AUFRUF
1 Kommentare | Posted 10.05.2013 12:11
Diese Lobbygruppe vermittelt fälschlicher weise den Eindruck, dass sie für “die” Frauen spricht, in realiter arbeitet sie nur für den eigenen Machterhalt und Gewinn. Dafür hat sich die Frauenquote als ein probates Mittel erwiesen.
Die Frauenlobby wurde in den letzten 10 Jahren mit 3-stelligen Millionen Beträgen gefördert. Mit diesen Fördergeldern installierte sie ihre Infrastruktur, bestehend aus Hunderten von „Frauenbeauftragten“ (später „Gleichstellungsbeauftragten“). Ihr Hauptziel war es, die Frauenquote in der öffentlichen Verwaltung ein zu führen. Das ist ihr mit einer Top down Strategie bundesweit – auf Basis des Bundesgleichstellungsgesetzes – gelungen: der Frauenanteil liegt in weiten Bereichen des im öffentlichen Dienstes über 30%. Diese „Erfolgsstory“ blieb allerdings in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.
Die Gleichstellungsinfrastruktur in der Bundesverwaltung war eine notwendige Voraussetzung, die letzte Bastion zu nehmen: die gesetzliche Frauenquote für die Privatwirtschaft, der „Königsweg“ der Frauenlobby. Das Feld ist bestellt. Wiederum von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, haben die Großfirmen in den letzten 1 – 2 Jahren sogenannte „Diversity“ Verantwortliche auf Vorstandsebene installiert. Sie übernehmen im Grunde genommen die Aufgaben einer „Frauenbeauftragten“ des Unternehmens. Sie bereiten mit internen Lehrgängen die Top down – Einführung der Frauenquote im Unternehmen vor - mit Unterstützung der Betriebsräte. So werden bereits in einigen Fällen in der firmeninternen Führungskräfteplanung Spitzenplätze für die internen oder externen Quotenfrauen („Seiteneinsteigerinnen“) frei gehalten. Und das Alles wird wiederum (wie im öffentlichen Dienst) ohne innerbetriebliche Meinungsfindung von oben verfügt. Dieses undemokratische Vorgehen könnte zur Achillesferse der Frauenlobby auswirken:
Ein Aufbegehren der Betroffenen war ab zu sehen. Die Daimlermänner machten mit ihren kritischen Kommentaren gegenüber ihrer Unternehmensführung den Anfang, s. unseren Aufruf. Sie werden nicht die letzten sein. Besonders dann, wenn die Sanktionen der gesetzlichen Frauenquote bei Nicht-Einführung der gesetzlichen Quote (Reduzierung der Boni, Wegfall der Börsenzulassung etc.) bekannt werden.
AGENS wird sich zunehmend mit den psycho-sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Frauenquote befassen. Als ersten Schritt suchen wir den Kontakt mit den bereits jetzt schon Betroffenen. Wir bieten ihnen (Männern UND Frauen) mit unserem Aufruf eine Plattform mit der notwendigen Vernetzung. Rufen Sie uns an (Tel Nr. unterhalb des Aufrufs) oder schreiben Sie uns ein Mail ( info@agensev.de ). Ihre Informationen/Kurzberichte werden wir anonym behandeln, sammeln und auswerten und dann daraus eine Kampagne, zusammen mit den einschlägigen Verbänden starten.
