Ein nachhaltiger Staat braucht intakte Familien
2 Kommentare | Posted 20.05.2013 16:39
Noch im Jahr Im Jahr 1996 lebten 57 Prozent der Deutschen in Familien. Im Jahr 2011 waren es nicht mal mehr die Hälfte (49 Prozent). Das teilte das Statistische Bundesamt anläßlich des Familientages am 15. Mai mit. Besonders dramatisch fiel der Rückgang in diesen 15 Jahren in Ostdeutschland aus (-15 Prozentpunkte), aber auch im Westen schreitet die Vereinsamung voran (-5 Prozentpunkte). Die Bedeutung von Familie und Ehen in nimmt ab. Ein Grund dafür ist sicher, dass sich gesellschaftliche Werte- und Ordnungsvorstellungen ändern. Das christliche Familienverständnis erodiert, die Individualiät nimmt zu. Auch die neuen Möglichkeiten der Kommunikationstechnik mögen eine Rolle spielen, denn soziale Bindungen lassen sich heute über Email und Web2.0 heute leichter als jemals zuvor über familiäre Strukturen hinaus aufbauen und pflegen. Der Hauptgrund für die Vereinzelung ist aber, dass die Familie in wirtschaftlicher Hinsicht eine immer kleinere Rolle spielt. Einerseits ermöglicht das allgemeine Wohlstandsniveau heute ein Singeldasein von Millionen von Menschen. Früher mußten Ressourcen wie Wohnraum, Heizenergie und Hausrat in strärkerem Maße gemeinsam und damit intensiver benutzt werden. Andererseits verspricht der Wohlfahrtsstaat eine Sicherheit und Geborgenheit, die früher nur die Familie bieten konnte. Ökonomisch betrachtet fand in den letzten Jahrzehnten ein "crowding out" familiärer Solidarität durch Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung statt. Nun mag man die neue Sicherheit begrüßen. Diese neue Sicherheit verspricht Unabhängigkeit von familiären Autoritäten und Verpflichtungen. Außerdem ist das Maß an Sicherheit im Wohlfahrtsstaat "gerechter", zumindest gleicher verteilt. Solidarität ist nicht mehr davon abhängig, wie leistungsfähig und hilfsbereit die eigenen Verwandten sind. Auch entbindet der Wohlfahrtsstaat den Einzelnen von der anstrengende Pflicht der Kinderaufzucht, wenn man im Alter und bei Krankheit Fürsorge erwartet. Doch die Geborgenheit des Wohlfahrtsstaates ist trügerisch! Abhängigkeiten innerhalb von Familien werden nur abgelöst durch staatliche Autorität. Jeder Harz-IV-Empfänger kann das bestätigen. Und weder Seniorenheime noch Krankenkassen sind für ihre menschliche Wärme und Nähe bekannt. Außerdem ist eine gleichverteilte soziale Fürsorge nur so lange etwas wert, wie der Umverteiler liquide ist. Angesichts der weiter fortschreitenden Staatsverschuldung geht diese Liquidität aber immer weiter zurück und vielleicht irgendwann gegen Null. Die Entkopplung von Fürsorgeanspruch von der eigenen Reproduktivität schließlich setzt, wiederum ökonomisch gesprochen, fatale Anreize. Bei etwas über 1,3 Geburten pro Frau in Deutschland schwindet in wenigen Jahrzehnten jede Basis für solidarisches Verhalten des Staates dahin. Der Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft führt nur über die Stärkung der Familien. Weder der Ausbau des Wohlfahrtsstaates noch die Förderung der Berufstätigkeit von Frauen können hierzu einen Beitrag leisten.
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Freiheit statt Kapitalismus? Sahra Wagenknecht und der Weg zur Knechtschaft
5 Kommentare | Posted 27.03.2013 17:51
Privateigentum ist mehr als die Grundlage der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Privateigentum ist ein bewährter Schutz gegen totalitäre Herrschaft. Gerade vor diesem Hintergrund irritiert der Titel von Sahra Wagenknechts Buch „Freiheit statt Kapitalismus“.

