Früher konnte ich das auswendig. Ich habe das sehr gemocht. Ich mag immer noch die sparsamen Zeichnungen von Edward Gorey, so duster, so rätselhaft. Da klingelt es nachts an der Tür.
„Eine neue Ära hat im deutschen Bundestag begonnen.“ So heißt es in der Berliner Erklärung, in der sich eine Reihe von prominenten Erstunterzeichnerinnen für eine Quote in Aufsichtsräten stark macht. Da werden große Töne angeschlagen:
Gleich der erste Satz lautet: „Seit über 60 Jahren gilt in Deutschland laut Grundgesetz, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind.
Wie immer am Anfang eines neuen Jahres fragen wir uns bang und erwartungsfroh, was uns die Zukunft bringen mag. Der Futurist weiß es. Und wer ist das nun wieder?
„Futurist“ ist der Name eines Weblogs, das sich mit Zukunftsthemen befasst. Der Text erschien voriges Jahr um diese Zeit – also passend zum Anfang des neuen Jahrzehnts und sagt das Platzen einer Blase voraus, diesmal das Platzen der so genannten „Misandry bubble“, der Männerfeindlichkeits-Blase.
Der Text ist allein wegen seiner Materialfülle an der Grenze des Lesbaren und geht gelegentlich über das hinaus, was das Wörterbuch hergibt.
Erinnert sich noch jemand an die ‚Vorwerk’-Werbung, bei der eine Frau auf die Frage nach ihrem Beruf stolz verkündete: „Ich leite ein erfolgreiches, kleines Familienunternehmen!“? Ein wahres Wunderding, dieser Staubsauger.
Denn eine Familie ist heute nicht erfolgreich, sie gilt als „Auslaufmodell“.
… ist diesmal etwas für Hörer:
Am 24.12. um 16.00 Uhr, einer prima Zeit, „prime time“ sozusagen, kommt auf Deutschlandradio Kultur eine von mir geschriebene und gelesene Weihnachtsgeschichte, in der es darum geht, dass man nicht so viele Fragen stellen soll.