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Girls` Day: erfolgloses Schnuppern
1 Kommentare | Posted 06.05.2013 15:27
Das sind Bilder in den meisten Printmedien anlässlich des jährlichenGirls’ Day. Auch sonst sieht man überwiegend Fotos von Mädchen, bzw. Frauen in berufsbezogenen Artikeln – obwohl die Häufigkeit solcher Bilder Fotos nicht mit Häufigkeit von Frauen und Mädchen in Männerberufen zu tun hat…… Man hat unwillkürlich den Eindruck, dass das Programm sein könnte. Gibt es auch entsprechende Bilder von fröhlichen Jungen in Krankenhäusern oder Altersheimen? Wohl weniger, obwohl es auch einen „Boys Day“gibt, besonders in den Pflegeberufen
Die wenigsten Zeitungsleser kennen vermutlich die Hintergründe der Regierungskampagne „Girls’ Day“, bzw. „Boys’ Day“ zusammengefasst zum „Zukunftstag“. Ziel war es zunächst, Mädchen für Männerberufe zu interessieren. So weit so gut. Das versuchen Wirtschaft und Politik, Berufsfachverbände und IHKs vor Ort schon seit langem. Die Girls’ Day – Kampagne ist im Gegensatz dazu nicht arbeitsmarkt-politisch angelegt, sie unterfüttert ihre jährlichen Aktionen mit der „Gender – Ideologie“. Sie versucht ganz bewusst, die klassischen Rollenbilder von Mann und Frau zu hinterfragen, mit dem Leitmotiv „Frau kann auch Mann, manchmal sogar besser“. Den Versuch, Mädchen in Männerdomänen zu hieven, folgte dann zwangsläufig auch, Jungen für weibliche Berufe zu interessieren – quasi als Kompensation - so entstand der „Boys’ Day“. Das war nicht nur eine Alibi-Aktion, sondern es sollte auch den Rollentausch in der Arbeitswelt mit dem Leitmotiv „Männer in die Pflege und Erziehung“ vollenden. Neue Bilder vom Menschen, Umerziehung, sind das nicht Elemente, die man in totalitären Systemen wieder findet? Wenn dem so ist, wo bleibt dann die öffentliche Empörung? Eine Antwort wäre: Uns ist das “Gefühl für das Normale verloren gegangen” (Robert Spaemann).
Zurück zu den Mädchen- und Jungentagen. Diese Aktionen haben dem Steuerzahler bisher über 10 Millionen € gekostet. Gefördert wurden Sie bezeichnenderweise vom Frauenministerium und nicht vom Arbeitsministerium…… Und wie sieht das nachweisbare Ergebnis der Föderung aus? Bezogen auf das Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen waren die drei meist gewählten Ausbildungsberufe in 2011/12 (aus einer kürzlich veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit):
von Männern: Mechatroniker, Einzelhandelskaufmann, Industriekaufmann von Frauen: Bürokauffrau, Verkäuferin, Medizinische Assistentin (und Friseurin an 4. Stelle)
Wie man leicht sehen kann: Das klassische Berufswahlverhalten von Jugendlichen ist fast unverändert. Auch im zeitlichen Verlauf geben alle Statistiken das gleiche Bild: das Berufswahlverhalten der Mädchen (und auch der Jungen) änderte sich in den letzten zehn Jahren nur marginal im Zehntel Prozentbereich.
Die Gründe dafür sind evident: Frauen gestalten ihre Lebensentwürfe schon seit eh und je individuell, weil sie u.a. ihre in den letzten Jahren gewonnene Wahlfreiheit schätzen und nutzen. Zum Anderen ist das Berufswahlverhalten von Jugendlichen immer noch vom familiären Kontext und von der Positionierung in ihren Peer Groups abhängig. Außerdem darf man nicht vergessen, dieses eintägige Schnuppern in männer-dominanten, bzw. frauen-dominierten Berufen kann jeweils für das andere Geschlecht das Gegenteil bewirken. Als Frau in Männerberufen – und umgekehrt – wird man sich in der ersten Entscheidungsphase zumeist unwohl fühlen und sich kaum in ein solches Abenteuer einlassen.
Übrigens: die neue Bundesregierung muss über die Finanzierung des Girl’s Day, 2. Phase, noch in 2013 entscheiden…….
AGENS meint:
Zehn Mio. Euro Steuergeldern ohne nachweisbares Ergebnis – das ist ein Fall für den Bundesrechnungshof. Wenn dann im Laufe dieses Jahres die Vorbereitung für die 2. Phase startet, bleibt ab zu warten, welchem “neutralen” Institut durch das Bundesfrauenministerium die Evaluierung der 1. Phase anvertraut wird. Das wird nicht sehr leicht sein und kann nicht im Verborgenen ablaufen, denn die kritischen Stimmen zum Girls’ Day mehren sich…..