In einem einleitenden Kapitel, das zwei großen Hauptteilen des Buches vorangeht, findet sich unter dem Titel „Das gebrochene Versprechen Ludwig Erhards“ eine im Sinne der Autorin selektive Auflistung einiger Leitgedanken liberaler Ökonomen wie Walter Eucken, Wilhelm Röpke, August von Hayek oder eben Ludwig Erhard. Danach greift die Politikerin im ersten großen Teil des Buches mit dem Titel „Unproduktiver Kapitalismus“ tatsächliche oder vermeintliche Fehlleistungen der westlichen Volkswirtschaften auf und erläutert, warum nach ihrer Auffassung die marktwirtschaftlichen Prinzipien der ordoliberalen Denker heutzutage nicht mehr gelten und auch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt haben. Im Rahmen dieser Analyse kann eine Darstellung der wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen im Zuge der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise nicht unterbleiben. Weiter meint die Abgeordnete des deutschen Bundestags zu erkennen, dass Kapital größtenteils nur noch in hochspekulative Finanzgeschäfte fließt, anstatt in Form von Realinvestitionen die Produktionskapazitäten zu erweitern. An die Stelle von echtem Wettbewerb seien außerdem Monopole und Kartelle getreten, für innovative Unternehmensgründungen gebe es daher keine wirklichen Chancen mehr. In der Folge sei die Wirtschaft unkreativ geworden, bringe keine Innovationen mehr hervor
Die Aneinanderreihung dieser und anderer Kritikpunkte an unserem Wirtschaftssystem ergänzt die Autorin durch Zahlen und Beispiele. Doch gerade angesichts der polemischen Wortwahl und der Hochstilisierung auch kleinerer Missstände vermisst der Leser die Einordnung der aufgegriffenen Phänomene in einen internationalen Vergleich. Denn schließlich gibt es kaum eine offenere Volkswirtschaft als die deutsche, und auf den Feldern Innovationskraft, Wirtschaftsleistung, Arbeitslosigkeit und anderer Wohlstandsindikatoren ist unser Land international nachweislich hervorragend aufgestellt
Im zweiten Teil des Buches beschreibt die Linke-Politikerin dann unter dem Titel „Kreativer Sozialismus“ ihre Ideen für eine sozialistische, mutmaßlich leistungsfähigere, sozialere und gerechtere Wirtschaftsordnung. Obwohl die Autorin fast durchgängig alte Ideen von kollektivierter, demokratischer und staatlicher Steuerung des wirtschaftlichen Geschehens aufgreift, bleiben die aus Wissenschaft und Geschichte bekannten Probleme der sozialistischen Wirtschaftsordnung unbehandelt. Akrobatisch umgeht die Abgeordnete Begriffe wie Sozialismus oder Kommunismus. Wo dies im Rahmen historischer Betrachtungen nicht vermeidbar ist, schreibt sie lieber von Wirtschaftsordnungen „osteuropäischer“ oder „sowjetischer“ Prägung. Spätestens bei der Lektüre dieses zweiten Teils des Buches vermisst der Leser eine Antwort auf die Frage nach dem Freiheitsverständnis der Autorin. Im Zusammenhang mit den Plänen der Linke-Politikerin von einer schrittweisen Enteignung des Produktivvermögens gewinnt die Antwort auf diese Frage dann aber an Konturen: Das freiheitskonstituierende Prinzip des Privateigentums sei nur so lange legitim, wie es zum gemeinnützigen Dienst an der Gesellschaft („sinnvoll“) eingesetzt werde (Etwa S. 314). Anderenfalls verliere Eigentum, so die Autorin, seine Legitimität. Dann müsse eine schadenersatzlose Enteignung rechtlich möglich sein. Als Richter darüber, was nun im Sinne der Gesellschaft sinnvolle Verwendungen sind, kommt offenbar nur der Staat in Frage. Dem Markt, also dem Konsument, dem nach ordoliberalem Denken ja diese Richterfunktion zukommt, traut Wagenknecht ja nicht über den Weg. Folglich versteht die Politikerin unter Freiheit die „Freiheit“ zur Einordnung der wirtschaftlichen Tätigkeit unter den Willen eines Staates. Auf der Grundlage dieses Freiheitsverständnis ist aber ihr vorgebliches Ziel, an ordnungspolitischen Ideen ordoliberaler Denker anzuknüpfen, nicht im Ansatz zu verwirklichen
Frau Wagenknechts Versuch, die heutige Wirtschaftsordnung an den Maßstäben neoliberaler Ideale abzuurteilen, scheitert also schon am grundsätzlichen Verständnis davon, was eine menschenwürdige Ordnung ausmacht. Im rein ökonomischen Bereich identifiziert die Autorin zwar treffend bestimmte Fehlleistungen der herrschenden Wirtschaftsordnung. Allerdings gehen diese Funktionsmängel eher auf einen zu großen Einfluss des Staates als auf die wirtschaftlichen Akteure zurück und lassen sich zumindest durch eine Vergrößerung staatlichen Einflusses nicht beheben. Nach ordolilberalem Verständnis bestünde die wirtschaftspolitische Aufgabe darin, die Einflussnahme des Staates auf die Ordnungsgestaltung zu beschränken und die Geldmenge wirksam zu begrenzen. Doch hinter diesen Anspruch fällt die Autorin zurück und setzt den Fehlentwicklungen unter dem irreführenden Begriff eines „Kreativen Kapitalismus“ marxistische Ideen entgegen. Walter Eucken und Ludwig Erhard würden an der derzeitigen ordnungspolitischen Ausgestaltung unserer Wirtschaftsordnung sicher auch einige Kritik üben. Doch mit Sicherheit würden sie den ordnungspolitischen Status Quo gegenüber dem wagenknechtschen Weg zur Knechtschaft vorziehen.
