Damit lässt sich die Bundeswehr in ihrem derzeitigen Umfang von 250 000 Mann nicht erhalten. Die in den letzten Wochen ausgearbeiteten Lösungsvorschläge zielen auf eine Bundeswehr von nur noch 150- bis 160 000 Mann; insbesondere aber auf den Wegfall der Wehrpflichtigen.
Deren Umsetzung verlief zumeist problemlos; zumindest was die Außenwirkung anging.
Mit der FDP ist dies anders geworden. Die Koalition streitet sich auf offener Bühne.
"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ, bei uns durch Handel und Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern."
Dieser Satz wurde verbreitet als Plädoyer dafür verstanden, künftig auch zur Wahrung von Wirtschaftsinteressen zu den Waffen zu greifen.