AGENS schlägt eine Umschichtung der Mittel ab 2014 vor. Eine Umschichtung für eine ideologiefreie Jugendarbeit für Mädchen und Jungen, die die Identitätsbildung des Elternhauses kontinuierlich mit Aktionstagen unterstützt und nicht hinterfragt bzw. als „verkrustet“ diffamiert. Die Kritik der klassischen aber”verkrusteten” Rollenbilder durch die KiTas und Schulen trägt erheblich zur Verunsicherung der Jugendlichen bei. Denn die sogenannte „Gender“-Pädagogik vermittelt den Schülern eine künstliche Welt, die mit dem realen Umfeld der Kinder zu Hause und in ihren Freundeskreisen wenig gemein hat.
Generell kann es nicht Aufgabe einer Regierung sein, sich in Rollenbilder und Berufswahlverhalten ihrer Bürger einzumischen, erst recht nicht, wenn dies ideologisch von oben herab verordnet und gesteuert wird und diese Einmischung dem überwiegend vorhandenen Familien- und Freundesleben nicht entspricht. Warum nicht? Die Gleichstellerinnen sitzen in den Berliner und kommunalen Amtsstuben und nehmen für sich in Anspruch, „die“ Bürger und besonders die Frauen draußen, bevormunden zu können. Sie propagieren, z. B. den Vollzeiterwerb für Frau und Mutter durchsetzen zu können, übersehen dabei aber geflissentlich, dass die heutigen Frauen noch nie so viel Wahlfreiheit wie heute genießen können und……es auch tun. Die positive Folge: Studentinnen überholen Studenten in einigen Fächern und sogar noch mit besseren Abschlüssen – nicht nur durch spezifische Frauenförderung, sondern auch durch eigene Leistung. Die Frauenförderung durch Quote in der Privatwirtschaft ist eine ganz andere Geschichte, sie hat weniger was mit der eigenen Leistung zu tun, sondern überwiegend mit der Staatsideologie Feminismus und Fragen der Macht…
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Kinder, ein "öffentliches Gut..., wie die Straßenbeleuchtung"
10 Kommentare | Posted 06.03.2013 11:11
Kinder als verfügbares Objekt für die Bundesregierung – so eindeutig war es bisher kaum aus dem „Familien”- Ministerium zu hören. Das Kabinett hatte am 30.1.2013 obigen Kinder- und Jugendbericht verabschiedet. Er wird alle 10 Jahre durch, von der Bundesregierung berufenen, Experten erstellt.
Kinder als Objekt der ”öffentlichen Verantwortung”
Nach dem Kabinettsbeschluß erklärte die Familienministerin in ihrer Rede vor dem Bundestag: „In den letzten Jahren haben wir eindeutig eine Zunahme der öffentlichen Verantwortung festzustellen, ohne – so die These des Berichts – dass deswegen die familiäre Verantwortung zurückgehen würde. Die beiden Bereiche sind also nicht wie kommunizierende Röhren zu verstehen, sondern oft befähigt erst die öffentliche Verantwortung die Eltern, der familiären Verantwortung nachkommen zu können.
Die „Zunahme der öffentlichen Verantwortung“ wird offenbar als ein Synonym für die zunehmende Verfügungsgewalt des Staates auf das Objekt „Kind“ verstanden. In dem oben zitierten Bericht heißt es weiter zum Thema Familie: ” …die Familie bleibt das mit Abstand einflussreichste „Soziotop“ für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. In der privat-familialen Lebenswelt erfolgen nach wie vor die wichtigsten Entwicklungen, die das Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen betreffen.“ Welch unerwartetes Zugeständnis im Beamtendeutsch, was allerdings im Folgetext verschwurbelnd relativiert wird:
Verlust der Kindheit
„Insbesondere mit Blick auf die öffentliche Verantwortungsübernahme lässt sich festhalten, dass Kindheit inzwischen eben mehr ist, als das Aufwachsen in den Binnenlogiken der Familie: Kindheit und Jugend spielen sich in einem System verschränkter Verantwortlichkeiten ab, das von mehreren Akteuren – öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und privaten – beeinflusst wird“.