Diese Kurzbesprechung ist auch erschienen auf dem privaten Blog von Dr. Christoph Sprich, der Beitrag war vorgesehen für das Jahrbuch „Extremismus und Demokratie 2012“ (Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.). Eine Besprechung des kürzlich neu aufgelegten Buches von Frau Wagenknecht wird im Jahrbuch Extremismus und Demokratie 2013 erscheinen.
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Mindestlohn ist Offenbarungseid der Wirtschaftspolitik
2 Kommentare | Posted 08.03.2013 16:57
Armutsminderung ist Aufgabe der Wirtschaftspolitik
Die Wirtschaftspolitik muß die materiellen Lebensbedingungen der Menschen gewährleisten und verbessern. Sie steht vor der ständigen Herausforderung, Armut zu verhindert und zu mildern. Im Zuge der Globalisierung und mit dem wirtschaftlichen und politischen Aufstieg neuer Gestaltungsmächte werden wir uns auch in Deutschland zunehmend bewußt, dass Wohlstandsmehrung auch im Westen kein Naturgesetz ist. Die Voraussetzungen für Wohlstand müsen immer wieder neu geschaffen werden, und das erfordert Realismus, Ideologie ist unangebracht.
Überdeutlich wird der zunehmende globale Wettbewerb, wenn Menschen ihre Lebenshaltungkosten nicht decken können, obwohl sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Die Wirtschaftspolitik steht dann vor zwei Herausforderungen: Erstens muß das Einkommen dieser "Working Poor" steigen und zweitens müssen ihre Lebenshaltungskosten sinken. Die Politik muß auf beiden Seiten des Haushalts der Erwerbsarmen aktiv werden.
1.) Erhöhung der Einkommens der Working Poor
Die Höhe der Einkommen ist eng mit der Produktivität von Arbeitnehmern verbunden. Die Produktivität hängt einerseits ab von der Qualifikation der Arbeitnehmer und andererseits von der Kapitalausstattung und von der Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitgeber. Aber: solche Jobs müssen erst einmal von Arbeitgebern in Deutschland angeboten werden! Unternehmen müssen deshalb Bedingungen vorfinden, unter denen sich Investitionen lohnen. Es geht um Infrastruktur, Steuerbelastung, Energiekosten und viele andere Faktoren. Hier liegen die Herausforderungen der Wirtschaftspolitik, wenn der Wohlstand von Geringverdienern verbessert werden soll. In die falsche Richtung weisen hier mit Sicherheit der Atomausstieg, einschüchternde Stuttgart-21-Debatten oder die Drangsalierung von Unternehmen Quotenregeln, Managergehaltsvorschriften, Erbschafts- und Vermögenssteuern oder Antidiskriminierungsgesetze.
Nicht erhöht werden kann das Einkommen der Working Poor durch einen staatlich festgesetzten Mindestlohn: Beim Mindestlohn handelt es sich schlicht um das Verbot, Arbeitskraft zu einem niedrigeren Preis in Anspruch zu nehmen. In jedem Wirtschaftsbereich führt ein solches Verbot dazu, dass die abgesetzte Menge sinkt. Entsprechend führt ein Niedriglohnverbot einfach zu höherer Arbeitslosigkeit. Die Arbeitskraft wird von Arbeitgebern einfach nicht mehr nachgefragt, die Arbeitsschritte werden in Ausland verlagert, durch Roboter ausgeführt oder die Produktion wird eingestellt. Der Mindestlohn verlagert die Probleme der Working Poor lediglich in die Jobcenter und erhöht die Sozialabgaben für diejenigen, die weiterhin arbeiten. Und damit wären wir bei Punkt 2, bei der Senkung von Belastungen.
2.) Senkung der Ausgaben der Working Poor
Die andere Möglichkeit zur Erhöhung des Lebensstandards der Working Poor ist die Senkung ihrer Lebenshaltungskosten. Auch hier kann der Staat viel leisten. Schließlich vereinnahmt er rund die Hälfte dessen, was die Menschen in diesem Land verdienen. Jeder gesparte Steuereuro eines Working Poor ist einer mehr für ihn selbst. Und dank Mehrwertsteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer, EEG-Umlage, "Demokratieabgabe" usw. wird auch der Ärmste in Deutschland erheblich belastet. Hinzu kommen Sozialtransfers, die mit den Sozialsystemen in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen sind. Durch die Alterung der Gesellschaft werden sich die Kosten weiter erhöhen.
