Vielleicht geht es Ihnen auch so, wenn Sie am Weihnachtsabend auf den Balkon, die Terrasse oder einfach ins Freie treten:
Es liegt ein Frieden in der Luft, der fast mit Händen zu greifen ist, eine Stille, so still, dass sie tief unsere Sinne berührt.
Joseph von Eichendorff hat sie empfunden, wenn er dichtet:
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Doch man muss nicht unbedingt aufs freie Feld sich begeben, auch in der Großstadt ist diese Stille spürbar.
Sie ist jener Stille, jenem Frieden vergleichbar, den wir an jedem Sonntagmorgen erleben können, wenn auch nicht so intensiv wie an Weihnachten.; da empfinde ich diesen Frieden, diese Stille als ganz besonders.
Ab und zu begegne ich im Schulhaus Kindern, die ich zwei Jahre lang unterrichtete und die jetzt in der 7. Klasse sind, in der sie neue Lehrer haben; manche sind mit ihren 12 oder 13 Jahren in die Höhe geschossen, dass ich nur so staune.
Heute aber habe ich etwas Besonderes erlebt:
Ich begegnete einem Jungen, den ich seit dem Ende des letzten Schuljahres nicht mehr gesehen hatte - viereinhalb Monate sind seitdem ins Land gegangen, der schon immer recht groß für sein Alter war, mir mittlerweile aber ziemlich deutlich über den Kopf gewachsen war, ein wirklich lieber Kerl, offen und gerade heraus, dabei immer freundlich und höflich, aber keineswegs angepasst höflich (ich nenne ihn mal Jonas).
"Mensch, Jonas", sage ich, "du bist ja auch gewachsen!"
"Ja", sagt er, "ich wachse gern!"
Für einen Moment war ich sprachlos.
Dieses Bekenntnis kam so spontan aus seinem Inneren, dass ich wusste, dieser Junge wächst gern.
Ich gab ihm einen Klaps auf die Schulter und sagte einfach "klasse!" Beide strahlten wir, als wir in unsere Richtungen weiterliefen, ich glaube, jeder mit einem Lächeln im Herzen.
Solch ein schönes Bekenntnis zum Leben habe ich selten gehört.
Denn wisse: Das im Neuen Testament von Jesus als dezidiert neues Gebot ausgewiesene Gebot der Liebe gilt nicht für die Liebe zwischen einer evangelischen Pfarrerin und einem Muslimen.
Abschluss und Nachtrag:
Von über 19 000 Vereinen, die sich beteiligt haben, rangierte am Ende das Tierheim Wannigsmühle auf Platz 5598.
Über der Erde
in himmlischen Auen
sehe ich einen Altar bereitet
mit himmlischen Früchten
geerntet auf irdischen Feldern
Ein mächtiger Altar
drei Stufen führen
zu ihm hinauf
Seine Decke kunstvoll geflochten aus Weizenhalmen
verziert mit Trauben aus allen Kontinenten
Auf ihm bereitet Äpfel und Birnen in üppiger Fülle
duftend bis auf die Erde
Von der Erde kommend eine Prozession vieler Menschen
seit Tagen unterwegs
hinauf zum Altar
in Gedanken ehrend und dankend und bringend
weitere Früchte des Feldes und Blumen die immer
himmlischer leuchten
Manche auf der Erde wissen noch zu deuten
den Segen so vieler sonniger Tage
die ihre Bedeutung haben bis heute hin
Etwas Besonderes muss geschehen sein
ahnen manche Menschen
Ein besonderer Segen muss den Menschen
zuteil worden sein
aufgeschrieben im Buch allen Lebens
Selten noch war zum Erntedankfest hin
die Erde so festlich geschmückt
verlor der Himmel über Tage keine Träne über uns
lächelte und zeigte eine Freude
die mancher und manchem die sehen
wollen und können
überirdisch erschien
Der Himmel blaut bis in alle Weiten
und spricht zu denen die noch wissen
um den Zug der Vögel
spricht zu allen Menschen
die guten Willens sind
Am Abend wenn die Sonne untergeht
stehen die Engel wie ausgebreitete Flügel
zu beiden Seiten der Sonne und
jubeln ihr mächtiges Hallelujah und wer möchte
kann es hören
Zum Dank neigt sich die Erde bis in die Nacht hinein
Wie ein Saum liegen die Töne auf Äckern und Feldern
die Dank sagen und friedvoll in ihren Schlaf gehen
Über allem sehe ich in den Weiten des Himmels
und zugleich so nah
leuchtend über dem Altar
ein Gesicht
ein weibliches
das Lächeln von Gäa seit alters her
unser Ewig-Weibliches
die Himmelskönigin
Ihr Lächeln ist es das auch die Sonne vor Freude fast
taumeln macht und des Nachts
in diesen Tagen die Sterne wunderbar funkeln lässt
Ihr Gesicht verblasst nicht
Immer ist es da und möchte zu allem
was Menschen tun
lächeln können