verhütung nach unserer Art nicht geklappt hat und wir bis in die Gebärmutter gehen müssen, um das unrechtmäßig dort befindliche Kind zu entsorgen, nennen wir das Gebärmutterinhalt oder Schwangerschaftsgewebe. Spart Diskussionen und macht das ganze zu einer harmlosen Sache.

Und mit diesem kleiderlosen Kaiser hantieren alle seitdem herum und kaum einer merkt es mehr. So werden seit der Erfindung all dieser Pillen und Spiralen Millionen von klitzekleinen Kindern entsorgt, ohne dass man es merkt. Millionen von Frauen nehmen ein Zeug, dessen ganze Wirkung sie nicht kennen, weil sie nicht mal im Beipackzettel steht. Und keiner will das mehr wissen. Außer den bösen Lebensrechtlern. Und den bösen Katholiken. Und deshalb schimpft man immer mit denen. Dabei sind sie in dieser Beziehung nur wissenschaftlich genau. Und eben nicht so nackt wie die anderen. Schon blöd für die Ideologen, die ja nix haben außer dieser Lüge. Und schön blöd für die Pharmakonzerne, die ja nix haben außer den Dollarzeichen in den Augen.

Und wenn wir nicht endlich alle aufwachen, geht das noch ganz lange so weiter.

 

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Katholische Krankenhäuser?
3  Kommentare | Posted 18.01.2013 10:28

Frauen, die mit K.O.-Tropfen bewusstlos gemacht und möglicherweise vergewaltigt wurden, wurden von zwei katholischen Krankenhäusern abgewiesen.

Für einen Katholiken ist das in der Tat kau fassbar. Verwaltungsrechtlich mag die Erklärung eines Missverständnisses in Ordnung sein. Menschlich und katholisch betrachtet ist das katastrophal.

Katholiken stehen überall unter Druck. Viele knicken ein, treffen falsche Entscheidungen, halten sich zurück. Menschlich verständlich, der Sache aber schädlich.

Dabei ist es eigentlich nicht schwer: unabhängig von Alter, Zustand, Geschlecht, Hautfarbet etc. immer und überall für Nächstenliebe eintreten und so handeln. Standhaft die Werte vertreten, die für die Menschheit überlebenswichtig sind. Ohne die Auffassung, dass jeder Mensch in jedem Zustand exakt dieselbe Würde hat, sind der Willkür und der Ausuferung in Bereichen wie Abtreibung, PID, Euthanasie und der "Hilfe" zum Selbstmord Tür und Tor geöffnet. Dieses umfassende menschliche Konzept hat schon vor zweitausend Jahren die Menschen fasziniert.

Ja, dafür muss man sich Kritik anhören. Die Pille danach kann man nicht verabreichen, weil sie zu einem hohen Prozentsatz Frühabtreibungen verursacht. Das fügt einer vergewaltigten Frau außerdem in vielen Fällen ihrem ersten Trauma ein zweites hinzu. Das jedenfalls ist die Erfahrung von Frauen, die das durchmachen mussten. Ein katholisches Krankenhaus kann, wenn es katholisch handelt und nicht nur nach Vorschrift, hier eine seelische und menschliche Hilfe anbieten, die andere Institutionen nicht bieten können.
Und es kann medizinisch klären, ob eine Schwangerschaft überhaupt möglich war und man sich über eine solch schwerwiegende Entscheidung überhaupt Gedanken machen muss. Es gibt also weder einen Grund noch eine Rechtfertigung dafür, hier Hilfe zu verweigern, ganz im Gegenteil.

Das eigentliche Problem aber liegt woanders: Dass es solch frauenverachtende Taten gibt. Dass junge Frauen mehr und mehr erleben müssen, wie Sexobjekte behandelt und angesehen zu werden, weil das in der Öffentlichkeit und Werbung vorgelebt wird. Dass junge Frauen ihren Lebenssinn darin sehen sollen, in Prostitutionssendungen demütig hinter einem Rosenverteiler herzuhecheln, statt sich ein selbstbewusstes und selbständiges Leben mit einem echten Partner aufzubauen.

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60 Jahre gegen die Familie
0  Kommentare | Posted 08.01.2013 09:25

Pro Familia feierte gerade seinen 60. Geburtstag. Dazu könnte man viel schreiben. In jederzeit belegbarer, sachlicher Kürze die Fakten: Gegründet von einem Eugeniker, der sich zum Beispiel im Dritten Reich sehr für das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses eingesetzt hat (Hans Harmsen), hat sich Pro Familia erst 1984 von seinem bis dahin hochgeschätzten Gründer distanziert. Unter Schwangeren ist allgemein bekannt, dass, wenn man einfach nur einen Schein haben will, um abtreiben zu können, ein Kurzbesuch in einer PF-Beratungsstelle genügt. In Schulen, wo PF unbehelligt agieren kann, weiß man: Du kannst machen, was Du willst, es gibt ja Verhütung und Abtreibung. Von Verantwortung oder den Risiken und Unsicherheiten der Verhütung, von einem vor der Geburt getöteten Kind ist nicht die Rede (dort heißt das: Gebärmutterinhalt, Schwangerschaftsgewebe etc.). Geprägt ist der Verein von zwei Interessenkonflikten: 1. Pro Familia sowie dessen Dachverband IPPF lehnen jegliches Gesetz in Bezug auf Abtreibung komplett ab. Weltweit kämpft man zur Zeit gemeinsam für ein "Frauenrecht auf Abtreibung". Erstaunlicherweise aber arbeitet PF mit seinen vielen, gut finanzierten Beratungsstellen unkontrolliert und natürlich lupenrein genau innerhalb eines solchen Gesetzes, das seiner ideologischen Ausrichtung vollständig widerspricht. 2. PF betreibt selbst Abtreibungseinrichtungen, in denen man viel Geld verdienen kann. Gleich nebenan berät der Verein aber natürlich vollkommen objektiv auch zum Leben hin. Ein gutes Jahr, um solch unheilige Scheinkühe einmal anzugehen.

 

 

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Umfrage

Werden die Grünen jetzt ihre pädophile Vergangenheit aufarbeiten?

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Ergebnis

Im Fokus

Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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Spruch des Tages
"Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf." - Theodor Fontane

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