Auf viele alltägliche Ausgaben der Menschen hat der Staat indirekten Einfluß. Etwa durch die Geldpolitik. Inflation macht das Leben teurer. In den letzten Jahren verteuerte die Geldvermehrung zunächst Energie und Immobilien/Mieten, das wird in der Inflationsrate nicht berücksichtig. Die Produktion von immer mehr Geld durch die Europäische Zentralbank wird aber auch die gemessene Inflationsrate definitiv in die Höhe treiben. Geringverdiener sind besonders von der Inflation betroffen, da sie einen hohen Anteil ihres Einkommens verkonsumieren. Auf andere Kosten der Büerger nimmt der Staat direkt Einfluß. Gerade bei niedrigen Einkommen macht sich Energiekosten besonders bemerkbar. Deshalb trifft die Working Poor der Ausstieg aus der besonders kostengünstigen Kernenergie besonders hart. Außerdem müssen auch Geringverdiener durch das Energieeinspeisegesetz mit ihrer Stromrechnung die Produktion von teurem Ökostrom finanzieren. Working Poor leisten dadurch Zwangsabgaben an Besserverdienende, die sich Solarzellen auf Eigenheime montieren oder aus Steuergründen in Windkraftanlagen investieren
Weiterhin bekommen Geringverdiener auch Belastungen zu spüren, die dadurch entstehen, dass sie vom Staat in vielen Lebensbereichen gewissermassen auf den Konsum von "Premiumprodukten" verpflichtet werden: Hohe Mieten und Baukosten in Deutschland kommen auch daher, dass Häuser einfacher Bauart gar nicht mehr errichten werden dürfen. So sind die gesetzlichen Anforderungen der Heizungs-, Öko- und Sicherheitstechnik enorm hoch. Ähnliches gilt für Lebensmittel. Auch hier kommen in Deutschland besonders hohe Vorschriften zur Anwendung. Und jeder Lebensmittelskandal, über den Menschen aus wirklich armen Ländern nur die Köpfe schütteln können, treibt die Standards und Kosten weiter nach oben. In vielen Schulen ist heute "Bio" Pflichtprogramm, die Eltern müssen zahlen, ob "Working Poor" oder nicht. Wenn die politische Elite in jedem Lebensbereich das Premiumsegment verpflichtend vorschreibt, darf man sich nachher nicht wundern, wenn Menschen ohne Premiumeinkommen sich das Leben in Deutschland trotz Arbeit nicht mehr leisten können!
Standortpolitik statt ordnungspolitische Kapitulation
Der Mindestlohn ist kein Mittel gegen Armut, sondern ein Offenbarungseid der Wirtschaftspolitik. Die Politiker wurden den Anforderungen nicht gerecht. Der Mindestlohn ist die Kapitulation vor den Herausforderungen des überlasteten Sozialstaates und des internationalen Wettbewerbs! Wenn man es nicht schafft, gut bezahlte Jobs ins Land zu holen, dann verbietet man eben die schlecht bezahlten. Die Politik greift zum Placebo anstatt zum Medikament, sie duckt sich weg, anstatt anzupacken. Dafür nimmt sie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit genauso in Kauf wie weitere Belastung der Sozialsysteme. Deshalb steht der Mindestlohn nicht nur für Unfreiheit, sondern er ist auch unsozial.
Nur durch eine wirtschaftsfreundliche Ordnungs- und Standortpolitik können Anreize für Unternehmen gesetzt werden, in Deutschland zu investieren. Durch neue Investitionen könnten hochwertige, gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Außerdem kann die Politik die finanziellen Lasten von Niedrigverdienern verringern. Er kann Steuern, Sozialabgaben und Energiekosten senken. Er kann die Inflation beenden. Und der Staat kann aufhören, in allen möglichen Lebensbereichen die Menschen auf Premiumsegmente zu verpflichten. Durch eine solche Wirtschaftsolitik kann der Wohlstand nachhaltig gesichert werden.