Mit einem unerträglichen Verordnungsdeutsch wird hier der Verlust der Kindheit in einer kaum nachvollziehbaren Gefühlskälte nicht weiter thematisiert, ja hingenommen. Verantwortlich dafür sei ein anonymes(!) ”System verschränkter Verantwortlichkeiten”. Auf diese Art und Weise nimmt sich das “Familien” – Ministerium aus der Schußlinie und es kann fortfahren mit seiner Übernahme der Verantwortung für die Familie genau so ex cathedra und undemokratisch wie in totalitären Systemen - sei es in Nazi-Deutschland oder der DDR. Typisch für eine totalitäre Sprache ist weiterhin die mehrdeutige Begriffswahl, hier sind es die „Akteure“……. Da hätten wir denn doch gerne Genaueres gewusst. Aber das Konkrete ist nicht gewollt, eher das Undefinierbare, das Unfassbare. Es ist anzunehmen, dass mit “Akteuren” die Institutionen (Verbände, Medien?) gemeint ist, die sich unerkannt von der Öffentlichkeit mit dem “Familien” – Ministerium haben gleichschalten lassen.
Die treibende Kraft: der “Zeitgeist”……
Wie zu erwarten, kommt irgendwann mal der “Zeitgeist” ins Spiel – wieder so ein anonymes, neutrales Etwas. Er muß dafür herhalten, wenn verordnete Meinungen einer Staatsideolgie zu “Trends” umdefiniert werden. Handelnde Personen sind dann nicht im Ministerium zu finden, sondern mutieren zu “Anforderungen” von außen (s.u.). Der Zeitgeist ist die treibende Kraft, die die Bedeutung der Familie für die Gegenwart in Frage stellt. In wolkenreicher Sprache soll dem Leser sodann vermittelt werden, das alles wieder gut wird: “offener”, pluraler” usw. Ob das die Betroffenen, d.h. die Kinder wohl auch so sehen?
„Gleichwohl ist festzustellen, dass sich die Anforderungen an Familien verändert haben: bildeten sie früher im Koordinatensystem des Aufwachsens den Mittelpunkt, sind nun in diesem System weitere zentral bedeutsame Punkte entstanden. So führt der Ausbau der Betreuung für Kinder unter und über drei Jahren dazu, dass die öffentlichen Akteure (hier sind sie wieder..) im Leben der Kinder stärker präsent sind…..Kinder erleben damit keine reine „Familienkindheit“ mehr (!!!!), wie sie noch vor wenigen Jahrzehnten in Westdeutschland üblich war. Sie wachsen in einer betreuten Kindheit auf…….in der Summe werden ihre Lebenswelten offener, pluraler, individueller, vorläufiger. Die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in ein ideologisches und wertgebundenes stabiles Koordinatensystem wird fragiler“.
Die Eltern: eine Restgröße
Es ist unfassbar, mit welchem Sarkasmus die sogenannte “Familienkindheit” und ihr Wertesystem als „fragil“ abgewertet wird. Und die Eltern? Keine Sorge, sie tragen noch „Verantwortung“, aber nur eine, die von den staatsideologisch gesetzten Institutionen zugelassen wird. Eigenständigkeit der Elternschaft und Wahlfreiheit verkümmern zu Fremdwörtern, da nicht gewollt:
„Dennoch werden Eltern dadurch nicht bedeutungslos, im Gegenteil: sie müssen nun neue Entscheidungen treffen, etwa eine Einrichtung der Kindertagesbetreuung auswählen, einen von ihnen als angemessen betrachteten Startzeitpunkt des Kindes in die institutionelle Betreuung festlegen oder die Kommunikation mit dem Personal der Kindertagesbetreuungseinrichtung regeln“. Welch blanker Zynismus! Unter den Autoren des Berichtes kann es eigentlich keine Eltern geben, denn welcher Elternteil kann seine eigene Bedeutungslosigkeit derartig emotionslos beschreiben??? Selbstverständlich stehen die Erkenntnisse der Bindungstheorie einem solchen ”Social Engineering” im Wege.
