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23.05.2013
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     Ferdinand Knauß
Email:   ferdinandknauss@aol.com
Blog:  http://www.brainlogs.de

Seinen ersten Artikel schrieb Ferdinand Knauß, Jahrgang 1973, für die Rheinische Post über einen Düsseldorfer Friseur in Tokio. Dieser Erfolg motivierte ihn nach dem Studium der Geschichte und Japanologie, sich bei der Financial Times Deutschland als Volontär zu bewerben. 2005 bis 2010 verantwortete er dann im Handelsblatt die wöchentlichen Seiten über Natur- und Geisteswissenschaften. 2008 gründete er den Blog "Geschlechtsverwirrung". 2010 war Knauß Fellow der Volkswagenstiftung beim Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. 2011 wechselte er die Seiten und wurde Pressesprecher im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Seit Juni 2012 ist Knauß Redakteur bei wiwo.de. 

 
RSS Blogeinträge von Ferdinand Knauß

 
Der Quotenstaat opfert die Gleichberechtigung
3  Kommentare | Posted 21.05.2013 10:33

Angekündigt war eine Podiumsdiskussion über Frauenförderung. Aber diskutiert wurde am Dienstag beim Brunch der Personalberatung PEAG im Düsseldorfer Ständehaus nicht. Auf dem Podium saßen die nordrhein-westfälische Ministerin für Emanzipation Barbara Steffens von den Grünen und die Vizepräsidentin der Westfälischen Hochschule Katrin Hansen. Und die waren sich einig: Wir brauchen Frauenquoten. Auch die moderierende Handelsblatt-Redakteurin wollte sich offensichtlich gar nicht vorstellen, dass irgendjemand etwas gegen Quoten haben könnte. So war das Gespräch, was Gespräche über dieses Thema in Deutschland fast immer sind: ein kollektiver Monolog, in dem die Sinnhaftigkeit der Quote nicht begründet, sondern vorausgesetzt wird. ...

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Akademisierungswahn
6  Kommentare | Posted 24.03.2013 18:46

Alternativlos ist nach Ansicht der im Bundestag vertretenen Parteien nicht nur die Eurorettung. Einig ist man sich auch in einer Grundsatzfrage der Bildungspolitik: Die starke Zunahme der Studentenzahlen wird von allen begrüßt und weiter gefördert. Jeder neue Höchststand wird als Erfolgsmeldung präsentiert. Und alle fordern, mehr Geld zur Bewältigung des gewollten Andrangs locker zu machen. Gestritten wird nur darüber, wie viel der Bund und wie viel die Länder für die Ausweitung des "Hochschulpaktes" bezahlen sollen.

Eine parteienübergreifende Koalition verkauft uns wachsende Studentenzahlen als Erfolg kluger Bildungspolitik und Antwort auf die technologischen und sozialen Anforderungen der künftigen Arbeitswelt.

Den vollständigen Beitrag findnen Sie hier


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CDU - Die Partei der reinen Leere
1  Kommentare | Posted 12.03.2013 17:14

Der Streit in der CDU um die so genannte Homo-Ehe nimmt kein Ende. Mittlerweile haben sich die meisten Parteigranden zu Wort gemeldet. Aber was haben sie gesagt? Warum nur kann man sich an kein einziges Argument erinnern? Weil es keines gab.

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Die Inflation des Abiturs
0  Kommentare | Posted 24.02.2013 19:25

Die Schulen sind zum Experimentierfeld einer völlig enthemmten Bildungspolitik geworden. Gerade erst hatten alle Bundesländer außer Rheinland-Pfalz die Umstellung auf "G8", also das achtjährige Gymnasium mit dem Abitur nach 12 statt wie bislang 13 Schuljahren, beschlossen. Nach den ersten Erfahrungen in der Praxis gab es harsche Kritik von Schülern, Eltern und Lehrern - eine Emnid-Umfrage zeigt, dass neun von zehn Müttern oder Vätern gar nichts vom "Turbo-Abi" halten. Und umgehend rücken jetzt viele Länder zumindest teilweise wieder davon ab. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits einige Modellschulen, an denen G9 wieder eingeführt wurde, ähnliches gilt für Schleswig-Holstein. Baden-Württemberg will seinen Schulen die Entscheidung überlassen, Bayern erlaubt Schülern, freiwillig ein Jahr länger zu bleiben.

Tatsächlich ist allerdings die heiß diskutierte Frage, ob nun G8 oder G9 besser ist, nicht die wirklich entscheidende. Hinter der Fassade des Streits um das Turbo-Abi geschehen an unserem Schulsystem nämlich Veränderungen, die einschneidender sind, als die Frage nach dem pro oder contra für ein Schuljahr, das in der Realität ohnehin eher ein halbes als ein ganzes Unterrichtsjahr war und ist. Nicht wann oder wie lange unsere Schüler lernen ist entscheidend, sondern was und ob sie mit einem Abiturzeugnis tatsächlich "hochschulreif" sind. Die Entscheidungen darüber fallen aber ohne öffentliche oder parlamentarische Debatten in den Hinterzimmern der Exekutive.

 

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Ich bin gerne Dilettant!
2  Kommentare | Posted 24.02.2013 19:22

ournalisten freuen sich normalerweise, wenn ihre Artikel bei Lesern etwas auslösen. Am liebsten liest man natürlich Rückmeldungen wie „Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel“ oder „Das ist die Art Journalismus, die sicherlich nicht nur ich seit langer Zeit vermisse“ oder – mein Favorit – „Wow! Was schreibt ihr in letzter Zeit für geile Artikel?“

Diese Kommentare bezogen sich auf meinem kritischen Artikel über die Enquête-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Bundestages. Aber nicht alle Leser waren so begeistert. Vor allem diejenigen, die ich kritisierte, nicht. 

„Die Reputation des Journalisten in Zweifel zu ziehen, ist absolut gerechtfertigt“, meinte der zuständige Referent der Unionsfraktion in einer internen Mail an die Kommissionsmitglieder, die mir zwei andere Mitglieder – ungebeten – zugänglich machten. „Herr Knausch [sic!] hat Geschichte und Japanologie studiert und ist – wie der Artikel auf wiwo-online deutlich zeigt – in volkswirtschaftlichen Themenfeldern ein Dilettant.“


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Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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Spruch des Tages
"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muß man erst richtig anfangen!" - Konrad Adenauer

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