Dieser Beitrag erschien auf dem privaten Blog von Dr. Christoph Sprich (http://sprich.blogspot.com)
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Ratzingers Lektionen für einen Nichtkatholiken
1 Kommentare | Posted 02.03.2013 12:26
»Prüfet aber alles, und das Gute behaltet.« (1. Thessalonicher 5,20)
Ich bin weder Mitglied noch Anhänger der römisch-katholischen Kirche. Ich bin in gar keiner Kirchenorganisation Mitglied, bin kein Theologe, aber ich bin Christ und in (Abendmahls-)Gemeinschaft mit anderen Christen. Für mich ist Kirche die Gemeinschaft derjenigen, die Jesus als Herrn und Erlöser angenommen haben. Dem Wortsinn entsprechend könnte ich mich also als "katholisch" (im Sinne von "allgemein") bezeichnen, als "römisch" sicher nicht. Trotzdem hat Josef Ratzinger mein Glaubensleben positiv geprägt. Anlässlich seines Rückzugs aus dem Papstamt möchte ich als nichtkatholischer "Laie" erläutern, welche Lektionen ich von Josef Ratzinger lernen konnte.
Am Anfang des Jahrtausends interessierten mich verschiedene Religionen, am meisten beschäftigte mich der Buddhismus. Mit dem christlichen Glauben konnte ich in dieser Zeit wenig anfangen, trotz des Religions- und Konfirmandenunterrichts der Evangelischen Landeskirche in meiner Jugend. Ganz allgemein konnte ich mich mit der Idee eines "Glaubens" nicht anfreunden. Interessant fand ich Wissen und Erkenntnis über die Grundfragen des Lebens, über das Geheimnis des Glücks. Doch irgendwann ahnte ich, dass Erkenntnis allein nicht zu einem erfüllten Leben führen kann. Wenn es nun doch einen Schöpfergott gäbe, läge mein Glück nicht in seiner Hand? Auf jeden Fall wollte ich mir die christliche "Lehre" nun neu erschließen. Aber wen fragt man da, angesichts der Vielzahl christlicher Lehrmeinungen? Ich bekam ein Buch mit dem einladenden Titel "Einführung in das Christentum" empfohlen. Ein Buch der ältesten und größten Kirche, und dazu vom "Präfekten der Glaubenskongregation" Josef Ratzinger, erschien mir repräsentativ für das Christentum.
Um es gleich zu sagen, Ratzingers "Einführung in das Christentum" hat mich nicht bekehrt. Aber ich fühlte mich beim Lesen mit meinen bis dahin auch asiatisch geprägten Ideen irgendwie ernst genommen. Und das ist der erste Punkt den ich hervorheben möchte:
1. Die Menschheit im Blick haben Ratzinger geht auf zentrale Grundfragen des Mensch-seins ein und behandelt sie aus einer Perspektive, die die verschiedensten Überzeugungen berücksichtigt. Er geht auf Fragen ein, die auch in anderen Religionen im Zentrum stehen. Er nimmt sozusagen eine geistliche Vogelperspektive ein, skizziert unterschiedlichste Auffassungen, diskreditiert sie aber nicht. Ohne seine christlichen Überzeugungen zu verdecken oder gar zu relativieren zeigt er Verständnis und Kenntnis einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungen für wichtige Fragen. Und er tut es in einer Sprache, die dem rationalistisch geprägten Menschen entgegenkommt. Damit stärkte er mein Vertrauen in die Botschaft der Bibel.
2. Die Christenheit im Blick haben Wie zu erwarten bezieht Ratzinger in strittigen Glaubensfagen immer wieder Position für spezifisch katholische Lehrmeinungen. Bemerkenswert fand ich aber, dass er dabei großes Verständnis für andere Positionen innerhalb der christlichen Welt, für andere Lesarten der biblischen Texte beweist. Man spürt, dass er geradezu darum ringt, die Christenheit nicht noch weiter trennen zu wollen. Als Leser fühlt man sich so auch als "Außenstehender" in seinem Glauben an Christus und in seinem Verständnis von Kirche und Schrift ernst genommen.
Als Nichtchrist hatte ich das religionsübergreifende Denken Ratzingers schätzen gelernt. Nun, als Christ, erlebte ich sein konfessionsübergreifendes Denken. Durch seine klaren, aber stets biblisch begründeten Positionen läßt Ratzinger den Wunschtraum einer echten Ökumene - die Einheit des Geistes - greifbarer erscheinen als solche Kirchenlehrer, die den Weg zur praktischen Einheit in einer Preisgabe biblischer Wahrheiten suchen.
3. Vernunft und weltliches Handeln in den Glauben einbeziehen Ratzinger ermöglichte mir auch Rückbindungen meiner akademischen Arbeit zum Glauben. In "Hayeks Kritik and der Rationalitätsannahme" beschäftigte ich mich mit erkenntnistheoretischen Fragen. Ratzinger ist in gewisser Weise auch Erkenntnistheoretiker, auf jeden Fall aber ist er Philosoph. Aber er ist keiner der weltlich orientierten Philosophen, vor denen Paulus im Kolosserbrief warnt (Kol. 2,8), sondern er sucht die Wahrheit in Gott und bekennt Christus als die Quelle der Wahrheit. In der Enzyklika "Caritas in Veritate" fand ich für mich wichtige Hinweise auf Zusammenhänge zwischen Wissen, Können und Glauben. Glauben an Christus äußert sich in Nächstenliebe. Aber wir brauchen Erkenntnis über die Welt, um diese Liebe praktisch verwirklichen zu können. In seiner Schrift "Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen" zeigt Ratzinger, dass der christliche Glaube die Vernunft nicht verdrängen will, sondern sie einfordert.