Das fällt auf:
- In keinster Weise wurde in dem Regierungsbericht versucht, auf die Gefühlslage der betroffenen Kinder und Jugendlichen einzugehen.
- Das Menschenbild der Ministerialbeamten, das Menschen als Objekte, als Verfügungsmasse der Politik betrachtet, ist so eindeutig bisher kaum in Regierungspapieren beschrieben worden.
- Das Familienministerium setzt sich ein für “Kinderrechte ins Grundgesetz”, mit der Begründung: “…..ein Kind …..ist ein Wesen mit eigener Menschenwürde”. Wenn das so ist, kann es kein Objekt, bzw. öffentliches Gut sein.
- Die dreiste Offenheit, mit der z. B. über die Zerstörung der Normalfamilie berichtet wird, zeigt auf, dass die Autoren im “Familien” – Ministerium keinen Widerstand, geschweige denn Empörung über den Bericht in der Öffentlichkeit, befürchten.
- Es gibt im Bundestag offenbar zum Thema “Kinder- und Jugendpolitik” kaum eine parlamentarische Opposition – ähnlich wie zu anderen Themen der feminisisch geprägten Frauenlobby. Eine Ausnahme: die Betreuungsgeld-Debatte. Sie war allerdings eine reine Stellvertreterdebatte, denn es ging dabei nicht um das Betreuungsgeld. Es ging in der damaligen Bundestagsdebatte schlicht um die Zukunft der klassischen Familie, dem überwiegend gelebten Modell einer Familie.
Umerziehung der Kinder und Jugend
Deutschland ist dabei, das dritte Mal (innerhalb von nur 80 Jahren) die „Umerziehung einer Nation“ (Spiegel-Titel 1/2007) mit der Bildungspolitik zu betreiben, nach dem Motto “Schule als ideologische Anstalt”. Und die Öffentlichkeit? Keine Institution empört sich, weder die Kinderkommission des deutschen Bundestages, noch der Deutsche Kinderschutzbund…..
Das Programm ”Fremdbetreuung” mit einer Art sozialistischem Menschenbild, stellt zudem, und das ist viel folgenreicher, einen sozialistischen „Großversuch“ dar, mit dem eine „neue Generation von Menschen“ geschaffen werden soll, so das Original-Zitat von Alva Myrdal, der Gründerin der schwedischen Kindertagesstätten. Ganztagsbetreuung der Kinder würde – so Alva Myrdal – Menschen schaffen, die besser in eine „neue Welt“ passen und zudem die „Hindernisse für die Emanzipation der Frau“, nämlich die Kinder, beseitigen helfen. Übrigens: die Verringerung des familiären Nettoeinkommens durch die Regierung in Schweden war dabei sehr hilfreich, die Frauen in die Erwerbstätigkeit und Kinder in die KiTas zu zwingen.
Und wieder wird in Deutschland einmal eine Generation Kinder viele Jahre später ihre Väter und Mütter fragen: “…und warum habt Ihr dagegen nichts getan?” Die Antwort wird sein: „wir haben nichts davon gewusst!“ Das ist sogar verständlich. Denn: welche normalen Eltern tun sich heute den Tort an, den oben zitierten Regierungsbericht und die dazugehörigen 82 Seiten der Studie durchzulesen?
Dieser Beitrag erschien zuerst auf agensev.de.
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Die Hauptverdienerin
3 Kommentare | Posted 29.11.2012 20:38
Das Betreuungsgeld ist durch, aber die ideologische Debatte über die Familie wird an Stärke zunehmen. Warum? Irritierend fragt der Bundesbürger nach dem Grund für die jahrelangen, unsäglichen Grabenkämpfe um das Betreuungsgeld. Als ob es um die Zukunft des Landes geht….Es geht.
