Auch in wirtschaftlichen Boom-Regionen sinken die Geburtenzahlen, denn auch Mütter (geschweige Väter) wollen definitiv nicht auf eigenes Geld und die Unabhängigkeit von einem Ernährer verzichten. Die einzige Logik, die daraus folgt, heißt: "Wenn wir mehr Kinder, vor allem auch in Mehrkinder-Familien wollen, müssen wir die Familienarbeit durch ein Erziehungsgehalt(EZG) anerkennen und absichern." Geld ist in unserer Welt nun einmal der Motor für alles. Warum sollten Menschen, nur weil sie Kinder haben, da außen vor bleiben? Das funktioniert einfach nicht! Aber es sind die Kinder, die unsere Zukunft garantieren. Nur ein EZG schafft die echte Wahlfreiheit, damit Eltern frei entscheiden können, ob, bzw. wie lange sie ihr Kind selbst betreuen oder das Geld zum "Einkauf" einer Fremdbetreuung einsetzen wollen. Das EZG allein ist der Schlüssel zur wirklichen "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" und zur Realisierung der vollen "Gleichberechtigung von Männern und Frauen".
Da fließen Abermillionen an Subventionen, damit die Eltern ihre Kinder ab einem Jahr in fremde Hände geben, um ihre Arbeitskraft der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen.
Die frühe Abgabe der Verantwortung bedeutet, dass viele Eltern sich auch in aller Zukunft nicht mehr hinreichend zuständig fühlen für ihr Kind. Das Bindungsdefizit entsteht also nicht nur beim Kind, sondern auch bei den Eltern.
Aber hört man nicht ständig die Klage, der Schulerfolg dürfe nicht abhängig sein vom Engagement des Elternhauses? Die rot-grüne Bildungspolitik ist auf dem besten Wege, das gründlich zu ändern. Frei nach Friedrich Engels wird die Familie abgeschafft, und die Kinder werden vom Staat erzogen. Chancengleichheit für alle Kinder bedeutet eine Chancengleichheit auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Und das größte Elend dabei ist, dass die Konservativen das doch auch ganz "fortschrittlich" und "modern" finden!
Kein marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen wird sich außer auf dem Hintergrund der Renditemaximierung für solche Angebote in die Pflicht nehmen lassen. Die Gutmenschen sind dort dünn gesät. Deshalb sollten die wirklichen Fürsprecher der Familien diese Worthülsen meiden und stattdessen zwei und zwei zusammenzählen: Ein Teilzeitjob zugunsten der Erziehung von Kindern bringt den entsprechenden Teillohn. Den anderen Lohnanteil muss ein Erziehungsgehalt erbringen.
Was bedeutet "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"? Erkennbar ist der Trend, Eltern zu Vollzeitarbeitnehmern zu machen und die Kinder zu kasernieren. Elterliche Kindererziehung findet in der spärlich verbleibenden Freizeit statt oder gar nicht. Ohne ein Erziehungsgehalt ist Vereinbarkeit, die den Namen verdient, nicht zu haben. Wie steht es ohne Erziehungsgehalt mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau? Die Mütter verwirklichen sie in der außerhäuslichen Erwerbsarbeit, während die Väter sich den Umstieg auf die Familienarbeit nicht leisten können. Gleichberechtigung, ein Euphemismus!
Allein die Eltern sind es, die mit ihrem Ja zum Kind und ihrem trotz aller angeblichen Vereinbarkeit verbleibenden häuslichen Engagement nicht nur unsere umlagefinanzierten Sozialkassen, sondern unsere Zukunft schlechthin sichern. Wir sind gründlich dabei, die Eltern auszurotten.
Erst jetzt allmählich hebt sich dieser Nebel wieder und siehe da: Jungen und Mädchen sind von Natur aus verschieden und brauchen für ihre Entwicklung (sogar in den Kitas!) das männliche und frauliche Vorbild. Vater und Mutter sind dafür die naturgegebene familiäre Grundausstattung. Das sollte für den Gesetzgeber denn auch das verbindliche Leitbild sein, wenn es demnächst um die nächste Salamischeibe beim Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare geht. Im Sinne des Kindeswohls sollte die Adoption fremder Kinder definitiv nur gemischtgeschlechtlichen Paaren vorbehalten bleiben.
Das ist starker Toback, und die Frage muss erlaubt sein, ob da mit der Gleichberechtigung derer, die Elternverantwortung übernehmen im Vergleich mit denen, die dies nicht tun (aus welchem Grund auch immer) nicht etwas gründlich schief läuft. Wenn die Politik nicht Mittel und Wege findet, solche Benachteiligungen für Eltern als ersten Garant/innen des Fortbestandes unserer Gesellschaft wirksam auszugleichen, ist etwas faul im Staate.