Daraus konnte ich lernen: Glaube und Frömmigkeit alleine reichen nicht aus, um hier auf der Welt für Christus arbeiten zu können. Wir müssen uns auch anstrengen, unsere Gaben zu gebrauchen, um Welt und Menschen - seine Schöpfung - besser zu verstehen. Der Glaube deckt weder Trägheit noch Desinteresse. Christus hat für uns alles gegeben und hat dadurch einen Anspruch auf unsere Fähigkeiten. Und deshalb sind Vernunft und Wissenschaft wichtig für die Verwirklichung des Glaubens.
4. Auf die Grenzen der Staatsmacht hinweisen Als Vermittler zwischen Glauben und Vernunft ist Ratzinger auch ein Vermittler zwischen Glauben und Politik. Denn jenseits der notwendigen sozialtechnologischen Kenntnisse müssen Politiker Entscheidungen zu Werturteilsfragen treffen. Politik erfordert Erkenntnis nicht nur darüber, wie die Welt ist, sondern auch darüber, wie die Welt sein soll. Politik ist nicht möglich ohne Kenntnisse über die Natur des Menschen und über Gut und Böse. In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag hat Ratziger herausgearbeitet, dass Politik sich der Erkenntnis durch den Glauben nicht entziehen kann (Siehe Artikel auf diesem Blog). Versucht sie das, fördert sie eine Gesellschaft, die der "Ökologie des Menschen" nicht entspricht, die die Würde des Menschen herabsetzt und die letztlich nicht lebenswert ist. Die Wertschätzung jedes einzelnen Menschen liegt im christlichen Glauben und in der abendländischen Kultur begründet. 5. Christus in den Mittelpunkt stellen Ratzinger verfügt ohne Zweifel über eine große Kenntnis der Heiligen Schrift und ihrer inneren Zusammenänge, auch wenn ich in häufig Bibelstellen anders verstehe als er. Bemerkenswert für alle Christen ist aber die Konsequenz, mit der er die Aussagen der Bibel auf Christus hin deutet. In den Bänden "Jesus von Nazareth" wurde mir das besonders deutlich. Er wird nicht müde, die Bedeutung seines Opfertods für uns Menschen in den Mittelpunkt aller möglichen Überlegungen zu rücken. Auch schwierige Gedankengänge scheinen dabei nie zu akademischer Akrobatik zu werden, immer wieder führt er den Leser zum Zentrum, zu Christus. 6. Mut haben, unbequem zu sein Und Ratzinger hat den Mut, unbequem zu sein. Auch das ist eine Fähigkeit, von der Christen aller Denominationen lernen können. Die viel gescholtene "Regensburger Rede" mit seinen manchmal fehlinterpretierten Aussagen zum Isalm sei als Beispiel genannt. Doch gerade durch die Herausarbeitung von Unterschieden zwischen verschiedenen Lehrmeinungen und Religionen hat er sicher mehr für die gegenseitige Anerkennung getan, als Theologen und Kirchenamtsträger, die Trennungen verdrängen.
Mein Weg zu Jesus war nicht so geradlinig und kurz, wie er hätte sein können und sollen. Wie der Jünger Thomas aus Johannes 20 ließ ich es lange zu, dass mein "Erkenntnisinteresse" den Glauben verdrängte. Sonst hätte ich Ratzinger nie lesen müssen, sondern hätte einfach die Bibel gelesen und geglaubt. Andererseits war es wohl der Weg zu Gott, den er für mich vorgesehen hatte. Zu diesem Weg gehörte auch die innere Bereitschaft, gewonnene Erkenntnisse zu verwerfen und neue Ideen zu entdecken, sonst hätte ich das Ziel nicht erreicht. Und in Ratzinger konnte ich persönlich wichtige Lektionen lernen, vor und nach dem Entschluss zur Nachfolge.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mich vieles von der Kirche Ratzingers trennt. In zentralen Glaubensfragen bin ich nach wie vor oder mittlerweile anderer Ansicht: Aufbau, Struktur und Verwaltung der Kirche, Sakramentsverständnis und andere Fragen. Doch trotz allem, was trennend oder unverstanden bleibt hat Ratzinger mein Glaubensleben bereichert. Das Verständnis dafür, dass Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden weit über trennende Organisationsstrukturen hinausreicht, kann Christen den Mut geben, andere Christen in ihren Glaubensüberzeugungen verstehen zu wollen. Mit dieser Haltung können Christen aller Denominationen noch viele wichtige Lektionen lernen, um dem Ziel der Nachfolge Christi und der Einheit des Geistes näher zu kommen.
