Wer meine diversen Internetpräsenzen kennt, weiß, dass ich mich in einem Verein engagiere, der “Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.” heißt. Ich bin dort stellvertretender Vorstandsvorsitzender und mit der Gründerin, Frau Gerke Minrath, gut befreundet. Frau Minrath ist im Übrigen keine Polizeibeamtin, sondern “nur” eine Bürgerin, der es am Herzen liegt, uns Polizisten den Rücken zu stärken. Sie hat verstanden, dass eine starke Polizei auch einen starken Rechtsstaat bedeutet.
Der Verein verfügt auch über eine Facebook-Seite, die von mehreren lieben Menschen, auch von Nicht-Polizisten, administriert wird. Ja, auch von mir. Leider komme ich recht selten dazu, dort wirklich tätig zu werden. Die Seite ist sehr beliebt und ihre Anhänger bilden eine Querschnitt durch alle Schichten, Berufsgruppen, ethnische Zugehörigkeiten, etc.
Nun ist diese Seite immer wieder “Polizistenhassern” aufgefallen, die dann sogleich ihre Meinung dort kundtaten. Da wir als Verein natürlich auch für die freie Meinungsäußerung stehen, wurde dies immer toleriert, solange sich alles auf einer sachlichen und legalen Ebene abspielte. Wer sich nicht an die einfachsten Umgangsformen halten konnte, flog raus – ungesehen seines Berufes oder gar seiner Rasse.
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In dieser Woche ist unsere Seite wohl in das Fadenkreuz vieler “Fußballfans” geraten, die über zu viel Tagesfreizeit verfügen. Auf mehreren “Fanseiten”, die ich hier nicht näher bezeichnen möchte, um dieser geistigen Diarrhoe nicht auch noch ein Forum zu bieten, wird offen zum Spamangriff gegen die Facebook-Seite aufgerufen. Wer sich diese Seiten genauer anschaut, dem kann eigentlich nur übel werden. Da wird zur Gewalt aufgerufen in einem Stil, der auf bildungsferne Schichten als Verfasser schließen lässt. Zu allem Überfluss werden diese Schmähseiten anscheinend auch noch von so vielen geistigen Glanzlichtern gelesen, dass diese sich in Ermangelung einer sinnvollen Betätigung dazu genötigt sehen, diesen Aufrufen zu folgen. Und so wurde unsere Seite mit sinnfreien Kommentaren überflutet. Wir Administratoren konnten gar nicht so viel löschen, wie wir bei dieser Arbeit hätten kotzen können. Wir sind immer für eine sachliche Debatte zu haben. Was dort aber auf die beiden “diensthabenden” Admins einstürmte, spottet jeder Beschreibung. Das hatte auch nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, sondern es handelte sich schlicht um eine dumme Hetzkampagne.
Schließlich entschied sich unsere Vorsitzende nach Rücksprache mit dem Vorstand, die Seite vorübergehend vom Netz zu nehmen.
Ich bin der Meinung, dass das Verhalten dieser “Ultras” durchaus den Rückschluss auf ihre verminderten geistigen Fähigkeiten erlaubt. Uns kam der Vergleich mit der gemeinen Eintagsfliege in den Sinn, die über ein Kurzzeitgedächtnis von ca. einer Sekunde verfügt und deshalb immer wieder munter gegen die gleiche Fensterscheibe fliegt. Genauso langlebig wie diese Insekten werden wohl auch die Bemühungen sein, unsere Arbeit zu torpedieren.
Glaubt ihr tumben ACAB-Schreier eigentlich, dass ihr uns damit wirklich beeindruckt? Im Leben nicht! Im Gegensatz zu euch haben wir nämlich nicht nur die Moral auf unserer Seite, sondern auch das Gesetz!
Stellt euch also schon mal auf die eine oder andere Strafanzeige ein. Facebook ist natürlich auch informiert, wenn es bisher auch noch nicht reagiert hat. Die Erfahrung zeigt aber, dass man in diesem Unternehmen etwas braucht, bis solche Seiten gesperrt werden. Wenn das dann aber passiert – und davon gehe ich aus – habt ihr euch schön selbst ins Knie geschossen! Eure tollen Demagogen-Seiten werden dann nicht mehr von Tausenden gelesen und “geliked”.
Ich mache mir da keinerlei Illusionen, dass da nicht sofort gleichartige Seiten nachwachsen werden. Wir haben diesen Streit aber nicht vom Zaun gebrochen und für uns bedeutet er die Möglichkeit, die Rechtsstaatlichkeit unseres Handelns unter Beweis zu stellen.
Wir werden uns eurer Hetze nicht beugen und wir werden uns nicht auf euer Niveau herablassen!
Neulich im – nein, nicht im Nachtdienst – Krankenhaus! Ich lag da so nutzlos rum und beschäftigte mich mit der zweitwichtigsten Sache der Welt – dem Internet. Wie der gewogene Leser vielleicht weiß, bin ich auch bei der Microbloging Plattform Twitter recht aktiv.
Meine Erfahrung mit dem türkischen Straßenverkehr begann schon auf der Busfahrt vom Flughafen zum Hotel. Ich ließ die für mich komplett neuen Eindrücke dieses Landes nichts ahnend auf mich wirken, als wir rechts von einem – nun ich denke es sollte ein Motorroller sein – überholt wurden.
Neulich musste ich in meiner lokalen Tageszeitung, oder besser in deren Onlineausgabe, etwas für mich geradezu Bestürzendes lesen.
Da gibt es in meiner Heimatstadt wohl Nachbarn, denen es nicht ausreicht, sich gegenseitig das Leben zur Hölle zur machen, sondern eine der Parteien hat eigens dafür noch eine Internetseite gegründet, um die schmutzige Wäsche mit möglichst großem Publikum waschen zu können.
Dem Artikel musste ich entnehmen, dass diese Onlinenachbarn auch noch Videokameras auf ihrem Grundstück installiert haben, um das Umfeld, sprich die verhassten Nachbarn, immer im Auge behalten zu können.
Der ganze Artikel war in einem launigen Stil gehalten, als sei es das Normalste der Welt, dass genervte Nachbarn zu Big Brother mutieren.
Ich verlinke hier bewusst weder den Artikel, noch die Streit-Homepage.
Da ist sie wieder: Die ewige Debatte, ob der Staat (oder ein Bundesland) sich in so vielen Bereichen teure Beamte leisten muss?
Die CDU-Fraktion im NRW Landtag hat ein Konzept erarbeitet, das vorsieht, die Polizei durch Hilfskräfte zu verstärken.