Es ging nicht nur um die Verabschiedung eines Gesetzes oder um das innerparteiliche Vorgeplänkel, sondern um die Rolle der Frau als Mutter und um unsere kommende Generation und damit in der Tat um die Zukunft unseres Landes. Es geht auch um den Staatsfeminismus, der bisher mit seinen unterschwelligen Agitationen die Öffentlichkeit bewusst gemieden hat. Wir wurden mit der Bundestagsdebatte erstmalig Zeuge des jetzt offen ausgetragenen Kampfes um die Deutungshoheit in der Familienpolitik. Für Ministerin Schröder ist das der Kampf zweier Rollenleitbilder: auf der einen Seite das feministische, einer selbsternannten Quasi -” Frauenelite“ und auf der anderen Seite das “klassische” Familien-Leitbild.
Ob das knappe Abstimmungsergebnis für das Betreuungsgeld im Bundestag das Stimmungsbild im Lande wiedergibt war, sei dahingestellt. Es zeigt aber, dass der Staatsfeminismus nicht unbedingt so fest in der Politik - geschweige denn in der Bevölkerung – verankert ist, wie es bisher den Anschein hatte. Denn Frauenförderprojekte wurden bisher (mehrheitlich von Männern) im Bundestag durchgewunken. Einesteils wohl aus Unwissen, andernteils aus Desinteresse („Gedöns“). Auf diese Weise gelang dem Staatsfeminismus ein erfolgreicher Marsch durch die Institutionen – und das nur in gut 10 Jahren. Größter, kaum bekannter “Erfolg”: eine bis zu 40% erreichte Frauenquote im öffentlichen Dienst mit Einflußnahme auf Beförderungen , Bewerbungen und Haushaltsabstimmungen.
Die Abstimmungsniederlage für den Staatsfeminismus bedeutet somit keineswegs Verlust an politischem Einfluss, dazu ist die Infrastruktur der Unterstützer-Kohorten des Staatsfeminismus viel zu einflussreich und durch Pfründe abgesichert.
Die Theorie des Staatsfeminismus besteht aus Hypothesen zur Geschlechtsentwicklung des Menschen, der hypothetischen Gendertheorie nach Judith Butler. Allerdings gibt es keine geschlossene Darstellung des politischen Programms des Staatsfeminismus. Darum folgt hier der Versuch einer kurzen und und verschwörungsfreien(!) Darstellung, die erkennbaren Mosaiksteine der feministischen Familienpolitik zu einem verständlichen Ganzen zusammenzufügen. Das ist notwendig, um die noch immer zu erwartende Endlosdebatte über das Betreuungsgeld in seiner strategischen Bedeutung besser einordnen zu können:
Die Ikone “Haupternährerin”
Das allem voranstehende Modell, quasi die Ikone des Staatsfeminismus auf dem weiteren Weg zur Macht, ist ein zukünftiges Rollenbild für die Frau, wir nennen es hier das „Hauptverdienerin“-Modell. Es beschreibt die Befreiung der Frau von der klassischen Ernährerrolle des Mannes. Die daruf folgende viel stärkere Abhängigkeit von ihrem „Arbeit-Geber“ wird dabei von Medien und Politik geflissentlich übergangen (nannte man das nicht früher “Ausbeutung”?!). Selbstredend wird dieses Modell neben dem DGB auch vom Frauenministerium gefördert: www.familienernaehrerin.de
Dass durch diese revolutionäre Rollenumkehr die klassischen Mann/Frau-Rollen allmählich aus der Balance geraten, ist Programm. Letzteres nennt sich „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Norbert Bolz dazu: „Die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie ist die Lebenslüge der Gleichstellungspolitik“. Zwei Projekte, zwei Modelle sollen die Vereinbarkeit politisch untermauern:
- Modell „Krippe“