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Vereinsamung im Wohlfahrtsstaat
14 Kommentare | Posted 23.10.2012 21:31
Vereinsamung in Deutschland – Versagen des Kapitalismus?
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Gott will, dass der Mensch nicht allein ist |
Heute können wir uns über Internet, soziale Netzwerke und Handys intensiver austauschen als jemals zuvor. Wir können Kontakte zu Jugendfreunde, Kommilitonen und Verwandten global pflegen und ausbauen. Doch diese Kontakte sind oft sehr oberflächlich. Totz mehrerer hundert Facebook-Freunde können wir einsam sein. Wenn wir nicht einsam sein wollen, brauchen wir nicht nur Informationen über Menschen, sondern belastbare soziale Bindungen. Wir brauchen nicht nur Menschen, die uns zuhören und verstehen, sondern auch solche, denen wir etwas wert sind, die letztlich auch Opfer für uns bringen. Und solche festen, sozialen Strukturen werden seltener, die Deutschen vereinsamen regelrecht. So lebt in unserem Land schon jeder Fünfte allein, noch nie waren es mehr als heute. Seit 1970 ist der Anteil der Ein-Personen-Haushalte von 26% auf rund 40% gewachsen. Auch hat sich der Anteil der Ehescheidungen seit 1970 fast verdreifacht. In der EU leben nur die Schweden noch vereinsamter als wir. Befürworter des Sozialstaats können nun die Schuld auf den Kapitalismus schieben. Im Kapitalismus herrsche soziale Kälte, es gehe nur um Leistung, ganz nach der Devise „hire and fire“. Besonders einfach ist es für Sozialisten, denn schließlich stiftete im Sozialismus der Staat Gemeinschaft durch Organisation und durch soziale Absicherung. Früher in der DDR, so kann man es etwa von älteren Ostdeutschen hören, da habe man ja viel mehr zusammen gemacht. Gemeinschaft gab es in der Partei, im Blauhemd, in der Kita und auch in der Ganztagsschule. Politisch habe man ja nicht hinter allem stehen müssen, aber zumindest erlebte man dort Solidarität. Vereinzelung gab es nicht. Und auch um die Nachbarschaft habe man sich damals noch gekümmert. Man half sich gegenseitig mit Material aus, etwa wenn man bauen wollte. Heute, da gehe man ja einfach in den Baumarkt. Eine sterile Kundenbeziehung, und am Ende zahlt man anonym per Karte. Und so treiben Kapitalismus, Marktwirtschaft und Globalisierung die Menschen immer mehr in die Einsamkeit. Der Sozialstaat zersetzt soziale Bindungen Doch nichts könnte falscher sein als dieses Zerrbild. Sozialismus und Wohlfahrtsstaat sind nicht „wärmer“ als der Kapitalismus, denn hier wie dort steht Gemeinschaft unter Fluch und Segen des Eigennutzes. Lediglich ist die „soziale Währung“ im Sozialismus eine andere: Es geht um Beziehungen, Meinungen oder Parteimitgliedschaft. Der Sozialstaat honoriert Beziehungspflege zum Staat und zu seinen Repräsentanten. Der Kapitalismus stärkt Bindungen hingegen dort, wo ein Nutzen für das Gegenüber entsteht. Der Sozialethiker Joachim Fetzer charakterisiert den Markt deshalb als einen Ort der praktizierten Nächstenliebe. Nichts zermürbt gesellschaftliche Bindungen wirkungsvoller und nachhaltiger als Sozialismus und Wohlfahrtsstaat. In Deutschland ging die Vereinsamung zumindest zeitlich mit dem Ausbau des Wohlfahrtsstaats einher. Seit 1970 hat sich der Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung etwa verdoppelt. In der EU weisen nur die sozialistisch geprägten Länder Dänemark, Frankreich und Schweden höhere Sozialquoten auf. Die Scheidungsraten wachsen, die Altenheime werden voller, Kinder werden zunehmend kollektiv vernachlässigt oder gar nicht erst geboren. Von allen OECD-Ländern hat Deutschland mit einem Wert von 1,3 die niedrigste Reproduktionsrate. Das ist kein Ausweis für gesunde Familienstrukturen, sondern der Vorbote einer künftig wahrhaft atomisierten Gesellschaft. Millionen werden die Kälte des Wohlfahrtsstaates vereinsamt in Altenheimen erleben. Dabei setzt der Wohlfahrtsstaat mit seinen Fehlanreizen alles daran, die