Die zukünftige Hauptverdienerin ist DAS politische Projekt einer feministischen Familienpolitik. Kinder sind dabei quasi eine Art “Störgröße” in ihrem Lebensentwurf. Folgerichtig muss die Politik für die Fremdbetreuung der Kleinstkinder (1 bis 3 Jahre) in Krippen sorgen. Das hat überdies den Vorteil, die Kleinstkinder in den Krippen mit feministischen Rollenbildern „umzuerziehen“ (Spiegel 01/2007). Erinnert dieses Phänomen nicht an all die vielen menschenverachtenden Versuche von Staatsideologien, die Kinder in staatlichen Einrichtungen zu indoktrinieren ? Deswegen wird dieser historische Hintergrund in der öffentlichen Debatte ausgeklammert. Vielmehr sollen Propagandagesichter glücklicher Krippenkinder mögliche psychosoziale Langfristfolgen überdecken. Dass die Krippenbetreuung für viele familiäre Situationen die einzige Alternative sein kann, braucht nicht weiter vertieft zu werden. Das zweite Instrument für die Sicherstellung der Vereinbarkeit ist das
- Modell „Rollentausch“
Für die Ikone “Haupternährerin” hat die Frauenlobby in den letzten Jahren zunächst das Rollenbild “Mann” zerstört, mit der Begründung, es sei ein zu überwindendes, stereotypes Rollenbild (SPD Leitlinie). Dann nahm man sich das Rollenleitbild für die Familie vor: Wer übernimmt im Falle der Vollzeitfrau den Haushalt und die Kinder? Für die neue Balance zwischen Mann und Frau geht Frau davon aus, dass Mann bzw. Vater sich an den häuslichen Arbeiten beteiligt . Wenn das nicht möglich ist, muss der Über – Vater, der Vater “Staat”, eingreifen. Seine Instrumente sind: das Elterngeld, welches logischerweise die Doppelverdiener bevorzugt, und die Krippenbetreuung, s. oben. Im beruflichen Bereich hat die “Vollzeitfrau zwangsläufig einen Verdrängungswettbewerb für die bisher männlichen Vollzeitstellen zur Folge. Was liegt näher, als mit Programmen wie „Männer in die Pflegeberufe“, „Männer in Teilzeit“ oder mit dem Elterngeld das (freiwillige!) Platzmachen der Männer für die Vollzeitfrauen und das Platzeinnehmen der Männer in Haus und Familie zu erleichtern? Damit schließt sich der Kreis. Süffisant könnte man das letzten Endes als “Win/Win Situation” für alle Beteiligten beschreiben…. Interessanterweise wird die “Hauptverdienerin” im Schulterschluss mit dem Frauenministerium zunehmend von der Wirtschaft unterstützt, mit der argumentation des sogenannten “Fachkräftemangels”. Begleitet wird die aktive Veränderung der Rollenbilder seit Jahren mit einer z.T. staaatlich finanzierten Medienkampagne (Stichwort: „Frauenpower“) . Beispielsweise auf der
- semantischen Ebene durch demonstrativ-bestärkende Verallgemeinerungen wie “Frau kann alles“ (vor allem besser als Männer….), „Frauen vor“, “DIE modernen Frauen…….”, oder ” DIE modernen Männer….” etc. Auf der
- visuellen Ebene durch überdurchschnittliche Frauenpräsenz auf Presse- und Werbefotos oder in Tatortserien mit einem 5-mal so großen Anteil von Kommissarinnen als in der Realität und auf der
- Ebene der Rollenbilder: “Männer, die liebenswerten Trottel, Frauen die Multitasking Powerfrauen”, so der 7. Familienbericht. Das „Lächerlichmachen“ (Mysandrie) von Männern, beispielsweise in TV-Filmen, gehört auch zu diesem ungeschriebenen Programm.
Männer werden weiblicher, Frauen männlicher, Schaufensterpuppen werden androgyner. Sind das schon Folgen der jahrelangen Medienkampagne? Worin die wirklichen Ursachen dieser Phänomene liegen, ist wissenschaftlich bisher kaum untersucht.