Vereinsamung systematisch fördern. Ein Beispiel: Studien zeigten schon bald nach der Einführung staatlicher Sonderleistungen für Alleinerziehende in England, dass die Anzahl der Alleinerziehenden durch die Leistungen stark zugenommen hatte. Aber nicht nur Ehe und Familie, auch die Kirche - früher zentraler Ort sozialer Nähe und Gemeinschaft - wird in ihrer Bedeutung angesichts des wachsenden Wohlfahrtsstaates zurückgedrängt. Ökonomisch gesprochen findet ein klassisches „crowding out“ statt. Im Sozialismus wurde und wird die Kirche sogar als „Opium des Volkes“ (Karl Marx) erbittert bekämpft. Einziger Gefährte des einsamen Menschen solle der Staat sein. Katallaxie oder die Kultivierung des Sozialen im Kapitalismus Doch in einer liberalen Gesellschaft überfordert sich der Staat nicht, in dem er als das große, gemeinschaftsstiftende Kollektiv auftritt. Der Liberalismus will vielmehr die Vielfalt der Gemeinschaften fördern. Notwendig sind dabei Privateigentum, Familie, Unternehmen, Kirchen, Verbände und Vereine. Die Marktwirtschaft stärkt soziale Bindungen sogar, und sie ist ein guter Nährboden für das Wachstum neuer Strukturen jenseits des Staates. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek nannte die liberale Wirtschaftsordnung nicht umsonst „Katallaxie“, abgeleitet vom griechischen Wort „katallattein (καταλλαγή)“, das eben nicht nur „tauschen“, sondern auch „in die Gemeinschaft aufnehmen“ oder „aus einem Feind einen Freund machen“ bedeutet. Der wirtschaftliche Wettbewerb zwingt die Menschen, nach dem Nutzen ihres Tuns für andere zu fragen. Das ist mindestens genauso anstrengend wie der Wettbewerb von Sozialuntertaten um die Gunst des Staates, stabilisiert die Gesellschaft aber nachhaltiger. Denn die Menschen schaffen sich so einen festen Platz in ihrer sozialen Umwelt. Das verhindert Einsamkeit. Auf diesem Weg gelingt übrigens auch ethnische Integration von innen heraus, weil Wettbewerb Anpassung kultiviert, während Harz-Umverteilung sie lähmt. Die Marktwirtschaft fördert Gemeinschaft alleine schon dadurch, dass sie materiellen Wohlstand schafft. Mangel schafft Unzufriedenheit und zermürbt Gemeinschaft. Deshalb ist die „sterile“ Leistung von Baumärkten unendlich wertvoller als die „innige“ DDR-Volksbeziehungspflege, die nur von der Unzufriedenheit über die Mangelwirtschaft lebte. Der Kampf gegen Vereinsamung beginnt beim Wohlfahrtsstaat Auch auf Familienstrukturen können sich Freiheit und Eigenverantwortung positiv auswirken und Einsamkeit vorbeugen. In einer Gesellschaft, die auf Rechtsstaatlichkeit und Eigenverantwortung anstatt auf Umverteilung setzt, haben Ehe und Familie ein größeres, weil auch ökonomisches Gewicht. Wo staatliche Altersvorsorge an Bedeutung verliert, gewinnen Kinder an Bedeutung. In einer freiheitlichen Gesellschaft ist soziale Verantwortung kein verordneter, aber substanzloser Automatismus à la Hartz IV oder Elterngeld. Allerdings müssen soziale Bindungen im Kapitalismus selbst gewählt werden. Das ist manchmal schwierig und erfordert beidseitige Solidarität, schützt aber wirksam gegen Einsamkeit. Wir müssen Weichen stellen, um dem Phänomen der zunehmenden Vereinsamung in unserem Land zu begegnen. Soziale Netzwerke, Email und Handys werden das Problem nicht lösen, vielmehr müssen belastbare soziale Strukturen jenseits des Staats kultiviert werden. Dabei müssen Kirchen, Vereinen und vor der Institution Familie eine größeres Gewicht zugestanden werden. In der Familienpolitik kommt es darauf an, den Sozialstaat und die Kollektivierung der Familie zu bekämpfen. Aber insbesondere kommt es darauf an, uns in unserer eigenen Lebensplanung weniger auf den Staat und mehr auf Gott und auf seine Ordnungen zu verlassen. Er kennt uns und unsere Natur, denn er hat uns geschaffen und dabei gesagt: "Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt." (Genesis 2,18)
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