- Modell „Umerziehung“
Wie in Staatsideologien üblich, beginnt die Indoktrinierung der Bevölkerung bei der jungen Generation in den staatlichen Bildungsanstalten. Mit überwiegend weiblichem Lehrpersonal erfolgt besonders die Feminisierung der Jungen (Slogan: “Doing Gender“). Jungen werden eingegrenzt in ihrer natürlichen Wildheit und kaum gefördert durch männliche Vorbilder. Im Gegenteil: das Wort “männlich” wird mit den Jungen (und Mädchen) im Unterricht in Frage gestellt und die freie Geschlechtswahl propagiert, Stichwort “Gender Diversity”. So werden die Jungen auf ihre neue Rolle in der Familie und in den Pflegeberufen vorbereitet. Diese Art von Umerziehung wird erleichtert durch fehlende Vätervorbilder in Familie, Gesellschaft und in den Medien…
- Modell „Frauenquote“
Nach über 10 Jahren erfolgreicher Quotenpraxis im öffentlichen Dienst, nach Aufweichung klassischer Rollenbilder für Mann und Frau in Politik und Medien, nach einer Integration der Genderpädagogik in den Schulen, rüstet sich die Frauenlobby derzeit für die letzte Bastion bei ihrem Marsch durch die Institutionen. Es ist der Einstieg in die Privatwirtschaft über die Frauenquote, dem Königsweg auf dem Wege zur Macht. Das Hin und Her der Quote in der Politik ist mittlerweile nur noch eine idelogisch geprägte Polit-Show, kein ernstzunehmender, geschweige denn wissenschaftlicher Diskurs. Im Personalmanagement hat die Quote auch ohne Gesetz schon längst Einzug gehalten. Man richtet sich ein. In einer Art vorauseilendem Gehorsam werden zunehmend in den Personalentwicklungsplänen für Führungskräfte bereits jetzt schon Stellen für die zu erwartenden Seiteneinsteigerinnen freigehalten. Völlig unverständlich ist in diesem Falle der Mangel an Protest der Unternehmens-”Führer” gegen die Einflussnahme des Staates auf die Unternehmenspolitik.
Das Feld ist bestellt….
Der Staatsfeminismus kann sich auf eine breite Hausmacht in der Politik , Bildung und in den Medien verlassen. Hohepriesterinnen sitzen auf den fast 200 Gender-Lehrstühlen, fast 2000 Gleichstellungsbeauftragte sichern die Frauenförderung bundesweit. Kurzum: es hat sich eine breit aufgestellte Genderindustie, kaum bemerkt von der Öffentlichkeit (!), entwickelt. Diese Industrie wird im dreistelligen Millionenbereich gefördert. Jährlich. Eine solche Fördermentalität sichert selbstverständlich auch Pfründe für das Weitermachen der Beteiligten. Jedes Jahr – und das fast unkontrolliert durch demokratische Gremien. Das macht selbstsicher. Aber das Risiko, mit politischen Aktionen zu überziehen bzw. Widerstand zu erzeugen, nimmt zu.
Staatsideologien müssen häufig mit dem Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit kämpfen. Der Anspruch des Modells “Hauptverdienerin” besteht in allgemeiner Gültigkeit und bundesweiter Umsetzung. Dafür brachte zunächst die mediale Kampagne gegen das Betreuungsgeld im Bundestag nicht den gewünschten Erfolg. Und das Modell “Krippe”, die andere Voraussetzung für die Hauptverdienerin? Die hohe Zahl von nicht realisierten Krippenplätzen und die nicht ausreichende Zahl von Erziehern ist ein Skandal und ein Beispiel dafür, wie Politik scheitert, wenn sie vor lauter Erfolgen blind für das Machbare wird. Es ist auch ein Skandal, wie wir mit der Zukunft unserer Kinder umgehen. Immer mehr drängt sich die Frage auf: Wo bleibt die parlamentarische Opposition, die beispielsweise die Durchführbarkeit des Krippenprogramms zur Debatte stellt? Die Situation wäre da:
Die “Vereinbarkeit” und die “Hauptverdienerin” als politisches Versprechen beginnen zu wackeln…….
Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.agensev.de.
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Gender wirkt: Meinungsdiktatur
0 Kommentare | Posted 03.11.2011 08:18
Feministinnen drohen, Veranstaltungsleiter handeln: auf einem Kongress erhält ein Referent Personenschutz und Monate später überprüft ein Sicherheitsdienst die Identität der Teilnehmer einer Vortragsveranstaltung.
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